<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>pflanzen für das moorbeet Archive - CARNIFLOR</title>
	<atom:link href="https://www.carniflor.de/tag/pflanzen-fuer-das-moorbeet/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.carniflor.de/tag/pflanzen-fuer-das-moorbeet/</link>
	<description>- echte Wunder der Natur</description>
	<lastBuildDate>Mon, 27 Jul 2026 16:00:05 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0.4</generator>

<image>
	<url>https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/12/cropped-carniflor-logo-neu-favicon-32x32.png</url>
	<title>pflanzen für das moorbeet Archive - CARNIFLOR</title>
	<link>https://www.carniflor.de/tag/pflanzen-fuer-das-moorbeet/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Nostoc Bakterien &#8211; Grüne Schleimkugeln auf dem Substrat</title>
		<link>https://www.carniflor.de/nostoc-bakterien-substrat/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=nostoc-bakterien-substrat</link>
					<comments>https://www.carniflor.de/nostoc-bakterien-substrat/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Carniflor]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Mar 2025 15:23:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schädlinge & Pflanzenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenswertes]]></category>
		<category><![CDATA[Bakterien]]></category>
		<category><![CDATA[Carniflor]]></category>
		<category><![CDATA[destilliertes Wasser]]></category>
		<category><![CDATA[Dionaea]]></category>
		<category><![CDATA[Dionaea muscipula]]></category>
		<category><![CDATA[Drosera]]></category>
		<category><![CDATA[Drosera pflegen]]></category>
		<category><![CDATA[Fettkraut]]></category>
		<category><![CDATA[Fettkräuter]]></category>
		<category><![CDATA[Fleischfressende Pflanzen]]></category>
		<category><![CDATA[fleischfressende Pflanzen Pflege]]></category>
		<category><![CDATA[fleischfressende Pflanzen pflegen]]></category>
		<category><![CDATA[Fliegenfalle]]></category>
		<category><![CDATA[gartenbau]]></category>
		<category><![CDATA[Green Jaws]]></category>
		<category><![CDATA[horticulture]]></category>
		<category><![CDATA[Insektivoren]]></category>
		<category><![CDATA[Kannenpflanze]]></category>
		<category><![CDATA[Karnivoren]]></category>
		<category><![CDATA[karnivoren kaufen]]></category>
		<category><![CDATA[Karnivoren Pflege]]></category>
		<category><![CDATA[Karnivoren pflegen]]></category>
		<category><![CDATA[LED]]></category>
		<category><![CDATA[mexikanische Pinguicula]]></category>
		<category><![CDATA[Moor]]></category>
		<category><![CDATA[Moorbeet]]></category>
		<category><![CDATA[moorbeetpflanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Nepenthes]]></category>
		<category><![CDATA[Nostoc]]></category>
		<category><![CDATA[Nostoc Bakterium]]></category>
		<category><![CDATA[pflanzen für das moorbeet]]></category>
		<category><![CDATA[Pinguicula]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnentau]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnentau pflegen]]></category>
		<category><![CDATA[Sphagnum]]></category>
		<category><![CDATA[Substrat]]></category>
		<category><![CDATA[Torf]]></category>
		<category><![CDATA[Utricularia]]></category>
		<category><![CDATA[Venusfliegenfalle]]></category>
		<category><![CDATA[Zwergkrug]]></category>
		<category><![CDATA[Zwergkrug pflegen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.carniflor.de/?p=2072</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nostoc Bakterien &#8211; Grüne Schleimkugeln auf dem Substrat Hast du grüne Schleimkugeln auf deinem Substrat entdeckt, handelt es sich dabei</p>
<p><a href="https://www.carniflor.de/nostoc-bakterien-substrat/" class="more-link">Jetzt lesen...<span class="screen-reader-text">Nostoc Bakterien &#8211; Grüne Schleimkugeln auf dem Substrat</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.carniflor.de/nostoc-bakterien-substrat/">Nostoc Bakterien &#8211; Grüne Schleimkugeln auf dem Substrat</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.carniflor.de">CARNIFLOR</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Nostoc Bakterien &#8211; Grüne Schleimkugeln auf dem Substrat</h3>
<p>Hast du grüne Schleimkugeln auf deinem Substrat entdeckt, handelt es sich dabei in der Regel um das sogenannte <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nostoc">Nostoc Bakterium</a>. Obwohl es sich hierbei um Bakterienstämme handelt, sind sie für dich und deine Pflanzen vollkommen harmlos. Warum das so ist, erklären wir dir in diesem Beitrag.</p>
<p><script async src="https://pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js"></script> <ins class="adsbygoogle" style="display: block; text-align: center;" data-ad-layout="in-article" data-ad-format="fluid" data-ad-client="ca-pub-5424130156645968" data-ad-slot="2232864523"></ins> <script>
     (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});
</script></p>
<h4>Was sind Nostoc Bakterien?</h4>
<p>Bereits <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Paracelsus">Paracelsus (1493-1541)</a> beschäftigte sich mit dieser faszinierenden Gattung und verlieh ihr sogar ihren typischen Namen (Nostoch, verm. &#8222;Nasenloch/Nasenschleim&#8220;). Auf Grund ihrer grünlichen Farbe werden Nostoc Bakterien vor allem zu Beginn ihres Wachstums oft zunächst mit Algen verwechselt. Erst wenn sich die kugelartige Struktur des Nostoc Bakteriums vollständig ausgebildet hat, ist in der Regel erkennbar, dass es sich nicht um Algen handelt. Im spezifischen handelt es sich bei den Kugeln um Bakterienkolonien von sogenannten Cyanobakterien. Neben der gärtnerischen Topfkultur von Feuchtpflanzen treten die grünen Schleimkugeln der Nostoc Bakterien hin und wieder auch nach starken Regenfällen auf. Das Hauptvorkommen von Nostoc Bakterien liegt daher meist in Teichen und deren näherem Umfeld. Umgangssprachlich werden die grünen Schleimblasen daher auch als als Teichpflaumen bezeichnet. Vegetationsarme Gesteine können allerdings auch befallen werden.</p>
<figure id="attachment_2073" aria-describedby="caption-attachment-2073" style="width: 1024px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-large wp-image-2073" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC_4555-1024x679.png" alt="Pinguicula und Nostoc Bacterien" width="1024" height="679" /><figcaption id="caption-attachment-2073" class="wp-caption-text">Abbildung: Nostoc Bakterien bei der <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-auf-steinen/">Kultur von Pinguicula auf Spaghettistein (Travertin)</a></figcaption></figure>
<p><script async src="https://pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js"></script> <ins class="adsbygoogle" style="display: block; text-align: center;" data-ad-layout="in-article" data-ad-format="fluid" data-ad-client="ca-pub-5424130156645968" data-ad-slot="2232864523"></ins> <script>
     (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});
</script></p>
<h4>Entstehung und Funktion</h4>
<p>Unter trockenen Bedingungen weist das Nostoc Bakterium lediglich einen hauchdünnen Film auf. Die typische blasenartige Struktur bildet sich erst bei gleichmäßigem Wasserangebot aus, indem die Bakterien damit beginnen Zellschnüre zu bilden, welche sich mit der Zeit entweder gelatineartig verfestigen oder schleimig verbleiben. Diese dienen vor allem dazu, den Luftstickstoff zu fixieren und Photosynthese zu betreiben. Einige Arten reduzieren den Luftstickstoff zudem weiter zu Ammonium. Dazu nutzen sie das Enzym Nitrogenase, welches nur in Mikroorganismen vorkommt. Im Garten gelten Nostoc Bakterien daher mitunter sogar als durchaus nützlich. Da Nostoc Bakterien also als symbiontisch und nicht als parasitär gelten, ist in der Regel auch keine schädigende Wirkung auf deine Pflanzen zu erwarten. 2014 wurde Nostoc daher sogar mit dem Titel &#8222;Mikrobe des Jahres&#8220; geehrt. Einige Arten wie <em>N. flagelliforme</em> gelten sogar als essbar.</p>
<h4>Bekämpfung</h4>
<p>Da Nostoc Bakterien als äußerst trocken- und frostresistent gelten und mit der Hilfe von Dauerzellen jahrelangen widrigen Bedingungen trotzen können, gestaltet sich die Bekämpfung als sehr schwierig. Bei Trockenheit bilden die Bakterien zunächst einen hauchdünnen Film aus, der bis zur nächsten Bewässerung/Feuchteperiode überdauert. Eine vollständige Entfernung der Bakterien ist nahezu unmöglich. Hin und wieder wird eine Behandlung mit Kalk empfohlen, allerdings trocknet dieser lediglich die kugelartigen Strukturen aus. Bei der nächsten Wassergabe bilden sich diese anschließend wieder neu. Eine dichte Bepflanzung konkurriert mit den Wuchsbedingungen des Bakteriums und bietet somit die beste Chance die Kolonien langfristig zu verdrängen. Da Nostoc Bakterien durch ihre stickstofffixierende Funktion jedoch als äußerst nützlich für die umgebende Pflanzenwelt gelten, ist eine Bekämpfung meist auch gar nicht notwendig.</p>
<p><script async src="https://pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js"></script> <ins class="adsbygoogle" style="display: block; text-align: center;" data-ad-layout="in-article" data-ad-format="fluid" data-ad-client="ca-pub-5424130156645968" data-ad-slot="2232864523"></ins> <script>
     (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});
</script></p>
<h4>Literatur und Quellenangaben</h4>
<ul>
<li>ANON. (2014): Mikrobe des Jahres 2014 &#8211; Sammelseite.<br />
https://vaam.de/infoportal-mikrobiologie/mikrobe-des-jahres/archiv/2014-nostoc/mikrobe-des-jahres-2014/ [04.03.2025]</li>
<li>BUGGISCH, A. (2025) Nostoc &#8211; Grüner Schleim im Garten.<br />
https://www.mein-schoener-garten.de/gartenpraxis/pflanzenschutz/nostoc-bakterien-gruene-kugeln-oder-schleim-im-rasen-30831 [02.03.2025]</li>
<li>ENGELHARDT, H. (2017): Mikrobe des Jahres 2014 &#8211; Nostoc &#8211; Vom Weichensteller der Evolution zum Genussmittel. In Rundschau für Fleischhygiene und Lebensmittelüberwachung 07/2014. S. 245-248.</li>
<li>Walter K. Dodds, Dolly A. Gudder, <a title="Dieter Mollenhauer" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dieter_Mollenhauer">Dieter Mollenhauer</a> (1995): <i>The Ecology of Nostoc.</i> In: <i>Journal of Phycology.</i> Band 31, Nr. 1, 1995, S. 2–18</li>
</ul>
<p><script async src="https://pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js"></script> <ins class="adsbygoogle" style="display: block; text-align: center;" data-ad-layout="in-article" data-ad-format="fluid" data-ad-client="ca-pub-5424130156645968" data-ad-slot="2232864523"></ins> <script>
     (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});
</script></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.carniflor.de/nostoc-bakterien-substrat/">Nostoc Bakterien &#8211; Grüne Schleimkugeln auf dem Substrat</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.carniflor.de">CARNIFLOR</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.carniflor.de/nostoc-bakterien-substrat/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Anstau-Bewässerung bei Karnivoren &#8211; hypoxischen &#038; anoxischen Stress vermeiden!</title>
		<link>https://www.carniflor.de/anstau-bewaesserung-bei-karnivoren-hypoxischen-anoxischen-stress-vermeiden/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=anstau-bewaesserung-bei-karnivoren-hypoxischen-anoxischen-stress-vermeiden</link>
					<comments>https://www.carniflor.de/anstau-bewaesserung-bei-karnivoren-hypoxischen-anoxischen-stress-vermeiden/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Carniflor]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Jan 2025 00:50:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Karnivoren - fleischfressende Pflanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Anstau]]></category>
		<category><![CDATA[Anstaubewässerung]]></category>
		<category><![CDATA[Bewässerung]]></category>
		<category><![CDATA[Carniflor]]></category>
		<category><![CDATA[destilliertes Wasser]]></category>
		<category><![CDATA[Fleischfressende Pflanzen]]></category>
		<category><![CDATA[fleischfressende Pflanzen Pflege]]></category>
		<category><![CDATA[fleischfressende Pflanzen pflegen]]></category>
		<category><![CDATA[Green Jaws]]></category>
		<category><![CDATA[Karnivoren Pflege]]></category>
		<category><![CDATA[Karnivoren pflegen]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturführung]]></category>
		<category><![CDATA[Moor]]></category>
		<category><![CDATA[Moorbeet]]></category>
		<category><![CDATA[pflanzen für das moorbeet]]></category>
		<category><![CDATA[Pinguicula]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.carniflor.de/?p=1989</guid>

					<description><![CDATA[<p>Anstau-Bewässerung bei Karnivoren &#8211; hypoxischen &#38; anoxischen Stress vermeiden! veröffentlicht in: DAS TAUBLATT &#8211; DIE KARNIVOREN-FACHZEITSCHRIFT der G.F.P. HEFT 95,</p>
<p><a href="https://www.carniflor.de/anstau-bewaesserung-bei-karnivoren-hypoxischen-anoxischen-stress-vermeiden/" class="more-link">Jetzt lesen...<span class="screen-reader-text">Anstau-Bewässerung bei Karnivoren &#8211; hypoxischen &#038; anoxischen Stress vermeiden!</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.carniflor.de/anstau-bewaesserung-bei-karnivoren-hypoxischen-anoxischen-stress-vermeiden/">Anstau-Bewässerung bei Karnivoren &#8211; hypoxischen &#038; anoxischen Stress vermeiden!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.carniflor.de">CARNIFLOR</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3><span style="color: #17365d;"><span style="font-family: Cambria, serif;"><span style="font-size: xx-large;"><span style="color: #000000;">Anstau-Bewässerung bei Karnivoren &#8211; hypoxischen &amp; anoxischen Stress vermeiden!</span></span></span></span></h3>
<p><em>veröffentlicht in: DAS TAUBLATT &#8211; DIE KARNIVOREN-FACHZEITSCHRIFT der G.F.P. HEFT 95, 2024/1, S.46-51</em></p>
<p><span style="font-size: medium;"><b>Einleitung</b></span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Die Beheimatung vieler Karnivoren (fleischfressender Pflanzen) in teils moorigen, oft dauerfeuchten Gebieten verleitet bei Topfkultur verschiedenster Arten allein aus Komfortgründen recht schnell zur dauerhaften Kultur im Anstau. Dabei wird eine vitale Wurzelentwicklung meist völlig außer Acht gelassen. In diesem Beitrag soll es daher darum gehen, einen umfassenden Überblick darüber zu verschaffen, wie Pflanzen und Substrate auf die Kultur im Daueranstau reagieren und welche Maßnahmen zu treffen sind, um auch langfristig bestmögliche Wuchsergebnisse zu erzielen.<br />
Für die Pflanzenentwicklung ist ein vitales Wurzelwachstum von hoher Bedeutung. Eine ungenügende Sauerstoffversorgung des Wurzelwerks einer Pflanze beeinträchtigt die Energiegewinnung durch die Atmung, wodurch folglich auch alle energie- und sauerstoffabhängigen Stoffwechselprozesse reduziert werden (BRÄNDLE 1996). Neben der Verfügbarkeit eines passenden Säuremilieus (pH-Wert), von Wasser und Nährstoffen in passender Form und Dosierung, spielt also auch die Verfügbarkeit von Sauerstoff eine grundlegende Rolle bei der Wurzel- und Pflanzenentwicklung. Je höher der Wasserstand bei der Kultur von Pflanzen auf abgedichteten Ebenen ist, desto wassergesättigter sind auch die Substrate. Dabei spielt auch die Topfhöhe eine entscheidende Rolle, denn desto höher der Topf ausfällt, desto geringer fällt der Wassergehalt &#8211; und desto höher der Luftgehalt &#8211; im Substrat aus (ANON. 2022). Besonders die untersten Substratschichten weisen durch den direkten Kontakt zum Gießwasser bei längerer Anstaubewässerung eine besonders hohe Wassersättigung auf. In Folge dessen findet eine Verdrängung des wertvollen Sauerstoffs statt, die ab gewissen Wasserständen mit einer entsprechenden Kontinuität Effekte hervorrufen kann, welche auch bei Überflutungen von Böden beobachtet werden können (MAINIERO 2006).</span></p>
<p><script async src="https://pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js"></script><br />
<ins class="adsbygoogle" style="display: block; text-align: center;" data-ad-layout="in-article" data-ad-format="fluid" data-ad-client="ca-pub-5424130156645968" data-ad-slot="2232864523"></ins><br />
<script>
     (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});
</script></p>
<p><span style="font-size: medium;"><b>Bei Sauerstoffmangel im Substrat können Nährstoffe als Toxine wirken</b></span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Durch die Verdrängung des Sauerstoffs wird zunächst vor allem der diffusionsbezogene Sauerstoffeintrag in die Wurzeln verringert. Im Vergleich zu gut belüfteten Böden ist der Faktor bei Überflutung etwa 10.000-fach geringer (BRÄNDLE et. al. 1996)! Der verfügbare Restsauerstoff wird von den Wurzeln und den im Substrat lebenden Mikroorganismen schnell verbraucht, was sich anschließend auch in der Nährstoffverfügbarkeit bemerkbar macht. Denn die Nährstoffe treten nun zunehmend in reduzierter Form auf, Schwermetall-Ionen werden reduziert und gehen in Lösung und verschiedene Schäden sind nun fast unvermeidlich. Besonders Karnivoren, die in ihrer Entwicklung neben der tierischen Beute vor allem auf die wenigen in den Substraten befindlichen und verfügbaren Spuren von Nährstoffen angewiesen sind, reagieren in solchen Fällen meist rasch mit entsprechenden Symptomen wie Blattabwurf, -Vergilbung oder Krüppelwuchs bis hin zum Tode der Pflanze. Darüber hinaus werden Sulfat und Kohlendioxid zu Sulfid und Methan reduziert (BRÄNDLE et. al. 1996). Eisen und Schwefelverbindungen ändern sich und wirken als Toxine (besonders zu beachten bei stark sauren Substraten!) und andere Abbauprodukte und Ausscheidungsstoffe wie Ethylen &#8211; welches als Phytohormon wirkt und mitunter für die frühere Seneszenz, also die Blattalterung und den Blattabwurf verantwortlich ist, sowie das Streckungswachstum fördert &#8211; werden freigesetzt (BRÄNDLE et. al. 1996). Diese wirken auf die Wurzeln ein und sorgen somit für eine doppelte &#8211; physische (Sauerstoffmangel = Hypoxia, Sauerstoffabsenz = Anoxia) und chemische &#8211; Stressbelastung der Pflanze (BRÄNDLE et. al. 1996).</span></p>
<p align="center"><img decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1986" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/01/herzfaeule-1024x1024.jpg" alt="" width="1024" height="1024" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/01/herzfaeule-1024x1024.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/01/herzfaeule-300x300.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/01/herzfaeule-150x150.jpg 150w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/01/herzfaeule-768x767.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/01/herzfaeule.jpg 1237w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p style="text-align: center;" align="right"><span style="color: #4f81bd;"><span style="font-size: small;"><b><span style="color: #000000;">Abbildung : Herzfäule an </span><span style="color: #000000;"><i>Pinguicula</i></span><span style="color: #000000;"> spec. nach Anstaubewässerung</span></b></span></span></p>
<p><script async src="https://pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js"></script><br />
<ins class="adsbygoogle" style="display: block; text-align: center;" data-ad-layout="in-article" data-ad-format="fluid" data-ad-client="ca-pub-5424130156645968" data-ad-slot="2232864523"></ins><br />
<script>
     (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});
</script></p>
<p><span style="font-size: medium;">Neben Methan wird darüber hinaus noch Lachgas (N</span><sub><span style="font-size: medium;">2</span></sub><span style="font-size: medium;">O) freigesetzt, dass bei der Denitrifikation des im Boden/ Substrat enthaltenen Stickstoffs entsteht (vereinfacht: NO</span><sub><span style="font-size: medium;">3-</span></sub><span style="font-size: medium;"> -&gt; N</span><sub><span style="font-size: medium;">2</span></sub><span style="font-size: medium;"> und N</span><sub><span style="font-size: medium;">2</span></sub><span style="font-size: medium;">O). Beide Stoffe gelten laut Umweltbundesamt als deutlich Klimaschädlicher als CO</span><sub><span style="font-size: medium;">2</span></sub><span style="font-size: medium;"> (Lachgas 300-fach schädlicher, Methan 25-fach schädlicher; UMWELTBUNDESAMT 2020), weshalb deren großflächige Freisetzung bereits aus Umweltschutzgründen möglichst vermieden werden sollte. Dies gilt es auch bei der Wiedervernässung von Moorflächen zu beachten. In intakten Mooren gilt die Klimabilanz zwischen Kohlenstoffdioxid und Methan laut Experten jedoch als ausgeglichen und langfristig neutral (GOLDBECKER 2013).</span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><b>Viele Wege führen nach Rom: Die Natur passt sich an</b></span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Doch allein durch den geringen Sauerstoffeintrag sterben die Wurzelspitzen schnell ab, was oft zur Folge hat, dass die Pflanze versucht, ein an die Situation angepasstes (sekundäres) Wurzelsystem oberhalb der Wasserlinie auszubilden (BRÄNDLE 1989). Pflanzen, bei denen die Substrate zu nass gehalten werden, leiden daher oft auch unter verkümmertem Wurzelwuchs. Nun können abgestorbene Wurzelspitzen auch kein Sauerstoff mehr an die Rhizosphäre abgeben und die sonst um die Wurzeln vorhandene Sauerstoffhülle verschwindet (MAINIERO 2006) &#8211; das Gleichgewicht der Rhizosphäre gerät völlig auseinander. Verschiedenste Sumpf- und Röhrichtpflanzen haben sich der Situation des Sauerstoffmangels in dauerfeuchten Substraten zwar unter anderem durch die Ausbildung besonders poröser Gewebe (Aerenchyme) über die gesamten Organe an die Situation angepasst (MAINIERO 2006), benötigen für eine gesunde Entwicklung jedoch trotz dessen ausreichende Sauerstoffmengen im Bereich der Rhizosphäre (BRÄNDLE 1989).<br />
Eine weitere Besonderheit scheint sich im Laufe der Evolution hierbei vor allem bei Röhrichtpflanzen gebildet zu haben, die zu den rhizombildenden Gattungen zählen und deren Rhizome auch unter Sauerstoffabsenz dazu in der Lage sind, Sprosse zu treiben, wobei das Wurzelwachstum erst dann erfolgt, wenn der Spross in Kontakt mit Sauerstoff gerät (BRÄNDLE 1989). Generell ist dabei zu beobachten, dass diese Rhizome auch ohne Sauerstoff überlebensfähig sind, da sie ihre Energiereserven mobilisieren und weitere lebenswichtige Stoffe wie Proteine und Lipide unter Bezug der unter Sauerstoffabszenz vorhandenen Gärungsenergie selbst herstellen können (BRÄNDLE 1989). Gärende Rhizome werden daher im weitesten Sinne auch mit einem Akku verglichen, welcher „langsam, aber stetig aufgeladen und gleichzeitig nur wenig belastet wird“ (BRÄNDLE 1989). Im Allgemeinen verlaufen Energie- und Stoffwechsel daher (reguliert) auf einem deutlich niedrigeren Niveau als in atmenden Rhizomen. (BRÄNDLE 1989).<br />
In wie fern sich diese Beobachtungen auf rhizombildende Karnivoren wie</span><span style="font-size: medium;"><i> Sarracenia </i></span><span style="font-size: medium;">spec. übertragen lässt, ist derzeit nicht wissenschaftlich geklärt. Aus Erfahrungen heraus ist bei vollständig unterirdisch getopften Rhizomen, die unter einem relativ hohen Wasserstand gehalten werden, meist zwar ein deutlich späterer, aber auch deutlich kräftigerer Austrieb im Vergleich zu an der Substratoberfläche getopften Rhizomen zu beobachten. Zwar handelt es sich hierbei nicht um eine vollständige Sauerstoffabszenz, da die Substrate in der Regel noch ausreichende Sauerstoffmengen enthalten, allerdings ist anzunehmen, dass die Sauerstoffzufuhr in das Rhizom im Vergleich zum direkten Kontakt mit dem in der Umgebungsluft enthaltenen Sauerstoff bei dieser Methode trotzdem deutlich geringer ausfällt. Ein möglicher Zusammenhang zwischen Hypoxia/Anoxia und Wuchsqualitäten bei Sarracenia spec. müsste allerdings in spezifischen, randomisierten Versuchen mit einer ausreichenden Anzahl an Versuchs- und Vergleichspflanzen untersucht werden.</span></p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-1992" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/01/planifolia.png" alt="pinguicula planifolia" width="598" height="598" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/01/planifolia.png 598w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/01/planifolia-300x300.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/01/planifolia-150x150.png 150w" sizes="(max-width: 598px) 100vw, 598px" /></p>
<p style="text-align: center;" align="right"><span style="color: #4f81bd;"><span style="font-size: small;"><b><span style="color: #000000;">Abbildung : Einige Arten wie </span><span style="color: #000000;"><i>Pinguicula planifolia</i></span><span style="color: #000000;"> sind an zeitweise Überflutungen angepasst, benötigen für eine gute Entwicklung langfristig jedoch ausreichend Sauerstoff im Substrat.</span></b></span></span></p>
<p><script async src="https://pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js"></script><br />
<ins class="adsbygoogle" style="display: block; text-align: center;" data-ad-layout="in-article" data-ad-format="fluid" data-ad-client="ca-pub-5424130156645968" data-ad-slot="2232864523"></ins><br />
<script>
     (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});
</script></p>
<p><span style="font-size: medium;"><b>Hypoxischen/anoxischen Stress vermeiden &#8211; Bewässerungszyklen artgerecht planen</b></span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Doch auch die rasche Wiederzufuhr von Sauerstoff zu anaeroben Geweben kann durch „Aktivierte Sauerstoffmoleküle, die durch geschwächte Entgiftungssysteme nicht rechtzeig beseitigt werden können“, gravierende Schäden an den Pflanzen durch sogenannten postanoxisch-oxidativen Stress verursachen (Brändle et al. 1996, S). Regelrecht verwässerte Pflanzen gilt es daher bei einer Umstellung auf sauerstoffreichere Bedingungen zunächst langsam wieder an diese zu gewöhnen.<br />
Möchte man seine Pflanzen langfristig gesund erhalten und die Substratqualität bewahren, empfiehlt es sich also die Bewässerung derartig auszulegen, dass der Wasserstand vor einer erneuten Wassergabe in regelmäßigen Abständen wieder abtrocknet. Die Bewässerung sollte erst dann wieder erfolgen, wenn der Feuchtegrad des Substrates in den Töpfen wieder etwas abgenommen hat, was sich gut anhand des Topfgewichtes feststellen lässt. Die Substrate sollten aber niemals vollständig austrocknen.<br />
Teilweise können Pflanzen, die über längere Zeit im Daueranstau kultiviert werden und trotz des subjektiven Eindrucks passender Kulturbedingungen schwächeln, erfahrungsgemäß oft lediglich durch eine Anpassung der Anstaubewässerung gerettet oder zumindest deutlich in ihrer Vitalität gekräftigt werden. In diesem Falle litten die Pflanzen mitunter auf Grund des Sauerstoffdefizits im Substrat an hypoxischem oder gar anoxischen Stress, der für die Wuchsminderung verantwortlich zu machen ist. Vor allem bei der Kultur unter Kunstlicht in der Wohnung tritt dieses Phänomen aus Erfahrungen heraus häufiger auf. Sicher liegt einer der Hauptgründe dieser Tatsache in einer durch verschiedene bauliche Bedingungen eingeschränkten Luftbewegung in Innenräumen, in Folge derer auch deutlich weniger Transpiration über Blätter und Substrat stattfindet.</span></p>
<p align="center"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1993" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/01/allred-1024x679.jpg" alt="capensis all red" width="1024" height="679" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/01/allred-1024x679.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/01/allred-300x199.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/01/allred-768x509.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/01/allred.jpg 1364w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p style="text-align: center;" align="right"><span style="color: #4f81bd;"><span style="font-size: small;"><b><span style="color: #000000;">Abbildung : Auch die meisten Arten des Sonnentau (Drosera spec.) reagieren positiv auf eine sparsame Bewässerung (Foto: D. capensis &#8222;all red&#8220;)</span></b></span></span></p>
<p><script async src="https://pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js"></script><br />
<ins class="adsbygoogle" style="display: block; text-align: center;" data-ad-layout="in-article" data-ad-format="fluid" data-ad-client="ca-pub-5424130156645968" data-ad-slot="2232864523"></ins><br />
<script>
     (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});
</script></p>
<p><span style="font-size: medium;"><b>Mattenbewässerung unterstützt die gleichmäßige Wasserversorgung</b></span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Um den zuvor genannten Problemen entgegen zu wirken, empfiehlt es sich also im Grunde die Menge an Gießwasser stets so gering wie möglich und nötig auszulegen. Mit einer Mattenbewässerung lassen sich hierbei optimale Ergebnisse erzielen. Bewässerungsmatten bestehen in der Regel aus Vlies und werden als einfache Schicht auf den Tischflächen ausgelegt, um eine gleichmäßige Wasserverteilung zu gewährleisten und es den Töpfen zu ermöglichen, das Gießwasser bedarfsgerecht aus dem Vlies zu saugen. Eine Deckschicht aus Bändchengewebe verhindert, dass das Vlies unter der Einstrahlung im Gewächshaus oder unter Kunstlicht zu schnell abtrocknet und wirkt darüber hinaus auch groben Verunreinigungen entgegen. Beim Einsatz von Vliesen sollte die Bewässerung bei Karnivoren derartig erfolgen, dass zunächst einige Zentimeter Wasser angestaut werden, die gegebene Menge Gießwasser jedoch über die Tage wieder aufgebraucht wird. Erst wenn sich keine Wasserrückstände mehr auf der Tischoberfläche befinden, dass Vlies bei Berührung jedoch noch leicht feucht erscheint, sollte erneut gewässert werden. Besonders empfindliche Kulturen wie Karnivoren, Orchideen, Lithops und andere Sukkulenten sollten mit einer sogenannten <a href="https://shop.carniflor.de/collections/substrate/products/ballbrause">Ballbrause</a> gewässert. Mit dieser lässt sich die Menge des Gießwassers nämlich sparsam und pflanzengerecht dosieren. Neben dem Effekt einer zunehmenden Qualität lassen sich mit diesen Methoden auch wichtige Mengen an Gießwasser einsparen, die bei einem dauerhaften Anstau in heißen Sommermonaten schnell fehlen könnten. Auch der Bildung von Algen auf den Tischflächen wirkt man mit dieser Bewässerungsmethode gut entgegen. Einzig nachteilig ist wohl die Tatsache, dass starkwurzelnde Arten recht schnell damit beginnen, in die Matten einzuwachsen. Bei solchen Arten (wie etwa Binsen, Simsen, Wollgräsern…) müssen die Töpfe regelmäßig kontrolliert und das Wurzelwerk bei Bedarf gekürzt werden, um die Bewässerungsmatten frei zu halten und eine gleichmäßige Wasserverteilung zu ermöglichen.</span></p>
<p align="center"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-1994" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/01/ballbrausen.jpg" alt="ballbrausen" width="1000" height="1000" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/01/ballbrausen.jpg 1000w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/01/ballbrausen-300x300.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/01/ballbrausen-150x150.jpg 150w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/01/ballbrausen-768x768.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></p>
<p style="text-align: center;" align="right"><span style="color: #4f81bd;"><span style="font-size: small;"><b><span style="color: #000000;">Abbildung : Ballbrause zur Bewässerung feuchteempfindlicher Kulturen wie Pinguicula, Orchideen, Lithops und weitere Sukkulenten.</span></b></span></span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><b>Schlusswort</b></span></p>
<p><a name="_GoBack"></a> <span style="font-size: medium;">Doch die beste Bewässerungsmethode ist nicht besonders hilfreich, wenn das Substrat nicht optimal gestaltet wurde. Das perfekte Substrat ist aus zuvor genannten Gründen von der Struktur her also im übertragenen Sinne quasi wie ein feuchter Schwamm aufgebaut. Er besitzt zwar die Möglichkeit relativ schnell, bestimmte Mengen an Wasser aufzunehmen, ist durch seine luftige Struktur aber auch in der Lage ebendieses zügig wieder abzugeben und gleichmäßig wieder abzutrocknen. Eine Übersättigung mit Wasser ist dabei stets zu vermeiden! Die Kunst bei der Pflanzenanzucht besteht unter anderem darin, dass Substrat im Anbetracht dieser Eigenschaften zusammenzustellen und mit einer geeigneten Bewässerungsmethode auch im Sinne einer optimalen Pflanzenernährung entsprechend zu pflegen. Dies beginnt bereits mit dem <a href="https://www.carniflor.de/topfen-wie-die-profis/">fachgerechten Topfen der Pflanzen</a>. Da es bei diesem Thema allerdings wieder einige spezifische Dinge zu beachten gibt, müssen wir uns mit diesem Themenfeld einmal in einem separaten Beitrag beschäftigen.<br />
In diesem Sinne erst einmal „happy growing!“ &#8211; euer Fabian.<br />
</span></p>
<p><script async src="https://pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js"></script><br />
<ins class="adsbygoogle" style="display: block; text-align: center;" data-ad-layout="in-article" data-ad-format="fluid" data-ad-client="ca-pub-5424130156645968" data-ad-slot="2232864523"></ins><br />
<script>
     (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});
</script></p>
<p><span style="font-size: medium;"><b>Literatur und Quellenverzeichnis:</b></span></p>
<p>ANON. (2022): Kultur von Orchideen – 2.Substrate (Thema des Gruppenabend vom 6.April 2012) – Deutsche Orchideen-Gesellschaft ev. – Orchideen-Gruppe Donau-Iller. Web-Artikel. http://www.orchidee-donau-iller.de/html/sonstiges/Themen.htm (04.04..2022).</p>
<p>BRÄNDLE, R. (1989): Pflanzen auf überfluteten Böden-Überlebensstrategie. UniPress-Forschung und Wissenschaft an der Universität Bern, 1989, 62. Jg., S. 11-13.</p>
<p>BRÄNDLE, R.; Rüegsegger, A.; Brunold, Ch (1996): Stress bei Pflanzen. Arbeitsgemeinschaft UTB für Wissenschaft. S. 133-147.</p>
<p>GOLDBECKER, S. (2013): Aktueller Begriff &#8211; Klimawirkung der Moore. PDF-Veröffentlichung. Deutscher Bundestag.<br />
https://www.moorfutures.de/app/download/11848437/klimawirkung_der_moore.pdf [03.04.2022]</p>
<p>MAINIERO, R. (2006): Anpassung an ein scheinbares Paradies: Lufttransport in Feuchtgebietspflanzen. Biol. Unserer Zeit, 3/2006 (36). S. 160-167.</p>
<p>UMWELTBUNDESAMT (2020): Lachgas und Methan. Web-Veröffentlichung. Umweltbundesamt. https://www.umweltbundesamt.de/themen/boden-landwirtschaft/umweltbelastungen-der-landwirtschaft/lachgas-methan (03.04.2022).</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.carniflor.de/anstau-bewaesserung-bei-karnivoren-hypoxischen-anoxischen-stress-vermeiden/">Anstau-Bewässerung bei Karnivoren &#8211; hypoxischen &#038; anoxischen Stress vermeiden!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.carniflor.de">CARNIFLOR</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.carniflor.de/anstau-bewaesserung-bei-karnivoren-hypoxischen-anoxischen-stress-vermeiden/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Fettkräuter &#8211; Pinguicula auf Steine pflanzen</title>
		<link>https://www.carniflor.de/pinguicula-auf-steinen/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=pinguicula-auf-steinen</link>
					<comments>https://www.carniflor.de/pinguicula-auf-steinen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Carniflor]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Jun 2021 12:34:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Karnivoren - fleischfressende Pflanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Pinguicula]]></category>
		<category><![CDATA[Fensterbank]]></category>
		<category><![CDATA[Fettkraut]]></category>
		<category><![CDATA[Fettkräuter]]></category>
		<category><![CDATA[Fettkräuter auf Steine pflanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Fettkräuter auf Steinen]]></category>
		<category><![CDATA[Fleischfressende Pflanzen]]></category>
		<category><![CDATA[fleischfressende Pflanzen Pflege]]></category>
		<category><![CDATA[fleischfressende Pflanzen pflegen]]></category>
		<category><![CDATA[gartenbau]]></category>
		<category><![CDATA[Gewächshaus]]></category>
		<category><![CDATA[horticulture]]></category>
		<category><![CDATA[Kalkstein]]></category>
		<category><![CDATA[Kalthaus]]></category>
		<category><![CDATA[Karnivoren]]></category>
		<category><![CDATA[karnivoren kaufen]]></category>
		<category><![CDATA[Karnivoren Pflege]]></category>
		<category><![CDATA[Karnivoren pflegen]]></category>
		<category><![CDATA[Lava]]></category>
		<category><![CDATA[Lava-Stein]]></category>
		<category><![CDATA[Lavastein]]></category>
		<category><![CDATA[lithophytisch]]></category>
		<category><![CDATA[mexikanische Pinguicula]]></category>
		<category><![CDATA[mineralisch]]></category>
		<category><![CDATA[Moor]]></category>
		<category><![CDATA[Moorbeet]]></category>
		<category><![CDATA[moorbeetpflanzen]]></category>
		<category><![CDATA[pflanzen für das moorbeet]]></category>
		<category><![CDATA[Pinguicula Stein]]></category>
		<category><![CDATA[Spaghetti-Stein]]></category>
		<category><![CDATA[Spaghettistein]]></category>
		<category><![CDATA[Sphagnum]]></category>
		<category><![CDATA[Substrat]]></category>
		<category><![CDATA[Torf]]></category>
		<category><![CDATA[Trauermücken]]></category>
		<category><![CDATA[Travertin]]></category>
		<category><![CDATA[Vulkanstein]]></category>
		<category><![CDATA[Warmhaus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.carniflor.de/?p=1340</guid>

					<description><![CDATA[<p>Fettkräuter &#8211; Pinguicula auf Steine pflanzen Mexikanische Fettkräuter (Pinguicula spec.) begeistern nicht nur durch ihre Vielzahl an Farben und Formen,</p>
<p><a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-auf-steinen/" class="more-link">Jetzt lesen...<span class="screen-reader-text">Fettkräuter &#8211; Pinguicula auf Steine pflanzen</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-auf-steinen/">Fettkräuter &#8211; Pinguicula auf Steine pflanzen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.carniflor.de">CARNIFLOR</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4>Fettkräuter &#8211; Pinguicula auf Steine pflanzen</h4>
<p>Mexikanische Fettkräuter (Pinguicula spec.) begeistern nicht nur durch ihre Vielzahl an Farben und Formen, sondern bieten auch einige verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten. Neben der einfachen Topfhaltung in torfhaltigen oder torffreien Substraten, lassen sich mexikanische Pinguicula wunderbar auf Steine (z.B. Spaghetti-Steine oder Lava-Steine) pflanzen. Was es dabei zu beachten beachten gibt und welche Steine und Arten sich für ein solches Projekt besonders eignen, erklären wir dir in diesem Beitrag. Alternativ empfehlen wir an dieser Stelle auch gerne unseren spezifischen Beitrag mit detaillierten Einblicken zu unseren Erfahrungen hinsichtlich verschiedener <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-substrate/">Substrate für Fettkräuter</a>.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/tsA6RpDTiVM" width="800" height="600" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"><span style="display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;" data-mce-type="bookmark" class="mce_SELRES_start">﻿</span></iframe></p>
<h5>1. Materialien &#8211; Welcher Stein eignet sich?</h5>
<p>Zunächst einmal benötigt ihr einen passenden Stein für die Bepflanzung. Durch die hohe Kalktoleranz der meisten <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/">mexikanischen Pinguicula</a> eignen sich <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Travertin">Travertin (&#8222;Spaghetti-Stein&#8220;)</a> und andere Kalksteine ebenso gut wie vulkanische Lava-Steine oder eventuell gar Bims. Bei der Auswahl des Steins sollte auf eine möglichst poröse Oberfläche geachtet werden, da es sich bei Fettkräutern um ausgesprochene Flachwurzler handelt, die nur wenige (sehr feine) Wurzeln ausbilden. Die Form des Steins bestimmt nicht nur die grundlegende Optik, sondern hat auch einen direkten Einfluss auf den späteren Anwuchserfolg. Mit zunehmender Höhe des Steins, sinkt die Wirkung von <a href="https://www.chemie.de/lexikon/Kapillarit%C3%A4t.html">Kapillarkräften</a> zur oberen Spitze hin deutlich ab, was sich besonders oft besonders bemerkbar macht, wenn man die Steine in abgeschlossenen Gefäßen &#8211; mitunter sogar mit leichtem Anstau im Sommer &#8211; hält. Oftmals vertrocknen die an der Spitze gesetzten Pflanzen, noch bevor sie überhaupt richtig angewachsen sind oder verkümmern zu Miniaturpflanzen mit nur wenigen Millimetern Durchmesser. Diese scheinen zwar aus eigenen Erfahrungen hinaus überlebensfähig zu sein, entsprechen jedoch oft nicht mehr dem eigentlichen optischem Zweck. Der Stein sollte also ein ausgeglichenes Verhältnis von Höhe zu Breite aufweisen.</p>
<p>Als nächstes sollte ein passendes Gefäß, entsprechend der Größe des Steins, ausgewählt werden. Dieses kann sowohl nach unten hin abgeschlossen sein, um einen Wasseranstau zu vermeiden, als auch geöffnet sein und mit einem passenden Untersetzer kombiniert werden. Wichtig ist nur, dass das Gefäß eine ausreichende Höhe aufweist, um den Stein darin mit etwas Substrat zu stabilisieren. Als Substrat eignen sich normaler Torf, Karnivoren-Standard-Substrat, mineralische Substrate oder gar 1:1 mit Torf vermischte Kakteenerde. Sand und Kies können ergänzend oder in Mischung mit den anderen genannten Substraten genutzt werden. Ebenfalls möglich sind etwas tonhaltigere Substrate.<br />
Zur Bepflanzung eignen sich die meisten mexikanischen Fettkräuter. Vor der Pflanzung sollte allerdings die Art der Winterruhe, bzw. des Hibernakulums recherchiert werden, da dieses sich mitunter teils etwas tiefer in das Substrat zurückziehen möchte. Arten, die ein eher zwiebelartiges Hibernakulum bilden, wären für eine <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lithophyt">lithophytische</a> Bepflanzung eher ungeeignet, da sich die längerfristige Haltung in Kultur eher etwas schwieriger erweist. Durch die ausgesprochene Kalkverträglichkeit der meisten Arten kann die Bewässerung auch gedankenlos mit normalem Leitungswasser erfolgen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1343" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_23_01.Standbild009-1024x576.png" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_23_01.Standbild009-1024x576.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_23_01.Standbild009-300x169.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_23_01.Standbild009-768x432.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_23_01.Standbild009-1536x864.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_23_01.Standbild009.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<h5>2. Vorbereitungen &#8211; Waschen des Steins, Stabilisierung</h5>
<p>Bevor mit der Bepflanzung begonnen werden kann, muss der verwendete Stein zunächst ausgewaschen werden, um die enthaltende Luft zu entfernen, ihn von potentiell anhaftenden Stäuben und Schadstoffen zu befreien und eine ausreichende Wasserbenetzung zu gewährleisten. Der Stein sollte in einem passenden Gefäß vollständig mit Wasser bedeckt sein, einige Male gewendet werden und anschließend so lange unter Wasser verweilen, bis keine Luftblasen mehr zur Oberfläche hin aufsteigen. Das im Gefäß befindliche Wasser kann sich durch diesen Vorgang je nach verwendetem Material und gelieferter Qualität mitunter teils stark verfärben und sollte nach der Entnahme des Steines vorsichtig entsorgt werden, um Verfärbungen und Schlackflecken zu vermeiden!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1344" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_29_04.Standbild010-1024x576.png" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_29_04.Standbild010-1024x576.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_29_04.Standbild010-300x169.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_29_04.Standbild010-768x432.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_29_04.Standbild010-1536x864.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_29_04.Standbild010.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1352" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_37_23.Standbild016-1024x576.png" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_37_23.Standbild016-1024x576.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_37_23.Standbild016-300x169.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_37_23.Standbild016-768x432.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_37_23.Standbild016-1536x864.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_37_23.Standbild016.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>Anschließend erfolgt die Platzierung und Stabilisierung im Gefäß. Verwendet man hierfür Substrat, so kann der Stein ruhig einige Zentimeter oder gar bis auf den Gefäßgrund hinab gesetzt werden umd bis zum Gefäßrand mit Substrat befüllt werden. Alternativ kann man auch kleinere Steine oder Bruchstücke verwenden. Substrat weist allerdings den Vorteil einer deutlich besseren Wasserspeicherkapazität auf und sorgt in Folge dessen erfahrungsgemäß für eine ausgeglichenere Bewässerung. Bevor die Bepflanzung beginnt, sollte das Gefäß mitsamt des Steines nun noch einmal gründlich gewässert werden. Die Substratdecke kann im letzten Schritt der Vorbereitungen mit Sand und/oder Kies abgedeckt, oder zur späteren Bepflanzung mit Rest-Pflanzen freigelassen werden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1345" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_04_29_27.Standbild011-1024x576.png" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_04_29_27.Standbild011-1024x576.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_04_29_27.Standbild011-300x169.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_04_29_27.Standbild011-768x432.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_04_29_27.Standbild011-1536x864.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_04_29_27.Standbild011.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<h5>3. Bepflanzung</h5>
<p>Nachdem der Stein in seinem Gefäß platziert und stabilisiert wurde, kann mit der Bepflanzung begonnen werden. Deiner Kreativität sind nun nur wenige Grenzen gesetzt. Pinguicula-Arten wie P. jaumavensis (P. esseriana), P. ehlersiae, P. gypsicola, P. moctezumae, P. cyclosecta, P. agnata und verschiedene Hybriden (beispielsweise P. gypsicola x P. moctezumae) eignen sich hervorragend für die Bepflanzung auf Steinen. Weniger eignen sich P. acuminata, P. heterophylla oder P. medusina und weitere zwiebelbildende Arten. Viele passende Arten findest du auch <a href="http://shop.carniflor.de">bei uns im Shop</a>! Die Kombination von langblättrigen und rosettig wachsenden Arten schafft besonders schöne Akzente. Doch auch über die Farbe lassen sich schöne Bilder erzeugen. Während P. jaumavensis eher grünlich bis silbrig erscheint, kann Pinguicula ehlersiae unter ausreichender Belichtung beispielsweise stark rötlich erscheinen. Beide der genannten Arten sind rosettig wachsend. Als Ergänzung würde sich beispielweise Pinguicula gypsicola mit ihren langen, schmalen Fangblättern anbieten. Im folgenden Verlauf dieses Beitrages haben wir euch noch einmal eine Liste mit verschiedenen bevorzugten Wuchsorten einiger ausgewählter Pinguicula-Arten zusammengestellt, die euch dabei helfen soll, die passende Pflanze für euer Projekt auszuwählen.</p>
<p>Da die Kapillarkräfte &#8211; wie bereits etwas weiter oben besprochen &#8211; zum oberen Ende des Steines abnehmen, sollte mit der Bepflanzung möglichst am unteren Ende begonnen werden. Zunächst wird die Pflanze aus ihren Topf entfernt und anschließend vorsichtig aber bestimmt in einem passenden Hohlraum (leicht) angedrückt. Dies kann sowohl wurzelnackt geschehen, als auch mit kleineren, marginalen (!) Substratresten im Wurzelraum. Eine Pinzette kann hierbei hilfreich sein. Weist der Stein an der gewünschten Stelle keine passenden Hohlräume auf, kann mitunter mit einem Meißel nachgeholfen werden. Hierbei sollte aber unbedingt auf die Beschaffenheit und Porösität des Materials geachtet werden, um möglichen Bruch zu vermeiden. Zu flache Steine sollten aber nicht verwendet werden, da diese meist eine sehr geringe Wasserspeicherfähigkeit aufweisen und sich die Pflanzen auf dieser Oberflächenstruktur nicht etablieren können. Doch auch auf poröseren Steinen sollte mit stets mit einer geringeren Anwuchsrate als bei der Topfkultur gerechnet werden! Daher empfiehlt es sich zu Beginn erst einmal ein paar mehr Pflanzen zu setzen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1346" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_06_05.Standbild012-1024x576.png" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_06_05.Standbild012-1024x576.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_06_05.Standbild012-300x169.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_06_05.Standbild012-768x432.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_06_05.Standbild012-1536x864.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_06_05.Standbild012.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1347" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_20_13.Standbild013-1024x576.png" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_20_13.Standbild013-1024x576.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_20_13.Standbild013-300x169.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_20_13.Standbild013-768x432.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_20_13.Standbild013-1536x864.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_20_13.Standbild013.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1348" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_08_05_26.Standbild014-1024x576.png" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_08_05_26.Standbild014-1024x576.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_08_05_26.Standbild014-300x169.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_08_05_26.Standbild014-768x432.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_08_05_26.Standbild014-1536x864.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_08_05_26.Standbild014.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<h5>4. Fertigstellung, Resultat</h5>
<p>Abschließend wird der Stein noch einmal kräftig gewässert, um einen bestmöglichen Substratschluss zu gewährleisten. Bei der ersten Wässerung kann dies noch problemlos (aber vorsichtig!) mit Hilfe einer normalen Gießkanne geschehen. Anschließend wird der Stein an seinen bestimmten Standort verbracht. Für die weitere Kultur eignet sich ein ausreichend heller, aber absonniger Standort ohne direkte Mittags-Hitze. Ab nun sollte der Stein nur noch mit einem Drucksprüher befeuchtet werden. Hierbei ist unbedingt darauf zu achten, dass alle Seiten des Steins ausreichend mit Wasser benetzt werden. Zwischen den Wassergaben sollte der Stein regelmäßig ab-, jedoch nicht völlig austrocknen! Im Winter kann die Bewässerung je nach Temperatur völlig zurückgefahren werden. Wurden Arten gewählt, die eine Winterruhe einlegen und während dieser Periode entsprechend kühlere Temperaturen (5-10°C) benötigen, kann die Wassergabe in den Herbstmonaten langsam zurückgefahren werden und bis hin zum nächsten Frühling nahezu gänzlich eingestellt werden. Die Pflanzen sollten während dieser Zeit jedoch trotzdem regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf eventuell geringfügig gewässert werden. Ein Daueranstau ist lediglich in den Sommermonaten bei ausreichend guter Luftumwälzung (im Gewächshaus oder im Freiland) zu empfehlen.<br />
Manchmal kommt es (vor allem an trockeneren Stellen) vor, dass die Pflanzen es auf Grund der Beschaffenheit des Untergrunds nicht schaffen ihre verdorrten Blätter abzuwerfen. Infolgedessen entwurzeln sich die Pflanzen oft selbst und vertrocknen letztendlich. Alte, vertrocknete Blätter sollten demnach regelmäßig entfernt werden, sobald sie überhand zu nehmen scheinen. Denke jedoch bei der Neuanlage oder Ergänzung stets daran, dass sich nicht immer alle Pflanzen etablieren werden! Weitere Pflegemaßnahmen sind nicht nötig. Mit einem Pinguicula-Stein hast du dir ein pflegeleichtes Pflanzen-Arrangement geschaffen, das auf jeden Fall einen Hingucker bietet und viele Jahre der Freude garantiert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1349" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_10_50_11.Standbild015-1024x576.png" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_10_50_11.Standbild015-1024x576.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_10_50_11.Standbild015-300x169.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_10_50_11.Standbild015-768x432.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_10_50_11.Standbild015-1536x864.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_10_50_11.Standbild015.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1342" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_00_20_10.Standbild005-1024x768.png" alt="" width="1024" height="768" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_00_20_10.Standbild005-1024x768.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_00_20_10.Standbild005-300x225.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_00_20_10.Standbild005-768x576.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_00_20_10.Standbild005-1536x1152.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_00_20_10.Standbild005-2048x1536.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>Wenn du auf organische Substrate für den Untergrund, die Pflanzung und die Stabilisierung verzichtet hast, dann musst du auch nicht mit einem lästigen Befall an Trauermücken rechnen, die jedem Pflanzenliebhabern regelmäßig die Nerven rauben! Wenn du allerdings bereits durch die Topfkultur mit Trauermücken zu kämpfen hast, dann empfehlen wir dir unseren Beitrag zu den Möglichkeiten der <a href="https://www.carniflor.de/trauermuecken-biologisch-bekaempfen/">(biologischen) Bekämpfung von Trauermücken</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-auf-steinen/">Fettkräuter &#8211; Pinguicula auf Steine pflanzen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.carniflor.de">CARNIFLOR</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.carniflor.de/pinguicula-auf-steinen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Grundregeln der Pflege von fleischfressenden Pflanzen</title>
		<link>https://www.carniflor.de/grundregeln-der-pflege-von-fleischfressenden-pflanzen/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=grundregeln-der-pflege-von-fleischfressenden-pflanzen</link>
					<comments>https://www.carniflor.de/grundregeln-der-pflege-von-fleischfressenden-pflanzen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Carniflor]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2020 14:01:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Karnivoren - fleischfressende Pflanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Cephalotus pflegen]]></category>
		<category><![CDATA[destilliertes Wasser]]></category>
		<category><![CDATA[Dionaea pflegen]]></category>
		<category><![CDATA[Drosera pflegen]]></category>
		<category><![CDATA[Fleischfressende Pflanzen]]></category>
		<category><![CDATA[fleischfressende Pflanzen pflegen]]></category>
		<category><![CDATA[fleischfressende Pflanzen richtig Pflegen]]></category>
		<category><![CDATA[fleischfressende Pflanzen Standort]]></category>
		<category><![CDATA[fleischfressende Pflanzen züchten]]></category>
		<category><![CDATA[Karnivoren]]></category>
		<category><![CDATA[Karnivoren Luftfeuchtigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Karnivoren Pflegeanleitung]]></category>
		<category><![CDATA[Karnivoren pflegen]]></category>
		<category><![CDATA[Karnivoren richtig pflegen]]></category>
		<category><![CDATA[Karnivoren Standort]]></category>
		<category><![CDATA[Karnivoren Substrat]]></category>
		<category><![CDATA[Karnivoren Wasser]]></category>
		<category><![CDATA[Karnivoren Winterruhe]]></category>
		<category><![CDATA[Karnivoren züchten]]></category>
		<category><![CDATA[Moorbeet]]></category>
		<category><![CDATA[moorbeetpflanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Osmose]]></category>
		<category><![CDATA[pflanzen für das moorbeet]]></category>
		<category><![CDATA[Sarracenia pflegen]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnentau pflegen]]></category>
		<category><![CDATA[Torf]]></category>
		<category><![CDATA[Umkehrosmose]]></category>
		<category><![CDATA[Venusfliegenfalle pflegen]]></category>
		<category><![CDATA[Venusfliegenfalle Winterruhe]]></category>
		<category><![CDATA[Zwergkrug pflegen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.carniflor.de/?p=699</guid>

					<description><![CDATA[<p>Grundregeln der Pflege von fleischfressenden Pflanzen Oftmals stößt man auf das Gerücht, dass fleischfressende Pflanzen als botanische Raritäten zu den</p>
<p><a href="https://www.carniflor.de/grundregeln-der-pflege-von-fleischfressenden-pflanzen/" class="more-link">Jetzt lesen...<span class="screen-reader-text">Grundregeln der Pflege von fleischfressenden Pflanzen</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.carniflor.de/grundregeln-der-pflege-von-fleischfressenden-pflanzen/">Grundregeln der Pflege von fleischfressenden Pflanzen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.carniflor.de">CARNIFLOR</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Grundregeln der Pflege von fleischfressenden Pflanzen</h3>
<p>Oftmals stößt man auf das Gerücht, dass fleischfressende Pflanzen als botanische Raritäten zu den schwer zu pflegenden Pflanzen gehören, was oft mit kläglichen Erinnerungen an etliche zum Scheitern verurteilte Versuche im Kindesalter verbunden ist, verschiedene Venusfliegenfallen am Fensterbrett großzuziehen. So handelt es sich bei vielen Karnivoren bis heute lediglich oft um &#8222;Gag-Geschenke&#8220;, deren Potentiale in der Garten- und Wohnraumgestaltung weit unterschätzt werden. Dabei ist die Haltung vieler Karnivoren im Grunde ganz einfach, denn die grundlegenden Regeln der Pflege lassen sich an einer Hand abzählen &#8211; versprochen!</p>
<figure id="attachment_713" aria-describedby="caption-attachment-713" style="width: 2560px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-713 size-full" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/DSC_0813-scaled-e1586133207125.jpg" alt="zwergkrüge" width="2560" height="979" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/DSC_0813-scaled-e1586133207125.jpg 2560w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/DSC_0813-scaled-e1586133207125-300x115.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/DSC_0813-scaled-e1586133207125-1024x392.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/DSC_0813-scaled-e1586133207125-768x294.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/DSC_0813-scaled-e1586133207125-1536x587.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/DSC_0813-scaled-e1586133207125-2048x783.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /><figcaption id="caption-attachment-713" class="wp-caption-text">Grafik: Der aus Australien stammende Zwergkrug ist mit seinen Fallgruben vor allem auf kleine Ameisen-Arten spezialisiert.</figcaption></figure>
<p><strong>1) kalkfreies, nährstoffarmes Gießwasser</strong></p>
<p>Der ausschlaggebende Grund, warum viele fleischfressende Pflanzen wie die <a href="https://www.carniflor.de/venusfliegenfallen-pflegen/">Venusfliegenfalle</a> (<em>Dionaea muscipula</em>) oder der <a href="https://www.carniflor.de/sonnentau-pflegen/">Sonnentau</a> (<em>Drosera</em> spec.) oft bereits nach kürzester Zeit das Zeitliche segnen, liegt (neben einem zu dunklem Standort) meist im verwendeten Gießwasser. Bis auf einige <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/">Fettkräuter</a> (<em>Pinguicula</em> spec.) vertragen Karnivoren nämlich keinerlei Kalk, der im Leitungswasser vieler Regionen Deutschlands leider sehr stark präsent ist. Besser sollte auf Regenwasser oder destilliertes Wasser zurückgegriffen werden. Dieses ist nicht nur frei von Kalk, sondern enthält auch kaum, bzw. keinerlei Nährstoffe, wie es fleischfressende Pflanzen, die auf saure, nährstoffarme Böden angepasst sind, benötigen. Das Substrat sollte stets feucht gehalten werden, einige Arten vertragen auch einen leichten Daueranstau. Auf eine Düngung der Pflanzen kann und sollte also auf jeden Fall verzichtet werden. Etliche für Düngemittel genutzte, endliche Ausgangstoffe wie Kali-Salze und Phosphate werden somit nicht benötigt. Auch eine Fütterung der Pflanzen ist nicht zwingend erforderlich, kann aber wachstumsfördernd wirken. Für Arten mit unbeweglichen Fallen wie die Kannenpflanze (<em>Nepenthes</em> spec.), der Sumpfkrug (<em>Heliamphora</em> spec.) oder <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/">Fettkräuter</a> kann man auf handelsübliches Fischfutter in Flockenform zurückgreifen. Hierzu werden die Flocken einfach zu feinem Staub zermahlen und in geringen Mengen in die Fallen gegeben. Bei Arten mit beweglichen Fallen wie die <a href="https://www.carniflor.de/venusfliegenfallen-pflegen/">Venusfliegenfalle</a> und einige Sonnentauarten sollte jedoch auf kleineres Lebendfutter zurückgegriffen werden, da die Fallenmechanismen sonst teilweise nur unvollständig ausgelöst werden und die Beute folglich nutzlos verschimmelt.</p>
<p><script async src="https://pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js"></script><br />
<ins class="adsbygoogle" style="display: block; text-align: center;" data-ad-layout="in-article" data-ad-format="fluid" data-ad-client="ca-pub-5424130156645968" data-ad-slot="2232864523"></ins><br />
<script>
     (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});
</script></p>
<p><strong>2) vollsonniger Standort, Luftfeuchtigkeit<br />
</strong></p>
<p>Ein Großteil aller Karnivoren benötigt einen vollsonnigen Standort für optimale Fallenbildung, Ausfärbung und/oder Betauung. In der Wohnung sollte vorzugsweise ein Südfenster mit starkem Lichteinfall gewählt werden. Lediglich <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/">Fettkräuter</a> können auch an schattigeren Plätzen gehalten werden.<br />
Stehen diese Bedingungen nicht zur Verfügung, könnte für eine langfristige Kultur die Verwendung von speziell auf Pflanzen ausgelegter Zusatzbelichtung nötig sein. Wer sich genauer mit der Thematik der Belichtung beschäftigen will, findet auf unserer Seite auch einen detaillierten Überblick über die <a href="https://www.carniflor.de/grundlagen-zur-belichtung/">Grundlagen der Belichtung von Pflanzen</a>.<br />
Bezüglich der Luftfeuchtigkeit haben nur einige Gattungen derartig erhöhte Ansprüche, dass eine Haltung im Terrarium oder Gewächshaus nötig ist. Venusfliegenfallen, Sonnentau, <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/">Fettkräuter</a>, Schlauchpflanzen (<em>Sarracenia</em> spec.) und Kobralilien (Darlingtonia californica) sind nicht für das Terrarium geeignet. Bleibt bei <a href="https://www.carniflor.de/sonnentau-pflegen/">Sonnentauarten</a> die Taubildung aus, handelt es sich meist um Lichtmangel. <a href="https://www.carniflor.de/venusfliegenfallen-pflegen/">Venusfliegenfallen</a>, Schlauchpflanzen, Kobralilien und einige <a href="https://www.carniflor.de/sonnentau-pflegen/">Sonnentau-</a> sowie <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/">Fettkrautarten</a> gelten als winterhart und sollten bestmöglich außerhalb der Wohnung im Garten oder auf dem Balkon im Moor-Kasten kultiviert werden. Andere Gattungen wie der Zwergkrug (Cephalotus follicularis) oder die Wanzenpflanze (Roridula spec.) benötigen eine frostfreie, jedoch sehr luftige Kultur.<br />
Für eine <a href="https://www.carniflor.de/karnivoren-terrarium/">Terrarienhaltung</a> empfehlen sich vor allem Gattungen wie der Sumpfkrug (<em>Heliamphora</em> spec.), die Kannenpflanze (<em>Nepenthes</em> spec.) oder auch einige Wasserschläuche (<em>Utricularia</em> spec.) mit entsprechender Begleitvegetation und Sphagnum-Torfmoosen als Deko-Element.</p>
<figure id="attachment_64" aria-describedby="caption-attachment-64" style="width: 960px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-64 size-full" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2019/11/venus-flytrap-1531345_1920-e1572904716726.jpg" alt="dionaea_muscipula" width="960" height="720" /><figcaption id="caption-attachment-64" class="wp-caption-text">Grafik: Die Venusfliegenfalle ist voll winterhart und sollte daher ganzjährig im Freien kultiviert werden.</figcaption></figure>
<p><strong>3) saures Substrat</strong></p>
<p>Die Grundlage für jedes Karnivoren-Substrat bietet reiner, ungedüngter Weißtorf (Hochmoortorf) mit dem Zersetzungsgrad H2-H5. Je nach Art und Züchter unterscheiden sich die Substrate leicht voneinander. Oftmals werden jedoch Mischungen aus Torf, Perlite und kalkfreiem Quarz-Sand (im Verhältnis: 2:1:1) verwendet.<br />
Bei der Anmischung und Bepflanzung sollte das Substrat gleichmäßig durchfeuchtet, aber keinesfalls durchnässt sein. Gärtner sprechen hierbei von &#8222;kulturfeuchtem Substrat&#8220; &#8211; Bildet das Substrat beim Vermischen Klumpen ist es bereits zu feucht. Um eine ausreichende Lockerheit zu gewährleisten, werden die Gefäße beim Befüllen auch stets nur leicht angeklopft und die Substratoberfläche niemals angedrückt! Da es sich bei den meisten Arten um Tiefwurzler handelt, schadet es auch nicht recht tiefe Töpfe zu verwenden, allerdings sollte man die Topfgröße verhältnismäßig zur Größe der Pflanze wählen. Übermäßig große Töpfe führen ebenso wie enge Töpfe schnell zu einer ungünstigen und folglich oft kritischen Handhabung der Wasserversorgung.<br />
Um die Substratoberfläche vor der erwärmenden Wirkung der Einstrahlung zu schützen und den Zierwert etwas zu steigern, wird die Topfoberfläche rund um die Pflanzen oftmals mit <a href="https://www.carniflor.de/sphagnum-zuechten/">Torfmoosen (<em>Sphagnum</em> spec.)</a> bepflanzt. Vor allem bei Kannenpflanzen nutzt man Sphagnum auch zur Bewurzelung von Stecklingen, da es die Fähigkeit aufweist, bei relativ hoher Luftdurchlässigkeit ausreichend stark Wasser zu speichern. Auch bei einigen Orchideen-Züchtern ist getrocknetes Sphagnum daher ein beliebtes Medium. Lebende <a href="https://www.carniflor.de/sphagnum-zuechten/">Torfmoose</a> wirken während des Wachstums darüber hinaus versauernd auf ihre Umgebung &#8211; ideal für Karnivoren und viele andere Pflanzen, die saures Milieu bevorzugen!</p>
<p><script async src="https://pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js"></script><br />
<ins class="adsbygoogle" style="display: block; text-align: center;" data-ad-layout="in-article" data-ad-format="fluid" data-ad-client="ca-pub-5424130156645968" data-ad-slot="2232864523"></ins><br />
<script>
     (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});
</script></p>
<p><strong>4) Temperatur und Winterruhe</strong></p>
<p>Ein weiterer Punkt in der Haltung von Karnivoren stellt die Temperaturführung dar. Während einige tropische Arten, ganzjährig und ganztägig warm kultiviert werden müssen, gehen andere Gattungen und Arten in den Wintermonaten eine Ruhephase ein, in der entweder das Wachstum stark stagniert oder Überdauerungsorgane in Form von Hibernakula gebildet werden, die keine karnivore Funktion erfüllen. Vor allem bei Fettkräutern ist dieser Wandel sehr spannend. Die zahlreichen, quirligen Blüten erscheinen hier, sofern es sich nicht um ganzjährig blühende Arten handelt, meist direkt aus der Winterrosette. Auch Zwergkrüge, die wie Fettkräuter bei etwa 5°C überwintert werden sollten, bilden in den kühleren Monaten nicht karnivore Blätter aus.<br />
Während Schlauchpflanzen in milderen Monaten noch blattähnliche Gebilde, sogenannte Phyllodien bilden, überdauern sie wie Venusfliegenfallen in kälteren Wintermonaten in dicken Rhizomen. Beide Gattungen sind, auch wenn es an dieser Stelle erst einmal überraschen mag, voll winterhart! Betrachtet man das natürliche Verbreitungsgebiet dieser Gattungen im Südosten der USA mit den zugehörigen Klimadiagrammen, erscheint diese Tatsache jedoch gar nicht mehr so abwegig.<br />
Eine Besonderheit stellt die Kultur von Kannenpflanzen dar, die man je nach Vorkommen in Hochland- und Tieflandarten unterscheidet. Während Tieflandarten ganzjährig-ganztägig warm und feucht gehalten werden können, benötigen aus Hochlandregionen stammende Nepenthesarten erzwingenderweise Nachtabsenkungen der Temperatur im Bereich von 10-15°C.<br />
Auch viele Sumpfkrugarten benötigen für eine erfolgreiche Kultur diese täglichen Temperaturschwankungen. Die in vielen Gartencentern und Baumärkten erhältlichen Hybriden sind in dieser Hinsicht jedoch sehr tolerant und können auch ohne diese Temperaturabsenkung erfolgreich kultiviert werden.</p>
<figure id="attachment_704" aria-describedby="caption-attachment-704" style="width: 2500px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-704 size-full" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/gypsicola.jpg" alt="pinguicula-winterruhe" width="2500" height="2500" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/gypsicola.jpg 2500w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/gypsicola-300x300.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/gypsicola-1024x1024.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/gypsicola-150x150.jpg 150w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/gypsicola-768x768.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/gypsicola-1536x1536.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/gypsicola-2048x2048.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 2500px) 100vw, 2500px" /><figcaption id="caption-attachment-704" class="wp-caption-text">Grafik: Pinguicula gypsicla in Winterruhe. Im Sommer entstehen die seitlich noch recht gut sichtbaren länglichen karnivoren Blätter, während sich im Winter zur Überdauerung eine kompakte Rosette bildet.</figcaption></figure>
<p><strong>Zusammenfassung</strong></p>
<p>Wie wir sehen gestaltet sich die Pflege &#8222;fleischfressender&#8220; Pflanzen mit ein wenig Recherche gar nicht so kompliziert. Hauptsächlich sollte darauf geachtet werden, dass Karnivoren an möglichst vollsonnigen Standorten kultiviert werden und die Bewässerung ausschließlich mit kalkfreiem, nährstoffarmen Wasser (wie Regenwasser, destilliertem Wasser oder Osmose-Wasser) erfolgt. Während <a href="https://www.carniflor.de/venusfliegenfallen-pflegen/">Venusfliegenfallen,</a> Kobralilien und Schlauchpflanzen als winterharte Gattungen einen besonderen Hingucker für das Moorbeet bilden, eignen sich Kannenpflanzen, Sumpfkrüge oder Wasserschläuche vor allem für die Terrarienkultur. Speziellere Kannenpflanzen- und Sumpfkrugarten benötigen jedoch eine nächtliche Absenkung der Temperatur von etwa 10°C.<br />
Muss die Pflanze einmal umgetopft werden, eignen sich Mischungen aus ungedüngtem Weißtorf mit Perlite und Sand (im Verhältnis 2:1:1).</p>
<p><script async src="https://pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js"></script><br />
<ins class="adsbygoogle" style="display: block; text-align: center;" data-ad-layout="in-article" data-ad-format="fluid" data-ad-client="ca-pub-5424130156645968" data-ad-slot="2232864523"></ins><br />
<script>
     (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});
</script></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.carniflor.de/grundregeln-der-pflege-von-fleischfressenden-pflanzen/">Grundregeln der Pflege von fleischfressenden Pflanzen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.carniflor.de">CARNIFLOR</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.carniflor.de/grundregeln-der-pflege-von-fleischfressenden-pflanzen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
