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	<title>Kalkstein Archive - CARNIFLOR</title>
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	<title>Kalkstein Archive - CARNIFLOR</title>
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		<title>Museumspark Rüdersdorf – Der Staub und die Kathedrale des Kalks</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Carniflor]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Dec 2025 17:10:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Museumspark Rüdersdorf – Der Staub und die Kathedrale des Kalks Nicht unweit vom östlichen Stadtrand Berlins befindet sich mit dem</p>
<p><a href="https://www.carniflor.de/museumspark-ruedersdorf/" class="more-link">Jetzt lesen...<span class="screen-reader-text">Museumspark Rüdersdorf – Der Staub und die Kathedrale des Kalks</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.carniflor.de/museumspark-ruedersdorf/">Museumspark Rüdersdorf – Der Staub und die Kathedrale des Kalks</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.carniflor.de">CARNIFLOR</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4><span style="font-size: x-large;"><b>Museumspark Rüdersdorf – Der Staub und die Kathedrale des Kalks</b></span></h4>
<p align="justify">Nicht unweit vom östlichen Stadtrand Berlins befindet sich mit dem Museumspark Rüdersdorf ein einzigartiger Ort, der Geschichte, Wissenschaft und zukunftsweisende Forschung besonders erlebbar miteinander verbindet. Der im Ort befindliche, noch aktive Tagebau zur Gewinnung von Kalkstein hat die Baustoffhistorie der Region entscheidend geprägt und letztlich dazu beigetragen, dass das heutige Berlin entstehen konnte.</p>
<figure id="attachment_2179" aria-describedby="caption-attachment-2179" style="width: 880px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-large wp-image-2179" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/06/DSC_4903-edited-1024x679.png" alt="Schachtofenbatterie Rüdersdorf" width="880" height="584" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/06/DSC_4903-edited-1024x679.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/06/DSC_4903-edited-300x199.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/06/DSC_4903-edited-768x509.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/06/DSC_4903-edited-1536x1018.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/06/DSC_4903-edited-2048x1358.png 2048w" sizes="(max-width: 880px) 100vw, 880px" /><figcaption id="caption-attachment-2179" class="wp-caption-text">Grafik: Schachtofenbatterie im Museumspark Rüdersdorf</figcaption></figure>
<p align="justify">Nahezu wie mittelalterliche Festungen wirken die oft als „Rüdersdorfer Öfen“ bezeichneten, massiven Bauten, die einst zum Brennen von Kalkstein dienten. Bei Temperaturen von 900°C wurde der Kalkstein in aufwändigen Verfahren „gebrannt“, um daraus <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Calciumoxid">Branntkalk</a> zu gewinnen. Doch wozu diente dieser Prozess der Maloche?</p>
<p align="justify">Um die Notwendigkeit des Kalkbrennens zu verstehen, muss man sich auf eine Reise in die Geschichte der Baustoffe begeben. Bevor man langfristig beständige Gebäudestrukturen errichten konnte, baute man vor allem mit vorhandenen Naturmaterialien wie Holz, Lehm und Leder. Hütten und Häuser aus Holz stellten die ersten festen Bauten dar, boten vor allem jedoch den Nachteil, dass diese nicht feuerfest waren und daher gerade in dicht bebauten Siedlungen nicht selten großflächige Feuer ausbrachen, die ganze Orte vernichteten.</p>
<figure id="attachment_2336" aria-describedby="caption-attachment-2336" style="width: 880px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="wp-image-2336 size-large" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/12/DSC_4809-1024x678.jpg" alt="zirkelbogenbrücke" width="880" height="583" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/12/DSC_4809-1024x678.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/12/DSC_4809-300x199.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/12/DSC_4809-768x509.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/12/DSC_4809-1536x1017.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/12/DSC_4809-2048x1356.jpg 2048w" sizes="(max-width: 880px) 100vw, 880px" /><figcaption id="caption-attachment-2336" class="wp-caption-text">Abbildung: Der Museumspark bietet eine Vielzahl an beeindruckenden Motiven &#8211; Die Zirkelbogenbrücke (gebaut aus Rüdersdorfer Kalkstein) diente zum Beschicken des Rumfordofens</figcaption></figure>
<p align="justify">Mit dem Aufkommen der ersten Städte verlagerte sich der Baustoffbedarf von Holz zu feuerfesten Baustoffen wie Ziegel und Gesteinen. Allerdings bieten diese Baustoffe den Nachteil, dass sie durch spezifische Bindemittel zusammen gehalten werden müssen. Heute verwenden wir dafür Zement, früher verwendete man für diesen Zweck den sogenannten Kalkmörtel. Um Kalkmörtel herzustellen, benötigt man allerdings Branntkalk als Ausgangsstoff. Und genau diesen stellte man noch bis 2024 in Rüdersdorf her! Doch wie kam es dazu?</p>
<p align="justify">Etwa im Jahre 1250 wiesen die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zisterzienser">Zisterziensermönche</a> ihren Bauern in Rüdersdorf Ländereien zu. Doch als diese begannen, die Felder zu bewirtschaften, stießen sie im wahrsten Sinne des Wortes auf steinige Bedingungen. Denn auf den Feldern fanden sich eine Vielzahl an unbequemen Kalksteinen. Natürlich beschwerten sich die Bauern bei ihren Landherren, doch wurde ihre Beschwerde schnell abgewiesen. Die Mönche erkannten den Wert des Kalksteines sofort und begannen damit, die ersten Brüche einzurichten.</p>
<figure id="attachment_2291" aria-describedby="caption-attachment-2291" style="width: 880px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-large wp-image-2291" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_4821-edited-1024x679.png" alt="Tagebau Rüdersdorf" width="880" height="584" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_4821-edited-1024x679.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_4821-edited-300x199.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_4821-edited-768x509.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_4821-edited-1536x1018.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_4821-edited-2048x1358.png 2048w" sizes="(max-width: 880px) 100vw, 880px" /><figcaption id="caption-attachment-2291" class="wp-caption-text">Abbildung: Der Tagebau in Rüdersdorf ist 4km lang und 1km lang und 1km breit</figcaption></figure>
<p align="justify">Zunächst wurde der Stein lediglich als „Werkstein“ zum Bauen verwendet. Viele der Gebäude im Museumspark bestehen aus diesem Gestein, aber auch bekannte Gebäude wie das Brandenburger Tor, das Berliner Olympiastadion, der ehemalige Flughafen Berlin Tempelhof oder das Schloss Sans Soucis in Potsdam wurden unter Verwendung von Rüdersdorfer Kalkstein errichtet. Der Transport erfolgte per sogenannten Treidelkähnen oder Finow-Kähnen (unmotorisiert) über den Wasserweg.</p>
<p align="justify">Erst im Jahr 1555 wurde der erste Kammerofen zum Brennen des Kalksteins in Rüdersdorf errichtet. Ein weiterer Kammerofen von 1666 ist noch heute im Museumspark zu besichtigen. Doch der Prozess war aufwändig und langwierig. Bis zu acht oder neun Tage dauerte ein Branntvorgang, der kontinuierlich aufrecht erhalten werden musste. Doch was genau passiert bei diesem Vorgang?</p>
<figure id="attachment_2334" aria-describedby="caption-attachment-2334" style="width: 880px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2334" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/12/DSC_4801-1024x678.jpg" alt="kammerofen-rüdersdorf" width="880" height="583" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/12/DSC_4801-1024x678.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/12/DSC_4801-300x199.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/12/DSC_4801-768x509.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/12/DSC_4801-1536x1017.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/12/DSC_4801-2048x1356.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 880px) 100vw, 880px" /><figcaption id="caption-attachment-2334" class="wp-caption-text">Abbildung: Der erhaltene Kammerofen im Museumspark Rüdersdorf aus dem Jahr 1666</figcaption></figure>
<p align="justify">Bei Kalkstein handelt es sich um Calciumcarbonat (CaCO<sub>3</sub>). Unter Hitze gast das CO<sub>2</sub> aus und hinterlässt den sogenannten Branntkalk (CaO). Wird dieser mit Wasser „gelöscht“ entsteht zunächst eine ätzende Flüssigkeit, die Kalkmilch (Ca(OH)<sub>2</sub>). Mit Sand und weiteren Zuschlagsstoffen ergibt diese Mischung wiederum den Kalkmörtel, der unter Aufnahme von CO<sub>2</sub> aus der Luft wieder das enthaltene Wasser abgibt und somit aushärtet. Ein Bindemittel für Gesteine entsteht.</p>
<p align="justify">Alleine zwei Tage dauerte das Befüllen und Entleeren des Ofens. Fünf bis sechs Tage dauerte der Brannt. Zunächst verwendete man Holz, als dieses knapp wurde, beutete man die Moore aus und stieg auf Torf um. Doch ein wesentlicher Nachteil blieb: Durch die Methodik des Brennens kam der Branntkalk mit Asche in Kontakt und war stets unrein. Eine neue Methode musste her.</p>
<figure id="attachment_2333" aria-describedby="caption-attachment-2333" style="width: 880px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2333" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/12/DSC_4808-1024x678.jpg" alt="rumfordofen-rüdersdorf" width="880" height="583" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/12/DSC_4808-1024x678.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/12/DSC_4808-300x199.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/12/DSC_4808-768x509.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/12/DSC_4808-1536x1017.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/12/DSC_4808-2048x1356.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 880px) 100vw, 880px" /><figcaption id="caption-attachment-2333" class="wp-caption-text">Abbildung: die Rumfordöfen werden oft auch als Rüdersdorfer Öfen bezeichnet</figcaption></figure>
<p align="justify">Erst im Jahr 1801 konnte man das Problem der Unreinheit des Branntkalks beseitigen. Allerdings nicht aus eigener Leistung, sondern vermutlich auf Grund von Industriespionage! Denn die Pläne des Ofens, so viel ist sicher, stammen aus England, vom Grafen von Rumford – <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Benjamin_Thompson">Benjamin Thompson</a>. Durch die Einführung eines separaten Ascherostes konnte das Problem mit einem einfachen baulichen Trick behoben werden.</p>
<p align="justify">Die Arbeit in den Öfen war hart und widrigen Bedingungen ausgesetzt. Eine Schicht dauerte zwölf Stunden. Gearbeitet wurde Tag und Nacht, das ganze Jahr über. Der fertige Branntkalk wurde mir Resttemperaturen von 600°C aus den Öfen geholt. Durch die heißen, feuchten Bedingungen reagierte der Branntkalk oftmals ätzend. Verschiedene Krankheiten folgten dem ständigen Kontakt mit dem boomenden Baustoff. In Folge dessen sank die Lebenserwartung der Arbeiter auf schlappe 40-45 Jahre.</p>
<figure id="attachment_2337" aria-describedby="caption-attachment-2337" style="width: 880px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2337" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/12/WhatsApp-Bild-2025-12-15-um-23.30.25_c5d5b5d6-1024x768.jpg" alt="schachtofenbatterie" width="880" height="660" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/12/WhatsApp-Bild-2025-12-15-um-23.30.25_c5d5b5d6-1024x768.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/12/WhatsApp-Bild-2025-12-15-um-23.30.25_c5d5b5d6-300x225.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/12/WhatsApp-Bild-2025-12-15-um-23.30.25_c5d5b5d6-768x576.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/12/WhatsApp-Bild-2025-12-15-um-23.30.25_c5d5b5d6-1536x1152.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/12/WhatsApp-Bild-2025-12-15-um-23.30.25_c5d5b5d6-440x330.jpg 440w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/12/WhatsApp-Bild-2025-12-15-um-23.30.25_c5d5b5d6-920x690.jpg 920w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/12/WhatsApp-Bild-2025-12-15-um-23.30.25_c5d5b5d6.jpg 1600w" sizes="auto, (max-width: 880px) 100vw, 880px" /><figcaption id="caption-attachment-2337" class="wp-caption-text">Abbildung: Die Schachtofenbatterie in Rüdersdorf</figcaption></figure>
<p align="justify">Doch der Baustoffbedarf stieg weiter. Berlin wollte wachsen wie ein hungriges Raubtier und dafür musste der notwendige Baustoff produziert werden. Nicht umsonst behauptet man heute, der Kalk wäre der Stoff, auf dem Berlin erbaut wurde! 1850 entstand Deutschlands erste Zementfabrik. Zwischen den Jahren 1871 und 1876 baute man die sogenannte Schachtofenbatterie als Aneinanderreihung von 18 einzelnen Rumfordöfen, die über eine einzige Gebäudehülle – die sogenannte Kathedrale des Kalks – miteinander verbunden sind. Auch hier wurde Branntkalk produziert.</p>
<p align="justify">Der Abtransport erfolgte fortan mit der Bahn, allerdings blieben die Arbeitsbedingungen nicht weniger widrig und schwer. Zur Zeit des Nationalsozialismus benötigte man den Baustoff für den Bau von Autobahnen und Bunkern. Weitere Zement- und Betonwerke entstanden. Zur Zeit der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) benötige man den Baustoff für das massive Wohnungsbauprogramm. Auch hier war die Schachtofenbatterie weiter in Betrieb und sorgte mit ihrem immensen Ausstoß schließlich dafür, dass Rüdersdorf zum staubbelastetesten Ort der DDR wurde! Ältere Anwohner berichten, dass man die Wäsche stets nur bei Westwind zum Trocknen im Freien aufhängen konnte, ohne eine Staubschicht zu riskieren. Die Schachtofenbatterie war noch bis Mitte der 1960er Jahre in Betrieb, bevor sie mit moderneren Produktionsverfahren abgelöst wurde. Bereits 1905 entstand auf dem Gelände auch ein Kalkofen nach dem Ringofenprinzip. Zwar überstieg dieser die Kapazität der Schachtofenbatterie bereits in den Anfangsjahren, jedoch wurde er bereits im Jahr 1959 stillgelegt und abgerissen.</p>
<figure id="attachment_2339" aria-describedby="caption-attachment-2339" style="width: 880px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2339" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/12/DSC_4958-1024x678.jpg" alt="schachtofenbatterie-feuerungsebene" width="880" height="583" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/12/DSC_4958-1024x678.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/12/DSC_4958-300x199.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/12/DSC_4958-768x509.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/12/DSC_4958-1536x1017.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/12/DSC_4958-2048x1356.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 880px) 100vw, 880px" /><figcaption id="caption-attachment-2339" class="wp-caption-text">Abbildung: Die Feuerungsebene der Schachtofenbatterie war der Einsatzort der Kalkbrenner. Gefeuert wurde mit Koks.</figcaption></figure>
<p align="justify">Moderne Zemente werden zumeist in sogenannten Drehrohröfen produziert, wo der Kalkstein bei über 1400°C verklinkert wird. Anschließend wird er mit Sand, Kies und Wasser vermengt, um daraus Beton zu produzieren. 90% des im Rüdersdorfer Tagebau abgebauten und zu Zement verarbeiteten Kalksteins verlassen das Werk umgehend auf die jeweiligen Baustellen! Nahezu das gesamte Produktionsaufkommen wird also unmittelbar benötigt und verbraucht – eine wahnsinnige Wertschöpfung.</p>
<figure id="attachment_2341" aria-describedby="caption-attachment-2341" style="width: 880px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2341" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/12/DSC_4913-1024x678.jpg" alt="schachtofenbatterie-kathedrale-des-kalks" width="880" height="583" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/12/DSC_4913-1024x678.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/12/DSC_4913-300x199.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/12/DSC_4913-768x509.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/12/DSC_4913-1536x1017.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/12/DSC_4913-2048x1356.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 880px) 100vw, 880px" /><figcaption id="caption-attachment-2341" class="wp-caption-text">Abbildung: Die Feuerungsebene der Schachtofenbatterie wird oft auch als Kathedrale des Kalks bezeichnet.</figcaption></figure>
<p align="justify">Zwar zählt die Produktion von Zement und Beton zu den CO<sub>2</sub> reichsten Produktionen unserer modernen Gesellschaft, allerdings wird das gesamte Material einerseits sofort benötigt, andererseits leisten die Hersteller auch eine Vielzahl an Maßnahmen zum fortlaufenden Ausbau der Umweltverträglichkeit. In Rüdersdorf etwa, wurden Fledermausquartiere geschaffen, seltene Pflanzenarten für den Erhalt umgesiedelt, Habitate rekultiviert, Wanderwege angelegt und gepflegt und vielleicht, so sagt man, soll nach dem Tagebau einmal ein großer See folgen.</p>
<figure id="attachment_2338" aria-describedby="caption-attachment-2338" style="width: 880px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2338" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/12/DSC_4902-edited-1024x679.png" alt="bereich-schachtofenbatterie" width="880" height="584" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/12/DSC_4902-edited-1024x679.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/12/DSC_4902-edited-300x199.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/12/DSC_4902-edited-768x509.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/12/DSC_4902-edited-1536x1018.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/12/DSC_4902-edited-2048x1358.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 880px) 100vw, 880px" /><figcaption id="caption-attachment-2338" class="wp-caption-text">Abbildung: Von der Staubhölle zur grünen Idylle &#8211; der Bereich um die Schachtofenbatterie heute.</figcaption></figure>
<p align="justify">Der <a href="http://www.museumspark.de">Museumspark</a> bietet eine Vielzahl an verschiedenen Angeboten. Im <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Martin_Torell">Otto Torell</a> Haus kann man die geologische Entstehung des Ortes bewundern. Benannt wurde das Gebäude nach dem schwedischen Forscher, der im Rüdersdorfer Tagebau die Inlandseistheorie nachwies!<br />
Bei einer Fossiliensuche hat man die Möglichkeit eigene Fossilien auf einer abgegrenzten Fläche im Tagebau zu suchen, allerdings muss diese rechtzeitig im Voraus gebucht werden. Verschiedene Führungen und Touren ergänzen das Angebot um die zahlreichen beeindruckenden Eindrücke der vorhandenen Industriedenkmäler.</p>
<p align="justify">Vom einstigen staubbelastetesten Ort der DDR ist heutzutage bis auf die verbliebenen Baudenkmäler auf jeden Fall nichts mehr zu sehen. Rüdersdorf hat sich trotz oder vor allem wegen der Baustoffindustrie zu einer regelrechten grünen Idylle entwickelt, deren Einzigartigkeit noch über lange Zeit behutsam gewahrt werden sollte.</p>
<h5>Auf der Suche nach weiteren Abenteuern?</h5>
<p>In der Kategorie &#8222;<a href="https://www.carniflor.de/category/abenteuer/">Abenteuer</a>&#8220; findest du weitere spannende Beiträge und Anregungen.</p>
<h5>Hinweis!</h5>
<p>Die Fotos und Abbildungen dieses Beitrages sind urheberrechtlich geschützt! Jegliche Verwendung ist genehmigungspflichtig!</p>
<h5>Literatur und Quellenangaben</h5>
<p>HAMELAU, K.; KÖHLER, E.; STREICHAN, H. J. (1995): Museumspark Baustoffindustrie Rüdersdorf. Förderverein der Baustoffindustrie Rüdersdorf e.V.</p>
<p>KÖHLER, EVA, KIENITZ, REINHARD (1994): Rüdersdorf &#8211; Die Kalkhauptstadt am Rande Berlins. Stapp Verlag, Berlin.</p>
<p>RÜDERSDORFER ZEMENT GmbH (2004): 750 Jahre Kalksteinbergbau in Rüdersdorf.</p>
<p>SCHROEDER, J. H. (2015): Rüdersdorf bei Berlin &#8211; Der Kalkstein-Tagebau: Geo-Glanz-Punkt in Brandenburg. Selbstverlag der Geowissenschaftler in Berlin und Brandenburg. e.V.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.carniflor.de/museumspark-ruedersdorf/">Museumspark Rüdersdorf – Der Staub und die Kathedrale des Kalks</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.carniflor.de">CARNIFLOR</a>.</p>
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		<title>Auf den Spuren der Trias &#8211; Fossilien suchen in Brandenburg</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Nov 2025 12:40:57 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Auf den Spuren der Trias &#8211; Fossilien suchen in Brandenburg Wer hätte es gedacht &#8211; unmittelbar am Stadtrand von Berlin</p>
<p><a href="https://www.carniflor.de/fossilien-suchen-in-brandenburg/" class="more-link">Jetzt lesen...<span class="screen-reader-text">Auf den Spuren der Trias &#8211; Fossilien suchen in Brandenburg</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Auf den Spuren der Trias &#8211; Fossilien suchen in Brandenburg</h3>
<p>Wer hätte es gedacht &#8211; unmittelbar am Stadtrand von Berlin befindet sich nicht nur der einzige Kalksteintagebau Ostdeutschlands, sondern auch eine einzigartige Fundstelle für verschiedene Fossilien und Mineralien, welche bereits etliche Forscher und Entdecker wie <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Martin_Torell">Otto Torell</a> oder <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_von_Humboldt">Alexander von Humboldt</a> in ihren Bann zog und somit für zahlreiche, bahnbrechende Entdeckungen wie die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Eiszeit">Inlandseistheorie</a> oder das Prinzip der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Geothermie">Geothermie</a> sorgte: Die Rede ist natürlich vom Tagebau in <a href="https://maps.app.goo.gl/QaAgRQSCHgmFxTph9">Rüdersdorf</a>.</p>
<figure id="attachment_2291" aria-describedby="caption-attachment-2291" style="width: 880px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2291" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_4821-edited-1024x679.png" alt="Tagebau Rüdersdorf" width="880" height="584" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_4821-edited-1024x679.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_4821-edited-300x199.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_4821-edited-768x509.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_4821-edited-1536x1018.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_4821-edited-2048x1358.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 880px) 100vw, 880px" /><figcaption id="caption-attachment-2291" class="wp-caption-text">Abbildung: Der Tagebau in Rüdersdorf ist etwa 4km lang und 1km lang, 1km breit und etwa 70 Meter tief</figcaption></figure>
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<h4>In einem Land vor unserer Zeit</h4>
<p>Muscheln, Ammoniten, Spurenfossilien, sogar verschiedene Mineralien und Kristalle zählen zu den beliebten Funden der mächtigen Muschelkalkschichten, die sich in Rüdersdorf während des Zeitalters der Trias ausbildeten und heute von abenteuerlustigen Sammlern aufgespürt werden.<br />
Damit sich diese Fossilien ausbilden konnten, bedarf es maritimer und stark wechselhafter Umweltbedingungen, wie sie in Rüdersdorf vor etwa 240 Millionen Jahren wohl vorherrschten. Damals befand sich das heutige Deutschland aktuellen Kenntnissen nach noch auf der heutigen Höhe von Nordafrika. Darüber hinaus existierte ein großer <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pangaea">Urkontinent (Pangea)</a>, welcher zu großen Teilen von einem immensen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tethys_(Ozean)">Flachmeer (Thetys)</a> überdeckt war. Dieses Flachmeer wurde auf Höhe des heutigen Rüdersdorf als &#8222;Germanisches Becken&#8220; bezeichnet und war an der tiefsten Stelle gerade einmal 70 Meter tief &#8211; und damit in etwa so tief, wie der Rüdersdorfer Tagebau heute. Der Großteil dieses Meeres umfasste allerdings lediglich Tiefen von zwei bis drei Metern. Durch die hohen Temperaturen und die daraus folgende Verdunstungsaktivität trocknete dieses Flachmeer schließlich regelmäßig ab und hinterließ somit eine stetig wachsende Schicht aus kalkhaltigen Sedimenten, welche die heute mächtigen Schichten aus <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schaumkalk">Schaum</a>&#8211; und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wellenkalk">Wellenkalk</a> mit den darin enthaltenen Fossilienfunden bilden.</p>
<figure id="attachment_2299" aria-describedby="caption-attachment-2299" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2299 size-full" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/11/WhatsApp-Bild-2025-11-23-um-13.22.29_074a4775-e1763900754422.jpg" alt="turmschnecke, fossil" width="1200" height="1200" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/11/WhatsApp-Bild-2025-11-23-um-13.22.29_074a4775-e1763900754422.jpg 1200w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/11/WhatsApp-Bild-2025-11-23-um-13.22.29_074a4775-e1763900754422-300x300.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/11/WhatsApp-Bild-2025-11-23-um-13.22.29_074a4775-e1763900754422-1024x1024.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/11/WhatsApp-Bild-2025-11-23-um-13.22.29_074a4775-e1763900754422-150x150.jpg 150w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/11/WhatsApp-Bild-2025-11-23-um-13.22.29_074a4775-e1763900754422-768x768.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/11/WhatsApp-Bild-2025-11-23-um-13.22.29_074a4775-e1763900754422-666x666.jpg 666w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-2299" class="wp-caption-text">Abbildung: Turmschneck (aff. Loxonema spec.) aus der Trias</figcaption></figure>
<p>Der Tagebau in Rüdersdorf ist trotz seiner mittlerweile fast 800-jährigen Geschichte noch immer in Betrieb. Bis Ende 2024 wurde Branntkalk produziert. Aktuell umfasst die Produktion lediglich Zement- und Beton. Gewonnen wird mit modernen Sprengverfahren. Bis zu zwei Mal am Tag, immer um 09:30 Uhr und um 13:30 Uhr wird &#8211; abhängig vom Produktionsbedarf &#8211; gesprengt. Eine spannende Tätigkeit, die bereits vor über hundert Jahren Schaulustige aus Berlin anlockte. Beim alljährlichen Bergfest des <a href="http://www.bergbauverein-ruedersdorf.de">Rüdersdorfer Bergbauvereins</a> (erstes Juliwochenende des Jahres) findet sogar eine Schausprengung für Publikum statt.</p>
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<h4>Fossilien und Mineralien des Muschelkalks</h4>
<p>Wie die Bezeichnung des Muschelkalks verrät, zählen Muschelfossilien zu den Hauptfunden in Rüdersdorf. Vor allem die bereits ausgestorbene Gattung <em>Plagiostoma </em>kommt in Rüdersdorf sehr häufig vor. Aber auch Dreiecksmuscheln und Miesmuscheln zählen zu den häufigen Funden. Ergänzt werden diese durch eine Bandbreite an verschiedenen Turmschneckenarten. Ein wenig mehr Glück benötigt man für Knochenstücke und verbleibende Zähne, vor allem des in Rüdersdorf bekannten <em>Nothosaurus raabi</em>, ein bekannter Schwimmsaurier, der im Thetys-Meer sein Unwesen trieb. Auch Fischschuppen lassen sich im Rüdersdorfer Tagebau finden, zählen jedoch zu den etwas selteneren Funden.</p>
<figure id="attachment_2300" aria-describedby="caption-attachment-2300" style="width: 880px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2300" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/11/WhatsApp-Bild-2025-11-23-um-13.22.09_dbda2a02-e1763900854280-1024x1024.jpg" alt="coelestin" width="880" height="880" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/11/WhatsApp-Bild-2025-11-23-um-13.22.09_dbda2a02-e1763900854280-1024x1024.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/11/WhatsApp-Bild-2025-11-23-um-13.22.09_dbda2a02-e1763900854280-300x300.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/11/WhatsApp-Bild-2025-11-23-um-13.22.09_dbda2a02-e1763900854280-150x150.jpg 150w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/11/WhatsApp-Bild-2025-11-23-um-13.22.09_dbda2a02-e1763900854280-768x768.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/11/WhatsApp-Bild-2025-11-23-um-13.22.09_dbda2a02-e1763900854280-666x666.jpg 666w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/11/WhatsApp-Bild-2025-11-23-um-13.22.09_dbda2a02-e1763900854280.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 880px) 100vw, 880px" /><figcaption id="caption-attachment-2300" class="wp-caption-text">Abbildung: Coelestin aus Rüdersdorf mit typischem Erscheinungsbild</figcaption></figure>
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<p>Neben einer Bandbreite an Fossilien stößt man bei der Suche auch immer mal wieder auf verschiedenste Mineralien. Am häufigsten kommt in Rüdersdorf der sogenannte <a href="https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/MineralData?mineral=Calcit">Calcit</a> vor. Der Calcit kann im weitesten Sinne als Schorf des Steines bezeichnet werden, da er meist auftritt, um Schwachstellen im Gestein zu schließen. Bei passenden Bedingungen bilden sich dabei typische Kristallformationen heraus, die teilweise in schönen, kleinen &#8222;Stufen&#8220; vorliegen. Je nach Mineraleinschlüssen variiert die Farbe des Calcits schließlich zwischen weiß, durchsichtig und rosa.<br />
Mit dem <a href="https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/MineralData?mineral=Pyrit">Pyrit</a> (umgangssprachlich als Katzengold bezeichnet) befindet sich in Rüdersdorf ein weiteres, spannendes Mineral, was besonders Kinder immer sehr begeistert.<br />
Ein wenig mehr Glück benötigt man für den sogenannten <a href="https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/MineralData?mineral=Coelestin">Coelestin</a> (gesprochen Zölestin), der in Rüdersdorf besonders eindrucksvolle Formationen bildet, jedoch meist in begrenzteren, tieferen Bereichen des Tagebaus vorkommt.<br />
Auch der <a href="https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/MineralData?mineral=Amethyst">Amethyst</a> ist in Rüdersdorf heimisch, allerdings benötigt man hier deutlich mehr Glück für einen schönen Fund.<br />
Ferner kommen weiterhin auch <a href="https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/MineralData?mineral=Limonit">Limonit</a> und <a href="https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/MineralData?mineral=Gips">Fasergips</a> vor. Insgesamt zählt das Portfolio des Rüdersdorfer Tagebaus etwa <a href="https://www.mineralienzimmer.de/topic.php?t=362">31 verschiedene Mineralien</a>, von denen jedoch nicht unbedingt alle auf der Suchfläche vorkommen.</p>
<figure id="attachment_2292" aria-describedby="caption-attachment-2292" style="width: 880px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2292" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/11/WhatsApp-Bild-2025-11-23-um-11.09.22_83c082a7-e1763892677344-1024x1024.jpg" alt="Calcit-haltiges Gestein" width="880" height="880" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/11/WhatsApp-Bild-2025-11-23-um-11.09.22_83c082a7-e1763892677344-1024x1024.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/11/WhatsApp-Bild-2025-11-23-um-11.09.22_83c082a7-e1763892677344-300x300.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/11/WhatsApp-Bild-2025-11-23-um-11.09.22_83c082a7-e1763892677344-150x150.jpg 150w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/11/WhatsApp-Bild-2025-11-23-um-11.09.22_83c082a7-e1763892677344-768x768.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/11/WhatsApp-Bild-2025-11-23-um-11.09.22_83c082a7-e1763892677344-666x666.jpg 666w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/11/WhatsApp-Bild-2025-11-23-um-11.09.22_83c082a7-e1763892677344.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 880px) 100vw, 880px" /><figcaption id="caption-attachment-2292" class="wp-caption-text">Abbildung: Calcit-haltiges Gestein aus dem Tagebau Rüdersdorf</figcaption></figure>
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<h4>Ablauf der Tour</h4>
<p>Die etwa zweistündige Tour ist lediglich nach vorheriger Buchung möglich! Treffpunkt ist der Eingangsbereich des Museumsparks Rüdersdorf. Die Führung startet mit einer kurzen geologischen Einführung im Otto Torell-Haus, dem &#8222;Haus der Steine&#8220;, wo man zahlreiche Informationen über die zu erwartenden Funde auf der Suchfläche und eine kurze Einführung in die Entstehungsgeschichte der Region erhält. Anschließend werden Warnwesten und Sicherheitshelme ausgeteilt, bevor es in einer spannenden Geländefahrt mit dem Bulli auf die (abgegrenzte) Suchfläche in den noch aktiven Tagebau geht. Dort angekommen erhält man letztendlich noch einen Hammer und eine Schutzbrille und hat anschließend etwa eine Stunde Zeit, jegliche Schätze des Tagebaus zu bergen. Ein erfahrender Tourguide steht währenddessen als Ansprechpartner für mögliche Fundstellen und die Bestimmung der Funde zur Verfügung.<br />
Nach etwa einer Stunde Suche geht es mit zahlreichen Funden und dem Bulli zurück zur Kleiderkammer, wo die Warnwesten und Helme zurückgegeben werden. Hier endet die zweistündige Tour meist auch. Während der Sommerferien bietet der Museumspark jedoch häufig unter der Veranstaltung &#8222;Kids im Park&#8220; noch die (kostenpflichtige) Möglichkeit, seine Funde zu reinigen und fachkundig bestimmen zu lassen. Übrigens: Während Fossilien in vielen Bundesländern als &#8222;bewegliche Bodendenkmäler&#8220; und daher als Staats- bzw. Landeseigentum gelten und abgegeben werden müssen, darf man in Brandenburg in der Regel seine Funde behalten!</p>
<figure id="attachment_2298" aria-describedby="caption-attachment-2298" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2298 size-full" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/11/WhatsApp-Bild-2025-11-23-um-13.18.29_68725077-e1763900413139.jpg" alt="geotour-museumspark" width="1200" height="1200" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/11/WhatsApp-Bild-2025-11-23-um-13.18.29_68725077-e1763900413139.jpg 1200w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/11/WhatsApp-Bild-2025-11-23-um-13.18.29_68725077-e1763900413139-300x300.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/11/WhatsApp-Bild-2025-11-23-um-13.18.29_68725077-e1763900413139-1024x1024.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/11/WhatsApp-Bild-2025-11-23-um-13.18.29_68725077-e1763900413139-150x150.jpg 150w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/11/WhatsApp-Bild-2025-11-23-um-13.18.29_68725077-e1763900413139-768x768.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/11/WhatsApp-Bild-2025-11-23-um-13.18.29_68725077-e1763900413139-666x666.jpg 666w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-2298" class="wp-caption-text">Abbildung: Fossiliensuche im Museumspark; Mit Warnweste, Helm und Hammer startet die Suche auf der abgegrenzten Suchfläche</figcaption></figure>
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<h4>Buchungen</h4>
<p>Auf Grund der hohen Beliebtheit der Touren ist eine rechtzeitige Buchung zu empfehlen! Das Mindestalter beträgt 6 Jahre! Die Mindestgruppengröße beträgt 8 Personen! Eventuell ergibt sich jedoch die Möglichkeit, sich einer weiteren Gruppe anzuschließen. Buchungen sind über die <a href="http://museumspark.de">Website des Museumsparks Rüdersdorf</a> möglich. Die Tour ist sehr zu empfehlen und auch bei Schulklassen oder als Geburtstagsausflug immer sehr beliebt.</p>
<p><span id="more-2289"></span></p>
<p>Auf der Suche nach weiteren Abenteuern? Wenn du bereits im <a href="http://museumspark.de">Museumspark Rüdersdorf</a> vor Ort bist, solltest du dir das <a href="https://www.carniflor.de/abenteuer-industriekultur/">Abenteuer Industriekultur</a> auf jeden Fall nicht entgehen lassen!</p>
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		<title>Was ist eigentlich Spaghettistein?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Carniflor]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Sep 2025 20:41:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissenswertes]]></category>
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		<category><![CDATA[Dendrophyllia candelabrum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was ist eigentlich Spaghettistein? Gerade bei der Kultur mexikanischer Fettkrautarten wird als Medium oft poröses Gestein, meist sogenannter Spaghettistein empfohlen.</p>
<p><a href="https://www.carniflor.de/was-ist-spaghettistein/" class="more-link">Jetzt lesen...<span class="screen-reader-text">Was ist eigentlich Spaghettistein?</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4>Was ist eigentlich Spaghettistein?</h4>
<p>Gerade bei der Kultur mexikanischer Fettkrautarten wird als Medium oft poröses Gestein, meist sogenannter Spaghettistein empfohlen. Doch worum handelt es sich dabei genau? Dieser Frage wollen wir in diesem Beitrag einmal genauer auf den Grund gehen.</p>
<figure id="attachment_1349" aria-describedby="caption-attachment-1349" style="width: 880px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1349 size-large" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_10_50_11.Standbild015-1024x576.png" alt="spaghettistein mit pinguicula bepflanzt" width="880" height="495" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_10_50_11.Standbild015-1024x576.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_10_50_11.Standbild015-300x169.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_10_50_11.Standbild015-768x432.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_10_50_11.Standbild015-1536x864.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_10_50_11.Standbild015.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 880px) 100vw, 880px" /><figcaption id="caption-attachment-1349" class="wp-caption-text">Abbildung: Spaghettistein bepflanzt mit mexikanischen Fettkräutern (<em>Pinguicula</em> spec.)</figcaption></figure>
<p>Genau genommen handelt es sich bei Spaghettistein zumindest im geologischen Sinne um keinen offiziellen Begriff. Grundsätzlich bezeichnet man daher verschiedene Gesteinsarten mit poröser, oft löchriger und teils spaghettiartiger Struktur als Spaghettisteine.</p>
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<p>Betrachtet man die Gesteinsarten jedoch etwas genauer, lassen sich Spaghettisteine allerdings meist in zwei grundsätzliche Arten unterscheiden, die sich in ihrer Entstehung fundamental voneinander unterscheiden. Zu einem handelt es sich dabei um <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Travertin"><strong>Travertin</strong></a>, der Spaghettistein wie wir ihn aus dem Handel kennen. Darüber hinaus existiert mit sogenanntem <a href="https://strand-und-steine.de/gesteine/sedimentgesteine/kalkstein/kalkstein.htm"><strong>Faxe-Kalk</strong></a>, einer Ansammlung versteinerter und somit fossiler Korallen- und Seelilienreste, eine weitere Art Spaghettistein, die jedoch nur äußert selten gehandelt wird.</p>
<h5>Travertin &#8211; &#8222;Gewöhnlicher&#8220; Spaghettstein</h5>
<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Travertin">Travertin-Gesteine</a> eignen sich nicht nur für die Verwendung als Pflanzstein, sondern werden oft auch als Baustoff, vor allem bei Mauern und als Terrassenplatten verwendet. Grundsätzlich handelt es sich hierbei um einen mehr oder weniger porösen Kalkstein, der aus warmen oder heißen, CO2-übersättigten Süßwasserquellen ausgefällt wurde und fast ausschließlich aus Calciumcarbonat besteht. Durch die Einlagerung von Eisenoxiden oder Manganverbindungen erhält Travertin seine charakteristische, rot-orange-bräunliche bis gräuliche Färbung. Je nach Temperatur der Quelle und Formation der Umgebung können bei der Ausfällung dabei entweder feste, mehr oder weniger poröse Gesteine oder die auffälligen, spaghettiartigen Steinstrukturen entstehen. Selten enthalten diese Strukturen im Inneren auch noch weitere Einschlüsse von Calcit-Kristallen, welche im Sonnenlicht besonders schön glitzern.<br />
Spaghettisteine aus Travertin bilden daher den eigentlichen, aus dem Handel bekannten Spaghettistein, wie er etwa auch für <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-auf-steinen/">mexikanische Fettkräuter (<em>Pinguicula</em> spec.)</a> verwendet wird. Hin und wieder wird Travertin auch als Kalktuff bezeichnet.</p>
<figure id="attachment_2282" aria-describedby="caption-attachment-2282" style="width: 880px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2282 size-large" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/09/nature-4848330_1280-1024x702.jpg" alt="travertin-terrassen" width="880" height="603" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/09/nature-4848330_1280-1024x702.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/09/nature-4848330_1280-300x206.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/09/nature-4848330_1280-768x527.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/09/nature-4848330_1280.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 880px) 100vw, 880px" /><figcaption id="caption-attachment-2282" class="wp-caption-text">Abbildung: Natürliche Travertin-Terrassen (vermutlich Mammoth Hot Springs, Yellowstone National Park, USA) &#8211; je nach Mineraleinschlüssen kann die Farbe zwischen weiß oder grau und rot-braun-orange variieren.</figcaption></figure>
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<h5>Faxe-Kalk &#8211; Fossiler Spaghettistein</h5>
<p>Mit sogenanntem <a href="https://strand-und-steine.de/gesteine/sedimentgesteine/kalkstein/kalkstein.htm">Faxe-Kalk</a> existiert eine weitere Art von Spaghettistein, die optisch zwar teilweise sehr ähnliche Strukturen aufweist, sich in der Entstehung und im Aufbau aber grundlegend von Spaghettisteinen aus Travertin unterscheiden. Das hat den Hintergrund, dass Faxe-Kalk nicht durch Ausfällung entsteht, sondern im Grunde eine fossile, also (kalkreich) versteinerte Ansammlung an Resten von Korallen und Seelilien bildet. Bei Faxe-Kalk handelt es sich daher im Grunde um echte Fossilien! Wie bei Travertin entsteht die charakteristische Färbung durch den Einschluss verschiedener Verbindungen aus Eisenoxid oder Mangan. Äußerlich ist er zunächst meist jedoch von deutlich weicherem und hellerem (weißem) Kreidekalk umgeben. Wird dieser durch Verwitterung ausgewaschen, bleiben die typischen spaghettiartigen Strukturen zurück. Diese Strukturen gehen bei Faxe-Kalk meist auf die Überreste der Korallenart <em>Dendrophyllia candelabrum</em> zurück. Teilweise enthält Faxe-Kalk auch zahlreiche fossile Bruchstücke der Organismen aus denen sie entstanden sind. Solche Gesteine werden dann zumeist auch als Crinoidenkalk bezeichnet und sind durch die zahlreichen interessanten Formen optisch besonders hochwertig. Dies verleiht ihnen jedoch meist den Wert von geologischen Sammlerstücken, weshalb Spaghettistein aus Faxe-Kalk nur selten im Handel zu finden ist &#8211; meist bei spezialisierten Gesteins-, Fossilien- oder Mineralienhändlern. Echter Faxe-Kalk stammt übrigens lediglich aus der Region Faxe bei im südöstlichen Sjælland in Dänemark &#8211; daher auch sein ungewöhnlicher Name.</p>
<figure id="attachment_2283" aria-describedby="caption-attachment-2283" style="width: 880px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2283 size-large" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/09/fossil-1969912_1280-1024x768.jpg" alt="crinoidenkalk" width="880" height="660" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/09/fossil-1969912_1280-1024x768.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/09/fossil-1969912_1280-300x225.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/09/fossil-1969912_1280-768x576.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/09/fossil-1969912_1280-440x330.jpg 440w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/09/fossil-1969912_1280-920x690.jpg 920w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/09/fossil-1969912_1280.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 880px) 100vw, 880px" /><figcaption id="caption-attachment-2283" class="wp-caption-text">Abbildung: Sogenannter Crinoidenkalk enthält zahlreiche Fossile Spuren.</figcaption></figure>
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<h5>Weitere Spaghettisteine</h5>
<p>Selten findet man im Handel weitere als Spaghettistein bezeichnete Gesteinsarten. Hierbei handelt es sich dann um zahlreiche andere Gesteine mit poröser und oft löchriger Struktur, aber weder um Travertin, noch um Faxe-Kalk. Da es sich bei Spaghettistein weder um einen offiziellen geologischen Begriff, noch um eine geschützte Bezeichnung handelt, wird das Wort Spaghettstein oft als Sammelbegriff für allerlei ungewöhnliche, poröse und löchrige Gesteinsarten verwendet. Auf der Suche nach dem <a href="https://shop.carniflor.de/collections/substrate/products/spaghetti-stein">&#8222;echten&#8220; Spaghettistein</a>, sollte man sich daher immer auf die Suche nach Travertin begeben.</p>
<figure id="attachment_2284" aria-describedby="caption-attachment-2284" style="width: 880px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2284 size-large" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/09/old-3794353_1280-1024x681.jpg" alt="sammelbegriff spaghettistein" width="880" height="585" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/09/old-3794353_1280-1024x681.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/09/old-3794353_1280-300x199.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/09/old-3794353_1280-768x511.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/09/old-3794353_1280-507x338.jpg 507w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/09/old-3794353_1280.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 880px) 100vw, 880px" /><figcaption id="caption-attachment-2284" class="wp-caption-text">Abbildung: Teilweise gilt Spaghettistein als Sammelbegriff für Gesteine mit ungewöhnlich poröser, teils löchriger Struktur.</figcaption></figure>
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</script></p>
<h5>Mehr Informationen:</h5>
<ul>
<li>https://strand-und-steine.de/gesteine/sedimentgesteine/kalkstein/kalkstein.htm</li>
<li>https://www.natursteinbrueche.de/natursteinlexikon/travertin/</li>
<li>https://www.chemieunterricht.de/dc2/tip/01_08.htm</li>
<li>https://www.carniflor.de/pinguicula-auf-steinen/</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Elbsandsteingebirge &#038; Bastei &#8211; Naturwunder in Deutschland</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Carniflor]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Jun 2025 11:31:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Elbsandsteingebirge &#38; Bastei &#8211; Naturwunder in Deutschland Abenteuerliche Felsformationen, nebelüberzogene Täler und ein atemberaubender Ausblick auf das Elbtal &#8211; Wer</p>
<p><a href="https://www.carniflor.de/naturwunder-in-deutschland-elbsandsteingebirge-bastei/" class="more-link">Jetzt lesen...<span class="screen-reader-text">Elbsandsteingebirge &#038; Bastei &#8211; Naturwunder in Deutschland</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.carniflor.de/naturwunder-in-deutschland-elbsandsteingebirge-bastei/">Elbsandsteingebirge &#038; Bastei &#8211; Naturwunder in Deutschland</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.carniflor.de">CARNIFLOR</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4><span style="font-size: 1.5rem;">Elbsandsteingebirge &amp; Bastei &#8211; </span>Naturwunder in Deutschland</h4>
<p>Abenteuerliche Felsformationen, nebelüberzogene Täler und ein atemberaubender Ausblick auf das Elbtal &#8211; Wer schon einmal etwas vom Elbsandsteingebirge und der Bastei gehört hat, der weiß, dass man nicht weit reisen muss, um faszinierende Wunder der Natur erleben zu dürfen.</p>
<figure id="attachment_2127" aria-describedby="caption-attachment-2127" style="width: 880px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2127" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/06/bastei-2942474_1280-1024x448.jpg" alt="bastei-dresden" width="880" height="385" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/06/bastei-2942474_1280-1024x448.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/06/bastei-2942474_1280-300x131.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/06/bastei-2942474_1280-768x336.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/06/bastei-2942474_1280.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 880px) 100vw, 880px" /><figcaption id="caption-attachment-2127" class="wp-caption-text">Grafik: Die Bastei im Elbsandsteingebirge bei Dresden</figcaption></figure>
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<p data-start="626" data-end="1188"><strong data-start="2021" data-end="2045">Bastei und Basteibrücke</strong></p>
<p data-start="626" data-end="1188">Atemberaubend, romantisch, mystisch &#8211; es wirkt fast, wie aus einer anderen Zeit &#8211; Ein zerklüftetes Labyrinth aus Sandsteinfelsen ragt jenseits der Elbe in den Himmel und lädt mit seiner mystischen Gestalt dazu ein, abenteuerliche Pfade zu erkunden, die bereits vor Jahrhunderten Abenteuerlustige und Romantiker gleichermaßen in ihren Bann zogen.</p>
<p class="" data-start="626" data-end="1188">Wanderwege führen vorbei an moosbewachsenen Türmen und versteckten Nischen, in denen das Licht der Sonne filigrane Farbschleier tanzen lässt. Im Frühling drängen sich zahllose Buschwindröschen und das Scharbockskraut in die Felsspalten. Im Herbst hüllt sich das Tal durch den Bestand zahlreicher, alter Rotbuchen (<em>Fagus sylvatica</em>) in ein feuerrotes Blättermeer, das im Kontrast zum kühlen, dichten Nebelschleier eine besonders magische Atmosphäre schafft.</p>
<p data-start="626" data-end="1188">Wer den Aufstieg zu den Felsen wagt, wird mit einem atemberaubenden Panorama belohnt. Das Wetter spielt hier definitiv keine Rolle! Bei regnerischem, feucht-kühlem Wetter drängen sich dichte Nebelschwaden durch das Tal und sorgen somit für ein besonders mystisches Erlebnis. Bei vollem Sonnenschein lockt die weite Aussicht auf die Elbregion und der atemberaubende Blick auf die Elbe zum Träumen ein.</p>
<figure id="attachment_2129" aria-describedby="caption-attachment-2129" style="width: 880px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2129 size-large" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/06/bastei-5118463_1280-1024x682.jpg" alt="Bastei, Dresden" width="880" height="586" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/06/bastei-5118463_1280-1024x682.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/06/bastei-5118463_1280-300x200.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/06/bastei-5118463_1280-768x512.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/06/bastei-5118463_1280-507x338.jpg 507w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/06/bastei-5118463_1280.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 880px) 100vw, 880px" /><figcaption id="caption-attachment-2129" class="wp-caption-text">Grafik: Atemberaubende Ausblicke &#8211; die Basteibrücke im Elbsandsteingebirge</figcaption></figure>
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<p data-start="626" data-end="1188"><strong data-start="2021" data-end="2045">Geschichte und Entstehung</strong></p>
<p class="" data-start="1190" data-end="1730">Doch auch die Geschichte der Region macht die Bastei so besonders: Bereits im 18. Jahrhundert suchten verschiedenste Künstler und Dichter hier den &#8222;Geist der Romantik&#8220;. Der Maler und Romantiker <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Caspar_David_Friedrich">Caspar David Friedrich</a> widmete diesem Naturwunder sogar ein eigenes Gemälde unter dem Namen &#8222;Felsenlandschaft im Elbsandsteingebirge&#8220;. Das Elbsandsteingebirge grenzt daher an den 115km langen <strong>Malerweg</strong>, der verschiedene Naturhighlights der Region miteinander verbindet.</p>
<p data-start="1190" data-end="1730">Die bekannte Basteibrücke in der Gemeinde Lohmen entstand im 19. Jahrhundert. Bereits ab 1826 entstand zunächst eine knapp 77 Meter lange Holzkonstruktion über den fast vierzig Meter tiefen Klüften. Erst im Jahre 1850 wurde diese auf Grund von Baufälligkeit mit einer beständigen Sandsteinbrücke ersetzt. Über die Basteibrücke erreicht man auch die <strong>Felsenburg Neurathen</strong>, welche spannende in den Sandstein gemeißelte Räume enthält. Eine rekonstruierte Steinschleuder kann hier ebenfalls besichtigt werden.</p>
<p data-start="1190" data-end="1730">Die sogenannten <strong>Schwedenlöcher</strong>, bezeichnen die klammerartige Felsenschluchten mit ihren vielen Treppen und Brücken. Diese runden das abenteuerliche Erlebnis in der Bastei ab und schaffen dabei einmalige und unverwechselbare Erinnerungen.</p>
<figure id="attachment_2122" aria-describedby="caption-attachment-2122" style="width: 681px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2122 size-full" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/05/Caspar_David_Friedrich_-_Felsenlandschaft_im_Elbsandsteingebirge.jpg" alt="felsenlandschaft von caspar david friedrich" width="681" height="899" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/05/Caspar_David_Friedrich_-_Felsenlandschaft_im_Elbsandsteingebirge.jpg 681w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/05/Caspar_David_Friedrich_-_Felsenlandschaft_im_Elbsandsteingebirge-227x300.jpg 227w" sizes="auto, (max-width: 681px) 100vw, 681px" /><figcaption id="caption-attachment-2122" class="wp-caption-text">Grafik: Caspar David Friedrich &#8211; Felsenlandschaft</figcaption></figure>
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<p class="" data-start="2021" data-end="2047"><strong data-start="2021" data-end="2045">Saisonale Höhepunkte</strong></p>
<p data-start="2021" data-end="2047">Wer nun denkt, in der Bastei komme man nur bei sommerlichen Wetter auf seine Kosten, wird spätestens dann eines Besseren belehrt, wenn er an einem der zahlreichen, nebelummantelten Herbsttage auf die betörenden Kronen der historischen Rotbuchenbestände (<em>Fagus sylvatica</em>) stößt, welche das Blütenmeer unzähliger Wald- und Wiesenblüher vergangener Frühlings- und Sommermonate ersetzen.</p>
<p data-start="2021" data-end="2047">In den Wintermonaten werden die gefrorenen Gesteinskanten von glitzernden Eiszapfen geschmückt, während sich mit ein wenig Glück auch einige Bergfinken (<em>Fringilla montifringilla) </em>sehen lassen. Wo im Sommer noch zahlreiche Tier- und Pflanzenarten ihre Heimat fanden, kehrt mit dem Winter eine beachtliche Stille ein, die der Bastei noch einmal einen ganz besonderen Reiz verleiht.</p>
<blockquote>
<ul data-start="2048" data-end="2602">
<li class="" data-start="2048" data-end="2174">
<p class="" data-start="2050" data-end="2174"><strong data-start="2050" data-end="2062">Frühjahr</strong>: Zahlreiche Wald- und Wiesen­blüher setzen bunte Akzente, und das Zwitschern der Vogelbrut erfüllt die Täler.</p>
</li>
<li class="" data-start="2175" data-end="2287">
<p class="" data-start="2177" data-end="2287"><strong data-start="2177" data-end="2187">Sommer</strong>: Die Felsen erwärmen sich, Libellen tanzen über Tümpeln, und abends ertönen die Rufe der Frösche.</p>
</li>
<li class="" data-start="2288" data-end="2430">
<p class="" data-start="2290" data-end="2430"><strong data-start="2290" data-end="2300">Herbst</strong>: Das Rotbuchenlaub leuchtet in sattem Orange und Gelb, während Zugvögel auf ihrem Weg Richtung Süden Rast in der Region machen.</p>
</li>
<li class="" data-start="2431" data-end="2602">
<p class="" data-start="2433" data-end="2602"><strong data-start="2433" data-end="2443">Winter</strong>: Mit etwas Glück legt sich eine dünne Schneedecke über die Felsen, Eiszapfen glitzern an den Kanten und seltene Wintergäste wie Bergfinken sind zu beobachten.</p>
</li>
</ul>
</blockquote>
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<figure id="attachment_2132" aria-describedby="caption-attachment-2132" style="width: 880px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2132 size-large" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/06/saxon-switzerland-3783184_1280-1024x682.jpg" alt="Bastei" width="880" height="586" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/06/saxon-switzerland-3783184_1280-1024x682.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/06/saxon-switzerland-3783184_1280-300x200.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/06/saxon-switzerland-3783184_1280-768x512.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/06/saxon-switzerland-3783184_1280-507x338.jpg 507w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/06/saxon-switzerland-3783184_1280.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 880px) 100vw, 880px" /><figcaption id="caption-attachment-2132" class="wp-caption-text">Grafik: Die Basteibrücke &#8211; Die vielfältige Flora verleiht jeder Jahreszeit ihren eigenen Reiz.</figcaption></figure>
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<p><strong data-start="2021" data-end="2045">Seltene Tier- und Pflanzenarten</strong></p>
<p>Der atemberaubende Charakter der Bastei schafft dabei auch verschiedenste, einzigartige Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten. Im Jahre 1992 wurde etwa der <strong>Wanderfalke</strong> (<em data-start="232" data-end="250">Falco peregrinus</em>) erfolgreich neu angesiedelt. Auch der <strong>Uhu</strong> (Bubu bubu) und der <strong>eurasische Lux</strong> (Lynx lynx) finden in den Strukturen der Felsformationen perfekte Schutz- und Brutbedingungen.</p>
<p>Im gesamten Elbsandsteingebirge finden sich des weiteren über 30 verschiedene Farnarten. Der <strong>Gesägte Tüpfelfarn</strong> (<em data-start="101" data-end="125">Polypodium interjectum</em>) gilt dabei als besonders erwähnenswert, da er lediglich an ausgewählten Stellen gedeiht und daher in der gesamten Region als äußerst selten gilt.<br />
<strong>Heidekraut (</strong><em>Calluna </em>spec.<strong>)</strong>, sowie <strong>Färber- und Besenginster</strong> (<em>Cytisus</em> spec.) sind ebenso in der Bastei zu finden wie der Geißklee (<em>Cytisus</em> spec.) und der <b>Trauben-Gamander</b> (<i>Teucrium botrys</i>).</p>
<figure id="attachment_2141" aria-describedby="caption-attachment-2141" style="width: 880px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2141 size-large" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/06/bastion-3728682_1920-1024x511.jpg" alt="" width="880" height="439" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/06/bastion-3728682_1920-1024x511.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/06/bastion-3728682_1920-300x150.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/06/bastion-3728682_1920-768x384.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/06/bastion-3728682_1920-1536x767.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/06/bastion-3728682_1920.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 880px) 100vw, 880px" /><figcaption id="caption-attachment-2141" class="wp-caption-text">Grafik: Die strukturreichen Felsen bieten ideale Lebensbedingungen für seltene Tier- und Pflanzenarten</figcaption></figure>
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<p><strong data-start="2021" data-end="2045">Attraktionen, Camping, Übernachtung</strong></p>
<p>Campingfreunde haben im <a href="https://www.reisemobilpark-bastei.de/Home"><strong data-start="174" data-end="212">Reisemobil- und Caravanpark Bastei</strong></a> die Möglichkeit, ihre Lager nur etwa 3,5 Kilometer von der Bastei entfernt aufzuschlagen. Der Wanderweg beträgt etwa 45 Minuten. Es stehen bei Bedarf oder Notwendigkeit allerdings auch Shuttles zur Verfügung.</p>
<p>Das <a href="http://Berghotel &amp; Panoramarestaurant Bastei"><strong>Berghotel Bastei</strong></a> befindet sich unmittelbar an der Basteibrücke und bietet neben einem direkten Anschluss auch einen wundervollen Ausblick für alle Romantiksuchende, die gerne über Nacht bleiben möchten. Eine <strong>Panorama-Bar</strong> und die <strong>Bastei-Lounge</strong> sorgen hier ebenfalls für das leibliche Wohl und bieten Entspannung und Genuss nach einem abenteuerlichen Wandertrip.</p>
<p>Freunde der Gartenkultur sollten auf jeden Fall auch einen Besuch im <strong>Rhododendronpark</strong> auf der &#8222;kleinen Bastei&#8220; einplanen. Die Gründung dieses Kleinods geht bereits auf den &#8222;Grafen von der Recke&#8220; um 1870 zurück. Der heutige Park beherbergt neben 28 Rhododendronarten auch verschiedene Raritäten an Laubbäumen, Farnen, eine alte Magnolie, einige exotische Nadelgehölze und viele verschiedene Blühsträucher.</p>
<p><strong data-start="2021" data-end="2045">Fazit</strong></p>
<p>Die Bastei ist der beste Beweis dafür, dass man für spannende Erlebnisse in der Natur nicht fern reisen muss. Egal ob für einen atemberaubenden Wanderurlaub oder einen romantischen Kurztrip &#8211; die Bastei lockt mir ihren spektakulären Felsformationen, der historischen Basteibrücke und dem weiten Blick über das Elbtal für ein unvergessliches Naturerlebnis, das lange im Gedächtnis bleibt. Wer einmal dort war, versteht, warum dieser Ort bereits seit Jahrhunderten Menschen begeistert – und immer wieder aufs Neue verzaubert.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.carniflor.de/naturwunder-in-deutschland-elbsandsteingebirge-bastei/">Elbsandsteingebirge &#038; Bastei &#8211; Naturwunder in Deutschland</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.carniflor.de">CARNIFLOR</a>.</p>
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		<title>Fettkräuter &#8211; Mexikanische Pinguicula auf Spaghettistein, Lavastein pflanzen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Carniflor]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Jun 2021 12:34:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Fettkräuter &#8211; Mexikanische Pinguicula auf Steine pflanzen Mexikanische Fettkräuter (Pinguicula spec.) begeistern nicht nur durch ihre Vielzahl an Farben und</p>
<p><a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-auf-steinen/" class="more-link">Jetzt lesen...<span class="screen-reader-text">Fettkräuter &#8211; Mexikanische Pinguicula auf Spaghettistein, Lavastein pflanzen</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-auf-steinen/">Fettkräuter &#8211; Mexikanische Pinguicula auf Spaghettistein, Lavastein pflanzen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.carniflor.de">CARNIFLOR</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Fettkräuter &#8211; Mexikanische Pinguicula auf Steine pflanzen</h2>
<p>Mexikanische Fettkräuter (Pinguicula spec.) begeistern nicht nur durch ihre Vielzahl an Farben und Formen, sondern bieten auch einige verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten. Neben der einfachen Topfhaltung in torfhaltigen oder torffreien Substraten, lassen sich mexikanische Pinguicula wunderbar auf Steine (z.B. Spaghetti-Steine oder Lava-Steine) pflanzen. Was es dabei zu beachten beachten gibt und welche Steine und Arten sich für ein solches Projekt besonders eignen, erklären wir dir in diesem Beitrag. Alternativ empfehlen wir an dieser Stelle auch gerne unseren spezifischen Beitrag mit detaillierten Einblicken zu unseren Erfahrungen hinsichtlich verschiedener <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-substrate/">Substrate für Fettkräuter</a>.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/tsA6RpDTiVM" width="800" height="600" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"><span style="display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;" data-mce-type="bookmark" class="mce_SELRES_start">﻿</span></iframe></p>
<h3>1.) Materialien &#8211; Welcher Stein eignet sich?</h3>
<p>Zunächst einmal benötigt ihr einen passenden Stein für die Bepflanzung. Durch die hohe Kalktoleranz der meisten <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/">mexikanischen Pinguicula</a> eignen sich <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Travertin">Travertin (&#8222;Spaghetti-Stein&#8220;)</a> und andere Kalksteine ebenso gut wie vulkanische Lava-Steine oder eventuell gar Bims. Bei der Auswahl des Steins sollte auf eine möglichst poröse Oberfläche geachtet werden, da es sich bei Fettkräutern um ausgesprochene Flachwurzler handelt, die nur wenige (sehr feine) Wurzeln ausbilden. Die Form des Steins bestimmt nicht nur die grundlegende Optik, sondern hat auch einen direkten Einfluss auf den späteren Anwuchserfolg. Mit zunehmender Höhe des Steins, sinkt die Wirkung von <a href="https://www.chemie.de/lexikon/Kapillarit%C3%A4t.html">Kapillarkräften</a> zur oberen Spitze hin deutlich ab, was sich besonders oft besonders bemerkbar macht, wenn man die Steine in abgeschlossenen Gefäßen &#8211; mitunter sogar mit leichtem Anstau im Sommer &#8211; hält. Oftmals vertrocknen die an der Spitze gesetzten Pflanzen, noch bevor sie überhaupt richtig angewachsen sind oder verkümmern zu Miniaturpflanzen mit nur wenigen Millimetern Durchmesser. Diese scheinen zwar aus eigenen Erfahrungen hinaus überlebensfähig zu sein, entsprechen jedoch oft nicht mehr dem eigentlichen optischem Zweck. Der Stein sollte also ein ausgeglichenes Verhältnis von Höhe zu Breite aufweisen.</p>
<p>Als nächstes sollte ein passendes Gefäß, entsprechend der Größe des Steins, ausgewählt werden. Dieses kann sowohl nach unten hin abgeschlossen sein, um einen Wasseranstau zu vermeiden, als auch geöffnet sein und mit einem passenden Untersetzer kombiniert werden. Wichtig ist nur, dass das Gefäß eine ausreichende Höhe aufweist, um den Stein darin mit etwas Substrat zu stabilisieren. Als Substrat eignen sich normaler Torf, Karnivoren-Standard-Substrat, mineralische Substrate oder gar 1:1 mit Torf vermischte Kakteenerde. Sand und Kies können ergänzend oder in Mischung mit den anderen genannten Substraten genutzt werden. Ebenfalls möglich sind etwas tonhaltigere Substrate.<br />
Zur Bepflanzung eignen sich die meisten mexikanischen Fettkräuter. Vor der Pflanzung sollte allerdings die Art der Winterruhe, bzw. des Hibernakulums recherchiert werden, da dieses sich mitunter teils etwas tiefer in das Substrat zurückziehen möchte. Arten, die ein eher zwiebelartiges Hibernakulum bilden, wären für eine <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lithophyt">lithophytische</a> Bepflanzung eher ungeeignet, da sich die längerfristige Haltung in Kultur eher etwas schwieriger erweist. Durch die ausgesprochene Kalkverträglichkeit der meisten Arten kann die Bewässerung auch gedankenlos mit normalem Leitungswasser erfolgen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1343" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_23_01.Standbild009-1024x576.png" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_23_01.Standbild009-1024x576.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_23_01.Standbild009-300x169.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_23_01.Standbild009-768x432.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_23_01.Standbild009-1536x864.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_23_01.Standbild009.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<h3>2.) Vorbereitungen &#8211; Waschen des Steins, Stabilisierung</h3>
<p>Bevor mit der Bepflanzung begonnen werden kann, muss der verwendete Stein zunächst ausgewaschen werden, um die enthaltende Luft zu entfernen, ihn von potentiell anhaftenden Stäuben und Schadstoffen zu befreien und eine ausreichende Wasserbenetzung zu gewährleisten. Der Stein sollte in einem passenden Gefäß vollständig mit Wasser bedeckt sein, einige Male gewendet werden und anschließend so lange unter Wasser verweilen, bis keine Luftblasen mehr zur Oberfläche hin aufsteigen. Das im Gefäß befindliche Wasser kann sich durch diesen Vorgang je nach verwendetem Material und gelieferter Qualität mitunter teils stark verfärben und sollte nach der Entnahme des Steines vorsichtig entsorgt werden, um Verfärbungen und Schlackflecken zu vermeiden!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1344" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_29_04.Standbild010-1024x576.png" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_29_04.Standbild010-1024x576.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_29_04.Standbild010-300x169.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_29_04.Standbild010-768x432.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_29_04.Standbild010-1536x864.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_29_04.Standbild010.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1352" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_37_23.Standbild016-1024x576.png" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_37_23.Standbild016-1024x576.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_37_23.Standbild016-300x169.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_37_23.Standbild016-768x432.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_37_23.Standbild016-1536x864.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_37_23.Standbild016.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>Anschließend erfolgt die Platzierung und Stabilisierung im Gefäß. Verwendet man hierfür Substrat, so kann der Stein ruhig einige Zentimeter oder gar bis auf den Gefäßgrund hinab gesetzt werden umd bis zum Gefäßrand mit Substrat befüllt werden. Alternativ kann man auch kleinere Steine oder Bruchstücke verwenden. Substrat weist allerdings den Vorteil einer deutlich besseren Wasserspeicherkapazität auf und sorgt in Folge dessen erfahrungsgemäß für eine ausgeglichenere Bewässerung. Bevor die Bepflanzung beginnt, sollte das Gefäß mitsamt des Steines nun noch einmal gründlich gewässert werden. Die Substratdecke kann im letzten Schritt der Vorbereitungen mit Sand und/oder Kies abgedeckt, oder zur späteren Bepflanzung mit Rest-Pflanzen freigelassen werden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1345" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_04_29_27.Standbild011-1024x576.png" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_04_29_27.Standbild011-1024x576.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_04_29_27.Standbild011-300x169.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_04_29_27.Standbild011-768x432.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_04_29_27.Standbild011-1536x864.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_04_29_27.Standbild011.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<h3>3.) Bepflanzung</h3>
<p>Nachdem der Stein in seinem Gefäß platziert und stabilisiert wurde, kann mit der Bepflanzung begonnen werden. Deiner Kreativität sind nun nur wenige Grenzen gesetzt. Pinguicula-Arten wie P. jaumavensis (P. esseriana), P. ehlersiae, P. gypsicola, P. moctezumae, P. cyclosecta, P. agnata und verschiedene Hybriden (beispielsweise P. gypsicola x P. moctezumae) eignen sich hervorragend für die Bepflanzung auf Steinen. Weniger eignen sich P. acuminata, P. heterophylla oder P. medusina und weitere zwiebelbildende Arten. Viele passende Arten findest du auch <a href="http://shop.carniflor.de">bei uns im Shop</a>! Die Kombination von langblättrigen und rosettig wachsenden Arten schafft besonders schöne Akzente. Doch auch über die Farbe lassen sich schöne Bilder erzeugen. Während P. jaumavensis eher grünlich bis silbrig erscheint, kann Pinguicula ehlersiae unter ausreichender Belichtung beispielsweise stark rötlich erscheinen. Beide der genannten Arten sind rosettig wachsend. Als Ergänzung würde sich beispielweise Pinguicula gypsicola mit ihren langen, schmalen Fangblättern anbieten. Im folgenden Verlauf dieses Beitrages haben wir euch noch einmal eine Liste mit verschiedenen bevorzugten Wuchsorten einiger ausgewählter Pinguicula-Arten zusammengestellt, die euch dabei helfen soll, die passende Pflanze für euer Projekt auszuwählen.</p>
<p>Da die Kapillarkräfte &#8211; wie bereits etwas weiter oben besprochen &#8211; zum oberen Ende des Steines abnehmen, sollte mit der Bepflanzung möglichst am unteren Ende begonnen werden. Zunächst wird die Pflanze aus ihren Topf entfernt und anschließend vorsichtig aber bestimmt in einem passenden Hohlraum (leicht) angedrückt. Dies kann sowohl wurzelnackt geschehen, als auch mit kleineren, marginalen (!) Substratresten im Wurzelraum. Eine Pinzette kann hierbei hilfreich sein. Weist der Stein an der gewünschten Stelle keine passenden Hohlräume auf, kann mitunter mit einem Meißel nachgeholfen werden. Hierbei sollte aber unbedingt auf die Beschaffenheit und Porösität des Materials geachtet werden, um möglichen Bruch zu vermeiden. Zu flache Steine sollten aber nicht verwendet werden, da diese meist eine sehr geringe Wasserspeicherfähigkeit aufweisen und sich die Pflanzen auf dieser Oberflächenstruktur nicht etablieren können. Doch auch auf poröseren Steinen sollte mit stets mit einer geringeren Anwuchsrate als bei der Topfkultur gerechnet werden! Daher empfiehlt es sich zu Beginn erst einmal ein paar mehr Pflanzen zu setzen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1346" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_06_05.Standbild012-1024x576.png" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_06_05.Standbild012-1024x576.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_06_05.Standbild012-300x169.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_06_05.Standbild012-768x432.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_06_05.Standbild012-1536x864.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_06_05.Standbild012.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1347" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_20_13.Standbild013-1024x576.png" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_20_13.Standbild013-1024x576.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_20_13.Standbild013-300x169.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_20_13.Standbild013-768x432.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_20_13.Standbild013-1536x864.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_20_13.Standbild013.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<table width="531">
<tbody>
<tr>
<td width="104"><strong>Pinguicula-Art</strong></td>
<td width="119"><strong>Hauptwuchsort</strong></td>
<td width="154"><strong>ebenfalls</strong></td>
<td width="154"><strong>seltener</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="104">moranensis</td>
<td width="119">Kalkstein</td>
<td width="154">Moospolster</td>
<td width="154">Baumstämme</td>
</tr>
<tr>
<td>potosiensis</td>
<td>Kalkstein</td>
<td>Moospolster</td>
<td>Baumstämme</td>
</tr>
<tr>
<td>acuminata</td>
<td>lehmiges Substrat</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>calderoniae</td>
<td>Kalkstein</td>
<td>Moospolster</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>colimensis</td>
<td>Kalkstein (Gips)</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>conzatii</td>
<td>Kalkstein</td>
<td>Moospolster</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>crassifolia</td>
<td>Vulkangestein</td>
<td>Moospolster</td>
<td>dünne Humusschichten</td>
</tr>
<tr>
<td>cyclosecta</td>
<td>Kalkstein</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>debbertiana</td>
<td>Kalkstein (Gips)</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>elizabethiae</td>
<td>Kalkstein</td>
<td>Ton/Silikat</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>ehlersiae</td>
<td>Kalkstein (Gips)</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>esseriana</td>
<td>Kalkstein</td>
<td>Moospolster</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>emarginata</td>
<td>Sandstein</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>gracilis</td>
<td>Kalkstein</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>gypsicola</td>
<td>Kalkstein (Gips)</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>hemiepiphytica</td>
<td>Kalkstein</td>
<td>Baumstämme</td>
<td>Moospolster</td>
</tr>
<tr>
<td>ibbarae</td>
<td>Ton/Silikat</td>
<td>dünne Humusschichten</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>kondoi</td>
<td>Kalkstein</td>
<td>Moospolster</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>heterophylla</td>
<td>Sand/Lehm</td>
<td>dünne Humusschichten</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>agnata</td>
<td>Kalkstein</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>immaculata</td>
<td>Gipsböden</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>kondoi</td>
<td>Kalkfelsen</td>
<td>Moospolster</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>laueana</td>
<td>Kalkfelsen</td>
<td>Moospolster</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>laxifolia</td>
<td>Kalkfelsen</td>
<td>Moospolster</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>macrophylla</td>
<td>Vulkangestein</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>martinezii</td>
<td>Kalkfelsen</td>
<td>Moospolster</td>
<td>kalkhaltiger Humus</td>
</tr>
<tr>
<td>mirandae</td>
<td>Kalkfelsen</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>moctezumae</td>
<td>Kalkfelsen</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>oblongiloba</td>
<td>lehmiges Substrat</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>orchioides</td>
<td>lehmiges Substrat</td>
<td>sandiger Lehm</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>parvifolia</td>
<td>kiesiger Granit</td>
<td>sandiger Lehm</td>
<td>Moospolster</td>
</tr>
<tr>
<td>rectifolia</td>
<td>Kalkstein (Gips)</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>rotundiflora</td>
<td>Kalkstein (Gips)</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>zecheri</td>
<td>Kalkstein</td>
<td>Moospolster</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>albida</td>
<td>sandiger Humus</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>antarctia</td>
<td>Moospolster</td>
<td>Waldboden</td>
<td>Felsen</td>
</tr>
<tr>
<td>caerulea</td>
<td>sandiger Humus</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>australandina</td>
<td>Humus</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>crystallina</td>
<td>Serpentingestein</td>
<td>dünne Humusschichten</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>hirtiflora</td>
<td>Serpentingestein</td>
<td>dünne Humusschichten</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>filifolia</td>
<td>sandiger Humus</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>gigantea</td>
<td>Kalkfelsen</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p style="text-align: right;">Tabelle 1: Bevorzugtes Habitat verschiedener Pinguicula-Arten. Zusammengestellt mit Informationen von<a href="http://www.gluch.info"> www.gluch.info</a></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1348" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_08_05_26.Standbild014-1024x576.png" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_08_05_26.Standbild014-1024x576.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_08_05_26.Standbild014-300x169.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_08_05_26.Standbild014-768x432.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_08_05_26.Standbild014-1536x864.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_08_05_26.Standbild014.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<h3>4.) Fertigstellung, Resultat</h3>
<p>Abschließend wird der Stein noch einmal kräftig gewässert, um einen bestmöglichen Substratschluss zu gewährleisten. Bei der ersten Wässerung kann dies noch problemlos (aber vorsichtig!) mit Hilfe einer normalen Gießkanne geschehen. Anschließend wird der Stein an seinen bestimmten Standort verbracht. Für die weitere Kultur eignet sich ein ausreichend heller, aber absonniger Standort ohne direkte Mittags-Hitze. Ab nun sollte der Stein nur noch mit einem Drucksprüher befeuchtet werden. Hierbei ist unbedingt darauf zu achten, dass alle Seiten des Steins ausreichend mit Wasser benetzt werden. Zwischen den Wassergaben sollte der Stein regelmäßig ab-, jedoch nicht völlig austrocknen! Im Winter kann die Bewässerung je nach Temperatur völlig zurückgefahren werden. Wurden Arten gewählt, die eine Winterruhe einlegen und während dieser Periode entsprechend kühlere Temperaturen (5-10°C) benötigen, kann die Wassergabe in den Herbstmonaten langsam zurückgefahren werden und bis hin zum nächsten Frühling nahezu gänzlich eingestellt werden. Die Pflanzen sollten während dieser Zeit jedoch trotzdem regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf eventuell geringfügig gewässert werden. Ein Daueranstau ist lediglich in den Sommermonaten bei ausreichend guter Luftumwälzung (im Gewächshaus oder im Freiland) zu empfehlen.<br />
Manchmal kommt es (vor allem an trockeneren Stellen) vor, dass die Pflanzen es auf Grund der Beschaffenheit des Untergrunds nicht schaffen ihre verdorrten Blätter abzuwerfen. Infolgedessen entwurzeln sich die Pflanzen oft selbst und vertrocknen letztendlich. Alte, vertrocknete Blätter sollten demnach regelmäßig entfernt werden, sobald sie überhand zu nehmen scheinen. Denke jedoch bei der Neuanlage oder Ergänzung stets daran, dass sich nicht immer alle Pflanzen etablieren werden! Weitere Pflegemaßnahmen sind nicht nötig. Mit einem Pinguicula-Stein hast du dir ein pflegeleichtes Pflanzen-Arrangement geschaffen, das auf jeden Fall einen Hingucker bietet und viele Jahre der Freude garantiert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1349" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_10_50_11.Standbild015-1024x576.png" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_10_50_11.Standbild015-1024x576.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_10_50_11.Standbild015-300x169.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_10_50_11.Standbild015-768x432.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_10_50_11.Standbild015-1536x864.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_10_50_11.Standbild015.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1342" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_00_20_10.Standbild005-1024x768.png" alt="" width="1024" height="768" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_00_20_10.Standbild005-1024x768.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_00_20_10.Standbild005-300x225.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_00_20_10.Standbild005-768x576.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_00_20_10.Standbild005-1536x1152.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_00_20_10.Standbild005-2048x1536.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>Wenn du auf organische Substrate für den Untergrund, die Pflanzung und die Stabilisierung verzichtet hast, dann musst du auch nicht mit einem lästigen Befall an Trauermücken rechnen, die jedem Pflanzenliebhabern regelmäßig die Nerven rauben! Wenn du allerdings bereits durch die Topfkultur mit Trauermücken zu kämpfen hast, dann empfehlen wir dir unseren Beitrag zu den Möglichkeiten der <a href="https://www.carniflor.de/trauermuecken-biologisch-bekaempfen/">(biologischen) Bekämpfung von Trauermücken</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-auf-steinen/">Fettkräuter &#8211; Mexikanische Pinguicula auf Spaghettistein, Lavastein pflanzen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.carniflor.de">CARNIFLOR</a>.</p>
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