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	<title>Vermehrung Archive - CARNIFLOR</title>
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		<title>Topfen wie die Profis &#8211; Wie topft man (Karnivoren) richtig?!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Carniflor]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Sep 2020 20:40:29 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Topfen wie die Profis – Wie topft man (Karnivoren) richtig?! Neben den entscheidenen klimatischen Kulturfaktoren spielen auch die Handhabung und</p>
<p><a href="https://www.carniflor.de/topfen-wie-die-profis/" class="more-link">Jetzt lesen...<span class="screen-reader-text">Topfen wie die Profis &#8211; Wie topft man (Karnivoren) richtig?!</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.carniflor.de/topfen-wie-die-profis/">Topfen wie die Profis &#8211; Wie topft man (Karnivoren) richtig?!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.carniflor.de">CARNIFLOR</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3><strong>Topfen wie die Profis – Wie topft man (Karnivoren) richtig?!</strong></h3>
<p>Neben den entscheidenen klimatischen Kulturfaktoren spielen auch die Handhabung und die Beschaffenheit des Substrates eine entscheidene Rolle für die Entwicklung der Pflanze/n. Doch oftmals stoßen wir &#8211; vor allem auf <a href="https://www.instagram.com/explore/tags/carnivorousplants/">Instagram</a> &#8211; auf Bilder von Pflanzen, denen beim Topfen nicht die volle Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Neben unvollständig gefüllten Töpfen, ist ein zu klumpig angemischtes Substrat eine häufig begangene Fehlerquelle.<br />
Aus diesem Grunde möchten wir in diesem Beitrag eine detaillierte Anleitung zum professionellen Topfen geben, aber auch auf einige häufig anzutreffende Fehler eingehen. Wie du deine Karnivoren anschließend optimal im Anstau bewässerst und die Haltbarkeit deines Substrates verlängerst, erfährst du in unserem Beitrag zum Thema <a href="https://www.carniflor.de/anstaubewaesserung-bei-karnivoren/">Daueranstau bei Karnivoren</a>.</p>
<div align="center"><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/EFTAjicm9gA" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></div>
<p><strong>1. Wahl der Töpfe</strong></p>
<p>Neben der Verwendung eines passenden Substrates, hat die Beschaffenheit des Topfes direkten Einfluss auf den Erfolg der Anzucht. Dies gilt nicht nur für Karnivoren, sondern ist für nahezu alle pflanzlichen Kulturen allgemeingültig. Während Pflanzen im Boden der natürlichen Umgebung verschiedenen, lokal sehr unterschiedlichen Bedingungen ausgesetzt sind und sowohl die Bodenbildung, als auch deren Erhaltung und die jeweiligen Bodenparameter (pH, Nährstoffgehalt, etc.) stark von mikrobiologischen und weiteren biotischen und abiotischen Prozessen abhängen, sind Kulturen in Topfkultur von Beginn an stark auf den Züchter angewiesen. Neben dem passenden pH-Wert, Nährstoffgehalt und der für die jeweilige Kultur entsprechenden Saugfähigkeit, bzw. Wasserhaltekraft des Substrates (wie lange braucht das Substrat um Wasser aufzunehmen und anschließend wieder abzutrocknen), ist unbedingt darauf zu achten die richtige Topfgröße UND die richtige Topfhöhe zu wählen.</p>
<p>Mit der Wahl der richtigen Gefäßhöhe lässt sich der Sauerstoffgehalt im Substrat und folglich auch der Kulturerfolg und die Wachstumsgeschwindigkeit deutlich positiv beeinflussen! Gerade bei Kultur in Daueranstau , wie es für viele Karnivoren üblich ist, sollte aus diesem Grunde (wenn in der jeweiligen Breite verfügbar) unbedingt auf höhere Töpfe zurückgegriffen werden. Hierfür gibt es beispielsweise spezielle Töpfe mit 9 cm Breite und Höhe, statt der üblichen 7 cm Topfhöhe bei standartisierten 9er Rundtöpfen. Besonders bei verschiedenen Sonnentauarten ist das Wuchsbild in diesen Töpfen kräftiger und die Pflanzen erscheinen im Vergleich etwas gesünder und widerstandsfähiger.</p>
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<p>Der Unterschied erscheint zwar marginal, liefert in der Praxis jedoch deutliche Unterschiede in der Kultur. Wie die <a href="http://www.orchidee-donau-iller.de/html/sonstiges/Themen.htm">Donau-Iller Gruppe der deutschen Orchideen-Gesellschaft berichtet</a>, hängen sowohl der Wasser- als auch der Luftgehalt im Substrat direkt von der Topfhöhe ab [1]. Während ein 8 cm hoher Kulturtopf lediglich mit bis zu 7% Luft und bis zu 76% mit Wasser gesättigt sein kann, kann ein 10 cm hoher Topf bereits 13% Luftanteil und nur noch lediglich 70% Wassersättigung aufweisen, obwohl der Unterschied in der Topfhöhe lediglich 2 cm beträgt. Der Luftanteil im Substrat würde sich demnach also ausschließlich mit der Wahl einer gering höheren Topfgröße nahezu verdoppeln! Genau genommen liefert dieser Umstand auch eine der Ursachen für das bessere Wachstum von jungen Sämlingspflanzen, die nach der Saat regelmäßig pikiert werden. Vor allem bei der Aussaat von Venusfliegenfallen ist bei einer fehlenden Vereinzelung oft ein extrem verlangsamtes Wachstum zu beobachten. Möglicherweise kommt es sogar vor, dass einige Pflanzen für mehrere Jahre im Sämlingsstatium verbleiben!</p>
<table style="height: 253px;" width="1307">
<tbody>
<tr>
<td>Topfhöhe (cm)</td>
<td>Luftgehalt (%)</td>
<td>Wassergehalt (%)</td>
</tr>
<tr>
<td>2,5</td>
<td>2,5</td>
<td>82</td>
</tr>
<tr>
<td>8</td>
<td>7</td>
<td>76</td>
</tr>
<tr>
<td>10</td>
<td>13</td>
<td>70</td>
</tr>
<tr>
<td>18</td>
<td>19</td>
<td>64</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p style="text-align: left;">Tabelle 1: Abhängigkeit von Wasser- und Luftgehalt (in %) von der Topfhöhe (in cm). Quelle: Deutsche Orchideen-Gesellschaft (Gruppe Donau-Iller) [1]</p>
<p><strong>2. Rundtöpfe oder Ecktöpfe?</strong></p>
<p>Die Wahl des passenden Topfmodells hängt jedoch nicht nur von der gewählten Höhe ab, auch mit der Bauform (Rund- oder Ecktöpfe) kann man unter Umständen einen entscheidenden Einfluss auf den Kulturerfolg erzielen. Gerade in kleineren Gewächshäusern mag es zunächst sinnvoll erscheinen, den gering verfügbaren Platz zu nutzen und die zur verfügung stehende/n Fläche/n vollständig mit Ecktöpfen zu bestücken. Doch bei der Kultur von Pflanzen mit erhöhter Wurzelempfindlichkeit und/oder erhöhter Anfälligkeit für bodenbürtige Pilzerreger (zB: Fusarium spec. oder Colletotrichum spec.) wie <a href="https://www.carniflor.de/cephalotus-pflegen/">Zwergkrüge (Cephalotus follicularis)</a>, Sumpfkrüge (Heliamphora spec.), Kannenpflanzen (Nepenthes spec.) aber auch <a href="https://www.carniflor.de/venusfliegenfallen-pflegen/">Venusfliegenfallen (Dionaea muscipula)</a>, kann diese Entscheidung in wärmeren und vor allem schwüleren Tagen mitunter fatale Folgen haben!<br />
Durch den hohen Engstand wird ein Luftaustausch zwischen den Töpfen und folglich auch ein wichtiger Kühlungsfaktor verhindert. Bei Kultur in Daueranstau wird darüber hinaus auch die Verdunstung von der Tischoberfläche stark eingeschränkt. Bei wurzelempfindlichen Pflanzen ist es demnach immer besser auf Rundtöpfe zurückzugreifen und die Töpfe einige wenige Zentimeter auseinanderzurücken. Ähnliches gilt für die Kultur am Fensterbank.</p>
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<p><strong>3.Welche Topffarbe ist die richtige Wahl?</strong></p>
<p>Da Materialien mit unterschiedlichen Oberflächenfarben die einwirkende Einstrahlung (vor allem in Form von Wärmestrahlung durch das Sonnen- oder Kunstlicht) unterschiedlich stark absorbieren und somit auch zu einer unterschiedlich starken Erwärmung des Substrates führen, kann man auch mit der Wahl der passenden Topffarbe entscheidenden Einfluss auf den Kulturerfolg nehmen. Schwarze Töpfe absorbieren mehr Wärmestrahlung als Terracottafarbene und eignen sich daher eher für wurzelunempfindliche Kulturen oder Spätsaaten, bzw. Stecklinge in den Herbstmonaten bis zum Pikieren im folgenden Frühjahr. Dieser Effekt lässt sich im Sommer ebenfalls hervorragend beim Tragen von schwarzen T-Shirts beobachten, in denen man merklich schneller schwitzt. (Die Innenräume schwarz lackierter Autos sind im Vergleich zu helleren Lackierungen im Sommer auch meist deutlich wärmer.) Vor allem im Gewächshaus oder bei Verwendung von Zusatzbelichtung mit starker Wärmestrahlung sollte dieser Umstand stets beachtet werden!</p>
<figure id="attachment_996" aria-describedby="caption-attachment-996" style="width: 1600px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-996 size-full" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/09/hurre_veitch_6.jpg" alt="nepenthes-toepfe" width="1600" height="1145" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/09/hurre_veitch_6.jpg 1600w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/09/hurre_veitch_6-300x215.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/09/hurre_veitch_6-1024x733.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/09/hurre_veitch_6-768x550.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/09/hurre_veitch_6-1536x1099.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /><figcaption id="caption-attachment-996" class="wp-caption-text">Grafik: Auch mit der Wahl des passenden Topfmodells lässt sich das Wachstum beeinflussen: Höher gezogene 9er Rundtöpfe eignen sich vor allem für wurzelempfindliche Kulturen; schwarze Töpfe absorbieren mehr Wärmestrahlung und eignen sich daher vor allem für Spätaussaaten und Anzuchten unter LED-Strahlern oder Leuchtstoffröhren.</figcaption></figure>
<p><strong>4. Wahl und Vorbereitung des Substrats</strong></p>
<p>Welches Substrat gewählt wird, hängt im allgemeinen von den Bodenansprüchen der jeweiligen Pflanze/n ab. Karnivoren wachsen allgemein auf nährstoffarmen, kalkfreien und daher sauren Böden, weshalb hier meist auf Substrate aus reinem Weißtorf oder Torfmischungen mit Sand, Kies und Perliten zurückgegriffen wird. Einige Züchter experimentieren auch mit torffreien Alternativen wie Pinienrinde, Vermiculit oder weiteren Ausgangsstoffen. Nur einige <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/">Fettkrautarten (Pinguicula spec.)</a> kommen auch auf kalkhaltigen Böden vor und können deshalb auch hervorragend auf mineralischen Substraten kultiviert und mit Leitungswasser gegossen werden.</p>
<p>Als Ausgangsstoff dient in den meisten Fällen fast ausnahmslos ungedüngter, ungekalkter <a href="https://amzn.to/35CcS7m">Hochmoortorf (Weißtorf)</a><span style="color: #993300;">*</span> mit einem geringen Zersetzungsgrad (H2-H5). Bei stärkeren Zersetzungsgraden sind in der Torfsubstanz bereits zu viele Nährstoffe enthalten, wodurch der Torf für die meisten Karnivoren nicht zu empfehlen ist. Anschließend wird der Torf noch mit etwas kalkfreiem Quarzkies und Quarzsand (etwa 50:50) im Verhältnis 2 Teile Torf zu 1 Teil Sand/Kies aufgelockert. Der Sand- und der Kiesanteil sorgen dafür, dass das Torfsubstrat, welches eine sehr starke Wasserhaltekraft besitzt, etwas aufgelockert wird und die Substratfeuchte etwas besser zu handhaben ist. Fertig ist das Standard-Substrat, welches für nahezu alle karnivoren Kulturen verwendet werden kann. Als weiterer optionaler Zuschlagsstoff dienen oft <a href="https://amzn.to/2TyDJeQ">Perlite</a><span style="color: #993300;">*</span>, ein bei etwa 1000°C aufgeblähtes Lavagestein, das den Luftanteil im Substrat deutlich erhöht. Beim Kauf der Perlite sollte jedoch darauf geachtet werden, dass es sich um gartenbauliche Perlite handelt und nicht etwa um Produkte für den Baubereich (oft verwendet für Dämmungen), die unter Umständen für die Pflanzen schädliche Schadstoffe enthalten könnten.</p>
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</script></p>
<p>Für mexikanische Pinguicula empfiehlt sich eine mineralische Mischung aus Lava, Bims, Zeolith, Blähton, Sand/Kies und etwas Torf zur besseren Bindung und Wasserbindung. Fertige Ausgangsmischungen wie <a href="https://amzn.to/3e3b4YO">Lechuza<span class="st">®-</span>Pon</a><span style="color: #993300;">*</span> und <a href="https://amzn.to/2TBiNUo">Seramis<span class="st">®</span></a><span style="color: #993300;">*</span> (Kakteen und Sukkulenten) eignen sich hierbei hervorragend. Beide Substrate sollten zu gleichen Teilen kombiniert und anschließend mit der Mischung des Basis-Substrates (ohne Perlite) im Verhältnis 3:1 vermischt werden.<br />
Europäische Pinguicula sollten durch die Knospenbildung und der Ausbildung teils dickfleischiger Wurzeln eher in organischen Substraten kultiviert werden. Die oben genannte Basis-Mischung für alle Karnivoren kann auch hier problemlos verwendet werden. Bei kalkliebenden Arten (wie P. vallisneriifolia) sollte die Basis-Mischung noch mit etwa 50% <a href="https://amzn.to/3kDtj9Q">Anzuchterde</a><span style="color: #993300;">*</span> oder Kakteenerde ergänzt werden, vor allem wenn dem Substrat kein Kalk in Form von <a href="https://amzn.to/2Hypl45">Dolomitkalk</a><span style="color: #993300;">*</span> oder gemahlenen Muschelschalen zugegeben wird.</p>
<figure id="attachment_963" aria-describedby="caption-attachment-963" style="width: 1600px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="wp-image-963 size-full" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/08/substrat_basis.jpg" alt="töpfe" width="1600" height="1537" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/08/substrat_basis.jpg 1600w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/08/substrat_basis-300x288.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/08/substrat_basis-1024x984.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/08/substrat_basis-768x738.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/08/substrat_basis-1536x1476.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /><figcaption id="caption-attachment-963" class="wp-caption-text">Grafik: Gut getopft ist halb gewonnen! Die Töpfe werden stets bis zum oberen Rand befüllt, das Substrat jedoch nie angedrückt, sondern nur angeklopft!</figcaption></figure>
<p><strong>5. Befüllung der Töpfe &amp; Setzen der Pflanzen</strong></p>
<p>Nachdem die Wahl des Substrates und des passenden Topfmodells gefallen ist, kann mit dem eigentlichen Topfen und dem Befüllen der Töpfe begonnen werden. Hierbei sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass das verwendete (kulturfeuchte!) Substrat niemals in die Töpfe gepresst werden darf! (Wir können an dieser Stelle nur nocheinmal betonen, dass ein gut befeuchtetes Substrat zwar zusammenhält, jedoch nicht klebt und keine Ballen oder Klumpen bildet.) Vielmehr wird die Mischung vorsichtig in den Topf gegeben, sodass sich an der Oberfläche ein leichter Haufen bildet, der mit der Handfläche abgestrichen wird. Anschließend werden die Töpfe aus ungefähr 10 cm Höhe etwa 5-10 mal leicht kraftvoll auf den Tisch geklopft, damit sich das Substrat schonend setzen kann. Dieser Vorgang wird anschließend 2-3 mal wiederholt, bis der Topf zum oberen Rand gefüllt ist. Auch hier wird der überschüssige Rest vorsichtig und ohne jeglichen Druck oder pressen des Substrates abgestrichen.</p>
<p>Anschließend kann mit der Bepflanzung begonnen werden. Am besten eignet sich hierfür ein <a href="https://amzn.to/34Do3xs">Pikierstab<span style="color: #993300;">*</span></a> für den Gartenbau oder als Low-Budget-Variante der Stiel eines längeren Rundpinsels aus der Bastelabteilung. Die Finger reichen im Notfall jedoch auch. In der Mitte des Topfes wird mit Hilfe des Pikierstabs ein einige Zentimeter großes Loch im Substrat geschaffen, in dem die Pflanze anschließend eingesetzt wird. Anschließend wird dieses natürlich noch mit Hilfe des Pikierstabs und dem umliegenden Substrat verschlossen. Die Töpfe können nun außen anklebenden Substratresten gereinigt und die geliebte Sammlung verbracht werden. Natürlich sollte man auch niemals vergessen die Pflanzen anschließend ersteinmal gründlich zu wässern!</p>
<p>Bei größeren Pflanzen, bzw. größeren Wurzelballen ist es ratsam den Topf vorerst nur halb oder zu 2/3 zu füllen, anschließend die Pflanze einzusetzen und das restlich benötigte Substrat von oben nachzufüllen. Auch hier sollte jedoch niemals angedrückt, sondern lediglich geklopft werden, damit sich das Substrat schonend setzt!<br />
Um Sternmoosbefall auf der Topfoberfläche vorzubeugen, können die Töpfe (bei der Kultur von Karnivoren) anschließend auch mit etwas lebendem Sphagnum-Torfmoos bestückt werden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-959 size-full" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/08/young-plants-4892085_1920.jpg" alt="potting" width="1920" height="1320" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/08/young-plants-4892085_1920.jpg 1920w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/08/young-plants-4892085_1920-300x206.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/08/young-plants-4892085_1920-1024x704.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/08/young-plants-4892085_1920-768x528.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/08/young-plants-4892085_1920-1536x1056.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /><br />
Grafik: Ein häufiger Fehler bei vielen Kulturen! Oftmals werden Substrate viel zu trocken oder zu nass getopft und nur unvollständig befüllt! Die optimale Kulturfeuchte zum Topfen ist erreicht, wenn das Substrat zwar regelmäßig durchfeuchtet ist, jedoch nicht aneinander klebt und keine Klumpen oder Ballen bildet.</p>
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</script></p>
<p><strong>6. Spezialfälle</strong></p>
<p><strong>a) Saatschalen &amp; Multizellplatten<br />
</strong></p>
<p>Durch ihre geringe Höhe und der großen, relativ unhandlichen Breite vieler Saatschalen-Modelle, ist es schwierig, bzw. praktisch fast unmöglich die Substrate in solchen Modellen wie bei Topfkultur durch Klopfen der Behälter schonend zu setzen. Saatschalen sollten daher stets einige Zeit (etwa 1-2 Wochen) vor der Aussaat oder der Bestückung vorbereitet werden. Hierbei ist unbedingt darauf zu achten, dass die Substrate in den Schalen während dieser Zeit niemals austrocknen dürfen!</p>
<p><strong>b) Tontöpfe, Slack&#8217;sche Methode<br />
</strong></p>
<p>Tontöpfe (unlackiert) verfügen materialbedingt über die Fähigkeit Wasser über die Topfwände zu verdunsten und eignen sich daher vor allem, bzw. eher für Pflanzen mit erhöhter Wurzelempfindlichkeit, denen größere Aufmerksamkeit geschenkt wird. Pflanzen mit erhöhtem Wasserbedarf oder langzeitigem Daueranstau sind eher nicht für Tontöpfe zu empfehlen. Vor allem bei der Kultur von Kobralilien (Darlingtonia californica) erfreuen sich Tontöpfe jedoch großer Beliebtheit. Die Pflanzen werden hier meist nach der sogenannten Slack&#8217;schen Methode gepflanzt, bei der ein Tontopf einige Zentimeter am Boden mit Blähton aufgefüllt wird, bevor ein weiterer Topf (nächstkleinerer Topfgröße) eingesetzt und die seitlichen Hohlräume ebenfalls mit Blähton ausgefüllt werden. Der mittlere Topf wird anschließend mit normalem Karnivoren-Substrat befüllt und bepflanzt. Eine zusätzliche Schicht lebendes Sphagnum sorgt für Schutz der Substratoberfläche. Durch die doppelte Topfung werden Substrat und Wurzeln nicht nur besser von der Einstrahlung geschützt, unter Umständen wird auch eine bessere Verdunstungskühlung erzielt.<br />
Nachteile von Tontöpfen liegen vor allem im hohem Eigengewicht der Gefäße (das bei Outdoor-Kultur auch stark vorteilhaft sein kann), welches es erschwärt das Substratgewicht, bzw. den Substratschwerpunkt und somit die Wassersättigung und den daraus folgenden Wasserbedarf und Gießzeitpunkt zu ermitteln. Zudem kann zu feuchte Substrathaltung oder zu feuchte Umgebungstemperatur zum Schimmelbefall an der Außenseite der Töpfe führen. Die Wahl von Tontöpfen sollte daher stets mit Bedacht erfolgen!</p>
<p><strong>b) Probleme mit Moos-Verdichtungen<br />
</strong></p>
<p>Bei Problemen mit Moospopulationen (vor allem Sternmoos) auf der Substratoberfläche sollte vor allem mit physikalischen Methoden entgegengewirkt werden, um eine Vermoosung vorzubeugen.<br />
Stark befallene Töpfe sollten schnellstmöglich umgetopft werden, da eine starke Vermoosung eine extreme Verdichtung der Substratoberfläche und foglich auch einen stark gestörten Luftaustausch zur Folge hat. Neben der Abdeckung mit Sphagnum als Begleitwuchs, wirken Sand und Pinienrinde recht gut gegen Mooswuchs. Allerdings sollte Sand nur bei wärmeunempfindlichen Kulturen eingesetzt werden, da dieser die Lichtenergie stärker absorbiert und sich dadurch schneller erwärmt. Bei empfindlichen Kulturen wie Cephalotus oder Darlingtonia kann dies an Hitzetagen bereits zu starken Schäden oder zum schnellen Absterben der Pflanzen führen.<br />
Einen weiteren Überblick über die verschiedenen Methoden gegen Moos-Bewuchs findet ihr auch im <a href="https://www.youtube.com/watch?v=pfuWVNYPpdI">Video</a> unseres Kollegen von Green Jaws.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="#120 Die richtige Substratabdeckung - Pinienrinde, Quarzsand und Co" width="880" height="495" src="https://www.youtube.com/embed/pfuWVNYPpdI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Literatur- und Quellenangaben</strong></p>
<p>1] ANON. (?): Kultur von Orchideen &#8211; 2.Substrate (Thema des Gruppenabend vom 6.April 2012) &#8211; Deutsche Orchideen-Gesellschaft ev. &#8211; Orchideen-Gruppe Donau-Iller. Web-Artikel. (16.08.2020 &#8211; 23:27 Uhr). http://www.orchidee-donau-iller.de/html/sonstiges/Themen.htm</p>
<p>2] HOFFMANN, G. (1991): VDLUFA-Methodenbuch Band I. Die Untersuchung von Böden. VDLUFA-Verlag, Darmstadt, 4. Aufl.</p>
<p>3] CAROW, FÜRST (1998): Fleischfressende Pflanzen &#8211; Artenübersicht &#8211; Kultur &#8211; Vermehrung. Verlag Thomas Carow, 11. Auflage.</p>
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		<title>Sphagnum (Torfmoos) züchten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Carniflor]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Mar 2020 09:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Karnivoren - fleischfressende Pflanzen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Torfmoose &#8211; Sphagnum züchten Auch wenn es auf den ersten Blick nicht unmittelbar so erscheinen mag, bilden Moore teils artenreiche</p>
<p><a href="https://www.carniflor.de/sphagnum-zuechten/" class="more-link">Jetzt lesen...<span class="screen-reader-text">Sphagnum (Torfmoos) züchten</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.carniflor.de/sphagnum-zuechten/">Sphagnum (Torfmoos) züchten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.carniflor.de">CARNIFLOR</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3><strong>Torfmoose &#8211; <em>Sphagnum </em>züchten</strong></h3>
<p>Auch wenn es auf den ersten Blick nicht unmittelbar so erscheinen mag, bilden Moore teils artenreiche Habitate durch ein hoch spezialisiertes Ökosystem. Durch hohe Wasserstände können abgestorbene Pflanzenteile nur schlecht verrotten und bilden unter dem entstehenden Luftabschluss über viele tausende Jahre hinweg mehrere Meter hohe Torfpolster. Der jährliche Torfzuwachs beträgt somit etwa einen Millimeter.<br />
Betrachtet man das Moor im Querschnitt ergeben sich zwei typische Schichten. Die untere, stark wassergesättigte, sauerstoffarme Schicht bildet den Torferhaltungshorizont. Unter den Torfpolstern befinden sich zudem noch einige Schichten verschiedener Mudden. Diese untere Schicht bezeichnet man auch als <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Regenmoor"><strong>Katotelm</strong></a>, deren enthaltenes Wasser ungefähr mit einer Geschwindigkeit von etwa einem Meter pro Tag durch die Torfschichten hindurch absickert.<br />
Die oberliegende Schicht, das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Regenmoor"><strong>Akrotelm</strong></a>, ist vor allem durch eine unvollständige Wassersättigung gekennzeichnet. Die hydraulische Leitfähigkeit (also die Fähigkeit das Wasser in Richtung der Oberfläche zu ziehen) ist durch den starken Bewuchs an Torfmoosen, die einen großen Anteil an den Versauerungsprozessen im Moor haben, jedoch sehr hoch.</p>
<figure id="attachment_458" aria-describedby="caption-attachment-458" style="width: 1024px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-458 size-large" src="http://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/02/black-club-fungus-2362178_1920-1024x870.jpg" alt="Grafik 1: Sphagnum Torfmoos im natürlichen Habitat" width="1024" height="870" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/02/black-club-fungus-2362178_1920-1024x870.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/02/black-club-fungus-2362178_1920-300x255.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/02/black-club-fungus-2362178_1920-768x652.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/02/black-club-fungus-2362178_1920-1536x1305.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/02/black-club-fungus-2362178_1920.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-458" class="wp-caption-text">Grafik 1: Sphagnum Torfmoos im natürlichen Habitat</figcaption></figure>
<p>Torfmoose wachsen auf dieser oberliegenden Schicht und weisen in intakten Mooren eine hohe lokale genetische Diversität auf. Trotz dessen gibt es aktuell kaum noch geeignete Spenderbestände für wissenschaftliche Renaturierungszwecke. Über die Versauerungsprozesse hinaus wirken dichte Sphagnum-Polster durch eine Symbiose mit methanoxidierenden Bakterien dem (durch den hohen Wasserstand bedingten) <a href="https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/klimawandel-methan-die-unterschaetzte-gefahr-a-1271189.html">Methan-Ausstoß</a> im Moor entgegen, der in seiner klimabedingten Wirkung etwa 21fach höher anzusehen ist als das oftmals disktutierte CO<sub>2</sub>. [2] Durch ihren natürlich erhöhten Gehalt an Polyphenolen werden Torfmoosen außerdem teils antimikrobielle Wirkungen nachgesagt. [2]<br />
Durch den extrem dichten Bewuchs an der Substratoberfläche, wird der Wärmeaustausch zwischen Luft und Wasser durch die Torfmoose extrem eingeschränkt. Folglich führt diese Situation vor allem in Hochmoorgebieten zu einem extremen Mikroklima mit Temperaturunterschieden bis um die 30 Grad Celsius zwischen Tag und Nacht. Die Wassertemperatur beträgt selbst an den wärmsten Sommertagen selten mehr als zehn Grad, selbst Nachtfröste sind nicht ungewöhnlich. Die Vegetationsperiode im Hochmoor ist aus diesem Grunde auch oft zwei bis drei Monate verkürzt.</p>
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</script></p>
<p><strong>Exkurs</strong></p>
<p>Sicherlich bist du während deiner Recherche schon einmal auf die Aussage gestoßen, dass <strong>Torf als nachwachsender Rohstoff</strong> angesehen wird. Doch warum ist das so?<br />
Laut <a href="https://www.dega-gartenbau.de/Magazin/Archiv/Torfflaechen-nachhaltig-nutzen,QUlEPTM3MzgzNTkmTUlEPTYxNzM1.html">SPRINGER</a> besteht die weltweite Landfläche derzeit zu 3% aus Mooren, wovon sich etwa 90% im natürlichen, unentwässerten Zustand befinden. Da jährlich (weltweit) 1-2 Milliarden Kubikmeter Torf nachwachsen, jedoch nur etwa 100 Millionen Kubikmeter Torf entnommen werden, kann Torf auf die gesamte Welt betrachtet als nachwachsender Rohstoff angesehen werden. [3]</p>
<figure id="attachment_459" aria-describedby="caption-attachment-459" style="width: 1024px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-459 size-large" src="http://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/02/sundew-2783310_1920-1024x768.jpg" alt="Grafik 2: Torfmoose bieten anderen Pflanzen die Lebensgrundlage" width="1024" height="768" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/02/sundew-2783310_1920-1024x768.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/02/sundew-2783310_1920-300x225.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/02/sundew-2783310_1920-768x576.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/02/sundew-2783310_1920-1536x1152.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/02/sundew-2783310_1920.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-459" class="wp-caption-text">Grafik 2: Torfmoose bieten anderen Pflanzen die Lebensgrundlage (hier: <a href="http://www.carniflor.de/sonnentau-pflegen/">Sonnentau</a> &#8211; Drosera spec.)</figcaption></figure>
<p><strong>Arten &amp; Funktion</strong></p>
<p>Anhand des Wuchstypus werden Torfmoose in zwei grundlegende Gruppen eingeteilt. Zu einem bilden <strong>Schlenkentorfmoose</strong> großflächige, flotierende Schwingdecken und benötigen einen gleichmäßig hohen Wasserstand. Die Wasserversorgung erfolgt vor allem durch Grundwasser und angrenzende Seen und Teiche (minerotraphent), an denen abgerissene Polsterstücke abtreiben und sich verbreiten. Andererseits bilden <strong>Bultentorfmoose oder Bulttorfmoose</strong> bis zu einem Meter hohe, dicht gewachsene <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bult_(Bodenerhebung)"><strong>Bulten</strong></a> (Erhebungen) die hauptsächlich durch den Regen gespeist werden (ombrotraphent). Bultentorfmoose bilden einen Schlüsselfaktor für ein intaktes Akrotelm, da sie zu einem eine optimale Wasserkapazität aufweisen und auf der anderen Seite eine Filterwirkung gegenüber (atmosphärisch) eingetragene Nährstoffe besteht.<br />
So ist belegt, dass Torfmoose in der Lage sind vor allem <a href="http://Stickstoff (N), Kalium (K), Calcium (Ca) und Magnesium (Mg)">Stickstoff (N), Kalium (K), Calcium (Ca) und Magnesium (Mg)</a> vollständig aufzunehmen und für das eigene Wachstum zu nutzen. Nur ein geringer Teil gelangt in tiefere Substratschichten. Fehlen diese Moosarten, ist eine deutlich schnellere Mineralisierung der Moorflächen zu beobachten. [2]</p>
<figure id="attachment_462" aria-describedby="caption-attachment-462" style="width: 1024px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-462 size-full" src="http://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/02/Unbenannt.png" alt="Grafik 3: Schlenkentorfmoose (links) verbreiten sich vor allem über Gewässer" width="1024" height="768" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/02/Unbenannt.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/02/Unbenannt-300x225.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/02/Unbenannt-768x576.png 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-462" class="wp-caption-text">Grafik 3: Schlenkentorfmoose (links) verbreiten sich vor allem über Gewässer</figcaption></figure>
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</script></p>
<p><strong>Zucht</strong></p>
<p>Für eine erfolgsversprechende Kultur von Torfmoosen bedarf es vor allem einer <strong>konstanten Wasserversorgung</strong>. Anstaubewässerung (Daueranstau oder Ebbe-Flut-Verfahren, Tröpfchen-Systeme) und/oder Überkopfbewässerung erzielen gute Ergebnisse, bei einem durchschnittlichen <strong>Wasserverbrauch von 20 Liter pro Quadratmeter und Woche (im Freiland)</strong> [2]. Kritische Wassergehalte in den Capitula (Köpfchen) unter 85%-80% führen anscheinend bereits zu einem Übergang in eine latente Ruhephase und wirken damit wachstumsbehindernd [2]. Mit dem Wachstum der Moosdecke steigt zwar die Entfernung zur Wasseroberfläche, andererseits verbessert sich durch den dichten, gedrungenen Wuchs zugleich die Kapillarität, sodass der Wasserspiegel nur selten nachjustiert oder zusätzlich „über Kopf“ bewässert werden muss. Ein positiver Nebeneffekt der Überkopfbewässerung ist jedoch das Auswaschen von Stoffen, die sich im Moos anreichern und unerwünschte negative Nebeneffekte hervorrufen können. Bei optimalen Kulturbedingungen können aus eigenen Erfahrungen <strong>artspezifische Wachstumsraten bis zu 20-30 cm pro Jahr</strong> erreicht werden.<br />
Werden die die Polster (vor allem in Terrarien oder in Töpfen) zu groß, kann man die Köpfe einfach sauber mit einer Schere abtrennen und unter dem bereits genannten Verfahren weiterkultivieren.<br />
Bei kleineren Mengen bietet es sich jedoch an, das geerntete Moos in einer Plastik- oder Saat-Schale mit mittlerem Wasserstand zu kultivieren.</p>
<p><strong>Wasserqualität</strong></p>
<p>Ausschlaggebend für den Erfolg der Kultur ist vor allem eine hohe Wasserqualität, weshalb auf kalkfreies Regenwasser oder destilliertes Wasser zurückgegriffen werden sollte. Allerdings scheint Sphagnum eine <strong>recht hohe Toleranz gegenüber Stickstoff</strong> aufzuweisen. Selbst erhöhte Phosphat-Werte (über 1 mg/L<sup>-1</sup>) fördern das Wachstum, sorgen auf der anderen Seite jedoch auch für einen erhöhten Algenbewuchs. Ebenfalls konnte beobachtet werden, dass trübes Wasser hemmend auf das Wachstum wirkt. [2]</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="205"><strong>Element</strong></td>
<td width="205"><strong>Konzentration</strong></td>
<td width="205"><strong>Einheit</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="205">Härte</td>
<td width="205">&lt;3</td>
<td width="205">°dH</td>
</tr>
<tr>
<td width="205">EC</td>
<td width="205">&lt;100</td>
<td width="205">ɥS/cm</td>
</tr>
<tr>
<td width="205">NO3</td>
<td width="205">&lt;3-4</td>
<td width="205">mg/L<sup>-1</sup></td>
</tr>
<tr>
<td width="205">NH4</td>
<td width="205">&lt;1</td>
<td width="205">mg/L<sup>-1</sup></td>
</tr>
<tr>
<td width="205">PO3</td>
<td width="205">&lt;=1-1,5</td>
<td width="205">mg/L<sup>-1</sup></td>
</tr>
<tr>
<td width="205">Ca</td>
<td width="205">&lt;15</td>
<td width="205">mg/L<sup>-1</sup></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p style="text-align: right;">Tabelle: Empfohlene Höchstkonzentrationen für Gießwasser bei Kultur von Torfmoosen nach HÖLZEL et al. (2019)</p>
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</script></p>
<p><strong>Ausbringung</strong></p>
<p>Die Ausbringung im Freiland erfolgt in Form von Streu oder als Sode. Durch ihren starken Randwuchs sind Soden vor allem zur Lückenfüllung geeignet, weisen aber durch den besseren Kontakt zum Boden (direkter Kontakt zur Folie oder geringe Torfschicht) auch gleich zu Beginn der Kultur eine deutlich bessere Wasserkapazität auf. Die Kultur in Schalen ist ebenfalls möglich. Zur Ausbringung in Streuform werden die Torfmoose in <strong>zwei bis acht Zentimeter große Stücke</strong> geteilt und bestenfalls in geeigneten Mischungen ausgebracht. Bei kleineren Teilstücken zeigte sich in Renaturierungsversuchen außer bei <em>Sphagnum rubellum</em> nur sehr schlechter Folgewuchs. Geschlossene Moosdecken ergeben sich nach 6-18 Monaten bereits bei Verwendung von etwa <strong>30-60 Gramm Trockenmasse oder 1000 Gramm Frischmasse pro Quadratmeter</strong> bei einem Verhältnis von Frisch- zu Trockenmasse von 20:1. [2]<br />
Da die Moosfragmente nach der Ausbringung nur eine sehr geringe Kapillarkraft aufweisen, sollten sie entsprechend leicht angedrückt werden. Ein zusätzlicher Schutz mit Stroh oder eine Abdeckung mit Vlies ist auch möglich.</p>
<p><strong>Wissenschaft</strong></p>
<p>Auch die Wissenschaft setzt sich intensiv mit Torfmoosen als möglichen Ausgangs- und Zuschlagsstoff für alternative Substrate ein. Das <a href="https://www.moorkultur-ramsloh.de/">Torfwerk Moorkultur Ramsloh (Mokura)</a> im Saterland, das Hankhauser Moor nahe Oldenburg und eine Fläche des Substrat-Produzenten <a href="https://klasmann-deilmann.com/renaturierung-mit-torfmooskultivierung/">Klasmann-Deilmann</a> in Geeste sind nur einige Beispiele von Torfmooskulturflächen in Deutschland. In Kanada, den USA, Chile, Argentinien, Australien und Neuseeland existieren schon länger Versuche und Anlagen zur Torfmooskultivierung (bekannt unter „<a href="https://www.moorwissen.de/en/paludikultur/imdetail/torfmooskultivierung.php"><strong>Sphagnum-Farming</strong></a>“, „<a href="https://www.moorwissen.de/en/paludikultur/imdetail/torfmooskultivierung.php"><strong>Paludiculture</strong></a>“), allerdings werden in den genannten Ländern hauptsächlich natürlich bewachsene Flächen gerodet und anschließend meist keine Renaturierungsmaßnahmen eingeleitet, da man eine natürliche Regeneration er- bzw. abwartet.<br />
Vor allem als Substratzuschlagsstoff haben sich Torfmoose durch ihre auflockernden und guten hydraulischen Eigenschaften bewährt. Um Torf jedoch vollständig zu ersetzen wären laut Berechnungen allein in Deutschland circa drei Millionen Kubikmeter Torfmoose nötig, die eine Anbaufläche von 30.000 Hektar beanspruchen würden. Das entspricht in etwa der gesamten genutzten Hochmoorfläche in Niedersachen.</p>
<p><strong>Eigenschaften ausgewählter Torfmoos-Arten</strong></p>
<p>Da weltweit etwa 300 Sphagnum Arten vorkommen, würde ein ausführlicher Ratgeber zur Wahl für die Kultur passender Arten für etwaige Kulturbedinungen an dieser Stelle den Rahmen sprengen.<br />
Wir haben uns einige Torfmoos-Arten heraus gesucht und ihre Eigenschaften tabellarisch aufgelistet.</p>
<figure id="attachment_662" aria-describedby="caption-attachment-662" style="width: 2405px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/07/sphagnum-1.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-662 size-full" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/07/sphagnum-1.png" alt="uebersicht_sphagnum" width="2405" height="441" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/07/sphagnum-1.png 2405w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/07/sphagnum-1-300x55.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/07/sphagnum-1-1024x188.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/07/sphagnum-1-768x141.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/07/sphagnum-1-1536x282.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/07/sphagnum-1-2048x376.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 2405px) 100vw, 2405px" /></a><figcaption id="caption-attachment-662" class="wp-caption-text">Grafik: Übersicht der Eigenschaften ausgewählter Torfmoosarten (by Carniflor). Ein Klick auf die Abbildung ermöglicht die Ansicht in voller Größe.</figcaption></figure>
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</script></p>
<p><strong>Bezugsquellen</strong></p>
<p>Die Zerstörung vieler Moore und damit auch der natürlichen Lebensräumer der meisten Torfmoos-Arten hat dazu geführt, dass viele Arten der Gattung Sphagnum bereits auf die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rote_Liste_gef%C3%A4hrdeter_Arten">Rote Liste gefährdeter Arten</a> aufgenommen wurden. Auch in Deutschland ist ein Besammeln von Naturbeständen strafbar.<br />
Mit dem Kauf verifizierter Ware von anerkannten Händlern unterstützt man also nicht nur die Gärtnereien und Wissenschaftler, die sich intensiv mit der Renaturierung von Moorflächen und der Kultur der Pflanzen beschäftigen, sondern ermöglicht ganz nebenbei auch ein ungestörtes Wachstum der sensiblen Lebensräume in denen viele Sphagnum-Arten vorkommen.</p>
<p><strong>COX-NATURE (Italien)</strong> &#8211; große Auswahl sortenreiner Sphagnum-Arten: <a href="http://www.coxnature.com">www.coxnature.com</a><br />
<strong>Gartenbau Thomas Carow (Deutschland)</strong> &#8211; ausgewählte Sphagnum-Arten: <a href="http://www.falle.de/versandpreisliste.pdf">www.falle.de/versandpreisliste.pdf</a><br />
<strong>GREEN JAWS (Deutschland)</strong> &#8211; ausgewählte Sphagnum-Arten: <a href="https://green-jaws.com/">www.green-jaws.com</a><br />
<strong>FANGBLATT (Deutschland)</strong> &#8211; ausgewählte Sphagnum-Arten: <a href="https://fangblatt.de/">www.fangblatt.de</a><br />
<strong>Sphagnum-Shop (Deutschland)</strong> &#8211; Sphagnum aus kontrolliertem Anbau: <a href="https://www.sphagnum-shop.com/">www.sphagnum-shop.com</a><br />
<strong>TERRA2GO (Deutschland)</strong> &#8211; ausgewählte Sphagnum-Arten: <a href="https://www.terra2go.de/">www.terra2go.de</a></p>
<p><strong>Weitere Eigenschaften verschiedener Torfmoos-Arten</strong></p>
<p>Sphagnum fallax (Trügerisches Torfmoos)</p>
<ul>
<li>verbreitet, rel. leicht erhältlich</li>
<li>schnelle Zersetzung</li>
<li>nährstofftolerant</li>
</ul>
<p>S. girgensohnii (Girgensohns Torfmoos)</p>
<ul>
<li>verbreitet, rel. leicht erhältlich</li>
<li>schnelle Zerzetzung</li>
</ul>
<p>S. magellanicum</p>
<ul>
<li>großblättrig</li>
</ul>
<p>S. papillosum (Warziges Torfmoos)</p>
<ul>
<li>großblättrig</li>
<li>sehr tolerant gegenüber Wasserstandsschwankungen und Nährstoffeinträge</li>
</ul>
<p>S. palustre (Sumpf-Torfmoos)</p>
<ul>
<li>großblättrig</li>
<li>eher unbedeutend</li>
</ul>
<p>S. imbricatum</p>
<ul>
<li>nahezu ausgestorben</li>
<li>stark bultenbildend (bis 1 Meter über Wasserstand)</li>
</ul>
<p>S. cuspidatum (Spieß-Torfmoos)</p>
<ul>
<li>verbreitet, rel. leicht erhältlich</li>
<li>schnellwüchsig, sehr ausbreitungstüchtig</li>
<li>schnelle Zersetzung</li>
<li>hoher Wasserstand nötig</li>
<li>rel. nährstofftolerant</li>
</ul>
<p>S. capillifolum (Hain-Torfmoos)</p>
<ul>
<li>stark bultenbildend (bis 1 Meter über Wasserstand)</li>
<li>rel. geringe Toleranz gegenüber hohen Wasserständen</li>
</ul>
<p>S. fuscum (Braunes Torfmoos)</p>
<ul>
<li>stark bultenbildend (bis 1 Meter über Wasserstand)</li>
</ul>
<p>S. rubellum (Rötliches Torfmoos)</p>
<ul>
<li>geringe Toleranz gegenüber Wasserstress</li>
</ul>
<p>S. medium (Mittleres Torfmoos)</p>
<ul>
<li>rel. geringe Toleranz gegenüber hohen Wasserständen, rel. unempfindlich gegen Trockenheit</li>
<li>azidophil (wird durch saure Farbstoffe der Umgebung gefärbt)</li>
</ul>
<hr />
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<p><strong>Literatur- und Quellenangaben</strong></p>
<p>[1] ANON. (2010): Moorschutz &#8211; Ein Beitrag zum Klima und Naturschutz. Standpunkt 3, 4/2010. BUND. S. 4. PDF-Ausgabe.<br />
https://www.aktion-moorschutz.de/wp-content/uploads/BUND_Standpunkt_Moorschutz_2010.pdf [11.02.2020, 00:59].</p>
<p>[2] HÖLZEL, N., T. KLEINECKER, K. H. KNORR, P. RAABE, S. GRAMANN (2019) &#8211; Leitfaden zur Torfmoosvermehrung für Renaturierungszwecke. Deutsche Bundesstiftung Umwelt, Osnabrück.</p>
<p>[3] SPRINGER, P. (2013): Torfflächen nachhaltig nutzen &#8211; Zukunft: Peatfarming. GartenbauProfi, 8/13. S-48-50.</p>
<p>[4] SPRINGER, P. (2017): Sphagnum als Torfersatz. GartenbauProfi, 8/13. S-48-49.</p>
<p>[5] TEMSCH, E. M. (2004): Sphagnum. Website-Veröffentlichung, Universität Wien.<br />
https://homepage.univie.ac.at/eva.temsch/grund.html [10.02.2020, 00:46].</p>
<p>[6] BERG, C. (1995): Moose <span class="">Mecklenburg-Vorpommerns </span>VII: <span class="">Bestimmungshilfe </span>zum <span class="">Einarbeiten </span>in die Gattung Sphagnum (Torfmoose). Natur und Naturschutz in <span class="">Mecklenburg-Vorpommern </span>31:1995, PDF-Veröffentlichung.<br />
https://www.researchgate.net/profile/Christian_Berg11/publication/309704486_Moose_Mecklenburg-Vorpommerns_VII_Bestimmungshilfe_zum_Einarbeiten_in_die_Gattung_Sphagnum_Torfmoose/links/582df6d108ae102f072db344/Moose-Mecklenburg-Vorpommerns-VII-Bestimmungshilfe-zum-Einarbeiten-in-die-Gattung-Sphagnum-Torfmoose.pdf</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.carniflor.de/sphagnum-zuechten/">Sphagnum (Torfmoos) züchten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.carniflor.de">CARNIFLOR</a>.</p>
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