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	<title>Fettkraut Archive - CARNIFLOR</title>
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	<title>Fettkraut Archive - CARNIFLOR</title>
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		<title>Was ist eigentlich Spaghettistein?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Carniflor]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Sep 2025 20:41:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Was ist eigentlich Spaghettistein? Gerade bei der Kultur mexikanischer Fettkrautarten wird als Medium oft poröses Gestein, meist sogenannter Spaghettistein empfohlen.</p>
<p><a href="https://www.carniflor.de/was-ist-spaghettistein/" class="more-link">Jetzt lesen...<span class="screen-reader-text">Was ist eigentlich Spaghettistein?</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.carniflor.de/was-ist-spaghettistein/">Was ist eigentlich Spaghettistein?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.carniflor.de">CARNIFLOR</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4>Was ist eigentlich Spaghettistein?</h4>
<p>Gerade bei der Kultur mexikanischer Fettkrautarten wird als Medium oft poröses Gestein, meist sogenannter Spaghettistein empfohlen. Doch worum handelt es sich dabei genau? Dieser Frage wollen wir in diesem Beitrag einmal genauer auf den Grund gehen.</p>
<figure id="attachment_1349" aria-describedby="caption-attachment-1349" style="width: 880px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-1349 size-large" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_10_50_11.Standbild015-1024x576.png" alt="spaghettistein mit pinguicula bepflanzt" width="880" height="495" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_10_50_11.Standbild015-1024x576.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_10_50_11.Standbild015-300x169.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_10_50_11.Standbild015-768x432.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_10_50_11.Standbild015-1536x864.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_10_50_11.Standbild015.png 1920w" sizes="(max-width: 880px) 100vw, 880px" /><figcaption id="caption-attachment-1349" class="wp-caption-text">Abbildung: Spaghettistein bepflanzt mit mexikanischen Fettkräutern (<em>Pinguicula</em> spec.)</figcaption></figure>
<p>Genau genommen handelt es sich bei Spaghettistein zumindest im geologischen Sinne um keinen offiziellen Begriff. Grundsätzlich bezeichnet man daher verschiedene Gesteinsarten mit poröser, oft löchriger und teils spaghettiartiger Struktur als Spaghettisteine.</p>
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<p>Betrachtet man die Gesteinsarten jedoch etwas genauer, lassen sich Spaghettisteine allerdings meist in zwei grundsätzliche Arten unterscheiden, die sich in ihrer Entstehung fundamental voneinander unterscheiden. Zu einem handelt es sich dabei um <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Travertin"><strong>Travertin</strong></a>, der Spaghettistein wie wir ihn aus dem Handel kennen. Darüber hinaus existiert mit sogenanntem <a href="https://strand-und-steine.de/gesteine/sedimentgesteine/kalkstein/kalkstein.htm"><strong>Faxe-Kalk</strong></a>, einer Ansammlung versteinerter und somit fossiler Korallen- und Seelilienreste, eine weitere Art Spaghettistein, die jedoch nur äußert selten gehandelt wird.</p>
<h5>Travertin &#8211; &#8222;Gewöhnlicher&#8220; Spaghettstein</h5>
<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Travertin">Travertin-Gesteine</a> eignen sich nicht nur für die Verwendung als Pflanzstein, sondern werden oft auch als Baustoff, vor allem bei Mauern und als Terrassenplatten verwendet. Grundsätzlich handelt es sich hierbei um einen mehr oder weniger porösen Kalkstein, der aus warmen oder heißen, CO2-übersättigten Süßwasserquellen ausgefällt wurde und fast ausschließlich aus Calciumcarbonat besteht. Durch die Einlagerung von Eisenoxiden oder Manganverbindungen erhält Travertin seine charakteristische, rot-orange-bräunliche bis gräuliche Färbung. Je nach Temperatur der Quelle und Formation der Umgebung können bei der Ausfällung dabei entweder feste, mehr oder weniger poröse Gesteine oder die auffälligen, spaghettiartigen Steinstrukturen entstehen. Selten enthalten diese Strukturen im Inneren auch noch weitere Einschlüsse von Calcit-Kristallen, welche im Sonnenlicht besonders schön glitzern.<br />
Spaghettisteine aus Travertin bilden daher den eigentlichen, aus dem Handel bekannten Spaghettistein, wie er etwa auch für <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-auf-steinen/">mexikanische Fettkräuter (<em>Pinguicula</em> spec.)</a> verwendet wird. Hin und wieder wird Travertin auch als Kalktuff bezeichnet.</p>
<figure id="attachment_2282" aria-describedby="caption-attachment-2282" style="width: 880px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="wp-image-2282 size-large" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/09/nature-4848330_1280-1024x702.jpg" alt="travertin-terrassen" width="880" height="603" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/09/nature-4848330_1280-1024x702.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/09/nature-4848330_1280-300x206.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/09/nature-4848330_1280-768x527.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/09/nature-4848330_1280.jpg 1280w" sizes="(max-width: 880px) 100vw, 880px" /><figcaption id="caption-attachment-2282" class="wp-caption-text">Abbildung: Natürliche Travertin-Terrassen (vermutlich Mammoth Hot Springs, Yellowstone National Park, USA) &#8211; je nach Mineraleinschlüssen kann die Farbe zwischen weiß oder grau und rot-braun-orange variieren.</figcaption></figure>
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<h5>Faxe-Kalk &#8211; Fossiler Spaghettistein</h5>
<p>Mit sogenanntem <a href="https://strand-und-steine.de/gesteine/sedimentgesteine/kalkstein/kalkstein.htm">Faxe-Kalk</a> existiert eine weitere Art von Spaghettistein, die optisch zwar teilweise sehr ähnliche Strukturen aufweist, sich in der Entstehung und im Aufbau aber grundlegend von Spaghettisteinen aus Travertin unterscheiden. Das hat den Hintergrund, dass Faxe-Kalk nicht durch Ausfällung entsteht, sondern im Grunde eine fossile, also (kalkreich) versteinerte Ansammlung an Resten von Korallen und Seelilien bildet. Bei Faxe-Kalk handelt es sich daher im Grunde um echte Fossilien! Wie bei Travertin entsteht die charakteristische Färbung durch den Einschluss verschiedener Verbindungen aus Eisenoxid oder Mangan. Äußerlich ist er zunächst meist jedoch von deutlich weicherem und hellerem (weißem) Kreidekalk umgeben. Wird dieser durch Verwitterung ausgewaschen, bleiben die typischen spaghettiartigen Strukturen zurück. Diese Strukturen gehen bei Faxe-Kalk meist auf die Überreste der Korallenart <em>Dendrophyllia candelabrum</em> zurück. Teilweise enthält Faxe-Kalk auch zahlreiche fossile Bruchstücke der Organismen aus denen sie entstanden sind. Solche Gesteine werden dann zumeist auch als Crinoidenkalk bezeichnet und sind durch die zahlreichen interessanten Formen optisch besonders hochwertig. Dies verleiht ihnen jedoch meist den Wert von geologischen Sammlerstücken, weshalb Spaghettistein aus Faxe-Kalk nur selten im Handel zu finden ist &#8211; meist bei spezialisierten Gesteins-, Fossilien- oder Mineralienhändlern. Echter Faxe-Kalk stammt übrigens lediglich aus der Region Faxe bei im südöstlichen Sjælland in Dänemark &#8211; daher auch sein ungewöhnlicher Name.</p>
<figure id="attachment_2283" aria-describedby="caption-attachment-2283" style="width: 880px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="wp-image-2283 size-large" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/09/fossil-1969912_1280-1024x768.jpg" alt="crinoidenkalk" width="880" height="660" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/09/fossil-1969912_1280-1024x768.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/09/fossil-1969912_1280-300x225.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/09/fossil-1969912_1280-768x576.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/09/fossil-1969912_1280-440x330.jpg 440w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/09/fossil-1969912_1280-920x690.jpg 920w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/09/fossil-1969912_1280.jpg 1280w" sizes="(max-width: 880px) 100vw, 880px" /><figcaption id="caption-attachment-2283" class="wp-caption-text">Abbildung: Sogenannter Crinoidenkalk enthält zahlreiche Fossile Spuren.</figcaption></figure>
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<h5>Weitere Spaghettisteine</h5>
<p>Selten findet man im Handel weitere als Spaghettistein bezeichnete Gesteinsarten. Hierbei handelt es sich dann um zahlreiche andere Gesteine mit poröser und oft löchriger Struktur, aber weder um Travertin, noch um Faxe-Kalk. Da es sich bei Spaghettistein weder um einen offiziellen geologischen Begriff, noch um eine geschützte Bezeichnung handelt, wird das Wort Spaghettstein oft als Sammelbegriff für allerlei ungewöhnliche, poröse und löchrige Gesteinsarten verwendet. Auf der Suche nach dem <a href="https://shop.carniflor.de/collections/substrate/products/spaghetti-stein">&#8222;echten&#8220; Spaghettistein</a>, sollte man sich daher immer auf die Suche nach Travertin begeben.</p>
<figure id="attachment_2284" aria-describedby="caption-attachment-2284" style="width: 880px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2284 size-large" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/09/old-3794353_1280-1024x681.jpg" alt="sammelbegriff spaghettistein" width="880" height="585" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/09/old-3794353_1280-1024x681.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/09/old-3794353_1280-300x199.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/09/old-3794353_1280-768x511.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/09/old-3794353_1280-507x338.jpg 507w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/09/old-3794353_1280.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 880px) 100vw, 880px" /><figcaption id="caption-attachment-2284" class="wp-caption-text">Abbildung: Teilweise gilt Spaghettistein als Sammelbegriff für Gesteine mit ungewöhnlich poröser, teils löchriger Struktur.</figcaption></figure>
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<h5>Mehr Informationen:</h5>
<ul>
<li>https://strand-und-steine.de/gesteine/sedimentgesteine/kalkstein/kalkstein.htm</li>
<li>https://www.natursteinbrueche.de/natursteinlexikon/travertin/</li>
<li>https://www.chemieunterricht.de/dc2/tip/01_08.htm</li>
<li>https://www.carniflor.de/pinguicula-auf-steinen/</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.carniflor.de/was-ist-spaghettistein/">Was ist eigentlich Spaghettistein?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.carniflor.de">CARNIFLOR</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Nostoc Bakterien &#8211; Grüne Schleimkugeln auf dem Substrat</title>
		<link>https://www.carniflor.de/nostoc-bakterien-substrat/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=nostoc-bakterien-substrat</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Carniflor]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Mar 2025 15:23:02 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nostoc Bakterien &#8211; Grüne Schleimkugeln auf dem Substrat Hast du grüne Schleimkugeln auf deinem Substrat entdeckt, handelt es sich dabei</p>
<p><a href="https://www.carniflor.de/nostoc-bakterien-substrat/" class="more-link">Jetzt lesen...<span class="screen-reader-text">Nostoc Bakterien &#8211; Grüne Schleimkugeln auf dem Substrat</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.carniflor.de/nostoc-bakterien-substrat/">Nostoc Bakterien &#8211; Grüne Schleimkugeln auf dem Substrat</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.carniflor.de">CARNIFLOR</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Nostoc Bakterien &#8211; Grüne Schleimkugeln auf dem Substrat</h3>
<p>Hast du grüne Schleimkugeln auf deinem Substrat entdeckt, handelt es sich dabei in der Regel um das sogenannte <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nostoc">Nostoc Bakterium</a>. Obwohl es sich hierbei um Bakterienstämme handelt, sind sie für dich und deine Pflanzen vollkommen harmlos. Warum das so ist, erklären wir dir in diesem Beitrag.</p>
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<h4>Was sind Nostoc Bakterien?</h4>
<p>Bereits <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Paracelsus">Paracelsus (1493-1541)</a> beschäftigte sich mit dieser faszinierenden Gattung und verlieh ihr sogar ihren typischen Namen (Nostoch, verm. &#8222;Nasenloch/Nasenschleim&#8220;). Auf Grund ihrer grünlichen Farbe werden Nostoc Bakterien vor allem zu Beginn ihres Wachstums oft zunächst mit Algen verwechselt. Erst wenn sich die kugelartige Struktur des Nostoc Bakteriums vollständig ausgebildet hat, ist in der Regel erkennbar, dass es sich nicht um Algen handelt. Im spezifischen handelt es sich bei den Kugeln um Bakterienkolonien von sogenannten Cyanobakterien. Neben der gärtnerischen Topfkultur von Feuchtpflanzen treten die grünen Schleimkugeln der Nostoc Bakterien hin und wieder auch nach starken Regenfällen auf. Das Hauptvorkommen von Nostoc Bakterien liegt daher meist in Teichen und deren näherem Umfeld. Umgangssprachlich werden die grünen Schleimblasen daher auch als als Teichpflaumen bezeichnet. Vegetationsarme Gesteine können allerdings auch befallen werden.</p>
<figure id="attachment_2073" aria-describedby="caption-attachment-2073" style="width: 1024px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2073" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC_4555-1024x679.png" alt="Pinguicula und Nostoc Bacterien" width="1024" height="679" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC_4555-1024x679.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC_4555-300x199.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC_4555-768x509.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC_4555-1536x1018.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC_4555-2048x1358.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-2073" class="wp-caption-text">Abbildung: Nostoc Bakterien bei der <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-auf-steinen/">Kultur von Pinguicula auf Spaghettistein (Travertin)</a></figcaption></figure>
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<h4>Entstehung und Funktion</h4>
<p>Unter trockenen Bedingungen weist das Nostoc Bakterium lediglich einen hauchdünnen Film auf. Die typische blasenartige Struktur bildet sich erst bei gleichmäßigem Wasserangebot aus, indem die Bakterien damit beginnen Zellschnüre zu bilden, welche sich mit der Zeit entweder gelatineartig verfestigen oder schleimig verbleiben. Diese dienen vor allem dazu, den Luftstickstoff zu fixieren und Photosynthese zu betreiben. Einige Arten reduzieren den Luftstickstoff zudem weiter zu Ammonium. Dazu nutzen sie das Enzym Nitrogenase, welches nur in Mikroorganismen vorkommt. Im Garten gelten Nostoc Bakterien daher mitunter sogar als durchaus nützlich. Da Nostoc Bakterien also als symbiontisch und nicht als parasitär gelten, ist in der Regel auch keine schädigende Wirkung auf deine Pflanzen zu erwarten. 2014 wurde Nostoc daher sogar mit dem Titel &#8222;Mikrobe des Jahres&#8220; geehrt. Einige Arten wie <em>N. flagelliforme</em> gelten sogar als essbar.</p>
<h4>Bekämpfung</h4>
<p>Da Nostoc Bakterien als äußerst trocken- und frostresistent gelten und mit der Hilfe von Dauerzellen jahrelangen widrigen Bedingungen trotzen können, gestaltet sich die Bekämpfung als sehr schwierig. Bei Trockenheit bilden die Bakterien zunächst einen hauchdünnen Film aus, der bis zur nächsten Bewässerung/Feuchteperiode überdauert. Eine vollständige Entfernung der Bakterien ist nahezu unmöglich. Hin und wieder wird eine Behandlung mit Kalk empfohlen, allerdings trocknet dieser lediglich die kugelartigen Strukturen aus. Bei der nächsten Wassergabe bilden sich diese anschließend wieder neu. Eine dichte Bepflanzung konkurriert mit den Wuchsbedingungen des Bakteriums und bietet somit die beste Chance die Kolonien langfristig zu verdrängen. Da Nostoc Bakterien durch ihre stickstofffixierende Funktion jedoch als äußerst nützlich für die umgebende Pflanzenwelt gelten, ist eine Bekämpfung meist auch gar nicht notwendig.</p>
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<h4>Literatur und Quellenangaben</h4>
<ul>
<li>ANON. (2014): Mikrobe des Jahres 2014 &#8211; Sammelseite.<br />
https://vaam.de/infoportal-mikrobiologie/mikrobe-des-jahres/archiv/2014-nostoc/mikrobe-des-jahres-2014/ [04.03.2025]</li>
<li>BUGGISCH, A. (2025) Nostoc &#8211; Grüner Schleim im Garten.<br />
https://www.mein-schoener-garten.de/gartenpraxis/pflanzenschutz/nostoc-bakterien-gruene-kugeln-oder-schleim-im-rasen-30831 [02.03.2025]</li>
<li>ENGELHARDT, H. (2017): Mikrobe des Jahres 2014 &#8211; Nostoc &#8211; Vom Weichensteller der Evolution zum Genussmittel. In Rundschau für Fleischhygiene und Lebensmittelüberwachung 07/2014. S. 245-248.</li>
<li>Walter K. Dodds, Dolly A. Gudder, <a title="Dieter Mollenhauer" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dieter_Mollenhauer">Dieter Mollenhauer</a> (1995): <i>The Ecology of Nostoc.</i> In: <i>Journal of Phycology.</i> Band 31, Nr. 1, 1995, S. 2–18</li>
</ul>
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		<title>Fettkraut (Pinguicula) im Terrarium halten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Carniflor]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Feb 2025 16:56:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Karnivoren - fleischfressende Pflanzen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fettkraut (Pinguicula) im Terrarium halten Die Terrarienkultur gehört sicher zu den beliebtesten Kulturformen, wenngleich sie sich für die meisten Karnivoren</p>
<p><a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-terrarium/" class="more-link">Jetzt lesen...<span class="screen-reader-text">Fettkraut (Pinguicula) im Terrarium halten</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Fettkraut (<em>Pinguicula</em>) im Terrarium halten</h3>
<p>Die Terrarienkultur gehört sicher zu den beliebtesten Kulturformen, wenngleich sie sich für die meisten Karnivoren nicht oder nur äußerst bedingt eignet. Lange Zeit hielt sich das Gerücht, dass sich mexikanische <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/">Fettkräuter (<em>Pinguicula</em>)</a> ebenfalls nicht für die Haltung im Terrarium eignen würden. Erfahrungen der letzten Jahre bewiesen jedoch das Gegenteil. In diesem Beitrag möchten wir dir daher einen umfassenden Überblick über die Haltung von <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/">Fettkraut (<em>Pinguicula</em>)</a> im Terrarium verschaffen. Dabei beziehen wir uns auf die Gruppe der mexikanischen Fettkräuter, die sich auf Grund ihrer Temperaturansprüche für die Kultur in der Wohnung eignen. Europäische (temperierte, bzw. winterharte) Fettkrautarten sind nicht für die Haltung im Terrarium geeignet und <a href="https://www.carniflor.de/moorkuebel-mit-fettkraeutern-gestalten/">sollten entsprechend im Freiland kultiviert werden</a>.</p>
<figure id="attachment_2042" aria-describedby="caption-attachment-2042" style="width: 576px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2042 size-large" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra2-576x1024.jpg" alt="black diamond terra by carnivorous carnival" width="576" height="1024" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra2-576x1024.jpg 576w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra2-169x300.jpg 169w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra2-768x1365.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra2-864x1536.jpg 864w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra2.jpg 1134w" sizes="auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px" /><figcaption id="caption-attachment-2042" class="wp-caption-text">Abbildung: Black Diamond Terrarium, bepflanzt mit <em>Pinguicula</em>, Quelle: <a href="https://www.instagram.com/carnivorous_carnival/">carnivorous_carnival (Alex Ohms)</a></figcaption></figure>
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</script></p>
<h4>Gefäß und Belüftung</h4>
<p>Für die Bepflanzung eignen sich verschiedene Typen an Terrarien und Behältnissen. Es kommen sowohl offene Behältnisse, bzw. Aquarien oder Aqua-Scaping-Gefäße, als auch klassische, geschlossene Terrarien in Betracht. Die Auswahl ist hierbei lediglich vom persönlichen Geschmack abhängig. Offene Behältnisse bieten den Vorteil einer deutlich besseren Belüftung, wenn sie entweder recht flach ausgelegt oder entsprechend hoch bepflanzt wurden. Die Nutzung von Aquarien ist zwar möglich, jedoch (auf Grund der Höhe der Wände) nicht besonders optimal. Die Luftbewegung auf Pflanzenhöhe ist hier meist noch recht eingeschränkt. Entscheidet man sich für die Kultur in offenen Behältnissen, ist die Nutzung von etwa 5cm hohen Glasgefäßen, etwa aus dem Aqua-Scaping-Bedarf oder als Direktanfertigung vom Terrarienbauer zu empfehlen.</p>
<p>Auch für die klassische Terrarienkultur steht eine Vielzahl an möglichen Gefäßen zur Verfügung. Vom klassischen Glasterrarium bis hin zum Designermodell werden Kreativität und persönlicher Geschmack hier lediglich durch den Geldbeutel begrenzt. Je nach Bauweise und Größe ist allerdings der Einsatz kleiner Ventilatoren empfehlenswert oder sogar notwendig. Am besten gestaltet sich die Kultur in Terrarien mit Kaminlüftung (oben und unten). Der Kamineffekt sorgt bei diesem Bautyp sowohl für einen ausreichenden Frischlufteintrag durch die untenliegenden Lüftungsgitter, als auch den Abzug anfallender Abwärme im oberen Bereich des Terrariums.</p>
<figure id="attachment_2043" aria-describedby="caption-attachment-2043" style="width: 576px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2043 size-large" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra1-576x1024.jpg" alt="pinguicula terrarium by carnivorous_carnival" width="576" height="1024" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra1-576x1024.jpg 576w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra1-169x300.jpg 169w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra1-768x1365.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra1-864x1536.jpg 864w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra1.jpg 1134w" sizes="auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px" /><figcaption id="caption-attachment-2043" class="wp-caption-text">Abbildung: <em>Pinguicula</em> Terrarium, Quelle: <a href="https://www.instagram.com/carnivorous_carnival/">carnivorous_carnival (Alex Ohms)</a></figcaption></figure>
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</script></p>
<h4>Substrat, Drainage, Bewässerung</h4>
<p>Wie bei der Topfkultur stellen mineralische Substrate die erste Wahl für die Kultur von Fettkräutern im Terrarium dar. Die relativ grobporige Struktur dieser Substrate erlaubt einerseits eine gute Substratbelüftung, andererseits auch eine ausreichende Drainage. Vor allem die Drainage stellt einen entscheiden Faktor auf den Erfolg der Terrarienkultur von <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/"><em>Pinguicula</em></a> dar, da die Pflanzen besonders empfindlich auf Überwässerung oder gar Stauwasser reagieren. Aus diesem Grunde ist von einer zusätzlichen Drainageschicht abzuraten! Diese vermittelt lediglich ein falsches Sicherheitsgefühl, da das vorhandene Wasser nach wie vor in dem abgeschlossenen Behältnis staut. Besser ist es, die Substratschicht lediglich ausreichend dünn anzulegen und sehr sparsam zu bewässern. Die Pflanzen sollten zwar gleichmäßig feucht gehalten werden, aber wie bereits erwähnt möglichst niemals in Kontakt mit Staunässe geraten. Wer trotz dieses Rats auf eine Drainageschicht nicht verzichten möchte sollte auf eine dünne Schicht (1-2cm) Blähton zurückgreifen, welche von einem Gaze oder Vlies von der aufliegenden Substratschicht geschützt wird. Es sollte jedoch stets derartig sparsam bewässert werden, dass sich keine Staunässe im Terrarium einstellt.</p>
<p>Die Bewässerung mit einer <a href="https://shop.carniflor.de/collections/substrate/products/ballbrause">Ballbrause</a> funktioniert besonders gut und stellt die empfehlenswerteste Methode der Bewässerung dar. Da mexikanische Fettkräuter äußerst tolerant gegenüber Kalkwasser reagieren, lassen sich die meisten Arten auch unkompliziert mit Leitungswasser bewässern. Auch hinsichtlich der Bewässerung gestaltet sich der Aufwand im Vergleich zu anderen Karnivoren bei Fettkräutern also insgesamt eher gering. Ein Nachteil bei der Bewässerung von Terrarien mit kalkhaltigem Gießwasser besteht in der schnellen Bildung von Kalkflecken auf den Glasscheiben. Je nach Gestaltung des Terrariums sind diese stellenweise oft nur mühselig zu entfernen. Die Bewässerung mit destilliertem Wasser oder Osmosewasser ist daher durchaus ratsam. Insgesamt sollte &#8211; abhängig von der Feuchte des Substrates &#8211; etwa zwei mal wöchentlich gewässert werden.</p>
<figure id="attachment_2046" aria-describedby="caption-attachment-2046" style="width: 576px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2046" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra5-576x1024.jpg" alt="pinguicula terrarium by carnivorous_carnival" width="576" height="1024" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra5-576x1024.jpg 576w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra5-169x300.jpg 169w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra5-768x1365.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra5-864x1536.jpg 864w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra5.jpg 1134w" sizes="auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px" /><figcaption id="caption-attachment-2046" class="wp-caption-text">Grafik: <em>Pinguicula</em> Terrarium, Quelle: <a href="https://www.instagram.com/carnivorous_carnival/">carnivorous_carnival (Alex Ohms)</a></figcaption></figure>
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</script></p>
<h4>Belichtung</h4>
<p>Fettkräuter gelten im Vergleich zu anderen Karnivoren zwar als deutlich weniger lichthungrig, benötigen für eine schöne Ausfärbung allerdings trotzdem ausreichende Lichtmengen. Der Tagesbedarf liegt bei etwa 10-15 Mol pro Tag. Eine Belichtung mit 200-300 µMol PPFD (auf Pflanzenhöhe) bei 13h Belichtungszeit erzielt erfahrungsgemäß gute Ergebnisse bei den meisten <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/"><em>Pinguicula</em></a>. Diese Werte werden in der Wohnung ohne eine Zusatzbelichtung &#8211; wenn überhaupt &#8211; nur an sehr hellen Stellen in den Sommermonaten erreicht. Es ist daher ein Trugschluss anzunehmen, dass <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/"><em>Pinguicula</em></a> &#8211; zumindest wenn man auf eine schöne Ausfärbung abzielt &#8211; langfristig ohne eine Zusatzbelichtung auskommen würden. Dies gilt insbesondere für die Haltung im Terrarium!</p>
<h4>Begleitpflanzen</h4>
<p>Als Begleitbepflanzung empfehlen sich tolerante Pflanzen mit ähnlichen Wuchsbedingungen und geringem Nährstoffbedarf. Erfahrungsgemäß bietet sich die Kombination mit einigen Arten aus der Gruppe der Zwergsonnentau, der terrestrischen Wasserschläuche (<em>Utricularia</em> spec.) und der Schwertfarn (<em>Nephrolepis exaltata</em>) an. Mit etwas Geschick ist es ebenfalls möglich, die Erbsenpflanze (<em>Senecio rowleyianus</em>) anzusiedeln. Auch Tillandsien kommen für die gemeinsame Kultur in Frage. Bezüglich der gemeinsamen Kultur mit Orchideen konnten wir bisher noch keine Erfahrungen sammeln, allerdings wäre dies durchaus denkbar.</p>
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</script></p>
<h4>Dekoration</h4>
<p>Da Fettkräuter mit ihrer Vielzahl an Farben und Formen bereits sehr ausdrucksstark erscheinen, ist bei der Terrarienkultur von Fettkräutern gar kein intensiver Einsatz von Dekorationsmaterialien notwendig. Mit einer schöne Kombination aus verschiedenen Arten und zwei oder drei verschiedenen Begleitpflanzen lassen sich bereits sehr schöne Arrangements gestalten. Besonders schön wirken <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-auf-steinen/">bepflanzte Lava- und Spaghettisteine</a> im Terrarium, da sich die Pflanzen mit ihrer Hilfe auf verschiedenen Ebenen präsentieren lassen. Darüber hinaus bieten sie einen natürlichen Look und werten das Terrarium im Allgemeinen noch einmal deutlich auf. Moorwurzeln oder Fertigdekoration aus dem Terraristikbedarf kann natürlich ebenfalls verwendet werden. Hier sind dem persönlichen Geschmack keine Grenzen gesetzt.<br />
Die Wahl der passenden Rückwand unterliegt ebenfalls dem persönlichem Geschmack. Rückwände aus Kork oder Xaxim sind ebenso geeignet wie Rückwände aus Styropor. Kork und Xaxim bieten allerdings den natürlichsten Look und lassen sich ergänzend zudem mit epiphytischen Pflanzen bestücken.</p>
<figure id="attachment_2044" aria-describedby="caption-attachment-2044" style="width: 576px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2044" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra3-576x1024.jpg" alt="pinguicula terrarium by carnivorous_carnival" width="576" height="1024" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra3-576x1024.jpg 576w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra3-169x300.jpg 169w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra3-768x1365.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra3-864x1536.jpg 864w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra3.jpg 1134w" sizes="auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px" /><figcaption id="caption-attachment-2044" class="wp-caption-text">Grafik: <em>Pinguicula</em> Terrarium, Quelle: <a href="https://www.instagram.com/carnivorous_carnival/">carnivorous_carnival (Alex Ohms)</a></figcaption></figure>
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</script></p>
<h4>Pflege &amp; Problematiken</h4>
<p>Die Pflegemaßnahmen beschränken sich auf die regelmäßige Bewässerung und das jährliche Ausputzen abgestorbener Pflanzenteile nach dem Formenwechsel im Winter. Werden die Pflanzen zu groß oder beginnen sich stark zu teilen, kann eine Entnahme von Einzelpflanzen durchaus sinnvoll sein.<br />
Wie bereits erwähnt stellt die Bewässerung den kritischsten Punkt der Kultur von Fettkräutern dar, da <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/"><em>Pinguicula</em></a> bei Überwässerung sehr schnell mit dem <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-krankheiten-und-schaedlinge/">Ausbruch der sogenannten Herzfäule</a> reagieren. Wurden die Terrarien überwässert, gestaltet es sich äußerst schwierig, das angesammelte Wasser wieder zu entfernen. Im Zweifelsfall muss das gesamte Terrarium von den Pflanzen befreit werden, bis das Substrat wieder abtrocknet. Es sollte daher unbedingt immer zunächst etwas sparsamer gegossen werden.</p>
<h4>Ist ein Tierbesatz möglich?</h4>
<p>Kurz gesagt: Nein. Selbst wenn geeignete Tiere mit identischen Haltungsbedingungen existieren sollten, empfehlen wir von einer gemeinsamen Haltung abzusehen. Schließlich soll der Fokus voll und ganz auf vitalen und prächtig entwickelten Pflanzen liegen. Zudem ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht besonders gut erforscht, wie verschiedene Terrarientiere wie zum Beispiel Frösche auf die Sekrete der Fettkräuter reagieren. Sowohl zum Wohle der Tiere, als auch zum Wohle der Pflanzen sollte man daher von einem Tierbesatz in <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/"><em>Pinguicula</em></a> Terrarien absehen. Springschwänze, Raubmilben und kleine (weiße) Asseln hingegen können problemlos als Bodenpolizei eingesetzt werden.</p>
<figure id="attachment_2045" aria-describedby="caption-attachment-2045" style="width: 576px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2045" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra4-576x1024.jpg" alt="pinguicula terrarium by carnivorous_carnival" width="576" height="1024" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra4-576x1024.jpg 576w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra4-169x300.jpg 169w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra4-768x1365.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra4-864x1536.jpg 864w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra4.jpg 1134w" sizes="auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px" /><figcaption id="caption-attachment-2045" class="wp-caption-text">Grafik: <em>Pinguicula</em> Terrarium, Quelle: <a href="https://www.instagram.com/carnivorous_carnival/">carnivorous_carnival (Alex Ohms)</a></figcaption></figure>
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		<title>Pinguicula &#8211; Krankheiten und Schädlinge</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Carniflor]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Jan 2025 20:45:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Karnivoren - fleischfressende Pflanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Pinguicula]]></category>
		<category><![CDATA[Schädlinge & Pflanzenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Carniflor]]></category>
		<category><![CDATA[europäische Fettkräuter]]></category>
		<category><![CDATA[Fettkraut]]></category>
		<category><![CDATA[Fettkräuter]]></category>
		<category><![CDATA[Fleischfressende Pflanzen]]></category>
		<category><![CDATA[fleischfressende Pflanzen Pflege]]></category>
		<category><![CDATA[fleischfressende Pflanzen pflegen]]></category>
		<category><![CDATA[Green Jaws]]></category>
		<category><![CDATA[Herzfäule]]></category>
		<category><![CDATA[mexikanische Pinguicula]]></category>
		<category><![CDATA[Pinguicula Blattläuse]]></category>
		<category><![CDATA[Pinguicula Herzfäule]]></category>
		<category><![CDATA[Pinguicula Schädlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Schädlinge]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.carniflor.de/?p=1983</guid>

					<description><![CDATA[<p>Pinguicula &#8211; Krankheiten und Schädlinge Wie bei den meisten Karnivoren ist ein Befall von Schädlingen auch bei Fettkräutern (Pinguicula) meist</p>
<p><a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-krankheiten-und-schaedlinge/" class="more-link">Jetzt lesen...<span class="screen-reader-text">Pinguicula &#8211; Krankheiten und Schädlinge</span></a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Pinguicula &#8211; Krankheiten und Schädlinge</h3>
<p>Wie bei den meisten Karnivoren ist ein Befall von Schädlingen auch bei <a href="https://www.carniflor.de/category/gattungen/pinguicula-kultur/">Fettkräutern (<em>Pinguicula</em>)</a> meist ein Hinweis auf unpassende Kulturbedingungen. Doch auch der beste Gärtner wird hin und wieder mit der Thematik der Schädlingsbekämpfung konfrontiert werden. Die gute Nachricht vorweg: <em>Pinguicula</em> sind äußert robuste Pflanzen, die von nur wenigen Schädlingen befallen werden. Allerdings führen einige von Ihnen bei Auftreten meist unverweigerlich zum Absterben der Pflanzen! In diesem Beitrag wollen wir daher die häufigsten Schaderreger an Fettkräutern und entsprechende Handlungsmöglichkeiten besprechen.</p>
<h4>Blattläuse</h4>
<p>Der Befall von Blattläusen ist in aller Regel ein eindeutiges Indiz für zu schwache Lichtbedingungen. Befallsherde befinden sich meist in Neuzugängen aus Baumärkten und Gartencentern, in denen die Pflanzen nicht ganz fachgerecht gepflegt wurden. In der Regel lassen sich Blattläuse mit biologischen Mitteln auf Öl- oder Kalibasis gut bekämpfen. Hilft dies nicht, sollte man chemische Mittel heranziehen. Tritt ein Befall von Blattläusen häufiger auf, sollten die Lichtbedingungen überprüft und gegebenenfalls optimiert werden.</p>
<p style="text-align: center;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1202" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/02/blattlaus-aufbau-1024x577.png" alt="" width="1024" height="577" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/02/blattlaus-aufbau-1024x577.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/02/blattlaus-aufbau-300x169.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/02/blattlaus-aufbau-768x432.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/02/blattlaus-aufbau-1536x865.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/02/blattlaus-aufbau.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" />Grafik: Aufbau der Blattlaus.</p>
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</script></p>
<h4>Wollläuse</h4>
<p>Das Auftreten von Wollläusen spricht ebenfalls für unpassende Licht- oder Substratverhältnisse. Ein Befall kommt zwar nur relativ selten vor, ist jedoch durchaus möglich und äußert sich, neben dem Vorhandensein weißer, wolliger Tierchen in den Blattachseln, bei fortschreitendem Befall vor allem durch Deformationen an den Blättern. Da diese leider irreparabel sind, sollte bei einem Befall möglichst zügig gehandelt werden. Wollläuse zählen zu den hartnäckigeren Schädlingen und sollten daher direkt mit chemischen Mitteln bekämpft werden. Am sichersten ist es, befallene Pflanzen vom Rest der Sammlung zu separieren, um eine weitere Ausbreitung möglichst zu unterbinden.</p>
<h4>Wurzelläuse</h4>
<p>Zu den seltensten Schädlingen bei der Kultur von Fettkräutern zählen sogenannte Wurzelläuse. Da diese sich lediglich unterirdisch im Substrat aufhalten, ist eine Feststellung des Befalls oftmals erst nach Erscheinen der ersten Schäden möglich. Weiße, flaumige Strukturen (ähnlich zerbrochenem Perlite) im Wurzelbereich deuten auf einen Befall von Wurzelläusen hin. Da es sich hierbei um äußerst hartnäckige Schädlinge handelt, gestaltet sich eine Behandlung sehr langwierig und verbleibt ferner oftmals eher ohne Erfolg. Einige Stämme zählen zudem zu sogenannten <a href="https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/ip_19_5981">Unions-Quarantäneschädlingen</a>, welche dem zuständigen Pflanzenschutzamt gemeldet werden sollten.</p>
<h4>Wiesenschnake</h4>
<p>Bei der Kultur im Gewächshaus oder im Freiland ist darüber hinaus auch ein Befall mit den Larven der Wiesenschnake möglich. Nach der Paarung legen die Weibchen die Eier bevorzugt in die lockeren, mineralischen Substrate ab, woraufhin sich äußerst fraßhungrige Larven entwickeln, die selbst größere Pflanzen recht schnell zum Absterben bringen können! Ein Befall ist lediglich mit speziellen Nematoden möglich. Ein Nachteil in dieser Methode besteht in der Tatsache, dass das Vorhandensein der Larven im Substrat bekannt sein muss. Da die Pflanzen bei Befall jedoch recht schnell absterben, ist eine derartige Bekämpfung eher bei regelmäßigem Auftreten präventiv über das Gießwasser sinnvoll. Bei Kultur in der Wohnung tritt ein derartiger Befall in der Regel kaum auf.</p>
<p style="text-align: center;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1984" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/01/wiesenschnake-schadbild-2000x1000-1-1024x512.png" alt="schadbild-wiesenschnake" width="1024" height="512" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/01/wiesenschnake-schadbild-2000x1000-1-1024x512.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/01/wiesenschnake-schadbild-2000x1000-1-300x150.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/01/wiesenschnake-schadbild-2000x1000-1-768x384.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/01/wiesenschnake-schadbild-2000x1000-1-1536x768.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/01/wiesenschnake-schadbild-2000x1000-1.png 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" />Grafik: Die Larve der Wiesenschnake kann die Pflanzen relativ schnell zum Absterben bringen.</p>
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</script></p>
<h4>Herzfäule</h4>
<p>Die sogenannte Herzfäule gilt nicht nur als eine der häufigsten und umstrittensten Krankheiten von Fettkräutern, sondern führt bereits bei den ersten Anzeichen in den allermeisten Fällen direkt zum unverweigerlichen Tod der Pflanze. Betroffene Pflanzen beginnen an den Blattansätzen, im Zentrum (Herz) der Pflanze an zu gammeln und weisen dabei meist eine bräunliche Färbung auf. Es ist bis heute nicht ganz eindeutig geklärt, welche Ursache für dieses Phänomen in Betracht kommt. Einige Züchter vermuten Pilze wie Fusarium oder Pythium als Ursache. Andere Züchter vermuten eine Kombination aus ebengenannten Pilzen und phytopathogenen Nematoden. Fakt ist, auch diese Krankheit bricht bei unpassenden Kulturbedingungen aus. In aller Regel handelt es sich hierbei um eine Kombination aus Überwässerung und daraus resultierender Unterbelüftung des Substrates. Einzelne Pflanzen sollten vor der Bewässerung immer genau begutachtet und der Wasserbedarf genaustens evaluiert werden. Im zweifelsfall gilt es, lieber weniger und dafür öfter zu wässern, als seine Pflanzen einem möglichen Befallsrisiko auszusetzen.</p>
<p style="text-align: center;"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-1986 aligncenter" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/01/herzfaeule-1024x1024.jpg" alt="herzfäule an pinguicula" width="1024" height="1024" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/01/herzfaeule-1024x1024.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/01/herzfaeule-300x300.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/01/herzfaeule-150x150.jpg 150w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/01/herzfaeule-768x767.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/01/herzfaeule.jpg 1237w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /> Grafik: Herzfäule in Folge übermäßiger Bewässerung.</p>
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<h4>Grauschimmel</h4>
<p>Ein Befall an Grauschimmel deutet in aller Regel auf einen Schock nach einem drastischen Wechsel der Kulturbedingungen hin. Bei der Kultur im Gewächshaus tritt Grauschimmel oft auch bei zu hoher Luftfeuchtigkeit auf. Eine Bekämpfung ist sehr schwierig und meist nur mit einem Anpassen der Kulturbedingungen möglich. Zwar existieren spezifisch zugelassene Fungizide, deren Erfolg ist jedoch relativ und von einer frühen Behandlung abhängig. Separieren der Pflanzen und Verringern der Luftfeuchtigkeit durch Erhöhung der Lüftungs- und/oder Ventilationszeiten ist zur weiteren Ausbreitung unabdingbar.</p>
<h4>Trauermücken</h4>
<p>Bei der Kultur in organischen Substraten oder Substraten mit hohen organischen Anteilen ist die Trauermücke (<i>Sciaridae</i> spec.) oft ein lästiger Begleiter. Es ist ein weit verbreiteter Mythos zu glauben, dass Fettkräuter (<em>Pinguicula</em>) zur Trauermückenbekämpfung eingesetzt werden können. Zwar werden die lästigen Schädlinge sehr gerne und effektiv von den Pflanzen gefangen und verwertet, allerdings helfen sie nicht gegen die eigentlichen Übeltäter – die Larven der Trauermücken, die sich in organischen Substraten durch die wenigen vorhandenen Wurzeln fressen und die Pflanzen somit stark schädigen!</p>
<p>Die beste Vorbeugung gegen Trauermücken bilden anorganische Substrate. Bei der Kultur von <i>Pinguicula</i> sollten sie daher bei passenden Substraten eher selten auftreten, beziehungsweise. unter der Schadschwelle bleiben. Befallene Pflanzen sollten mit üblichen Mitteln auf Öl- oder Kalibasis behandelt und die Kulturbedingungen entsprechend optimiert werden. Bei organischen Substraten stellt der Einsatz von speziellen Nematoden (<i>Steinernema feltiae</i>) die beste Bekämpfungsmethode dar. Wer mehr über die Bekämpfung von Trauermücken wissen möchte, empfehlen wir unseren <a href="https://www.carniflor.de/trauermuecken-biologisch-bekaempfen/">Beitrag zur Bekämpfung von Trauermücken</a>.</p>
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		<title>Karnivoren &#8211; fleischfressende Pflanzen in Berlin kaufen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Carniflor]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Sep 2022 17:45:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marketing]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Karnivoren &#8211; fleischfressende Pflanzen kaufen in Berlin Wohl keine weitere deutsche Großstadt bietet hinsichtlich des Angebots an Karnivoren so viele</p>
<p><a href="https://www.carniflor.de/fleischfressende-pflanzen-kaufen-berlin/" class="more-link">Jetzt lesen...<span class="screen-reader-text">Karnivoren &#8211; fleischfressende Pflanzen in Berlin kaufen</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3><strong>Karnivoren &#8211; fleischfressende Pflanzen kaufen </strong><strong>in Berlin</strong></h3>
<p>Wohl keine weitere deutsche Großstadt bietet hinsichtlich des Angebots an Karnivoren so viele Fachhändler wie Berlin. Während viele der bekannten Züchter eher etwas verstreut im Süden und im Westen Deutschlands angesiedelt sind, hat man in Berlin die Auswahl zwischen drei verschiedenen, voll auf Karnivoren spezialisierten Züchtern und Händlern, die wir euch in diesem Beitrag näher vorstellen möchten. Wenn du also schon immer einmal wissen wolltest, wo du in Berlin fleischfressende Pflanzen/Karnivoren kaufen kannst, solltest du dir diesen Artikel nicht entgehen lassen.</p>
<p><strong>Hans Thomas Siegel</strong></p>
<p>Link: <a href="https://www.fleischfressende-pflanzen-berlin.de/">www.fleischfressende-pflanzen-berlin.de/</a></p>
<p>Hans Thomas Siegel oder einfach nur Thomas Siegel gehört sicher zu den erfahrensten Züchtern im deutschsprachigen Raum und ist in der Region seit vielen Jahren vor allem durch seine Teilnahme an zahlreichen Gartenmärkten bekannt. Der vorwiegend auf winterharte Karnivoren und mexikanische Pinguicula spezialisierte, passionierte Karnivoren-Liebhaber bietet eine große Auswahl an Pflanzen und eine intensive Beratung von ausgesprochen hoher Qualität. Besonders die unglaublich große Auswahl an verschiedenen Fettkraut-Arten macht diesen Anbieter zu einem absoluten Geheimtipp. Aber auch auf der Suche nach verschiedensten Schlauchpflanzen-Arten kommt man bei Thomas Siegel voll und ganz auf seine Kosten. Bei Bedarf kannst du sogar einen kompletten Moorkübel ganz nach deinen Wünschen vorfertigen lassen. Die Gärtnerei befindet sich in Großbeeren, im Süden Berlins und kann nach Absprache auch gern besichtigt werden. Alternativ besteht die Möglichkeit, seine Wunschpflanzen aus einer Preisliste auszuwählen und über den Versandweg zu erhalten. Ein Online-Shop existiert bei diesem Anbieter jedoch nicht.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/bn4ayKzndvA" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
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<p><strong>Carniflor</strong></p>
<p>Link: <a href="https://shop.carniflor.de/">shop.carniflor.de</a></p>
<p>In einer ehemaligen Gärtnerei am nördlichen Rande Berlins liegt unsere kleine Gärtnerei. Neben einer Vielzahl an winterharten fleischfressenden Pflanzen für das Moorbeet bieten wir ausgewählte Sonnentau-Arten für die Haltung in der Wohnung und eine große Auswahl an verschiedenen Fettkräutern. Auch einige nicht-karnivore Begleitpflanzen sind Teil unseres Programms, wobei sich diese Abteilung aktuell noch im Ausbau befindet. Der Verkauf erfolgt hauptsächlich über <a href="https://shop.carniflor.de/">unseren Online-Shop</a>. Besuche in unserer Gärtnerei sind nach Absprache möglich. Auf <a href="https://www.youtube.com/channel/UCD0eKAXXFEGlB4nxjoR_2SA">unserem YouTube-Kanal</a> erhaltet ihr regelmäßige Einblicke hinter die Kulissen sowie einige Tipps und Tricks zur Kultur. Auch auf <a href="https://www.instagram.com/carniflor/?theme=dark">Instagram</a> sind wir regelmäßig aktiv (@carniflor) und teilen mehrmals wöchentlich einige Bilder der aktuell besten Pflanzen mit euch.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/jS8x1zhM4Pw" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p><strong>Marian Strauch</strong></p>
<p>Link: <a href="https://www.karnivorenstrauch.de/">www.karnivorenstrauch.de/</a></p>
<p>Im Westen Berlins, genauer im Bezirk Spandau liegt die kleine Gärtnerei &#8222;<a href="https://www.karnivorenstrauch.de/">Karnivoren Strauch</a>&#8220; von Marian Strauch, mit einem wechselhaften Angebot an ausgewählten Karnivoren. Neben der Auswahl verschiedenster Pflanzen für das Moorbet gilt dieser Anbieter auch als regelrechter Geheimtipp für einige seltenere Sumpfkrug-Arten (<em>Heliamphora</em> spec.), die sich jeder Liebhaber nicht entgehen lassen sollte. Außerdem gibt es hier auch eine relativ große Auswahl an Venusfliegenfallen (<em>Dionaea muscipula</em>), die jedes Sammlerherz schwach werden lässt. Der Verkauf erfolgt seit 2015, hauptsächlich per Online-Shop, allerdings sind Besuche nach Absprache auch bei Karnivoren Strauch möglich. Auf dem <a href="https://www.instagram.com/karnivorenstrauch/?theme=dark">Instagram-Kanal der Gärtnerei</a> erscheinen hin und wieder neue Einblicke zu verschiedenen Pflanzen.</p>
<p><strong>Gartencenter/Baumärkte</strong></p>
<p>Auch die meisten Gartencenter und Baumarktketten der Stadt bieten während der Sommermonate das typische Endverkaufssortiment verschiedener fleischfressenden Pflanzen an. Die Auswahl ist hier jedoch meist nicht sehr groß und die Beratung lässt viele Potentiale offen. Allerdings findet man auch hier hin und wieder einige Raritäten, die man sich bei einem Besuch &#8211; egal ob zufällig oder gezielt &#8211; ab und an nicht entgehen lassen sollte. Alternativ empfehlen wir für die sonntägliche Auszeit auch gerne einen Ausflug zur Beschau der fleischfressenden Pflanzen des botanischen Garten Berlins.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/oXiJqj_oT1Q" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
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		<title>Pinguicula (Fettkraut) Substrate &#8211; Ein Leitfaden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Carniflor]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Jun 2022 20:08:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Karnivoren - fleischfressende Pflanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Pinguicula]]></category>
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		<category><![CDATA[Substrat]]></category>
		<category><![CDATA[temperierte Fettkräuter]]></category>
		<category><![CDATA[Trauermücken]]></category>
		<category><![CDATA[winterharte Fettkräuter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Pinguicula Substrate (Fettkraut Substrate) &#8211; Ein Leitfaden Trotz der relativ unkomplizierten Pflegeansprüche, gelten die Fettkräuter zu den am meisten unterschätzten</p>
<p><a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-substrate/" class="more-link">Jetzt lesen...<span class="screen-reader-text">Pinguicula (Fettkraut) Substrate &#8211; Ein Leitfaden</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-substrate/">Pinguicula (Fettkraut) Substrate &#8211; Ein Leitfaden</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.carniflor.de">CARNIFLOR</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3><strong>Pinguicula Substrate (Fettkraut Substrate) &#8211; Ein Leitfaden</strong></h3>
<p>Trotz der relativ unkomplizierten Pflegeansprüche, gelten die <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/">Fettkräuter</a> zu den am meisten unterschätzten Gattungen fleischfressender Pflanzen. Dabei weisen <em><a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/">Pinguicula</a></em> im Vergleich zu anderen Karnivoren einen recht geringen Lichtanspruch auf. Viele Arten reagieren darüber hinaus sogar ausgesprochen tolerant gegenüber kalkhaltigen Substraten und hartem Gießwasser.</p>
<figure id="attachment_1572" aria-describedby="caption-attachment-1572" style="width: 880px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1572 size-large" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2022/06/WhatsApp-Image-2020-09-06-at-19.38.11-1024x1024.jpeg" alt="pinguicula-stein" width="880" height="880" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2022/06/WhatsApp-Image-2020-09-06-at-19.38.11-1024x1024.jpeg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2022/06/WhatsApp-Image-2020-09-06-at-19.38.11-300x300.jpeg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2022/06/WhatsApp-Image-2020-09-06-at-19.38.11-150x150.jpeg 150w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2022/06/WhatsApp-Image-2020-09-06-at-19.38.11-768x768.jpeg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2022/06/WhatsApp-Image-2020-09-06-at-19.38.11-1536x1536.jpeg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2022/06/WhatsApp-Image-2020-09-06-at-19.38.11.jpeg 1600w" sizes="auto, (max-width: 880px) 100vw, 880px" /><figcaption id="caption-attachment-1572" class="wp-caption-text">Abbildung: P. jaumavensis auf Kalkstein (&#8222;Spaghetti-Stein&#8220;)</figcaption></figure>
<p>Grundsätzlich unterscheidet man bei den Fettkräutern zwischen zwei Gruppen: winterharte &amp; nicht winterharte (temperierte &amp; mexikanische) Fettkräuter. Nimmt man es ganz genau, unterscheiden sich diese Gruppen noch einmal in zwei Untergruppen: die kalktoleranten Arten, für deren Wachstum Kalk nicht unbedingt erforderlich ist, das Wachstum jedoch durch dessen Anwesenheit gefördert wird und die kalkerfordernden Fettkrautarten, für deren Wachstum ein Kalkangebot obligatorisch ist. In diesem Beitrag möchte ich dir einen Überblick über die verschiedenen Substrat-Typen für die genannten Gruppen verschaffen, mit denen ich bisher die besten Ergebnisse erzielt habe.</p>
<ol>
<li>
<h4><strong> Mexikanische (nicht winterharte) Pinguicula</strong></h4>
</li>
</ol>
<p>Mexikanische Fettkrautarten zählen zu den einfachsten und tolerantesten Karnivoren überhaupt. Bedingt durch ihren natürlichen Ursprung, der größtenteils an hellen, aber absonnigen und teils von Wasser umspülten Kalkfelsen oder feuchten Bodenstellen zu finden ist, weisen sie neben einem (verglichen mit anderen Karnivoren) relativ geringen Lichtbedarf, auch eine hohe Toleranz gegenüber kalkhaltigen Substraten auf. Neben der herkömmlichen Topfkultur können Fettkräuter daher auch hervorragend <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-auf-steinen/">auf Kalksteinen</a> (zB.: Travertin, sogenannter <a href="https://shop.carniflor.de/products/spaghetti-stein?_pos=1&amp;_sid=42de78a8f&amp;_ss=r">Spaghettistein</a>) kultiviert werden.</p>
<figure id="attachment_2103" aria-describedby="caption-attachment-2103" style="width: 880px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2103 size-large" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2023/11/cropped-header-1024x576.png" alt="pinguicula sammlung" width="880" height="495" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2023/11/cropped-header-1024x576.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2023/11/cropped-header-300x169.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2023/11/cropped-header-768x432.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2023/11/cropped-header-1536x864.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2023/11/cropped-header.png 1777w" sizes="auto, (max-width: 880px) 100vw, 880px" /><figcaption id="caption-attachment-2103" class="wp-caption-text">Abbildung: Mexikanische Pinguicula mit einer Bandbreite verschiedener Farben und Formen.</figcaption></figure>
<p>Auch die Bewässerung mit kalkhaltigem Leitungswasser ist bei den meisten mexikanischen Arten längerfristig möglich. Die Intensität der Bewässerung hängt etwas vom Substrat und der Luftbewegung ab. Grundsätzlich sollten mexikanische Pinguicula allerdings leicht feucht gehalten werden. Nässe oder Anstau ist jedoch zu vermeiden. An den Naturstandorten wachsen die Pflanzen meist an Standorten, die stets eine leichte Feuchte aufweisen, aber niemals überfluten.</p>
<p>Da die Gruppe der mexikanischen Fettkräuter über die Wintermonate größtenteils in einer sukkulenten Phase überwintern, bei denen sich die Knospen mehr oder weniger stark in das Substrat zurückziehen, sollte das Substrat möglichst locker beschaffen sein.  Ein grobes, lockeres Substrat, das etwas Feuchtigkeit hält, aber gleichmäßig und relativ schnell wieder abtrocknet und dabei nicht zu stark verdichtet, ist optimal für mexikanische Fettkräuter geeignet. In den letzten Jahren haben ich viel mit Substraten experimentiert und möchte im Folgenden daher eine Mischung empfehlen, die mir sehr gute Erfolge brachte.</p>
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<figure id="attachment_1576" aria-describedby="caption-attachment-1576" style="width: 900px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1576 size-full" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-28-at-22-03-20-@carniflor-•-Instagram-Fotos-und-Videos.png" alt="debbertiana-jaumavensis" width="900" height="900" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-28-at-22-03-20-@carniflor-•-Instagram-Fotos-und-Videos.png 900w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-28-at-22-03-20-@carniflor-•-Instagram-Fotos-und-Videos-300x300.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-28-at-22-03-20-@carniflor-•-Instagram-Fotos-und-Videos-150x150.png 150w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-28-at-22-03-20-@carniflor-•-Instagram-Fotos-und-Videos-768x768.png 768w" sizes="auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px" /><figcaption id="caption-attachment-1576" class="wp-caption-text">P. debbertiana x jaumavensis in teil-mineralischen Substrat mit optimalen Eigenschaften.</figcaption></figure>
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<p><strong>Substrat für mexikanische Pinguicula: voll-mineralisches Substrat aus Lava, Bims, Perlite, Vermiculite, Quarz-Sand bis 1,25mm </strong></p>
<p>Oftmals liest man von den wildesten Substratmischungen. Teilweise werden verschiedene Zuschläge wie Lehm, Nahrungsergänzungsmittel für Hühner und Muschelsplitt zu verwendet. Das ist in der Regel allerdings gar nicht notwendig.</p>
<p>Das Ziel der Substratmischung besteht darin, einen ausgewogenen Mix zwischen Luftgehalt und Wasserhaltekapazität zu erschaffen. Meine Empfehlung für ein Substrat für mexikanische Pinguicula besteht daher aus einer Basis-Mischung aus Lava &amp; Bims (50:50), welcher anschließend noch Perlite, Vermiculite und kalkfreier Quarz-Sand (bis 1,25mm) beigemischt werden. Der Anteil an Perliten, Vermiculiten und Sand sollte behutsam nach Gefühl erfolgen. Das Endergebnis sollte eine ausgewogene Mischung der Bestandteile ergeben. Mit der Erhöhung des Sandanteils wird das Substrat etwas lockerer und feiner (gut für Nachzuchten und Jungpflanzen), trocknet allerdings auch deutlich schneller ab. Zudem fördert ein hoher Sandanteil teilweise auch Algenwachstum auf der Oberfläche. Für Stecklinge und Jungpflanzen eignet sich dieser Substrattyp ebenfalls sehr gut.</p>
<p>Alternativ lassen sich mexikanische Fettkräuter auch hervorragend auf Kalksteinen wie Travertin, sogenanntes Spaghettistein oder auf Lavasteinen kultivieren, was ihnen einen besonderen Reiz verleiht. Was es dabei zu beachten gibt, erkläre ich dir in meinem <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-auf-steinen/">Beitrag zur Kultur von mexikanischen Fettkräutern auf Steinen</a>.</p>
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</script></p>
<ol start="2">
<li>
<h4><strong> temperierte (winterharte) Pinguicula</strong></h4>
</li>
</ol>
<p>Als temperierte Fettkraut-Arten bezeichnet man alle winterharten <em>Pinguicula</em>-Arten, die sich über die Wintermonate in eine unterirdische Art Zwiebel &#8211; das Hibernaculum &#8211; zurückziehen. Nur wenige (homophylle) Arten wie <em>P. crystallina syn. P. hirtiflora</em> treiben das ganze Jahr über Blätter aus und gelten als bedingt winterhart. Winterharte Arten lassen sich teils hervorragend im Moorbeet kultivieren, unterscheiden sich in Bezug auf das Substrat jedoch noch einmal in zwei verschiedene Untergruppen: kalktolerante und kalkerfordernde <em>Pinguicula</em>-Arten, die jeweils unterschiedliche Ansprüche an das Substrat aufweisen. Manche Arten und Hybriden wie <em>Pinguicula</em> <em>vulgaris</em> sind jedoch relativ tolerant und lassen sich in verschiedenen Substrattypen kultivieren.</p>
<figure id="attachment_1575" aria-describedby="caption-attachment-1575" style="width: 768px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1575 size-large" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2022/06/pingknospen-768x1024.jpeg" alt="hibernaculum" width="768" height="1024" /><figcaption id="caption-attachment-1575" class="wp-caption-text">Abbildung: Hibernacula winterharter Pinguicula</figcaption></figure>
<p>Temperierte Fettkräuter bevorzugen schattige Bedingungen und lassen sich daher besonders gut für verschiedene Schattenstellen und Lücken im Moorbeet verwenden. Im Vergleich zu Ihren mexikanischen Verwandten gelten temperierte <em>Pinguicula</em> jedoch noch einmal als etwas lichtempfindlicher. Kleinere Schalen für den Tisch oder kleine Gefäße/Mini-Kübel für den Eingangsbereich oder die Terrasse sind für die Bepflanzung besonders geeignet und bieten einen ebenso schönen Hingucker an etwas schattigeren Orten.</p>
<p>Eine Gemeinsamkeit die nahezu alle temperierten Fettkräuter vereint, ist das Bedürfnis über die Ruhephase eine Kältephase zu durchleben, die etwa 3-5°C nicht übersteigt. Diese kann etwa (auch bei starkem Frost) im Moorbeet erfolgen, ist bei vielen Arten aber ebenso im Kalthaus möglich. Alternativ lassen sich die Hibernacula vieler Arten auch im Kühlschrank überwintern. Diese Kältephase ist für ein gesundes Wachstum zwingend erforderlich, weshalb eine Haltung in der Wohnung bei dieser Gruppe an Fettkräutern langfristig nicht möglich ist! Während dieser Kältephase sollten die Hibernacula/Substrate stets feucht gehalten werden. Dabei ist Staunässe zu vermeiden, um einen Befall mit verschiedenen pilzlichen Erregern vorzubeugen.</p>
<figure id="attachment_2355" aria-describedby="caption-attachment-2355" style="width: 880px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2355" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2022/06/grandi01-1024x1024.jpg" alt="pinguicula-grandiflora" width="880" height="880" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2022/06/grandi01-1024x1024.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2022/06/grandi01-300x300.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2022/06/grandi01-150x150.jpg 150w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2022/06/grandi01-768x768.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2022/06/grandi01-1536x1536.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2022/06/grandi01-666x666.jpg 666w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2022/06/grandi01.jpg 1546w" sizes="auto, (max-width: 880px) 100vw, 880px" /><figcaption id="caption-attachment-2355" class="wp-caption-text">Abbildung: Pinguicula grandiflora</figcaption></figure>
<p>Neben passenden Licht- und Temperaturbedingungen spielt das Substrat vor allem bei temperierten Fettkräutern eine entscheidende Rolle, da die Pflanzen bei falscher Kultur recht schnell zu Fäulnis neigen oder gar kalkhaltige Substrate erfordern und sich daher eher für separate Gefäße/Anlagen eignen. Denn einige Arten wie <em>P. alpina</em> oder <em>P. vallisneriifolia</em> verlieren ihre Wurzeln auch über den Winter nicht, wodurch bei ungünstigen Substratbedingungen verschiedene Pilzinfektionen über die Wurzeln eintreten können, in Folge derer die Pflanzen teils rapide schnell absterben. Diese schmerzhafte Erfahrung musste ich im Winter 2021/2022 leider auch selbst sammeln, nachdem uns über 100 adulte Knospen verschiedener temperierter Fettkraut-Arten auf Grund ungünstiger Witterungsbedingungen in Kombination mit mangelhafter Substratführung (Mischung, Feuchtegrad) verschimmelten.</p>
<p>Generell sollten Substrate für temperierte <em>Pinguicula</em> daher zwar eine gleichmäßige Feuchte garantieren, jedoch auch über einen ausreichenden Luftgehalt verfügen. Wie auch bei anderen Karnivoren bietet Torf hierbei die Basis. Verschiedene Zuschläge wie Sand, Perlit oder Vermiculit können dabei behilflich sein, die passenden Bedingungen einzustellen. Verschiedene andere Zuschlagsstoffe richten sich letztendlich nach den Erfordernissen der jeweiligen Arten.</p>
<figure id="attachment_1573" aria-describedby="caption-attachment-1573" style="width: 880px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1573" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2022/06/fiorii_grandiflora_rosea_2.jpg" alt="temperierte-pinguicula" width="880" height="880" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2022/06/fiorii_grandiflora_rosea_2.jpg 600w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2022/06/fiorii_grandiflora_rosea_2-300x300.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2022/06/fiorii_grandiflora_rosea_2-150x150.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 880px) 100vw, 880px" /><figcaption id="caption-attachment-1573" class="wp-caption-text">Kulturhybride aus den temperierten Arten <em>P. fiorii </em>und <em>P. grandiflora ssp. rosea</em></figcaption></figure>
<p><strong>a) kalkerfordernde Arten</strong></p>
<p>Nur einige wenige temperierte Fettkraut-Arten benötigen für ein vitales Wachstum ausreichend hohe pH-Werte, die gewisse Kalkmengen im Substrat erfordern. Für die Kultur der meisten Arten ist dies zwar nicht obligatorisch, allerdings zeigt sich bei kalkhaltigen und leicht nährstoffhaltigen Substraten ein deutlich besseres Wachstum. <em>Pinguicula vallisneriifolia</em> und ihre Hybriden etwa, die in aufgekalkten Substraten kultiviert werden sollten, wachsen deutlich kräftiger und erreichen fast schon unglaubliche Blattgrößen! <em>P. vulgaris</em> wächst unter beiden Bedingungen gut und <em>P. alpina</em> bevorzugt eher kalkhaltige Substrate, wächst jedoch auch in säuerlichen Substraten gut.</p>
<p>Für eine kalkhaltige Mischung, bzw. einen erhöhten pH-Wert greift hierfür entweder auf handelsüblichen Dolomit-Splitt zurück, mit welchem man auf einen pH-Wert von 6-7 aufkalkt oder man nutzt Anteile an bereits aufgekalktem Substrat zur Vermischung mit üblichem Karnivoren-Substrat (je nach Nährstoffgehalt Zuschlag:Torf= 3:1 oder 2:1). Hierfür eignen sich verschiedene humose Anzuchterden wie TKS1, aber auch handelsübliche humose Kakteenerde. Der Mischung kann Anschließend noch etwa 10-15% feiner Sand (bis 1,25mm) und eventuell etwas Vermiculit und/oder Perlit (etwa 5-10%, bei Topfkultur) beigemischt werden. Auf zu grobe oder gar scharfkantige Zuschläge sollte jedoch erfahrungsgemäß bestenfalls verzichtet werden, um die empfindlichen Wurzeln nicht zu verletzen, die teilweise auch über die Wintermonate erhalten bleiben und eine häufige Eintrittsquelle für Pathogene bieten.</p>
<figure id="attachment_2356" aria-describedby="caption-attachment-2356" style="width: 880px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2356" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2022/06/Pinguicula-longifolia-ssp.-Reichenbachiana2.png" alt="" width="880" height="874" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2022/06/Pinguicula-longifolia-ssp.-Reichenbachiana2.png 598w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2022/06/Pinguicula-longifolia-ssp.-Reichenbachiana2-300x298.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2022/06/Pinguicula-longifolia-ssp.-Reichenbachiana2-150x150.png 150w" sizes="auto, (max-width: 880px) 100vw, 880px" /><figcaption id="caption-attachment-2356" class="wp-caption-text">Abbildung: Pinguicula longifolia ssp. Reichenbachiana</figcaption></figure>
<p>Bei der Anmischung sollte man ebenfalls darauf achten, dass der Anteil an nährstoffhaltigem Substrat nicht zu groß ausfällt. Zwar äußert sich ein dezenter Nährstoffanteil in der Mischung positiv im Wachstum, allerdings handelt es sich immer noch um Karnivoren. Und diese sehen bekanntlich optisch am besten aus, wenn sie gut umsorgt, aber leicht hungrig sind. Bei der Vermischung aufgekalkter Substrate mit Torf wird sich der pH-Wert zwar im leicht sauren Bereich ansiedeln, erfahrungsgemäß zeigen sich die meisten Arten hier allerdings tolerant.</p>
<p>Mit der Verwendung handelsüblicher (nährstoffarmer) Topfsubstrate wie Kakteenerde haben ich bisher noch keine Erfahrungen sammeln können, weshalb ich diesbezüglich auch keine Empfehlungen oder Ratschläge vermitteln kann. Auch bei der Verwendung von reinem Vermiculit wird bei einigen Arten zum Teil von guten Erfahrungen berichtet. Ebenso wie bei mexikanischen Fettkräutern scheint es möglich, verschiedene andere kalkhaltige Zuschläge wie Lehm oder Muschelsplitt zu verwenden. Vor allem bei der Verwendung von Lehm sollte jedoch stets auf die Substratstruktur geachtet werden, damit das Substrat weiterhin genügend Luft enthält, um einen optimalen Wuchs zu gewährleisten und beim Abtrocknen nicht zu stark verklumpt.</p>
<figure id="attachment_2357" aria-describedby="caption-attachment-2357" style="width: 880px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2357" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2022/06/fiorii-grandiflora-rosea-1024x1024.jpg" alt="fiorii-grandiflora-rosea" width="880" height="880" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2022/06/fiorii-grandiflora-rosea-1024x1024.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2022/06/fiorii-grandiflora-rosea-300x300.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2022/06/fiorii-grandiflora-rosea-150x150.jpg 150w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2022/06/fiorii-grandiflora-rosea-768x768.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2022/06/fiorii-grandiflora-rosea-1536x1536.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2022/06/fiorii-grandiflora-rosea-2048x2048.jpg 2048w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2022/06/fiorii-grandiflora-rosea-666x666.jpg 666w" sizes="auto, (max-width: 880px) 100vw, 880px" /><figcaption id="caption-attachment-2357" class="wp-caption-text">Abbildung: Pinguicula fiorii x grandiflora &#8222;rosea&#8220;</figcaption></figure>
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<p><strong>b) kalktolerante Arten</strong></p>
<p>Die meisten temperieren Fettkrautarten wie <em>P. grandiflora</em>, sind jedoch ziemlich tolerant gegenüber dem Substrat (so lange keine oder nur sehr wenige Nährstoffe enthalten sind) und können hervorragend in Torf-Substraten gehalten werden, denen bei Bedarf lediglich etwas feiner Quarzsand (bis 1,25mm) und eventuell etwas Perlit (etwa 5-10%, bei Topfkultur) beigemischt wird. Da übliches Karnivoren-Substrat häufig noch etwas groberen, scharfkantigeren Kies enthält, empfehle ich die Mischung für temperierte <em>Pinguicula</em> generell nach Bedarf selbst vorzunehmen.</p>
<p>Ebenso kann ich bei etwas empfindlicheren Arten wie <em>P. mundi</em> oder <em>P. fiorii</em> in torfhaltigen (sauren) Substraten empfehlen, etwas (!) Sphagnum Torfmoos um die Pflanzen zu setzen, um sie durch die Verdunstungswirkung des Mooses etwas zu kühlen. Erfahrungsgemäß wachsen einige Pflanzen durch diesen kleinen Schutz über einige Jahre etwas vitaler und scheinen weniger Anfällig gegenüber großer Hitze oder leicht schwankenden Feuchtegraden. Allerdings sollte man beachten, nicht zu viel Torfmoos zu pflanzen, da die Pflanzen über die Zeit sonst manchmal in den schnellwüchsigen Moospolstern untergehen. Besonders an freien Stellen im Moorbeet, die etwas schattiger gelegen sind und vielen Pflanzen nicht unbedingt mehr die optimalen Wuchsbedingungen bieten würden, sind temperierte Arten eine hervorragende Ergänzung, an der man sich langjährig erfreuen kann.</p>
<p>Letztendlich ist es also vor der Kultur erforderlich, sich mit der Herkunft der spezifischen Arten und den jeweiligen Bedingungen am Naturstandort auseinanderzusetzen, bevor man sie für ein Projekt verplant &#8211; auch wenn viele Arten relativ tolerant gegenüber den Substraten zu sein scheinen. Einige wenige, aber dafür sehr informationsreiche Webseiten wie die Webpräsenz von Oliver Gluch (<a href="https://www.gluch.info/">gluch.info</a>) liefern hierfür die nötigen Informationen.<br />
Nun bist du aber gefragt! Eine detaillierte Anleitung zur Umsetzung eines Projektes mit winterharten Fettkräutern findest du in unserem Beitrag zum Thema „<a href="https://www.carniflor.de/moorkuebel-mit-fettkraeutern-gestalten/">Gefäß  mit winterharten Fettkräutern gestalten</a>“.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-substrate/">Pinguicula (Fettkraut) Substrate &#8211; Ein Leitfaden</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.carniflor.de">CARNIFLOR</a>.</p>
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		<title>Karnivoren Scape &#8211; fleischfressende Pflanzen gestalterisch in Szene setzen</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Dec 2021 16:00:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Karnivoren Scape gestalten &#8211; fleischfressende Pflanzen gestalterisch in Szene setzen Gerade in der Wohnung ist die Topfkultur von fleischfressenden</p>
<p><a href="https://www.carniflor.de/karnivoren-scape-gestalten/" class="more-link">Jetzt lesen...<span class="screen-reader-text">Karnivoren Scape &#8211; fleischfressende Pflanzen gestalterisch in Szene setzen</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.carniflor.de/karnivoren-scape-gestalten/">Karnivoren Scape &#8211; fleischfressende Pflanzen gestalterisch in Szene setzen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.carniflor.de">CARNIFLOR</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Ein Karnivoren Scape gestalten &#8211; fleischfressende Pflanzen gestalterisch in Szene setzen</h3>
<p>Gerade in der Wohnung ist die Topfkultur von fleischfressenden Pflanzen meist mit erhöhtem Platzbedarf und notwendigem technischen Aufwand verbunden. Die Präsentation der Pflanzen &#8211; ausgenommen der <a href="https://www.carniflor.de/karnivoren-terrarium/">Terrarienkultur, die wir bereits in einem anderen Beitrag erläutert haben</a> &#8211; rückt dabei oftmals eher in den Hintergrund.<br />
Doch das mit etwas Kreativität auch an relativ kleinen Plätzen in der Wohnung wirkliche Hingucker geschaffen werden können, beweisen auf verschiedenen Social-Media Plattformen bereits zahlreiche <a href="https://www.instagram.com/estebalius_plantedscapes/">Bilder von heimisch angelegten Minimooren</a>, sogenannten &#8222;Karnivoren Scapes&#8220;. Diese Idee, die ihren Ursprung im sogenannten &#8222;<a href="https://www.naqua.de/guide/aquascaping-grundlagen.html">Aqua Scaping</a>&#8220; findet, bietet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten, etwa auf bestimmte Regionen oder Pflanzengruppen bezogene Themenprojekte oder einfachere Mischprojekte.<br />
In diesem Beitrag wollen wir euch anhand südamerikanischer Sonnentauarten, sowie einigen Begleitpflanzen beispielhaft erklären, wie man ein solches Projekt realisieren könnte.</p>
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<h4>Gefäßwahl</h4>
<p>Ein passendes Gefäß bildet die Grundlage für die spätere Gestaltung. Für dieses Projekt fiel die Wahl zunächst auf <a href="https://www.aquasabi.de/aquascaping-aquarien">spezielle Glasbehälter aus dem Aqua-Scaping-Bereich</a>. Diese bestehen meist aus speziellem Weißglas, welches durch einen geringeren Eisenanteil bei der Herstellung nicht den typischen grünstich aufweist und somit vor allem bei hohen Anteilen von Klarwasser eine natürlichere, relativ unverfälschte Sicht bietet. Neben der hochwertigen Verarbeitung, weisen solche Modelle meist auch spezielle Verklebungen mit transparentem Silikon auf. Doch da sich diese Eigenschaften bei vielen Modellen auch deutlich im Preis wiederspiegeln, lohnt es sich unter Umständen, ein spezifisches Gefäß mit ähnlichen bei einem Terrarienbauer aus der Region anfertigen zu lassen. So entschieden wir uns einige Abstriche zuzulassen und für dieses Projekt ein Gefäß mit den Maßen 45x25x15 cm anfertigen zu lassen, welches uns lediglich 25€ kosten sollte.<br />
Nachdem das Terrarium nach der Abholung/Lieferung einmal komplett mit Wasser befüllt und auf Dichtheit überprüft wurde, können die nötigen Materialien organisiert und das Projekt begonnen werden.</p>
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<h4>Substrat &amp; Befüllung</h4>
<p>Wir beginnen mit der Befüllung des Substrates. Für Karnivoren eignet sich, wie auch bei der Topfkultur, reiner, unaufgekalkter und unaufgedüngter Weißtorf (Hochmoortorf). Dieser sollte bei der Befüllung bereits etwas stärker mit Wasser gesättigt sein (als bei der Topfkultur), damit das Substrat später nicht so stark sackt und an potentiellen Uferstellen zum Wasser nicht ausschlämmt. Wie auch bei der Topfkultur sollte jedoch darauf geachtet werden, dass man das Substrat nicht übersättigt und nicht zu stark andrückt, damit genügend Luft für eine gesunde Wurzelentwicklung enthalten bleibt.<br />
Die Formung des Substrates kann nach Belieben vorgenommen werden. Bereits jetzt sollte man jedoch die spätere Sichtachse bedenken.</p>
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<h4>Erste Gestaltungsmaßnahmen</h4>
<p>Wenn man mit der groben Platzaufteilung vorerst zufrieden ist, sollten nun zunächst die größten <a href="https://www.aquasabi.de/aquascaping-hardscape-dekoration">Gestaltungselemente</a> eingebracht werden. Wir haben uns für einige Moorwurzeln aus dem Aquaristikbedarf entschieden. Neben Moorwurzeln eignen sich auch Rindenstücke, Zweige, Äste, Lavasteine (und ähnliche kalkfreie Gesteine) und ähnliche Naturmaterialien. Künstliche Dekoelemente können natürlich auch verwendet werden, wenn man Gefallen daran findet. Sind diese platziert, kann das restliche Substrat aufgefüllt werden. Somit hat man bei der Substratformung nicht nur einen besseren Eindruck von der späteren Wirkung, sondern verleiht den Dekoelementen zusätzlich stabilisierenden Halt.<br />
Falls man sich für einen Freiwasseranteil im Becken entschieden hat, müssen die Uferbereiche sowie der Muldenboden nun ausreichend stark mit kalkfreiem Quarzsand ausgekleidet werden, um ein späteres Ausschwemmen des Torfes zu verhindern. Dabei sollte man möglichst nicht zu sparsam vorgehen. Allerdings genügt es, zunächst einen Teil des Sandes aufzufüllen und den Rest am Ende der Bepflanzung, bzw. vor der abschließenden Bewässerung nachzufüllen. Um der recht trist wirkenden Sandfläche noch etwas mehr Natürlichkeit zu verleihen, kann die Oberfläche abschließend noch mit verschiedenen Korngrößen von Kies verziert werden. Auch hier sollte allerdings auf die Kalkfreiheit des Materials geachtet werden.<br />
Möchte man Moose zur Dekoration verwenden, sollte man lediglich auf Torfmoose (<em>Sphagnum</em> spec.) zurückgreifen. Andere Moosarten vertragen sich mit Karnivoren meist nicht. Zusätzlich verdichten sie die Substratoberfläche meist auch noch so stark, dass kaum noch ein Luftaustausch möglich ist, weshalb man aus diesem Grunde wirklich darauf verzichten sollte, solche Arten mit fleischfressenden Pflanzen zu kombinieren.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1456" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_01_20_18.Standbild005-1024x576.jpg" alt="moorwurzel" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_01_20_18.Standbild005-1024x576.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_01_20_18.Standbild005-300x169.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_01_20_18.Standbild005-768x432.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_01_20_18.Standbild005-1536x864.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_01_20_18.Standbild005.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1457" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_02_13_17.Standbild006-1024x576.jpg" alt="befuellung-1" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_02_13_17.Standbild006-1024x576.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_02_13_17.Standbild006-300x169.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_02_13_17.Standbild006-768x432.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_02_13_17.Standbild006-1536x864.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_02_13_17.Standbild006.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1458" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_02_55_11.Standbild007-1024x576.jpg" alt="sand-1" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_02_55_11.Standbild007-1024x576.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_02_55_11.Standbild007-300x169.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_02_55_11.Standbild007-768x432.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_02_55_11.Standbild007-1536x864.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_02_55_11.Standbild007.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<h4>Die Beleuchtung</h4>
<p>Bevor wir mit der Bepflanzung beginnen, sollten wir nun die Beleuchtung installieren. Wir haben uns für die <a href="https://amzn.to/3syntNH">Chihiros CII</a><span style="color: #993300;">*</span> entschieden, da diese bei 20 Watt Leistungsaufnahme etwa 1600 Lumen leistet und mit diesen Werten auch bei vielen Sonnentauarten sehr gute Ergebnisse erzielt, wie wir auf einigen Socialmedia-Kanälen verschiedener Aqua-Scaper beobachten konnten. Darüber hinaus verfügt dieses Modell über einen eingebauten Bluetooth-Controller, welcher eine Zeitschalt- und Dimmfunktion enthält und per App gesteuert werden kann. Eine zusätzliche Zeitschaltuhr wird somit obsolet und durch die manuell programmierbare Dimmung, lässt sich die Lichtintensität über den Tagesverlauf genau justieren. Zweiteres ist für eine erfolgreiche Kultur zwar nicht notwendig, für das menschliche Auge vor allem im Wohnbereich jedoch sehr angenehm. Die Installation der <a href="https://amzn.to/3syntNH">Chihiros C2</a><span style="color: #993300;">*</span> erfolgt recht simpel. Die mitgelieferte Halterung wird an einer gewünschten Stelle des Glasgefäßes angesetzt und mit dem mitgelieferten Imbus am Glas justiert. Anschließend schraubt man den Schaft in die Halterung der Lampe, auf welchen der Gummi-Halterungsring aufgeschoben wird. Der Halterungsring dient somit zu einem der Stabilisierung und bietet auf der anderen Seite die Möglichkeit der Höhenverstellung der Leuchte. Abschließend kann man das System an die Steckdose anschließen und optional die App auf dem Mobiltelefon installieren, so fern man die Steuerungsmöglichkeiten nutzen will. Für die Einrichtung wird dann eine stabile Bluetooth-Verbindung benötigt, die nach Ende des Setups wieder unterbrochen werden kann, ohne das die Funktionsfähigkeit der getätigten Einstellungen beeinträchtigt wird.<br />
Je nach Belieben und Projektbudget kann man natürlich auch andere Modelle wählen, die ein für die Pflanzenkultur entsprechendes Spektrum aufweisen und über eine ausreichende Lichtintensität verfügen. Wenn du dich mit der Beleuchtung von Pflanzen noch nicht besonders gut auskennst, empfehlen wir an dieser Stelle unsere Beiträge zu den Grundlagen der Belichtung von Pflanzen <a href="https://www.carniflor.de/grundlagen-zur-belichtung/">Part 1</a> und <a href="https://www.carniflor.de/grundlagen-zur-belichtung-part-2/">Part 2</a>.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1464" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_03_51_19.Standbild009-1024x576.jpg" alt="chihiros-lampe" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_03_51_19.Standbild009-1024x576.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_03_51_19.Standbild009-300x169.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_03_51_19.Standbild009-768x432.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_03_51_19.Standbild009-1536x864.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_03_51_19.Standbild009.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1463" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_03_32_14.Standbild008-1024x576.jpg" alt="chihiros-box" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_03_32_14.Standbild008-1024x576.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_03_32_14.Standbild008-300x169.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_03_32_14.Standbild008-768x432.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_03_32_14.Standbild008-1536x864.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_03_32_14.Standbild008.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
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<h4>Die Bepflanzung</h4>
<p>Für die Bepflanzung werden für dieses Projekt vor allem südamerikanische Sonnentauarten wie <em>Drosera graomogolensis, D. latifolia, D. riparia und D. camporupestris</em> verwendet, da diese eine ganzjährig warme Kultur bevorzugen und somit perfekt für die Haltung in der Wohnung geeignet sind. Auch einige zentralamerikanischen Fettkräuter wie <em>Pinguicula primuliflora</em> oder <em>P. planifolia</em> würden sich für ein solches Projekt eignen, kommen aber diesmal nicht zum Einsatz. Falls du noch recht wenige Berührungspunkte mit den Karnivoren hast und bei der Auswahl der Gattungen und Arten unsicher bist, empfehlen wir unseren Beitrag zum Thema <a href="https://www.carniflor.de/grundregeln-der-pflege-von-fleischfressenden-pflanzen/">Grundlagen der Pflege von fleischfressenden Pflanzen</a>. Hinzu kommen natürlich auch noch einige Begleitpflanzen. Von den Karnivoren sind es lediglich zwei Arten aus der Gattung der Wasserschläuche (<em>Utriculariaceae</em>), nämlich <em>Utricularia pubescens</em> und <em>Utricularia graminifolia</em>, die in unserem Becken einziehen werden. Die restlichen Begleitpflanzen können recht wahllos nach Geschmack ausgewählt werden, wobei bei der Auswahl jedoch darauf geachtet werden sollte, dass die Pflanzen das saure und nährstoffarme Substrat möglichst vertragen. Da die Angaben hierzu nicht immer sehr eindeutig sind, ist es natürlich auch Ratsam einige Inspirationen und Erfahrungen von bestehenden Projekten und Scapern einzuholen. Ein großer Dank gilt an dieser Stelle Stefan (<a href="https://www.instagram.com/estebalius_plantedscapes/">@estebalius_plantedscapes</a>), der bei diesem Projekt in Sachen Wahl der Begleitpflanzen und der Belichtung eine große Hilfe war!<br />
Trotzdem gilt es bei manchen Pflanzen einfach zu experimentieren, zu schauen was sich etabliert und Fehler zu korrigieren. Auch wenn diese Herangehensweise sicher zunächst auch mit einigen Verlusten einhergeht, so trägt sie jedoch ungemein dazu bei, ein Gefühl für die Pflanzen und deren Bedürfnisse zu entwickeln und nicht ausschließlich aus der Theorie zu lernen.<br />
Als weitere Begleitpflanzen dürfen daher zunächst <em>Eleocharis spec. &#8222;mini&#8220;</em>, <em>Lilaeopsis macleviana</em>, <em>Eriocaulum cinereum</em>, und <em>Micranthemum tweediei &#8222;Montecarlo 3&#8220;</em> einziehen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1459" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_04_00_00.Standbild010-1024x576.jpg" alt="pflanzenauswahl" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_04_00_00.Standbild010-1024x576.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_04_00_00.Standbild010-300x169.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_04_00_00.Standbild010-768x432.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_04_00_00.Standbild010-1536x864.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_04_00_00.Standbild010.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1460" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_06_37_09.Standbild011-1024x576.jpg" alt="bepflanzung-2" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_06_37_09.Standbild011-1024x576.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_06_37_09.Standbild011-300x169.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_06_37_09.Standbild011-768x432.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_06_37_09.Standbild011-1536x864.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_06_37_09.Standbild011.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1461" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_08_30_01.Standbild012-1024x576.jpg" alt="bepflanzung-1" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_08_30_01.Standbild012-1024x576.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_08_30_01.Standbild012-300x169.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_08_30_01.Standbild012-768x432.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_08_30_01.Standbild012-1536x864.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_08_30_01.Standbild012.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1462" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_09_15_11.Standbild013-1024x576.jpg" alt="sand-nachschüttung" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_09_15_11.Standbild013-1024x576.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_09_15_11.Standbild013-300x169.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_09_15_11.Standbild013-768x432.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_09_15_11.Standbild013-1536x864.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_09_15_11.Standbild013.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<h4>Bewässerung &amp; Setzungsphase</h4>
<p>Nun ist es auch schon an der Zeit, das Wasser einzulassen. Dieses sollte jedoch vorsichtig und behutsam über verschiedene Stellen auf der Substratoberfläche eingelassen werden. Zu einem hat dies den Vorteil, dass sich das Substrat bereits leicht setzt, zu anderem wird so die Gefahr verringert, den Sand stellenweise auszuspülen, da das Wasser auf natürliche Weise sachte an den Seitenwänden hinaus sickert. Selbstverständlich sollte man wie auch bei der Topfkultur hierbei auf destilliertes Wasser, Regenwasser oder Wasser aus der Umkehrosmoseanlage zurückgreifen (kalkfreies und nährstofffreies Wasser). An dieser Stelle möchten wir auch einmal unseren <a href="https://www.carniflor.de/karnivoren-moeglichkeiten-bei-wasserknappheit/">Beitrag zu den Möglichkeiten zur Bewässerung von Karnivoren bei Wasserknappheit</a> (im Sommer) verweisen.<br />
Über die Wassertrübung braucht man sich (vor allem kurz nach Anlage) nicht zu sorgen. Diese entsteht durch die im Torf enthaltenen Huminstoffe und für das pflanzliche Wachstum absolut unbedenklich. Mit der Zeit wird die Trübung noch abnehmen. Der Besatz mit Wasserpflanzen ober- oder unterhalb der Wasseroberfläche kann der Trübung gegebenenfalls auch entgegenwirken.<br />
Nachdem wir das ganze Arrangement ordentlich angewässert und unseren gewünschten Wasserstand erreicht haben, müssen wir das Ganze erst einmal einige Wochen setzen und einwachsen lassen. In dieser Zeit, in der sich bereits die ersten Erfolge und Misserfolge zeigen, sollte das Gefäß möglichst lediglich gewässert werden. Einige Feinschliffe zum Abschluss des Projektes können nun natürlich noch vorgenommen werden. Auf größere Eingriffe sollte man nun allerdings zunächst verzichten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1465" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_10_11_19.Standbild014-1024x576.jpg" alt="bewaesserung-1" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_10_11_19.Standbild014-1024x576.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_10_11_19.Standbild014-300x169.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_10_11_19.Standbild014-768x432.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_10_11_19.Standbild014-1536x864.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_10_11_19.Standbild014.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1466" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_10_25_04.Standbild015-1024x576.jpg" alt="wasser-trueb" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_10_25_04.Standbild015-1024x576.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_10_25_04.Standbild015-300x169.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_10_25_04.Standbild015-768x432.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_10_25_04.Standbild015-1536x864.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_10_25_04.Standbild015.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1467" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_12_18_17.Standbild018-1024x576.jpg" alt="wasser-klar" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_12_18_17.Standbild018-1024x576.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_12_18_17.Standbild018-300x169.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_12_18_17.Standbild018-768x432.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_12_18_17.Standbild018-1536x864.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_12_18_17.Standbild018.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
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<h4>Feinarbeiten &amp; Abschluss</h4>
<p>Da die vordere Front vor allem im Uferbereich durch den Sand noch sehr karg wirkt, gilt es, an diesen Stellen noch einmal nachzubessern. Dafür haben wir eine weitere Moorwurzel, sowie Rindenstücke und einige Bruchstücke von Lavasteinen besorgt. Neue Pflanzen sollen nun lediglich in der Form von besonders flachen Bodendeckern ergänzt werden. Die Wahl fiel daher erst einmal auf <em>Elatine hydropiper</em> und <em>Hydrocotyle tripartita</em>. Da uns die Vorlieben dieser Arten zum Zeitpunkt der Anlage jedoch noch nicht sonderlich bekannt sind, müssen wir auch bei diesen Pflanzen schauen, wie sie sich in den kommenden Wochen entwickeln und in wie fern sie mit den sauren, nährstoffarmen Bedingungen zurechtkommen. Um den moorigen Charakter zu unterstützen, soll die Wasseroberfläche nun abschließend auch noch von einigen Wasserlinsen (<em>Lemna aff. minor</em>) besiedelt werden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1475" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_14_57_16.Standbild023-1024x576.jpg" alt="final-2" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_14_57_16.Standbild023-1024x576.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_14_57_16.Standbild023-300x169.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_14_57_16.Standbild023-768x432.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_14_57_16.Standbild023-1536x864.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_14_57_16.Standbild023.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1474" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_14_46_17.Standbild022-1024x576.jpg" alt="closeup" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_14_46_17.Standbild022-1024x576.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_14_46_17.Standbild022-300x169.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_14_46_17.Standbild022-768x432.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_14_46_17.Standbild022-1536x864.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_14_46_17.Standbild022.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1471" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_13_07_10.Standbild020-1024x576.jpg" alt="deko-2" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_13_07_10.Standbild020-1024x576.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_13_07_10.Standbild020-300x169.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_13_07_10.Standbild020-768x432.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_13_07_10.Standbild020-1536x864.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_13_07_10.Standbild020.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<h4>Einwuchsphase</h4>
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<p>Nun ist unser Projekt auch schon vorerst fertiggestellt. Natürlich kann man mit der Zeit noch einige Pflanzen nach Belieben ergänzen oder gar austauschen, allerdings sollte das ganze Arrangement nun zunächst einige Wochen einwachsen. In dieser Zeit beginnt sich nun auch das Substrat etwas zu setzen und auch die Wasserfärbung wird mit der Zeit etwas abnehmen.<br />
Wenn einige der Begleitpflanzen zunächst teilweise verbräunen, braucht man sich nicht zu sorgen. Da diese aus steriler In Vitro Kultur stammen und dadurch auch lediglich eine höhere Luftfeuchtigkeit gewohnt sind, müssen die Pflanzen sich über die nächste Zeit erst einmal an die neuen Bedingungen gewöhnen. In sofern also genügend Grünmasse verbleibt, sollte man die Pflanzen mit der Zeit normal ausputzen und ihnen auf diesem Wege wieder frischen Glanz verleihen.</p>
<h4>Fertiges Projekt, Zusammenfassung von Materialien und Kosten</h4>
<p>Nun sind wir bereits am Ende des Projektes angelangt. Mit der Zeit wird sich zeigen, wie sich das ganze Projekt entwickelt, welche Pflanzen sich schneller vermehren, welche langsamer und an welchen Stellen man noch mit Feinarbeiten nachjustieren kann. Gerade diese kleinen Experimente mit unbekannteren Pflanzen verleihen dem ganzen Vorhaben nochmal eine ganz eigene Spannung.<br />
Nun bist du an der Reihe! Gestalte dein persönliches Karnivoren Scape und markiere uns auf Instagram! Wir würden uns darüber freuen!<br />
Abschließend haben wir dir noch einmal eine Liste mit den einzelnen Komponenten und den ungefähren Preisen zum Zeitpunkt der Anlage des Projektes zusammengestellt, damit du vor dem Start auch den finanziellen Aspekt noch einmal abschätzen kannst.</p>
<p><strong>Gefäß, Beleuchtung und Deko ~ 200,00€</strong></p>
<p>Aquarium Sonderanfertigung (45x25x15cm) &#8211; 25,00€<br />
Beleuchtung Chihiros CII &#8211; 120,00€<br />
Substrat (Weißtorf) &#8211; 5,00€<br />
Moorwurzeln (gesamt) &#8211; 40,00€<br />
Rinde &#8211; 5,00€<br />
Lavasteine &#8211; 5,00€</p>
<p><strong>Bepflanzung ~ 127,50€</strong></p>
<p><em>Drosera graomogolensis &#8211; 25€</em><br />
<em>Drosera latifolia &#8211; 25€</em><br />
<em>Drosera riparia &#8211; 10€</em><br />
<em>Drosera camporupestris &#8211; 13€</em><br />
<em>Utricularia graminifolia &#8211; 7,00€</em><br />
<em>Utricularia pubescens &#8211; 7,00€</em><br />
<em>Eleocharis spec. &#8222;mini&#8220; &#8211; 5,00€</em><br />
<em>Lilaeopsis macleviana &#8211; 7,00€<br />
</em><em>Eriocaulum cinereum &#8211; 5,00€<br />
</em><em>Micranthemum tweediei &#8222;Montecarlo 3&#8220; &#8211; 7,00€<br />
Elatine hydropiper &#8211; 7,00€<br />
Hydrocotyle tripartita &#8211; 7,00€<br />
Lemna aff. minor &#8211; 2,50€</em></p>
<p><strong>GESAMT ~~ 330€</strong></p>
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<hr />
<h4>Informationen zu Affiliate-Links</h4>
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<hr />
<h4>Literatur und Quellenverweise</h4>
<p>Carow, T., Fürst, R. (1992): Fleischfressende Pflanzen &#8211; Artenübersicht, Kultur, Vermehrung. 3. Auflage. Verlag Thomas Carow, Nüdlingen.</p>
<p>Hereth, Robert (?): Glasarten. Website-Artikel.<br />
https://glasperfekt.de/wir-liefern/glasarten [26.12.2021]</p>
<p>Instagram-Nutzer @estebalius_plantedscapes<br />
https://www.instagram.com/estebalius_plantedscapes/ [26.12.2021]</p>
<p>Schulz, Bruno (1965): Fleischfressende Pflanzen. A. Ziemsen Verlag, Lutherstadt Wittenberg.</p>
<p>Slack, Adrian (1985): Karnivoren &#8211; Biologie und Kultur der insektenfangenden Pflanzen. Verlag Eugen Ulmer.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.carniflor.de/karnivoren-scape-gestalten/">Karnivoren Scape &#8211; fleischfressende Pflanzen gestalterisch in Szene setzen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.carniflor.de">CARNIFLOR</a>.</p>
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			</item>
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		<title>Fettkräuter &#8211; Mexikanische Pinguicula auf Spaghettistein, Lavastein pflanzen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Carniflor]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Jun 2021 12:34:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Karnivoren - fleischfressende Pflanzen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fettkräuter &#8211; Mexikanische Pinguicula auf Steine pflanzen Mexikanische Fettkräuter (Pinguicula spec.) begeistern nicht nur durch ihre Vielzahl an Farben und</p>
<p><a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-auf-steinen/" class="more-link">Jetzt lesen...<span class="screen-reader-text">Fettkräuter &#8211; Mexikanische Pinguicula auf Spaghettistein, Lavastein pflanzen</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Fettkräuter &#8211; Mexikanische Pinguicula auf Steine pflanzen</h2>
<p>Mexikanische Fettkräuter (Pinguicula spec.) begeistern nicht nur durch ihre Vielzahl an Farben und Formen, sondern bieten auch einige verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten. Neben der einfachen Topfhaltung in torfhaltigen oder torffreien Substraten, lassen sich mexikanische Pinguicula wunderbar auf Steine (z.B. Spaghetti-Steine oder Lava-Steine) pflanzen. Was es dabei zu beachten beachten gibt und welche Steine und Arten sich für ein solches Projekt besonders eignen, erklären wir dir in diesem Beitrag. Alternativ empfehlen wir an dieser Stelle auch gerne unseren spezifischen Beitrag mit detaillierten Einblicken zu unseren Erfahrungen hinsichtlich verschiedener <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-substrate/">Substrate für Fettkräuter</a>.</p>
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<h3>1.) Materialien &#8211; Welcher Stein eignet sich?</h3>
<p>Zunächst einmal benötigt ihr einen passenden Stein für die Bepflanzung. Durch die hohe Kalktoleranz der meisten <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/">mexikanischen Pinguicula</a> eignen sich <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Travertin">Travertin (&#8222;Spaghetti-Stein&#8220;)</a> und andere Kalksteine ebenso gut wie vulkanische Lava-Steine oder eventuell gar Bims. Bei der Auswahl des Steins sollte auf eine möglichst poröse Oberfläche geachtet werden, da es sich bei Fettkräutern um ausgesprochene Flachwurzler handelt, die nur wenige (sehr feine) Wurzeln ausbilden. Die Form des Steins bestimmt nicht nur die grundlegende Optik, sondern hat auch einen direkten Einfluss auf den späteren Anwuchserfolg. Mit zunehmender Höhe des Steins, sinkt die Wirkung von <a href="https://www.chemie.de/lexikon/Kapillarit%C3%A4t.html">Kapillarkräften</a> zur oberen Spitze hin deutlich ab, was sich besonders oft besonders bemerkbar macht, wenn man die Steine in abgeschlossenen Gefäßen &#8211; mitunter sogar mit leichtem Anstau im Sommer &#8211; hält. Oftmals vertrocknen die an der Spitze gesetzten Pflanzen, noch bevor sie überhaupt richtig angewachsen sind oder verkümmern zu Miniaturpflanzen mit nur wenigen Millimetern Durchmesser. Diese scheinen zwar aus eigenen Erfahrungen hinaus überlebensfähig zu sein, entsprechen jedoch oft nicht mehr dem eigentlichen optischem Zweck. Der Stein sollte also ein ausgeglichenes Verhältnis von Höhe zu Breite aufweisen.</p>
<p>Als nächstes sollte ein passendes Gefäß, entsprechend der Größe des Steins, ausgewählt werden. Dieses kann sowohl nach unten hin abgeschlossen sein, um einen Wasseranstau zu vermeiden, als auch geöffnet sein und mit einem passenden Untersetzer kombiniert werden. Wichtig ist nur, dass das Gefäß eine ausreichende Höhe aufweist, um den Stein darin mit etwas Substrat zu stabilisieren. Als Substrat eignen sich normaler Torf, Karnivoren-Standard-Substrat, mineralische Substrate oder gar 1:1 mit Torf vermischte Kakteenerde. Sand und Kies können ergänzend oder in Mischung mit den anderen genannten Substraten genutzt werden. Ebenfalls möglich sind etwas tonhaltigere Substrate.<br />
Zur Bepflanzung eignen sich die meisten mexikanischen Fettkräuter. Vor der Pflanzung sollte allerdings die Art der Winterruhe, bzw. des Hibernakulums recherchiert werden, da dieses sich mitunter teils etwas tiefer in das Substrat zurückziehen möchte. Arten, die ein eher zwiebelartiges Hibernakulum bilden, wären für eine <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lithophyt">lithophytische</a> Bepflanzung eher ungeeignet, da sich die längerfristige Haltung in Kultur eher etwas schwieriger erweist. Durch die ausgesprochene Kalkverträglichkeit der meisten Arten kann die Bewässerung auch gedankenlos mit normalem Leitungswasser erfolgen.</p>
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<h3>2.) Vorbereitungen &#8211; Waschen des Steins, Stabilisierung</h3>
<p>Bevor mit der Bepflanzung begonnen werden kann, muss der verwendete Stein zunächst ausgewaschen werden, um die enthaltende Luft zu entfernen, ihn von potentiell anhaftenden Stäuben und Schadstoffen zu befreien und eine ausreichende Wasserbenetzung zu gewährleisten. Der Stein sollte in einem passenden Gefäß vollständig mit Wasser bedeckt sein, einige Male gewendet werden und anschließend so lange unter Wasser verweilen, bis keine Luftblasen mehr zur Oberfläche hin aufsteigen. Das im Gefäß befindliche Wasser kann sich durch diesen Vorgang je nach verwendetem Material und gelieferter Qualität mitunter teils stark verfärben und sollte nach der Entnahme des Steines vorsichtig entsorgt werden, um Verfärbungen und Schlackflecken zu vermeiden!</p>
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<p>Anschließend erfolgt die Platzierung und Stabilisierung im Gefäß. Verwendet man hierfür Substrat, so kann der Stein ruhig einige Zentimeter oder gar bis auf den Gefäßgrund hinab gesetzt werden umd bis zum Gefäßrand mit Substrat befüllt werden. Alternativ kann man auch kleinere Steine oder Bruchstücke verwenden. Substrat weist allerdings den Vorteil einer deutlich besseren Wasserspeicherkapazität auf und sorgt in Folge dessen erfahrungsgemäß für eine ausgeglichenere Bewässerung. Bevor die Bepflanzung beginnt, sollte das Gefäß mitsamt des Steines nun noch einmal gründlich gewässert werden. Die Substratdecke kann im letzten Schritt der Vorbereitungen mit Sand und/oder Kies abgedeckt, oder zur späteren Bepflanzung mit Rest-Pflanzen freigelassen werden.</p>
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<h3>3.) Bepflanzung</h3>
<p>Nachdem der Stein in seinem Gefäß platziert und stabilisiert wurde, kann mit der Bepflanzung begonnen werden. Deiner Kreativität sind nun nur wenige Grenzen gesetzt. Pinguicula-Arten wie P. jaumavensis (P. esseriana), P. ehlersiae, P. gypsicola, P. moctezumae, P. cyclosecta, P. agnata und verschiedene Hybriden (beispielsweise P. gypsicola x P. moctezumae) eignen sich hervorragend für die Bepflanzung auf Steinen. Weniger eignen sich P. acuminata, P. heterophylla oder P. medusina und weitere zwiebelbildende Arten. Viele passende Arten findest du auch <a href="http://shop.carniflor.de">bei uns im Shop</a>! Die Kombination von langblättrigen und rosettig wachsenden Arten schafft besonders schöne Akzente. Doch auch über die Farbe lassen sich schöne Bilder erzeugen. Während P. jaumavensis eher grünlich bis silbrig erscheint, kann Pinguicula ehlersiae unter ausreichender Belichtung beispielsweise stark rötlich erscheinen. Beide der genannten Arten sind rosettig wachsend. Als Ergänzung würde sich beispielweise Pinguicula gypsicola mit ihren langen, schmalen Fangblättern anbieten. Im folgenden Verlauf dieses Beitrages haben wir euch noch einmal eine Liste mit verschiedenen bevorzugten Wuchsorten einiger ausgewählter Pinguicula-Arten zusammengestellt, die euch dabei helfen soll, die passende Pflanze für euer Projekt auszuwählen.</p>
<p>Da die Kapillarkräfte &#8211; wie bereits etwas weiter oben besprochen &#8211; zum oberen Ende des Steines abnehmen, sollte mit der Bepflanzung möglichst am unteren Ende begonnen werden. Zunächst wird die Pflanze aus ihren Topf entfernt und anschließend vorsichtig aber bestimmt in einem passenden Hohlraum (leicht) angedrückt. Dies kann sowohl wurzelnackt geschehen, als auch mit kleineren, marginalen (!) Substratresten im Wurzelraum. Eine Pinzette kann hierbei hilfreich sein. Weist der Stein an der gewünschten Stelle keine passenden Hohlräume auf, kann mitunter mit einem Meißel nachgeholfen werden. Hierbei sollte aber unbedingt auf die Beschaffenheit und Porösität des Materials geachtet werden, um möglichen Bruch zu vermeiden. Zu flache Steine sollten aber nicht verwendet werden, da diese meist eine sehr geringe Wasserspeicherfähigkeit aufweisen und sich die Pflanzen auf dieser Oberflächenstruktur nicht etablieren können. Doch auch auf poröseren Steinen sollte mit stets mit einer geringeren Anwuchsrate als bei der Topfkultur gerechnet werden! Daher empfiehlt es sich zu Beginn erst einmal ein paar mehr Pflanzen zu setzen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1346" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_06_05.Standbild012-1024x576.png" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_06_05.Standbild012-1024x576.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_06_05.Standbild012-300x169.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_06_05.Standbild012-768x432.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_06_05.Standbild012-1536x864.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_06_05.Standbild012.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1347" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_20_13.Standbild013-1024x576.png" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_20_13.Standbild013-1024x576.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_20_13.Standbild013-300x169.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_20_13.Standbild013-768x432.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_20_13.Standbild013-1536x864.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_20_13.Standbild013.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<table width="531">
<tbody>
<tr>
<td width="104"><strong>Pinguicula-Art</strong></td>
<td width="119"><strong>Hauptwuchsort</strong></td>
<td width="154"><strong>ebenfalls</strong></td>
<td width="154"><strong>seltener</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="104">moranensis</td>
<td width="119">Kalkstein</td>
<td width="154">Moospolster</td>
<td width="154">Baumstämme</td>
</tr>
<tr>
<td>potosiensis</td>
<td>Kalkstein</td>
<td>Moospolster</td>
<td>Baumstämme</td>
</tr>
<tr>
<td>acuminata</td>
<td>lehmiges Substrat</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>calderoniae</td>
<td>Kalkstein</td>
<td>Moospolster</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>colimensis</td>
<td>Kalkstein (Gips)</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>conzatii</td>
<td>Kalkstein</td>
<td>Moospolster</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>crassifolia</td>
<td>Vulkangestein</td>
<td>Moospolster</td>
<td>dünne Humusschichten</td>
</tr>
<tr>
<td>cyclosecta</td>
<td>Kalkstein</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>debbertiana</td>
<td>Kalkstein (Gips)</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>elizabethiae</td>
<td>Kalkstein</td>
<td>Ton/Silikat</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>ehlersiae</td>
<td>Kalkstein (Gips)</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>esseriana</td>
<td>Kalkstein</td>
<td>Moospolster</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>emarginata</td>
<td>Sandstein</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>gracilis</td>
<td>Kalkstein</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>gypsicola</td>
<td>Kalkstein (Gips)</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>hemiepiphytica</td>
<td>Kalkstein</td>
<td>Baumstämme</td>
<td>Moospolster</td>
</tr>
<tr>
<td>ibbarae</td>
<td>Ton/Silikat</td>
<td>dünne Humusschichten</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>kondoi</td>
<td>Kalkstein</td>
<td>Moospolster</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>heterophylla</td>
<td>Sand/Lehm</td>
<td>dünne Humusschichten</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>agnata</td>
<td>Kalkstein</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>immaculata</td>
<td>Gipsböden</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>kondoi</td>
<td>Kalkfelsen</td>
<td>Moospolster</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>laueana</td>
<td>Kalkfelsen</td>
<td>Moospolster</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>laxifolia</td>
<td>Kalkfelsen</td>
<td>Moospolster</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>macrophylla</td>
<td>Vulkangestein</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>martinezii</td>
<td>Kalkfelsen</td>
<td>Moospolster</td>
<td>kalkhaltiger Humus</td>
</tr>
<tr>
<td>mirandae</td>
<td>Kalkfelsen</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>moctezumae</td>
<td>Kalkfelsen</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>oblongiloba</td>
<td>lehmiges Substrat</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>orchioides</td>
<td>lehmiges Substrat</td>
<td>sandiger Lehm</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>parvifolia</td>
<td>kiesiger Granit</td>
<td>sandiger Lehm</td>
<td>Moospolster</td>
</tr>
<tr>
<td>rectifolia</td>
<td>Kalkstein (Gips)</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>rotundiflora</td>
<td>Kalkstein (Gips)</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>zecheri</td>
<td>Kalkstein</td>
<td>Moospolster</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>albida</td>
<td>sandiger Humus</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>antarctia</td>
<td>Moospolster</td>
<td>Waldboden</td>
<td>Felsen</td>
</tr>
<tr>
<td>caerulea</td>
<td>sandiger Humus</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>australandina</td>
<td>Humus</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>crystallina</td>
<td>Serpentingestein</td>
<td>dünne Humusschichten</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>hirtiflora</td>
<td>Serpentingestein</td>
<td>dünne Humusschichten</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>filifolia</td>
<td>sandiger Humus</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>gigantea</td>
<td>Kalkfelsen</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p style="text-align: right;">Tabelle 1: Bevorzugtes Habitat verschiedener Pinguicula-Arten. Zusammengestellt mit Informationen von<a href="http://www.gluch.info"> www.gluch.info</a></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1348" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_08_05_26.Standbild014-1024x576.png" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_08_05_26.Standbild014-1024x576.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_08_05_26.Standbild014-300x169.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_08_05_26.Standbild014-768x432.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_08_05_26.Standbild014-1536x864.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_08_05_26.Standbild014.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<h3>4.) Fertigstellung, Resultat</h3>
<p>Abschließend wird der Stein noch einmal kräftig gewässert, um einen bestmöglichen Substratschluss zu gewährleisten. Bei der ersten Wässerung kann dies noch problemlos (aber vorsichtig!) mit Hilfe einer normalen Gießkanne geschehen. Anschließend wird der Stein an seinen bestimmten Standort verbracht. Für die weitere Kultur eignet sich ein ausreichend heller, aber absonniger Standort ohne direkte Mittags-Hitze. Ab nun sollte der Stein nur noch mit einem Drucksprüher befeuchtet werden. Hierbei ist unbedingt darauf zu achten, dass alle Seiten des Steins ausreichend mit Wasser benetzt werden. Zwischen den Wassergaben sollte der Stein regelmäßig ab-, jedoch nicht völlig austrocknen! Im Winter kann die Bewässerung je nach Temperatur völlig zurückgefahren werden. Wurden Arten gewählt, die eine Winterruhe einlegen und während dieser Periode entsprechend kühlere Temperaturen (5-10°C) benötigen, kann die Wassergabe in den Herbstmonaten langsam zurückgefahren werden und bis hin zum nächsten Frühling nahezu gänzlich eingestellt werden. Die Pflanzen sollten während dieser Zeit jedoch trotzdem regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf eventuell geringfügig gewässert werden. Ein Daueranstau ist lediglich in den Sommermonaten bei ausreichend guter Luftumwälzung (im Gewächshaus oder im Freiland) zu empfehlen.<br />
Manchmal kommt es (vor allem an trockeneren Stellen) vor, dass die Pflanzen es auf Grund der Beschaffenheit des Untergrunds nicht schaffen ihre verdorrten Blätter abzuwerfen. Infolgedessen entwurzeln sich die Pflanzen oft selbst und vertrocknen letztendlich. Alte, vertrocknete Blätter sollten demnach regelmäßig entfernt werden, sobald sie überhand zu nehmen scheinen. Denke jedoch bei der Neuanlage oder Ergänzung stets daran, dass sich nicht immer alle Pflanzen etablieren werden! Weitere Pflegemaßnahmen sind nicht nötig. Mit einem Pinguicula-Stein hast du dir ein pflegeleichtes Pflanzen-Arrangement geschaffen, das auf jeden Fall einen Hingucker bietet und viele Jahre der Freude garantiert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1349" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_10_50_11.Standbild015-1024x576.png" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_10_50_11.Standbild015-1024x576.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_10_50_11.Standbild015-300x169.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_10_50_11.Standbild015-768x432.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_10_50_11.Standbild015-1536x864.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_10_50_11.Standbild015.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1342" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_00_20_10.Standbild005-1024x768.png" alt="" width="1024" height="768" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_00_20_10.Standbild005-1024x768.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_00_20_10.Standbild005-300x225.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_00_20_10.Standbild005-768x576.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_00_20_10.Standbild005-1536x1152.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_00_20_10.Standbild005-2048x1536.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>Wenn du auf organische Substrate für den Untergrund, die Pflanzung und die Stabilisierung verzichtet hast, dann musst du auch nicht mit einem lästigen Befall an Trauermücken rechnen, die jedem Pflanzenliebhabern regelmäßig die Nerven rauben! Wenn du allerdings bereits durch die Topfkultur mit Trauermücken zu kämpfen hast, dann empfehlen wir dir unseren Beitrag zu den Möglichkeiten der <a href="https://www.carniflor.de/trauermuecken-biologisch-bekaempfen/">(biologischen) Bekämpfung von Trauermücken</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-auf-steinen/">Fettkräuter &#8211; Mexikanische Pinguicula auf Spaghettistein, Lavastein pflanzen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.carniflor.de">CARNIFLOR</a>.</p>
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		<title>Karnivoren Terrarium &#8211; Grundlagen zur Terrarienkultur von Karnivoren</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Feb 2021 23:09:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Grundlagen zur Terrarienkultur von Karnivoren Ein Dschungel in den eigenen vier Wänden ist ein Traum, den sich viele Pflanzenliebhaber nur</p>
<p><a href="https://www.carniflor.de/karnivoren-terrarium/" class="more-link">Jetzt lesen...<span class="screen-reader-text">Karnivoren Terrarium &#8211; Grundlagen zur Terrarienkultur von Karnivoren</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.carniflor.de/karnivoren-terrarium/">Karnivoren Terrarium &#8211; Grundlagen zur Terrarienkultur von Karnivoren</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.carniflor.de">CARNIFLOR</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3><strong>Grundlagen zur Terrarienkultur von Karnivoren<br />
</strong></h3>
<p>Ein Dschungel in den eigenen vier Wänden ist ein Traum, den sich viele Pflanzenliebhaber nur zu gerne verwirklichen wollen. Mit der Einrichtung eines Terrariums (oft auch Vivarium genannt) rückt dieser Traum etwas näher. Da sich jedoch nicht alle Arten an Karnivoren für die Haltung im Terrarium eignen und es bei der Terrarienkultur einiges zu beachten gilt, möchten wir dir in diesem Artikel einen umfassenden Überblick verschaffen, der dir dabei behilflich sein wird, die häufigsten Fehlerquellen von Beginn an zu vermeiden!<br />
Zunächst möchten wir einige grundlegende Dinge zur Haltung von Karnivoren im Terrarium besprechen, bevor wir schließlich auf unterschiedliche Vorteile und Möglichkeiten der einzelnen Gefäßarten, Lüftungs- und Kühlungsmethoden eingehen. Bist du mit der Kultur fleischfressender Pflanzen bereits vertraut, kannst du den ersten Teil dieses Beitrags problemlos <a href="#tiereimterrarium">überspringen</a>.<br />
Ansonsten empfehlen wir an dieser Stelle auch unseren Beitrag zum Thema „<a href="https://www.carniflor.de/karnivoren-scape-gestalten/">Karnivoren Scape gestalten – fleischfressende Pflanzen gestalterisch in Szene setzen</a>&#8222;.</p>
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<h4><strong>Übersicht (Direktlinks)<br />
</strong></h4>
<ul>
<li><a href="#terrariumarten">Welche Arten von Terrarien gibt es (Hochland- oder Tieflandterrarium)?</a></li>
<li><a href="#geeignetearten">Welche Karnivoren eignen sich für das Terrarium?</a></li>
<li><a href="#ungeeignetearten">Welche Karnivoren eignen sich nicht für das Terrarium?</a></li>
<li><a href="#tiereimterrarium">Kann ich Tiere in meinem Terrarium halten?</a></li>
<li><a href="#begleitpflanzen">Welche Begleitpflanzen bieten sich an?</a></li>
<li><a href="#substrat">Welches Substrat benötige ich?</a></li>
<li><a href="#drain">Benötige ich eine Drainageschicht?</a></li>
<li><a href="#glasart">Glas oder Plexiglas?</a></li>
<li><a href="#growboxen">Grow-Boxen</a></li>
<li><a href="#aquascaping">Aqua-Scaping</a></li>
<li><a href="#hermetosphären">Hermetosphären</a></li>
<li><a href="#terrarienkultur">Was bentäitge ich für die Terrarienkultur?</a></li>
<li><a href="#ventilation">Ventilation</a></li>
<li><a href="#kühlung">Kühlungssysteme</a>
<ul>
<li><a href="#umlauf">Umlaufkühler</a></li>
<li><a href="#eis">Eisflaschen</a></li>
<li><a href="#peltier">Peltier-Elemente</a></li>
<li><a href="#matten">Adiabate Kühlung/Mattenkühlung</a></li>
</ul>
</li>
<li><a href="#nebel">Nebelgeräte</a></li>
<li><a href="#messung">Messgeräte</a></li>
</ul>
<h5 id="terrariumarten"><strong>Welche Arten von Terrarien gibt es (Hochland- oder Tieflandterrarium)?</strong></h5>
<p>Bevor man mit der spezifischen Planung des Traum-Terraiums beginnt, sollte man sich bereits darüber im Klaren sein, welche Art von Pflanzen man (zusammen) kultivieren möchte, da die meisten Pflanzen unterschiedliche Ansprüche an die Wuchs- und somit auch die Kulturbedingungen stellen, an denen sich letztlich auch die Auswahl und Gestaltung des Gefäßes orientiert. Die Kannenpflanzen (<em>Nepenthes</em> spec.) beispielsweise, lassen sich grundlegend in zwei Kategorien einteilen, die unterschiedliche Wuchsansprüche darstellen. Zu einem existieren Tieflandarten, welche lediglich bis zu einer Höhe von etwa 1300m über dem Meerespiegel in dauerwarmen und -feuchten Gebieten vorkommen und dementsprechend eine ganzjährig konstant warme Kultur bevorzugen.<br />
Andere Kannenpflanzenarten, die in einer Höhe von über 1300m über dem Meeresspiegel vorkommen und deren Standorte sich durch stärkere Temperaturabsenkungen in der Nacht charakterisieren, welche für das Wachstum dieser Arten auch nahezu unerlässlich sind, zählen zu den sogenannten Hochlandarten. Gerade die Kultur dieser meist aus dichten Nebelwäldern stammenden Hochlandarten erfordert oft aufwendige technische Kühlmaßnahmen und die Bereitschaft zu höheren Betriebskosten. Viele Arten des Sumpfkruges (<em>Heliamphora</em> spec.), welcher aus den Tafelbergen (Tepuis) in Venezuela stammt, erfordern diese Kulturbedingungen ebenfalls.<br />
<em>Nepenthes</em>-Arten, welche sich nicht eindeutig zu den Tiefland- oder Hochlandarten zuordnen lassen, da ihr Verbreitungsgebiet in Bezug auf die Höhe über dem Meeresspiegel variabel ist, werden als intermediäre Arten bezeichnet. Diese Arten zeichnen sich durch eine relativ hohe Toleranz gegenüber den Kulturbedingungen aus und lassen sich sowohl unter Tiefland- als auch unter Hochlandbedingungen kultivieren und eignen sich daher auch besonders für die Terrarienkultur. Neben Karnivoren existieren natürlich auch noch viele weitere Gattungen und Arten mit ähnlichen Ansprüchen an die Temperaturabsenkung, etwa viele Orchideen-Arten.<br />
Möchte man ein Terrarium zusammenstellen, muss bei der Planung neben dem Lichtanspruch also vor allem der Temperaturanspruch der Arten berücksichtigt werden. Grundsätzlich sollte man daher ausschließlich Arten mit einem ähnlichen Kulturanspruch kombinieren. Es ist daher unabdingbar, sich bei der Zusammenstellung der Pflanzen darüber zu informieren, ob diese für das Hochland- oder das Tieflandterrarium geeignet sind und sich für eine entsprechende Bauweise zu entscheiden. Tieflandterrarien stellen hier sicherlich die Variante mit dem geringsten Aufwand dar, da bis auf eine ausreichende Belichtung und gegebenenfalls eine Beregnungsanlage keine weiteren technischen Maßnahmen erforderlich sind. Heizkabel können optional verwendet werden, wenn die Abwärmeproduktion der verwendeten Beleuchtung nicht ausreicht, um die gewünschte Temperatur im Terrarium zu erreichen oder zu halten.</p>
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<figure id="attachment_1101" aria-describedby="caption-attachment-1101" style="width: 1024px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1101 size-large" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/02/DSC_2653-1024x678.jpg" alt="Nepenthes-Terrarium mit Mischbepflanzung" width="1024" height="678" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/02/DSC_2653-1024x678.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/02/DSC_2653-300x199.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/02/DSC_2653-768x509.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/02/DSC_2653-2048x1356.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-1101" class="wp-caption-text">Grafik: Ein Kannenpflanzen-Terrarium mit Mischbepflanzung (© Carniflor)</figcaption></figure>
<h5 id="geeignetearten"><strong>Welche Karnivoren eignen sich für das Terrarium?</strong></h5>
<p>Die beliebtesten Karnivoren für das Terrarium stellen die Kannenpflanze (<em>Nepenthes</em> spec.) und der Sumpfkrug (<em>Heliamphora</em> spec.), aber auch verschiedene Wasserschläuche (<em>Utricularia</em> spec.) und seltener Sonnentau-Arten (<em>Drosera</em> spec.) dar.<br />
Bei der Kultur von <em>Nepenthes</em> entscheidet neben dem Temperaturanspruch vor allem die Größe des Terrariums über die Eignung der jeweiligen Art. Da Kannenpflanzen zu den Rankpflanzen zählen, die neben einer beachtlichen Höhe teils auch stark ausgeprägte Blattspreiten erreichen, sollten für übliche (60x30x40cm oder 80x40x40cm) Terrarien vor allem kleinwüchsige  oder stark schwachwüchsige Arten (wie z.B.: <em>N. glabrata, N. tenuis, N. jamban</em>) verwendet werden.<br />
Sollte eine der Pflanzen mit der Zeit trotz einer sorgfältigen Planung einmal zu groß werden, lässt sich das Triebende meist mühelos abschneiden und für die weitere Vermehrung über Stecklinge in <em>Sphagnum</em> verwenden. Vor allem Kannenpflanzen eignen sich durch die ähnlichen Wuchsansprüche oft hervorragend für die Kombination mit verschiedenen Arten des Sumpfkruges (<em>Heliamphora</em> spec.) und ermöglichen somit die Kreierung spannender Bilder, obwohl diese beiden Gattungen eigentlich an völlig unterschiedlichen Lokalitäten vorkommen und in der Natur niemals zusammen anzutreffen sind.<br />
Durch die Vielzahl an Arten des Sumpfkruges lassen sich jedoch auch spannende <em>Heliamphora</em>-Terrarien einrichten, allerdings ist der Licht- und Kühlungsanspruch vieler Sumpfkrugarten nochmals deutlich höher als bei den meisten Kannenpflanzen, wodurch sich folglich auch etwas höhere Betriebskosten ergeben, die es in Kauf zu nehmen gilt.<br />
Möchte man Sonnentau im Terrarium kultivieren, sollte auf einen ausreichenden Luftaustausch geachtet werden. Besser gestaltet sich hier die Haltung in offenen Becken. Ähnlich wie beim Aqua-Scaping empfiehlt sich für die Kultur verschiedener Arten hierbei die Anlage verschiedener Feuchtezonen, die für die jeweilige Art mit dem entsprechenden Feuchteanspruch (zum Beispiel <em>Utricularia</em> an feuchteren Stellen) oder dem gezielten Einsatz von Begleitpflanzen genutzt werden können.</p>
<h5 id="ungeeignetearten"><strong>Welche Karnivoren eignen sich nicht für das Terrarium?</strong></h5>
<p>Die Vielzahl an Formen und Farben der einzelnen Karnivoren und deren Begleitpflanzen, verlocken gerade Beginner oftmals zu gewagten, wenn nicht gänzlich unpassenden Kombinationen oder gar kompletten Fehleinrichtungen. Alle winterfesten Karnivoren, etwa die <a href="https://www.carniflor.de/venusfliegenfallen-pflegen/">Venusfliegenfalle (<em>Dionaea muscipula</em>)</a>, Schlauchpflanzen (<em>Sarracenia</em> spec.) und Kobralilien (<em>Darlingtonia californica</em>) eignen sich unter keinen Umständen für die Terrarienhaltung und sollten daher stets unter freiem Himmel gehalten und durchgehend kühl überwintert werden. Auch die Regenbogenpflanze (<em>Byblis </em>spec.) oder die Wanzenpflanze (<em>Roridula</em> spec.) sind daher für die Terrarienkultur daher ungeeignet. <a href="https://www.carniflor.de/sonnentau-pflegen/">Winterharte Sonnentauarten</a> wie <em>Drosera rotundifolia, D. anglica</em> oder<em> D. filiformis</em> eignen sich ebenfalls nicht!<br />
Gleiches gilt natürlich für die Kultur der meisten frostfesten Begleitpflanzen. Vor einer Bepflanzung (oder bestenfalls natürlich bereits vor dem Kauf) sollte man sich daher stets ausführlich über die Haltungsparameter der jeweiligen Pflanzen informieren.<br />
Mexikanische <em>Pinguicula</em> stellen hier eine Ausnahme dar, wenn die <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-terrarium/">Bedingungen für Fettkräuter im Terrarium</a> gezielt auf die Pflanzen abgestimmt werden. Generell sollten keine Gattungen und Arten gewählt werden, die eine kühle Überwinterung benötigen. In meinem Beitrag zum Thema <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-terrarium/"><em>Pinguicula-</em>Terrarium</a> gehe ich auf diese Thematik noch einmal genauer ein.<br />
Schwieriger gestaltet sich die Haltung von <a href="https://www.carniflor.de/cephalotus-pflegen/">Zwergkrügen (Cephalotus follicularis)</a> im Terrarium. Für eine erfolgreiche Haltung bedarf es hierbei neben einer ausreichend starken Belichtung vor allem einer großzügig ausgelegten Belüftung mit einer abgestimmten Luftzirkulation und stetiger Versorgung mit Frischluft. Das entsprechende Feuchteniveau der Pflanzen zu halten, gestaltet sich bei Zwergkrügen ebenfalls nicht unbedingt einfach. Sind die entsprechenden Haltungsparameter jedoch konstant gegeben, ist die Kultur mit etwas Geschick aber durchaus möglich.</p>
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<h5 id="tiereimterrarium"><strong>Kann ich Tiere in meinem Karnivoren-Terrarium halten?</strong></h5>
<p>Oftmals erreicht mich auch die Frage, ob man tierische Bewohner in seinem Karnivoren-Terrarium halten kann oder ob Karnivoren eventuell sogar giftig sind. Glücklicherweise sind von keinen der für ein Terrarium in Frage kommenden karnivoren Arten derzeit giftige Wirkungen bekannt. Die Haltung von tierischen Bewohnern im Karnivoren-Terrarium, hängt demnach ganz von der Größe der Pflanzen, bzw. der Größe der Fallenöffnungen, sowie der Art des Fallenmechanismen ab. Natürlich müssen aber auch die Haltungsparameter der Tiere und der Pflanzen übereinstimmen.<br />
Von der gemeinsamen Haltung mit stark wühlenden Tieren oder Tieren mit ausgiebigem Blattfraß kann jedoch abgeraten werden. Auch wenn es für die Tiere unter Umständen verträglich wäre, wäre es dennoch sehr schade um die doch meist eher hochwertigen Pflanzen.<br />
Hast du lediglich Bromelien und Karnivoren mit sehr kleinen Fallen in deinem Terrarium vertreten, könnten sich zum Beispiel <a href="https://www.carniflor.de/froesche-fuer-das-terrarium-rotaugenlaubfrosch-agalychnis-callidryas/">Rotaugenlaubfrösche (<em>Agalychnis callidryas</em>)</a> für die Haltung im Karnivoren-Terrarium eignen.<br />
Da wir uns selbst jedoch hauptsächlich auf die Kultur von Pflanzen spezialisiert haben und uns selbst unter keinen Umständen als Zoologie-Experten bezeichnen würden, können wir an dieser Stelle nur vorsichtige Empfehlungen aussprechen! Im Zweifelsfall sollte die Vereinbarkeit der Pflanzen- und Tierhaltung immer mit eurem Händler oder Tierarzt abgeklärt werden. Sollte dies nicht möglich sein und dir es darüber hinaus nicht gelingen eine Unverträglichkeit auszuschließen, solltest du notfalls zum Wohl der Tiere natürlich stets auf die Pflanzen verzichten. Auch, wenn es schwerfällt!</p>
<figure id="attachment_1129" aria-describedby="caption-attachment-1129" style="width: 1024px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1129 size-large" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/02/poison-frog-921684_1920-1024x683.jpg" alt="pfeilgiftfrosch" width="1024" height="683" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/02/poison-frog-921684_1920-1024x683.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/02/poison-frog-921684_1920-300x200.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/02/poison-frog-921684_1920-768x512.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/02/poison-frog-921684_1920-1536x1024.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/02/poison-frog-921684_1920.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-1129" class="wp-caption-text">Grafik: Frösche sind beliebte Terrarienbewohner. Die Möglichkeit des Tierbesatzes in Karnivoren-Terrarien, hängt neben der Vereinbarkeit der Kulturbedingungen vor allem mit der Art der Fallen und der größe der Fallenöffnungen der Pflanzen ab.</figcaption></figure>
<h5 id="begleitpflanzen"><strong>Welche Begleitpflanzen bieten sich an?</strong></h5>
<p>Um den gewünschten Dschungel-Look zu kreieren, eignen sich eine Vielzahl an Begleitpflanzen. Allerdings sollten logischerweise auch hier die Kulturbedingungen mit denen der Hauptpflanzen übereinstimmen. Während sich bestimmte Farnarten, wie kleinwüchsige Varianten des Schwertfarn (<em>Nephrolepis exaltata</em>) und Moose wie das Torfmoos (<em>Sphagnum spec.</em>) hervorragend für die Bodenbepflanzung an freien Stellen eignen, lassen sich mit Tillandsien (<em>Tillandsia usneoides</em>), Bromelien (zB. <em>Neoregelia</em> spec., <em>Bromelia reducta</em>&#8230;) und epiphytischen Orchideen-Arten (<em>Mediocalcar</em> spec., <em>Lepanthes</em> spec., <em>Schoenorchis scolopendria</em>, <em>Macodes peltata</em>&#8230;) die Höhe und Tiefe des Terrariums, sowie die Seitenwände optisch gestalten. Dies funktioniert besonder gut, wenn man die Wände mit etwas Bauschaum und Elastopur mit etwas Struktur versieht und den Pflanzen somit besseren Halt bietet. Eine ausführliche Anleitung zur Gestaltung deiner eigenen Terrarien-Rückwand findest du in unserem Beitrag zum Thema <a href="https://www.carniflor.de/anleitung-terrarien-rueckwand-mit-elastopur-bauen/">&#8222;Gestaltung einer Rückwand mit Elastopur&#8220;</a>. Größere Pflanzen sollten hierbei vor allem seitlich angebracht werden, um einen ausreichenden Lichteinfall und eine relativ gleichmäßige Lichtverteilung zu gewährleisten. Kultiviert man jedoch Arten zusammen, deren Lichtanspruch sich relativ stark voneinander unterscheidet, lassen sich mit der gezielten Platzierung der Pflanzen auch unterschiedliche Lichtzonen erzeugen, die sich wiederum für die Platzierung bestimmter anderer Arten perfekt eignen. In direkt bepflanzten Schau-Terrarien helfen Begleitpflanzen mitunter also immens dabei, die passenden Vegetationsbedingungen zu erzeugen. Starke Bepflanzung führt allerdings auch einer deutlich verminderten Luftumwälzung, die es unter Umständen manuell auszugleichen gilt. Am sichersten gestaltet sich die Anlage aufwändigerer Terrarien demnach bei stufenweiser Bestückung über einen längeren Zeitraum. Je nach Größe sogar über einige Monate.</p>
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</script></p>
<h5 id="substrat"><strong>Welches Substrat benötige ich?</strong></h5>
<p>Durchforstet man das deutschsprachige <a href="https://forum.carnivoren.org/">Forum der Gesellschaft für fleischfressende Pflanzen e.V.</a> so wird man feststellen, dass zwar zahlreiche unterschiedliche Meinungen zu Substraten in Topfkultur existieren, bei der Wahl von Substraten für das Terrarium jedoch scheinbar kaum Diskussionsbedarf besteht. Reiner Torf mit einer Bedeckung aus lebendem <a href="https://www.carniflor.de/sphagnum-zuechten/">Torfmoos (<em>Sphagnum</em> spec.)</a> eignet sich ebenso gut wie übliches Standard-Substrat aus <a href="https://amzn.to/35CcS7m">Torf<span style="color: #993300;">*</span></a> und eventuell etwas <a href="https://amzn.to/2TyDJeQ">Perliten<span style="color: #993300;">*</span></a><br />
Die Zusammensetzung des Substrates kann und sollte je nach Artenbesatz angepasst werden. Für offene Drosera-Becken etwa, eignen sich Substrate mit einem erhöhten Sandanteil.<br />
Verwendet man torfhaltige Substrate in Verbindung mit hohen Wasserständen (etwa beim Aqua-Scaping) sollte beachtet werden, dass die Huminsäuren des Torfes das Wasser relativ stark trüben können. Bis auf die Wassertrübung entstehen durch die Huminsäuren jedoch keine Schäden oder Beeinträchtigungen. Ganz im Gegenteil &#8211; Für Pflanzen und Tiere sind sie sogar förderlich und fördern neben dem Wohlbefinden der Lieblinge auch ein artgerechtes Wachstum.<br />
Für detailliertere Informationen zum Thema <a href="https://www.aquasabi.de/aquascaping-wiki_aquarium_huminstoffe-im-aquarium">Huminsäuren im Aqua-Scaping</a> empfehlen wir <a href="https://www.aquasabi.de/aquascaping-wiki">die verschiedenen Artikel aus der Aqua-Scaping-Wiki</a> der Seite Aquasabi.de.<br />
Überraschenderweise konnten wir während unserer Recherche kaum direktbepflanzte Terrarien ermitteln, bei denen die Bepflanzung auf Grundlage von torfreduzierten Substraten erfolgte. Nur selten arbeitet man im Terrarium mit mineralischen Substraten, etwa aus Kanuma, Akadama, Bims und Lavabruch, bzw. <a href="https://amzn.to/3e3b4YO">deren Gemischen</a><span style="color: #993300;">*</span>. Kanuma und Akadama stammen ursprünglich aus Asien, wo sie bereits seit vielen Jahren erfolgreich in der Bonsai-Kultur eingesetzt werden. In jedem Falle weisen diese Zuschläge einen deutlich höheren <a href="https://www.carniflor.de/topfen-wie-die-profis/">Luftanteil im Substrat</a> auf, verringern das Risiko für Staunässe und können somit gerade unter dauerfeuchter Umgebung deutlich positiv auf die Pflanzen wirken.</p>
<h5 id="drain"><strong> Benötige ich eine Drainageschicht?</strong></h5>
<p>Eine Drainageschicht, wie sie meist empfohlen wird, ist nicht zwingend erforderlich, kann jedoch dabei behilflich sein, die Substratsättigung mit Gießwasser besser einschätzen zu können. Gerade bei starkem Moos- oder dichtem Pflanzenbesatz lässt sich diese mitunter nämlich nicht immer unmittelbar über den optischen Eindruck ermitteln.<br />
Drainageschichten erfüllen jedoch nur dann ihren Einsatzzweck (drain = englisch für abtropfen, entwässern), wenn das Gefäß der Flüssigkeit an der unteren Seite ermöglicht, vollständig &#8211; ohne verbleibenden Wasserstand &#8211; abzulaufen!<br />
Bei starker Wässerung in geschlossenen Gefäßen wie Terrarien oder Töpfen kann durch die Anlage einer Drainageschicht im schlimmsten Falle auch das Gegenteil des gewünschten Effektes eintreten, da durch die Drain-Schicht auch das Substratvolumen verkleinert wird und dem Wasser im Gefäßboden folglich mehr Raum geboten wird. Außerdem trocknen die verschiedenen Schichten auch unterschiedlich schnell ab, wodurch sich Restwasserbestände in der Drainageschicht ansammeln können, welche ferner nicht nur Raum für die Vermehrung von Schaderregern bieten, sondern bei längerfristigem oder gar dauerhaftem direkten Wurzelkontakt auch zu unmittelbaren Wuchsschäden und damit dem Absterben der Pflanzen führen können. Entscheidet man sich für die Anlage einer Drainageschicht in Terrarien sollte man aus den bereits genannten Gründen daher weiterhin stets mit Bedacht wässern und die Ansammlung von überschüssigem Wasser im unteren Gefäßbereich vermeiden. Hilfreich für die Bewässerung sind hierbei auch größere <a href="https://amzn.to/379MpiU">Drucksprüher<span style="color: #993300;">*</span></a> oder speziell auf Terrarien angelegte <a href="https://amzn.to/3rPeLa5">Beregnungsanlagen<span style="color: #993300;">*</span></a>.</p>
<h5 id="glasart"><strong>Glas oder Plexiglas?</strong></h5>
<p>Bei der Auswahl des passenden Gefäß-Modells stößt man zwangsweise auf verschiedene Ausgangsstoffe, die mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen einhergehen. Die wohl verbreitetsten Modelle bestehen aus Glas und besitzen neben Schiebetüren im Frontbereich an der Oberseite zumeist ein Gitterblech zur Lüftung (sogenannte Kaminlüftung). Glas weist eine relativ hohe Transmission auf und ist bedingt durch seine glatte Oberfläche sehr pflegeleicht. Eine Vergilbung des Materials findet in der Regel kaum statt. Allerdings kennzeichnet sich Glas auch durch ein relativ hohes Eigengewicht, wodurch der Transport des eingerichteten Terrariums erschwert (Wusstest du eigentlich bereits, dass <a href="https://www.abendblatt.de/ratgeber/wissen/article106526946/Stimmt-es-dass-Glas-eigentlich-eine-Fluessigkeit-ist.html">Glas kein Feststoff, sondern eine Flüssigkeit</a> ist?!).</p>
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<p>Plexiglas-Terrarien hingegen, zeichnen sich zwar durch eine relativ starke Bruchsicherheit aus, weisen je nach Dicke jedoch auch etwas schlechtere Transmissionswerte auf, wodurch sich bei den Pflanzen folglich dann auch eine schlechtere Lichtausbeute ergibt. Vorteilhaft an Plexiglas-Terrarien sind allerdings die vielfältigen Möglichkeiten der Gestaltung, da hier wenige fertige Modelle existieren und sich die Platten relativ einfach ganz nach Wunschmaßen zuschneiden und anschließend kombinieren lassen. Beim Zusammenbau sollte jedoch auf jeden Fall darauf geachtet werden, salz- und schadstofffreies Silikon (etwa Aquarien-Silikon) zu verwenden und ausreichende Maßnahmen für die Belüftung einzuplanen!<br />
Neben der erhöhten Bruchsicherheit, zeichnet sich Plexiglas darüber hinaus durch einen geringeren <a href="https://www.energie-experten.org/bauen-und-sanieren/daemmung/waermedaemmung/waermedurchgangskoeffizient">Wärmedurchgangskoeffizient</a> aus (Plexiglas = 5,3 W/(m²K); Glas = 6,5 W(m²/K)). Der Wärmedurchgangskoeffizient ist ein Maß für die Wärmemenge, die durch ein Bauteil von 1m² Fläche in Abhängigkeit von der Zeit und vom Temperaturunterschied (von der warmen zur kalten Seite) abfließt. Konkret bedeutet ein geringerer Wert hier also, sich die Temperatur im Inneren des Terrariums länger hält, bzw. weniger Wärmeenergie nach außen hin abgegeben wird. Die Isolierwirkung ist also besser. Besonders bei beheizten oder gekühlten Terrarien, lassen sich mit dem gezielten Einsatz von Plexiglas demnach wertvolle Betriebskosten einsparen.</p>
<h5 id="growboxen"><strong>Grow-Boxen</strong></h5>
<p>Eine weitere Kulturmöglichkeit stellen sogenannte &#8222;Grow-Boxen&#8220; dar. Hierbei handelt es sich um zeltartige Boxen, in deren Inneren die Pflanzen (je nach technischer Ausstattung) unter kontrollierten Bedingungen wachsen und gedeihen können. Grow-Boxen eignen sich vor allem, um möglichst viele Pflanzen auf geringem Raum zu kultivieren, da sie bei entsprechender Höhe bei der Verwendung von Regalsystemen meist die Möglichkeit bieten, mehrlagig zu arbeiten. Durch ihren platzsparenden Aufbau und das relativ gering ausfallende Eigengewicht, lassen sich diese Systeme auch mühelos in die Heimeinrichtung (etwa in Schränke) integrieren. Nachteilig ist allerdings, dass Grow-Boxen in vielen Fällen über keine Sichtfenster verfügen und die Pflanzen demnach nur bei manueller Öffnung sichtbar sind. Für das Heim-Dschungel-Feeling eignen sich diese Modelle daher weniger. Die komplette Abschottung vom Tageslicht erfordert darüber hinaus auch deutlich höhere Belichtungswerte. Da im gleichen Zuge jedoch auch kaum Licht nach außen hin abgestrahlt wird, ist die Lichtausbeute der Pflanzen meist auch höher. Vor allem großwüchsige Arten wie einige Kannenpflanzenarten, lassen sich in den Box-Systemen hervorragend kultivieren, die aus diesem Grunde vor allem preislich mitunter eine bemerkenswerte Alternative zur Kultur in größeren Terrarien darstellen.<br />
Da das Volumen dieser Modelle von kleinen 0,6&#215;0,6-Meter-Boxen bis hin zu ganzen Raumgrößen drastisch variiert, lassen sich bei entsprechender Flächenverfügbarkeit auch größere Sammlungen problemlos an einem Ort zusammen kultivieren.</p>
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<blockquote class="reddit-card" data-card-created="1613001578"><p><a href="https://www.reddit.com/r/SavageGarden/comments/fr9dpv/10x10_grow_space/">10&#215;10 grow space</a> from <a href="http://www.reddit.com/r/SavageGarden">r/SavageGarden</a></p></blockquote>
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<h5 id="aquascaping"><strong>Aquascaping</strong></h5>
<p>Gerade in den letzten Jahren zeichnet sich unter den Pflanzenfreunden ein regelrechter Trend zu &#8222;grünem Design&#8220; ab, der sich neben der Terraristik-Szene und der Erstellung von Hermethosphären hauptsächlich im Bereich des sogenannten &#8222;Aquascaping&#8220; bemerkbar macht. Hierbei handelt es sich um die aquariumbasierte Gestaltung von Wasserlandschaften und Wasserwelten. Im Gegensatz zu üblichen Pflanzen-Terrarien liegt hier also ein deutlich höheres Feuchteniveau zu Grunde, das je nach Anteil an &#8222;Landmasse&#8220; auch unterschiedliche Feuchtezonen generiert, die sich widerrum hervorragend mit bestimmten Karnivoren bestücken lassen.<br />
Der Wasserschlauch (<em>Utricularia</em> spec.) etwa, eignet sich bestens für dauerfeuchte Uferzonen, die bereits in relativ kurzer Zeit von der Pflanze überwuchert werden und anschließend zahlreiche Blüten zum Vorschein bringen. Besonders schön machen sich hierbei Arten wie <em>Utricularia sandersonii, U. livida oder U. bisquamata</em>. Etwas trockenere, aber dennoch feuchte Stellen können mit tropischen und südafrikanischen <a href="https://www.carniflor.de/sonnentau-pflegen/">Sonnentauarten</a> (<em>Drosera capensis, D. aliciae, D. venusta, D. admirabilid, D. graomogolensis</em>&#8230;) bestückt werden. Von der Innenraum-Kultur von Wasserfallen (<em>Aldrovandra vesiculosa</em>) und aquatischen <em>Utricularia</em>, wird auf Grund der anspruchsvollen Kulturbedingungen jedoch abgeraten.<br />
Da es sich hierbei im Bezug zu Karnivoren um eine andere Form der Kultur handelt, bei der auch wesentlich andere Begleitpflanzen gewählt werden, haben wir uns dazu entschieden, diesem Thema einen eigenen Beitrag zu widmen. An dieser Stelle empfehlen wir daher unsere Anleitung zum Thema &#8222;<a href="https://www.carniflor.de/karnivoren-scape-gestalten/">Karnivoren Scape gestalten &#8211; fleischfressende Pflanzen gestalterisch in Szene setzen</a>&#8222;.</p>
<h5 id="hermetosphären"><strong>Hermethosphären</strong></h5>
<p>Möchte man nur eine geringe Anzahl an kleinwüchsigen Arten wie <a href="https://www.carniflor.de/sonnentau-pflegen/">Sonnentau (<em>Drosera</em> spec.)</a> oder <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/">Fettkräuter (<em>Pinguicula</em> spec.)</a> kultivieren, eignen sich mitunter auch sogenannte <a href="https://studienart.gko.uni-leipzig.de/pflanzenschau/category/hermetologie/">Hermethosphären</a> &#8211; kleine dauerhaft geschlossene Gläser, in denen sich eigenständig ein eigenes System bildet, welches kaum Pflege oder Wartung bedarf. Für die <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/">Kultur von Fettkräutern</a> sollte auf Grund des geringen Anspruchs an die Luftfeuchte und die damit einhergehend erhöhte Schimmelgefahr, jedoch lieber auf geöffnete Gefäße (oder für größere Anlagen gar auf Aquarienbecken) zurückgegriffen werden.<br />
Für diese relativ unscheinbaren Klebefallen mit wirklich bezaubernden Blüten, eignen sich jedoch auch größere Tonschalen zur Bepflanzung des Fensterbretts. Durch den geringen Platzbedarf eignen sich Hermethopshären auch besonders gut für die Fensterbankkultur oder die Platzierung an helleren Regalstellen mit direktem Sonnenlicht. Natürlich sollten Hermethosphären jedoch niemals über längere Zeit vollsonnig gehalten werden, da vor allem geschlossene Gefäße schnell zum Überhitzen neigen. Den Standort sollte man dementsprechend besser etwas lichtärmer wählen, als es bei gewöhnlicher Kultur üblich ist. Allerdings kann es je nach Artenzusammenstellung vor allem auch in lichtärmeren Monaten nötig sein, mit Zusatzbelichtung zu arbeiten. <a href="https://amzn.to/2G7zZ0X">Günstige LED-Modelle</a><span style="color: #993300;">*</span> mit relativ geringem <a href="https://www.carniflor.de/grundlagen-zur-belichtung/">Photonenfluss</a> sind hierbei meist völlig ausreichend.</p>
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<blockquote class="instagram-media" style="background: #FFF; border: 0; border-radius: 3px; box-shadow: 0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width: 540px; min-width: 326px; padding: 0; width: calc(100% - 2px);" data-instgrm-captioned="" data-instgrm-permalink="https://www.instagram.com/p/CFFinXKj8W1/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" data-instgrm-version="13">
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<p>&nbsp;</p>
<p style="color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; line-height: 17px; margin-bottom: 0; margin-top: 8px; overflow: hidden; padding: 8px 0 7px; text-align: center; text-overflow: ellipsis; white-space: nowrap;"><a style="color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; font-style: normal; font-weight: normal; line-height: 17px; text-decoration: none;" href="https://www.instagram.com/p/CFFinXKj8W1/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" target="_blank" rel="noopener">Ein Beitrag geteilt von Stefan Mercatz (@estebalius_plantedscapes)</a></p>
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<h5 id="terrarienkultur"><strong>Was benötige ich für die Terrarienkultur? </strong></h5>
<p>Ist man sich nun über die Auswahl der Pflanzen, deren Kulturbedingungen und die entsprechende Präsentationsform im Klaren, kann die detaillierte Planung des Terrariums beginnen. Neben der Art des Gefäßes und der zugehörigen Bepflanzung, sollte man auch die technische Ausstattung, etwa die Belichtungsmodule, Luftzirkulation und gegebenenfalls Bewässerungsanlagen, ggf. Temperatur- und Feuchtesensoren und im Falle eines Hochland-Terrariums auch Kühlanlagen bedenken, die sich je nach Kulturmethode und Wunschumfang nochmals recht deutlich in den Investitionskosten niederschlagen.<br />
Die Vielzahl an aktuell auf dem Markt befindlichen Modelle für die Belichtung und der rasche Zuwachs an Geräten erlauben an dieser Stelle keine konkreten Empfehlungen hinsichtlich der Auswahl der Lichtquelle. Bei generellem Interesse für das Thema der Belichtung empfehlen wir jedoch unsere Beiträge zu den <a href="https://www.carniflor.de/grundlagen-zur-belichtung-part-2/">Grundlagen der Belichtung von Pflanzen #2</a> und <a href="https://www.carniflor.de/grundlagen-zur-belichtung/">Grundlagen der Belichtung von Pflanzen #1</a>.</p>
<h5 id="ventilation"><strong>Ventilation</strong></h5>
<p>Sollte das Gefäß nicht über ausreichende Lüftungsmöglichkeiten der freien Lüftung verfügen (Öffnungen, Lüftungsschlitze, Gitterbleche&#8230;), ist der Einsatz eines Ventilators empfehlenswert, um eine bessere Luftumwälzung zu erzeugen, als auch den Luftaustausch anzuregen. Hier bieten sich sowohl ausgediente PC-Ventilatoren, als auch kostengünstige <a href="https://amzn.to/3oRY38p">USB-Ventilatoren<span style="color: #800000;">*</span></a> an. Bei Fertig-Terrarien sind die Belüftungsmöglichkeiten meist ausreichend, sodass oft keine zusätzlichen technischen Erfordernisse vorliegen.</p>
<h5 id="kühlung"><strong>Kühlungssysteme</strong></h5>
<p>Etwas schwieriger gestaltet sich bereits die Planung des Kühlmechanismus, da eine Ventilation allein keine Absenkung der Innentemperatur unterhalb der Außentemperatur ermöglicht. Neben passiven Kühlungsmethoden, die vorwiegend auf der Abkühlung der Umgebungstemperatur beruhen (etwa die Platzierung an einem geöffneten Fenster oder im Keller) und daher stark von relativ unkontrollierbaren Außenbedingungen abhängig sind, existieren zahlreiche aktive Kühlungsmethoden mit variierendem Installations-, Wartungs- und Kostenaufwand. In den folgenden Abschnitten möchten wir daher nun kurz und knapp auf einige grundlegende Kühlungsmöglichkeiten eingehen.</p>
<figure id="attachment_1113" aria-describedby="caption-attachment-1113" style="width: 1024px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1113 size-large" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/02/wasserdampfsaettungskurven-Achim-Christoph-1024x716.png" alt="Wasserdampfsättigungskurven" width="1024" height="716" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/02/wasserdampfsaettungskurven-Achim-Christoph-1024x716.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/02/wasserdampfsaettungskurven-Achim-Christoph-300x210.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/02/wasserdampfsaettungskurven-Achim-Christoph-768x537.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/02/wasserdampfsaettungskurven-Achim-Christoph-1536x1073.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/02/wasserdampfsaettungskurven-Achim-Christoph.png 1703w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-1113" class="wp-caption-text">Grafik: Wasserdampfsättigungskurven der Luft (© Achim Christoph)</figcaption></figure>
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</script></p>
<h5 id="umlauf"><strong>Umlaufkühler</strong></h5>
<p>Für die Kultur von Hochland-<em>Nepenthes</em> und anspruchsvollen Sumpfkrügen, stellen Umlaufkühler, die auch im Bereich der Getränkekühlung Verwendung finden, den wohl am häufigsten verwandten Kühlmechanismus dar. Prinzipiell wird bei dieser Methode duch die Vorrichtung gekühltes Wasser aus einem (isolierten) Vorratsbehälter über Rohrverbindungen und einem rostfreies, metallisches und meist schlangenförmig gebogenes Kühlrohr (welches im Terrarium als Wärmetauscher fungiert) im Kreislauf zirkuliert. Die Kühlwirkung beruht hierbei auf thermodynamischen Grundprinzipien. Bei Inbetriebnahme des Umlaufkühlers herrscht im Terrarium zwischen dem gekühlten Wasser (bzw. dem Rohr, welches als Wärmetauscher fungiert) und der warmen Innenraumluft ein Temperaturunterschied, welcher physikalisch ausgeglichen wird, wobei sich der Wärmefluss immer von der Wärmequelle zur Wärmesenke (in dem Falle von der Luft zum Wasser) einstellt (<a href="https://www.uni-ulm.de/fileadmin/website_uni_ulm/nawi.inst.251/Didactics/thermodynamik/INHALT/HS2.HTM">2. Hauptsatz der Thermodynamik</a>). Die Wärmeenergie wird also von der Luft auf das Wasser übertragen, welches in den Kreislauf zurück gerät und vor einer erneuten Einspeisung in die Leitungen erneut gekühlt wird.<br />
Ein großer Nachteil an Umlaufkühlern besteht neben den hohen Investitionskosten und dem relativ hohen Platzbedarf vor allen in den hohen Betriebskosten. Da während der Betriebszeit, die bei der Terrarienkühlung meist in die Nachtzeiten fallen, darüber hinaus auch mit markanter Geräuschentstehung zu rechnen ist, könnte sich eine Platzierung dieser Modelle im Schlafbereich ebenfalls deutlich negativ auf das Wohlbefinden während des Schlafs ausüben. Bei der Planung dieser Art von Terrarien sollte dieser Fakt daher stets beachtet werden, um spätere unangenehme Überraschungen zu vermeiden.</p>
<h5 id="eis"><strong>Eisflaschen</strong></h5>
<p>Eine ähnliche Kühlwirkung, lässt sich durch das abendliche Einhängen von im Froster vorgekühlten Eisflaschen erzielen. Allerdings sollte bei dieser Methode ein ausreichend großer Abstand zu den Pflanzen gewahrt werden, um mögliche Frostschäden zu vermeiden. Bei der Eisflaschenmethode macht man sich den Energieentzug (aus der warmen Luft) zu Nutze, der beim Schmelzen des Eises entsteht. Denn physikalisch betrachtet wechselt Eis beim schmelzen den Aggregatzustand von fest zu flüssig, wozu eine bestimmte Menge Energie benötigt wird. Zum Schmelzen einer Eismenge von 1kg Gewicht und einer Temperatur von etwa 0°C, wird zum Beispiel eine Energiemenge von 334kJ benötigt (0,093 kWh) [1]. Kennt man die benötige Energiemenge (Kühlleistung), lässt sich die notwendige Eismenge ganz einfach rechnerisch ermitteln. Oder man tastet sich experimentell an die gewünschte Temperatur heran.<br />
Neben dem täglichen Wechsel der Flaschen setzt diese Kühlmethode allerdings auch einen ständig freien Platz im Froster voraus und eignet sich durch den relativ aufwändigen Flaschenwechsel eher weniger für längere Abwesenheitszeiten. Vorteilig ist allerdings, dass die Investitionskosten nahezu entfallen und keine zusätzlichen Betriebskosten entstehen, sollte der Platz im Froster zur Verfügung stehen.</p>
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</script></p>
<h5 id="peltier"><strong>Peltier-Elemente</strong></h5>
<p>Neben der Eisflaschen-Methode und der Verwendung von Umlaufkühlern, stehen darüber hinaus auch Peltier-Elemente zur Verfügung, wie sie vor allem auch in Kühlboxen verbaut sind. Hierbei handelt es sich um elektrothermische Wandler, was bedeutet, dass bei Stromdurchfluss eine Temperaturdifferenz an der Oberfläche des Gerätes erzeugt wird. Während an der einen Seite des Geräts Wärmeenergie entzogen wird, wird sie an der anderen Seite des Geräts zugeführt. Peltier-Elemente können also demnach zur Heizung und zur Kühlung verwendet werden, besitzen allerdings auch extrem schlechte Wirkungsgrade. Die Betriebskosten solcher Modelle sind daher sehr hoch.<br />
Da beim Betrieb von Peltier-Elementen in Terrarien jedoch meist fast ausschließlich eine Kühlwirkung erzielt werden soll, ist es notwendig die Geräte derartig zu platzieren, dass die erwärmte Geräteseite außerhalb des Terrariums liegt. Für den Einbau dieser Geräte sind also meist umfängliche Umbau oder Anpassungsmaßnahmen nötig. In einigen Fällen muss eine entsprechende Öffnung in das Material gebohrt, bzw. geschnitten werden, wodurch das Gefäß unwiderruflich verändert/beeinträchtigt wird. Im Anbetracht der umständlichen Montage und der hohen Betriebskosten sind Peltier-Elemente letztendlich eher weniger zu empfehlen, können bei kleineren Terrarien jedoch eine alternative zu anderen Kühlungsmethoden darstellen.</p>
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<h5 id="matten"><strong>Adiabate Kühlung/Mattenkühlung</strong></h5>
<p>Für die Kultur im Gewächshaus oder in besonders groß ausgelegten Grow-Box-Modellen steht darüber hinaus die Methode der adiabaten Kühlung zur Verfügung. Auch bei dieser Methode macht man sich den Effekt der Verdunstungskühlung zu nutze. Allerdings erfordern Mattenkühlungen auch einen entsprechenden Platzbedarf und eine einseitig geöffnete Stehwand, die durch das Kühlsystem ersetzt wird. Auf der gegenüberliegenden Seite sollten für einen optimalen Luftstrom darüber hinaus entsprechende Abzugsmöglichkeiten bestehen. Systeme der Mattenkühlung bestehen im Grunde aus einem luftdurchlässigen Rippensystem, welches von einem konstanten Wasserfilm oder Sprühnebel überzogen wird.<br />
Wärmere Außenluft wird anschließend über diese Rippen in das Gewächshaus eingeleitet, wodurch das Wasser die Wärmeenergie der umströmenden Luft aufnimmt, dabei verdunstet und eine Kühlwirkung im Gewächshausinneren erzeugt.<br />
Beim Einsatz adiabater Kühlsysteme sollte man allerdings beachten, dass sich über die Raumlänge sowohl unterschiedliche Temperaturzonen, als auch Zonen mit unterschiedlichem Gehalt an relativer Luftfeuchte einstellen, wobei die Temperatur mit zunehmendem Abstand ansteigt und die rel. Luftfeuchte mit zunehmendem Abstand sinkt. Die Ursache dieses Umstandes liegt ganz einfach in der Tatsache, dass wärmere Luft mehr Wasser aufnehmen kann und demnach langsamer gesättigt wird als kältere Luft. Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch auch, dass es bei warmen Lufttemperaturen mit einer hohen relativen Luftfeuchtigkeit nahezu unmöglich ist, die Temperatur über die Verdunstung von weiterem Wasser abzukühlen, da die kühle Luft nicht in der Lage wäre, die benötigten Wassermengen aufzunehmen. In der Praxis beruft man sich für die Ermittlung der für die Verdunstungskühlung notwendigen Parameter daher zunächst dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mollier-h-x-Diagramm">Mollier-h-x-Diagramm</a>, welches es ermöglicht Zustandsänderungen (wie Erwärmung, Kühlung, Befeuchtung, Entfeuchtung) verschiedener Luftmengen zu beschreiben.</p>
<h5 id="nebel"><strong>Nebel-Geräte (&#8222;Nebler&#8220;)<br />
</strong></h5>
<p>Die Wirkung durch Verdunstungskühlung, die mit der Verwendung von Nebel-Geräten einhergeht, ist leider meist zu gering um eine Kühlwirkung zu erzielen. Auch wenn in einigen Threads verschiedener Foren von geringen Temperaturdifferenzen von wenigen Grad Celsius berichtet wird &#8211; meist sind diese Geräte nicht einmal stark genug um die Luftfeuchtigkeit nachhaltig zu erhöhen! Vor allem Ultraschallvernebler sind für diesen Zweck auf keinen Fall zu empfehlen. Zur Erhöhung der Luftfeuchte sollten <a href="https://amzn.to/3rPeLa5">Beregnungsanlagen</a><span style="color: #993300;">*</span> mit möglichst feinen Düsen verwendet werden. Alternativ lässt sich auch manuell sprühen (etwa mit handelsüblichen Sprühflaschen). Nebler eignen sich daher ausschließlich für dekorative Zwecke. Bei gezieltem Einsatz lassen sich mit Neblern allerdings auch mystische Stimmungen erzeugen, die dem Terrarium den letzten Kick verleihen.</p>
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<h5 id="messung"><strong>Messgeräte</strong></h5>
<p>Da eine sichere Kultur auch die Überwachung verschiedener Haltungsparameter beinhaltet, sollte man bei der Anlage des Terrariums unter Umständen auch den Einbau von Messgeräten beachten. Sensoren zur Überwachung der Luftfeuchtigkeit (Hygrometer) und Temperatur (Thermometer) sowie Kombinationsgeräte beider Messgrößen (Kombimeter) kommen zu diesem Zwecke am häufigsten zum Einsatz. Etwas aufwändigere Schaltungen mit Mini-Computern (wie Raspberry Pi oder Arduino), die unter Umständen gleichzeitig auch die Ansteuerung der elektrischen Systeme (wie Nebler, Beregnungssysteme, Heizungen/Kühlungen, Belichtungen) übernehmen, sind auch möglich.<br />
Durch die hohe Anzahl an Sensorikgeräten unterschiedlicher Preisklassen sind bei der Ausgestaltung der Messtechnik derzeit kaum Grenzen gesetzt. Einfache, auf Terrarien ausgelegte Hygro- und Thermometer eignen sich genau so gut wie Spezialanfertigungen, wie beispielsweise das Kombimeter SensorPush.<br />
Die Entscheidung über die Notwendigkeit und die Auslegung von Messtechnik, bleibt letztendlich jedoch jedem selbst überlassen.</p>
<h5 id="zusammenfassung"><strong>Zusammenfassung</strong></h5>
<p>Auch ein Karnivoren-Terrarium ist kein Hexenwerk und lässt sich mit etwas Vorüberlegung und Recherche je nach technischem Anspruch mit etwas Geschickt optisch anspruchsvoll zusammenstellen. Die Vielzahl an möglichen Kombinationen ermöglicht die Erstellung spannender Thementerrarien, solange die Kulturbedingungen der Pflanzen übereinstimmen und gewährleistet werden können. Für unerfahrene Züchter fleischfressender Pflanzen empfiehlt sich die stückweise Gestaltung des Terrariums, um sich langsam mit den Kulturbedingungen vertraut zu machen.<br />
Sicher wunderst du dich nach aufmerksamen Durchstöbern dieses Artikel über einige im Handel angebotene Fertig-Terrarien, bei denen einige Zusammenstellungen anzufinden sind, von denen wir in diesem Artikel höchstens abraten. Diese Produkte sind meist nur für die kurzzeitige Produktplatzierung im Geschäft oder einen spontanen, emotionalen Kauf ausgelegt und bieten keine langfristige Freude! Warum du deine Pflanzen daher lieber beim Fachhändler bestellen solltest und für eine hohe Qualität besser auf deinen Besuch im Gartencenter oder Baumarkt verzichtest, erklären wir dir in unserem Artikel über die <a href="https://www.carniflor.de/karnivoren-kaufen/">besten Möglichkeiten Karnivoren einzukaufen</a>.</p>
<p><strong>Du benötigst:</strong></p>
<p>Gefäße<br />
Belichtungsmodul/e<br />
Substrat<br />
Bepflanzung inkl. Begleitpflanzen<br />
Dekomaterial<br />
opt. Rückwand<br />
opt. Beregnung<br />
opt. Feuchte-/Temperaturmesser<br />
opt. Kühlmechanismus</p>
<hr />
<p><strong>Literatur, Quellenangaben und Verweise<br />
</strong></p>
<p>1] ANON. (?): Eis – ein ganz besonderer Stoff. European Space Agency, Web-Veröffentlichung.<br />
https://www.esa.int/SPECIALS/Eduspace_Global_DE/SEMKI7WWVUG_0.html [08.02.2021]</p>
<p>AKERET, B. (2018): <span id="hikashop_product_name_main" class="hikashop_product_name_main">Pflanzen im Terrarium &#8211; </span>Anleitung zur Pflege von Terrarienpflanzen, zur Gestaltung naturnaher Terrarien und Auswahl geeigneter Pflanzen. Natur und Tier Verlag, 2. Auflage.</p>
<p>CAROW, T. und FÜRST, R. (1998): Fleischfressende Pflanzen: Artenübersicht &#8211; Kultur &#8211; Vermehrung. Verlag Thomas Carow. 11. Auflage.</p>
<p>HÜBNER, C. (2019): Terrariensteuerung per Smartphone. Das Taublatt &#8211; Die Karnivoren Fachzeitschrift der G.F.P., 2019/2, 86. 12-19.</p>
<p>Reiner, M. (2005): Kühlung: Viele Wege führen nach Rom &#8211; Manche aber auch nicht, Web-Veröffentlichung.<br />
http://www.drosophyllum.com/deutsch/kuehlung.htm [08.02.2021]</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Trauermücken (biologisch) bekämpfen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Carniflor]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Nov 2020 19:00:41 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Trauermücken (biologisch) bekämpfen Bei Trauermücken (Bradysia paupera und Lycoriella ingenua, Familie: Sciaridae) handelt es sich um etwa 2-5 mm lange,</p>
<p><a href="https://www.carniflor.de/trauermuecken-biologisch-bekaempfen/" class="more-link">Jetzt lesen...<span class="screen-reader-text">Trauermücken (biologisch) bekämpfen</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3><strong>Trauermücken (biologisch) bekämpfen</strong></h3>
<p>Bei Trauermücken (<em>Bradysia paupera und Lycoriella ingenua</em>, Familie: Sciaridae) handelt es sich um etwa 2-5 mm lange, schwärzliche Fliegen aus der Ordnung der Zweiflügler, die zum Paarungstanz meist wie alkoholisiert wirkend um die Pflanzen taumeln, sich massenhaft vermehren und ausbreiten und folglich zum Pflanzen-Schädling werden. Die eigentliche Schadwirkung an den Pflanzen ist jedoch lediglich auf den Fraß der etwa 7 mm langen, hellen Larven zurückzuführen, die in feuchten Substraten (in der Wohnung zumeist in der Blumenerde) leben und sich von totem organischen Material ernähren. Ist dieses jedoch aufgebraucht oder verrottet, fressen die Larven der Trauermücken feine Wurzeln und unterirdische Sprossabschnitte an, infolgedessen die Pflanzen meist stark in ihrer Entwicklung gestört werden und das Risiko für die Einschleppung von Bakteriosen und Virosen in der Pflanze stark steigt. Vor allem bei Sämlingen kommt es bei einem Befall durch Trauermückenlarven oft zu großen Ausfällen.<br />
Bemerkenswert ist, dass ein höherer Anteil an Grünkompost und Gärungsstoffen im Substrat zu deutlich besseren Bedingungen für das Wachstum der Trauermückenlarven führen kann, jedoch vermutet wird, dass Nematoden, die zur biologischen Bekämpfung der Trauermücken eingesetzt werden, die Schädlinge in solchen Substraten schlechter parasitieren (WADAS 2019; <a href="https://orgprints.org/14461/1/Koller_14461.pdf">KOLLER 2009</a>). Gerade bei biologischen Anbau- und Bekämpfungsmethoden sollte also vermehrt auf ein Auftreten der kleinen Plagegeister geachtet werden.</p>
<h4>Lebensweise und Zyklus</h4>
<p>Durch die kurze Lebensdauer der adulten Tiere muss das Überleben der Art durch massenhafter Vermehrung gesichert werden. Nach der Eiablage, die sowohl auf der Substratoberfläche, bei künstlicher Kultur jedoch auch durch Topföffnungen (etwa an der Topfunterseite) erfolgt, schlüpfen die ersten Tiere bereits nach etwa vier Tagen, wobei jedes Weibchen etwa bis zu 200 Eier ablegt.<br />
In der Natur kommen Trauermücken vor allem auf Feuchtwiesen und in Mooren und Wäldern vor. Sind die Lebensbedingungen dort zeitweise besonders günstig, tritt zwischen Mai und Juni eine massenhafte Vermehrung auf, in Folge dessen sich ein bis zu mehrere Meter langer Verbund aus Larven bildet. Dieser sogenannte „<a href="https://www.youtube.com/watch?v=dfF5uRMh7ac">Heerwurm</a>“ hat den Zweck die Ausbreitung der Art zu fördern und Fressfeinde abzuwehren. In künstlicher Kultur können Trauermücken jedoch das ganze Jahr über auftreten, wobei die stärksten Vorkommen meist im Mai/Juni und von Oktober bis Dezember ihren Höhepunkt erreichen. Oft werden die Schädlinge über Neuzugänge oder Substratbeutel aus Gartencentern und Baumärkten eingeschleppt, allerdings finden die Tiere auch auf natürliche Weise (über Fenster und/oder Undichtigkeiten im Gewächshaus) ihren Weg in den Pflanzenbestand. Die Larven häuten sich im Boden etwa über den Zeitraum von drei Wochen über <a href="https://trauermueckenbekaempfen.de/entwicklungszyklus-von-trauermuecken/">mehrere Larvenstadien</a> hinweg, bevor letztendlich die Verpuppung und der Schlupf folgen. Zu Beginn sind die Puppen noch weiß, später erscheinen sie gelb bis braun, wobei das Hinterteil stets beweglich bleibt. Bei Zimmertemperatur beträgt die Entwicklungszeit vom Ei zum Adulten Tier „nur“ etwa einen Monat, während die adulten Tiere, die bereits direkt nach dem Schlupf geschlechtsreif sind, lediglich etwa 3-7 Tage lang leben!</p>
<figure id="attachment_1031" aria-describedby="caption-attachment-1031" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1031 size-full" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/11/Unbenannt.png" alt="gelbtafeln und trauermuecke" width="1000" height="500" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/11/Unbenannt.png 1000w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/11/Unbenannt-300x150.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/11/Unbenannt-768x384.png 768w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-1031" class="wp-caption-text">Grafik: Gelbtafeln (links) eignen sich hervorragend um das Auftreten von Trauermücken (rechts, vergrößert) und anderen Schadinsekten zu beobachten und das Erreichen derer Schadschwellen einzuschätzen.</figcaption></figure>
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<h4>Beobachtung und Bekämpfung</h4>
<p>Die Bekämpfung von Trauermücken erfordert etwas Beobachtung und Voraussicht. Hat sich ein geringer Bestand an einer gewissen Schadwelle etabliert (diese ist abhängig vom Alter der Pflanze, der Größe, dem Gesundheitszustand… und lässt sich relativ zügig per Erfahrung ermitteln), kann mit der Bekämpfung begonnen werden. Bei Einzeltieren lohnt sich eine Bekämpfung meist nicht, da diese dann nicht besonders gezielt stattfindet. Zur Beobachtung des Auftretens und zur Einschätzung der Schadschwelle sollten über dem Pflanzenbestand zu jeder Zeit stets sogenannte <a href="https://amzn.to/35jXzBe">Gelbtafeln<span style="color: #800000;">*</span></a> mit relativ geringem Abstand zur Substratoberfläche aufgestellt oder -gehangen werden. Hierbei handelt es sich um beleimte Kunststoffkarten, die adulte Tiere durch ihre Farbwirkung anziehen und fangen. Allerdings handelt es sich bei Gelbtafeln, wie es gerade viele Anfänger in der Pflanzenzucht vermuten, nicht um eine aktive Bekämpfungsmethode, sondern lediglich um ein Hilfsmittel zur Identifikation eines Befalls! Gerade bei frisch geschlüpften oder eingeschleppten (adulten) Tieren können <a href="https://amzn.to/35jXzBe">Gelbtafeln<span style="color: #800000;">*</span></a> jedoch eine passive Bekämpfungsmöglichkeit bieten, da die anhaftenden Tiere nicht mehr in der Lage sind sich zu Vermehren und deren Lebenszyklus zumindest mit sehr geringer Wirkung eingedämmt wird.<br />
Eine Deckschicht aus sehr feinem Quarzsand auf der Substratoberfläche (mindestens 5 mm Schicht-Dicke!) kann der Eiablage ebenfalls entgegen wirken, allerdings nutzen die adulten Tiere oft auch Risse in den Töpfen oder die Bewässerungslöcher auf der Unterseite der Töpfe zur Eiablage, weshalb mit dieser Methode oft nur ein geriner Erfolg erzielt wird!<br />
Ähnlich wie <a href="https://amzn.to/35jXzBe">Gelbtafeln<span style="color: #800000;">*</span></a> können <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/">Fettkräuter (<em>Pinguicula</em> spec.)</a> mit ihren klebrigen Blättern als Falle für adulte Tiere dienen. Da diese jedoch nur ein sehr gering ausgeprägtes Wurzelwerk besitzen, wird davon abgeraten Fettkräuter gezielt zur Bekämpfung von Trauermücken einzusetzen. Wie wir in eigenen Erfahrungen beobachten konnten, überleben einige Trauermückenlarven auch in Substraten mit recht hohen mineralischen Anteilen, wenn der Wurzelraum eine entsprechende Feuchte aufweist (die bei der <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/">Kultur von Pinguicula</a> gerade in den Hauptbefallszeiten meist vorhanden ist). Die Larven sammeln sich dann einfach in der feuchten Wurzelzone an, die zudem auch oft von älteren, bereits stark verdorrten Blättern geschützt ist und somit reichlich Nahrung bietet. Auch bei der <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/">Kultur von Fettkräutern</a> ist daher stets auf Trauermückenbefall zu kontrollieren und eine geeignete Gegenmaßnahme vorzunehmen!</p>
<h4>Bekämpfung mit Nematoden</h4>
<p>Die effektivste Bekämpfungsmöglichkeit ergibt sich jedoch durch die Anwendung von Fadenwürmern, sogenannte Nematoden mit dem Namen <a href="https://amzn.to/35mRoMO"><em>Steinernema feltiae<span style="color: #800000;">*</span></em></a>. Diese lediglich etwa 0,8 mm großen Tierchen nutzen die Larven der Trauermücke als Wirt zur Eiablage. Nach einer erfolgreichen Parasitierung sterben die Trauermückenlarven ab und setzen mit der Zeit neue Jungtiere der Fadenwürmer frei, die sich dann auf die Suche nach einem neuen Wirt begeben, womit der Kreislauf erneut beginnt. Sind die Schädlinge aufgefressen und die Nahrung verschwunden, sterben die Nematoden schließlich ab. Es lohnt sich also, den richtigen Zeitpunkt zur Bekämpfung abzuwarten und nicht zu frühzeitig mit den Gegenmaßnahmen zu beginnen, um ausreichend Nahrung für eine langfristige Wirkung und gute Vermehrungsrate der Nematoden gewährleisten zu können. Die richtige Schadschwelle lässt sich jedoch bereits nach wenigen Anwendungen problemlos in Erfahrung bringen.</p>
<p>Die Lieferung der Nematoden erfolgt meist in gebundener Form an feinem Tonpulver, weshalb die gewünschte Ausbringungsmenge vor der Anwendung per Gießbrause oder Sprüher (mindestens 0,8 mm Sprühweite!) zunächst ganz unkompliziert mit der entsprechenden Wassermenge angerührt werden muss. Da sich die Tiere bei Lieferung in Ruhephase befinden, können sie nur kurzfristig und kühl (etwa im Kühlschrank) gelagert werden. Eine Ausbringung ist bei Temperaturen ab 5°C möglich. Unter 8°C nimmt die Aktivität der Nematoden jedoch stark ab und unter 4°C fallen die Nematoden schließlich in eine Ruhestarre (daher die kurzfristige Lagerung im Kühlschrank). Ein Nachteil dieser biologischen Bekämpfungsmethode ist jedoch, dass das Substrat über die Anwendungszeit hinweg (zumindest für einige Wochen) konstant feucht gehalten werden muss, da die Bewegungsfähigkeit der Nematoden stark von der Wassersättigung des Substrates abhängt. Der Anwendungsraum für Nematoden beschränkt sich demnach also auf feuchteverträgliche Kulturen in stark organischen Substraten.</p>
<figure id="attachment_1029" aria-describedby="caption-attachment-1029" style="width: 750px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1029" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/11/WhatsApp-Image-2020-11-11-at-18.27.34-1024x1024.jpeg" alt="enema-nemaplus-nematoden" width="750" height="750" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/11/WhatsApp-Image-2020-11-11-at-18.27.34-1024x1024.jpeg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/11/WhatsApp-Image-2020-11-11-at-18.27.34-300x300.jpeg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/11/WhatsApp-Image-2020-11-11-at-18.27.34-150x150.jpeg 150w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/11/WhatsApp-Image-2020-11-11-at-18.27.34-768x768.jpeg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/11/WhatsApp-Image-2020-11-11-at-18.27.34-1536x1536.jpeg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/11/WhatsApp-Image-2020-11-11-at-18.27.34.jpeg 1600w" sizes="auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-1029" class="wp-caption-text">Grafik: Nematoden bieten die beste und nachhaltigste Bekämpfungsmöglichkeit gegen Trauermückenbefall und gehören in unserer Anzucht zum Standardrepertoire im Pflanzenschutz.</figcaption></figure>
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<h4>Bekämpfung mit Mikro-Organismen</h4>
<p>Darüber hinaus bietet sich mit dem Bakterium <em>Bacillus thuringiensis </em>eine weitere biologische Bekämpfungsmethode mit etwas mäßigerem Erfolg, als durch die Anwendung von Nematoden, da die Behandlung hier regelmäßig (etwa alle 14 Tage) wiederholt werden muss. Der Bacillus wird von den Trauermückenlarven über den Verdauungstrakt aufgenommen und führt bereits innerhalb weniger Stunden zu deren Tod! Mittlerweile existieren mehrere Produkte unter verschiedenen Handelsnamen, wie „BioMück“, „NeudoMück“ und „MioPlant“.<br />
Da Mikroorganismen wie <em>Bacillus thuringiensis</em> jedoch erst seit relativ kurzer Zeit gegen Trauermückenlarven eingesetzt werden, ist die Wirksamkeit laut einigen Berichten im Vergleich zu anderen Bekämpfungsmethoden wie <em>Steinernema feltiae</em> oder Neem-Öl, derzeit nicht sehr ausgeprägt (<a href="https://orgprints.org/14461/2/Poster_Trauermuecken_Koller_wisstagung2009.pdf">KOLLER 2009</a>).</p>
<h4>Bekämpfung mit Neem-Öl</h4>
<p>Möchte man statt auf Nützlinge jedoch lieber auf (biologische) Spritzmittel zurückgreifen, empfiehlt sich eine Behandlung mit <a href="https://amzn.to/36thRrk">Neem-Öl<span style="color: #800000;">*</span></a>, ein azadirachtinhaltiges Sekret des Niembaums (<em>Azadirachta indica</em>), welches sowohl auf die Pflanzen gesprüht, als auch in geringen Mengen direkt in das Substrat gegossen werden sollte. <a href="https://amzn.to/36thRrk">Neem-Öl<span style="color: #800000;">*</span></a> hemmt den Fraß der Schädlinge und stört die Häutung zwischen den einzelnen Larvenstadien verschiedener Insekten. Da der Wirkstoff jedoch zunächst von der Pflanze aufgenommen und in dieser verteilt werden muss (hierbei spricht man von einer systemnischen Wirkung), erfolgt die Wirkung nicht unmittelbar und setzt meist erst nach etwa 10 Tagen ein!<br />
Im Gegensatz zur Bekämpfung mit Nützlingen, bei der eine gewisse Schadschwelle als Nahrungsgrundlage zur optimalen Vermehrung des Nützlings abgewartet werden sollte, ist bei der Anwendung von <a href="https://amzn.to/36thRrk">Neem-Öl<span style="color: #800000;">*</span></a> also zu empfehlen, recht frühzeitig mit der Bekämpfung zu beginnen! Für eine optimale Wirkung empfiehlt es sich die Behandlung nach 14 Tagen noch einmal zu wiederholen.</p>
<hr />
<p><strong>Literatur und Quellen</strong></p>
<p>ANON. (?): Bradysia paupera und Lycoriella ingenua &#8211; Trauermücke. Koppert Biological Systems. Online-Artikel.<br />
https://www.koppertbio.de/fragestellung/fliegen-und-muecken/trauermuecke/ [02.11.2020]</p>
<p>ANON. (2011): Schädlingsbekämpfung &#8211; Trauermücken. Stadt Zürich &#8211; Umwelt- und Gesundheitsschutz. PDF-Download.<br />
https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/3521/dokumente/mb_bsb_trauermuecken.pdf [02.11.2020]</p>
<p>ANON. (?): Steinernema &#8211; Fadenwürmer (Nematoden) &#8211; Nematoden der Art Steinernema feltiae- Re-Natur GmbH. PDF-Download.<br />
https://www.re-natur.de/shop/downloads/dl/file/id/245/product/784/steinernema_feltiae.pdf [02.11.2020]</p>
<p>ANON. (?): Trauermücken. UMWELTBUNDESAMT (DE), Website-Artikel.<br />
https://www.umweltbundesamt.de/trauermuecke [02.11.2020]</p>
<p>KOLLER, MARTIN (2009): Vergleich verschiedener direkten Regulierungsmöglichkeiten der Trauermücken in der biologischen Topfkräuterproduktion. Tagungsband der 10. Wissenschaftstagung Ökologischer Landbau (Band 1). Verlag Dr. Köster, Berlin.<br />
https://orgprints.org/14461/1/Koller_14461.pdf [02.11.2020]<br />
https://orgprints.org/14461/2/Poster_Trauermuecken_Koller_wisstagung2009.pdf [02.11.2020]</p>
<p>RUISINGER, MARION (2019): Biologische Bekämpfung von Trauermücken. Landwirtschaftskammer, Online-Artikel.<br />
https://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/pflanzenschutz/zierpflanzenbau/biologisch/bekaempfung-trauermueckenlarven.htm [02.11.2020]</p>
<p>WACHTMANN, SVEN (2018): Neem -biologisches Pflanzenschutzmittel. Landesverband Berlin der Gartenfreunde e.V., PDF-Download.<br />
https://www.gartenfreunde-berlin.de/gartenfachberatung/tipps-fuer-den-garten/neem-biologisches-pflanzenschutzmittel/166 [02.11.2020]</p>
<p>WADAS, RENÉ  (2019): Der Pflanzenarzt. Mein Großes Praxisbuch für Garten und Balkon. Rowohlt Taschenbuch Verlag, S. 60-63, 3. Auflage.</p>
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