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	<title>Gewächshaus Archive - CARNIFLOR</title>
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	<title>Gewächshaus Archive - CARNIFLOR</title>
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	<item>
		<title>Fettkräuter &#8211; Mexikanische Pinguicula auf Spaghettistein, Lavastein pflanzen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Carniflor]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Jun 2021 12:34:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Fettkräuter &#8211; Mexikanische Pinguicula auf Steine pflanzen Mexikanische Fettkräuter (Pinguicula spec.) begeistern nicht nur durch ihre Vielzahl an Farben und</p>
<p><a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-auf-steinen/" class="more-link">Jetzt lesen...<span class="screen-reader-text">Fettkräuter &#8211; Mexikanische Pinguicula auf Spaghettistein, Lavastein pflanzen</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-auf-steinen/">Fettkräuter &#8211; Mexikanische Pinguicula auf Spaghettistein, Lavastein pflanzen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.carniflor.de">CARNIFLOR</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Fettkräuter &#8211; Mexikanische Pinguicula auf Steine pflanzen</h2>
<p>Mexikanische Fettkräuter (Pinguicula spec.) begeistern nicht nur durch ihre Vielzahl an Farben und Formen, sondern bieten auch einige verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten. Neben der einfachen Topfhaltung in torfhaltigen oder torffreien Substraten, lassen sich mexikanische Pinguicula wunderbar auf Steine (z.B. Spaghetti-Steine oder Lava-Steine) pflanzen. Was es dabei zu beachten beachten gibt und welche Steine und Arten sich für ein solches Projekt besonders eignen, erklären wir dir in diesem Beitrag. Alternativ empfehlen wir an dieser Stelle auch gerne unseren spezifischen Beitrag mit detaillierten Einblicken zu unseren Erfahrungen hinsichtlich verschiedener <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-substrate/">Substrate für Fettkräuter</a>.</p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/tsA6RpDTiVM" width="800" height="600" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"><span style="display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;" data-mce-type="bookmark" class="mce_SELRES_start">﻿</span></iframe></p>
<h3>1.) Materialien &#8211; Welcher Stein eignet sich?</h3>
<p>Zunächst einmal benötigt ihr einen passenden Stein für die Bepflanzung. Durch die hohe Kalktoleranz der meisten <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/">mexikanischen Pinguicula</a> eignen sich <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Travertin">Travertin (&#8222;Spaghetti-Stein&#8220;)</a> und andere Kalksteine ebenso gut wie vulkanische Lava-Steine oder eventuell gar Bims. Bei der Auswahl des Steins sollte auf eine möglichst poröse Oberfläche geachtet werden, da es sich bei Fettkräutern um ausgesprochene Flachwurzler handelt, die nur wenige (sehr feine) Wurzeln ausbilden. Die Form des Steins bestimmt nicht nur die grundlegende Optik, sondern hat auch einen direkten Einfluss auf den späteren Anwuchserfolg. Mit zunehmender Höhe des Steins, sinkt die Wirkung von <a href="https://www.chemie.de/lexikon/Kapillarit%C3%A4t.html">Kapillarkräften</a> zur oberen Spitze hin deutlich ab, was sich besonders oft besonders bemerkbar macht, wenn man die Steine in abgeschlossenen Gefäßen &#8211; mitunter sogar mit leichtem Anstau im Sommer &#8211; hält. Oftmals vertrocknen die an der Spitze gesetzten Pflanzen, noch bevor sie überhaupt richtig angewachsen sind oder verkümmern zu Miniaturpflanzen mit nur wenigen Millimetern Durchmesser. Diese scheinen zwar aus eigenen Erfahrungen hinaus überlebensfähig zu sein, entsprechen jedoch oft nicht mehr dem eigentlichen optischem Zweck. Der Stein sollte also ein ausgeglichenes Verhältnis von Höhe zu Breite aufweisen.</p>
<p>Als nächstes sollte ein passendes Gefäß, entsprechend der Größe des Steins, ausgewählt werden. Dieses kann sowohl nach unten hin abgeschlossen sein, um einen Wasseranstau zu vermeiden, als auch geöffnet sein und mit einem passenden Untersetzer kombiniert werden. Wichtig ist nur, dass das Gefäß eine ausreichende Höhe aufweist, um den Stein darin mit etwas Substrat zu stabilisieren. Als Substrat eignen sich normaler Torf, Karnivoren-Standard-Substrat, mineralische Substrate oder gar 1:1 mit Torf vermischte Kakteenerde. Sand und Kies können ergänzend oder in Mischung mit den anderen genannten Substraten genutzt werden. Ebenfalls möglich sind etwas tonhaltigere Substrate.<br />
Zur Bepflanzung eignen sich die meisten mexikanischen Fettkräuter. Vor der Pflanzung sollte allerdings die Art der Winterruhe, bzw. des Hibernakulums recherchiert werden, da dieses sich mitunter teils etwas tiefer in das Substrat zurückziehen möchte. Arten, die ein eher zwiebelartiges Hibernakulum bilden, wären für eine <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lithophyt">lithophytische</a> Bepflanzung eher ungeeignet, da sich die längerfristige Haltung in Kultur eher etwas schwieriger erweist. Durch die ausgesprochene Kalkverträglichkeit der meisten Arten kann die Bewässerung auch gedankenlos mit normalem Leitungswasser erfolgen.</p>
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<h3>2.) Vorbereitungen &#8211; Waschen des Steins, Stabilisierung</h3>
<p>Bevor mit der Bepflanzung begonnen werden kann, muss der verwendete Stein zunächst ausgewaschen werden, um die enthaltende Luft zu entfernen, ihn von potentiell anhaftenden Stäuben und Schadstoffen zu befreien und eine ausreichende Wasserbenetzung zu gewährleisten. Der Stein sollte in einem passenden Gefäß vollständig mit Wasser bedeckt sein, einige Male gewendet werden und anschließend so lange unter Wasser verweilen, bis keine Luftblasen mehr zur Oberfläche hin aufsteigen. Das im Gefäß befindliche Wasser kann sich durch diesen Vorgang je nach verwendetem Material und gelieferter Qualität mitunter teils stark verfärben und sollte nach der Entnahme des Steines vorsichtig entsorgt werden, um Verfärbungen und Schlackflecken zu vermeiden!</p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1344" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_29_04.Standbild010-1024x576.png" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_29_04.Standbild010-1024x576.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_29_04.Standbild010-300x169.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_29_04.Standbild010-768x432.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_29_04.Standbild010-1536x864.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_29_04.Standbild010.png 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1352" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_37_23.Standbild016-1024x576.png" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_37_23.Standbild016-1024x576.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_37_23.Standbild016-300x169.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_37_23.Standbild016-768x432.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_37_23.Standbild016-1536x864.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_37_23.Standbild016.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>Anschließend erfolgt die Platzierung und Stabilisierung im Gefäß. Verwendet man hierfür Substrat, so kann der Stein ruhig einige Zentimeter oder gar bis auf den Gefäßgrund hinab gesetzt werden umd bis zum Gefäßrand mit Substrat befüllt werden. Alternativ kann man auch kleinere Steine oder Bruchstücke verwenden. Substrat weist allerdings den Vorteil einer deutlich besseren Wasserspeicherkapazität auf und sorgt in Folge dessen erfahrungsgemäß für eine ausgeglichenere Bewässerung. Bevor die Bepflanzung beginnt, sollte das Gefäß mitsamt des Steines nun noch einmal gründlich gewässert werden. Die Substratdecke kann im letzten Schritt der Vorbereitungen mit Sand und/oder Kies abgedeckt, oder zur späteren Bepflanzung mit Rest-Pflanzen freigelassen werden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1345" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_04_29_27.Standbild011-1024x576.png" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_04_29_27.Standbild011-1024x576.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_04_29_27.Standbild011-300x169.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_04_29_27.Standbild011-768x432.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_04_29_27.Standbild011-1536x864.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_04_29_27.Standbild011.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<h3>3.) Bepflanzung</h3>
<p>Nachdem der Stein in seinem Gefäß platziert und stabilisiert wurde, kann mit der Bepflanzung begonnen werden. Deiner Kreativität sind nun nur wenige Grenzen gesetzt. Pinguicula-Arten wie P. jaumavensis (P. esseriana), P. ehlersiae, P. gypsicola, P. moctezumae, P. cyclosecta, P. agnata und verschiedene Hybriden (beispielsweise P. gypsicola x P. moctezumae) eignen sich hervorragend für die Bepflanzung auf Steinen. Weniger eignen sich P. acuminata, P. heterophylla oder P. medusina und weitere zwiebelbildende Arten. Viele passende Arten findest du auch <a href="http://shop.carniflor.de">bei uns im Shop</a>! Die Kombination von langblättrigen und rosettig wachsenden Arten schafft besonders schöne Akzente. Doch auch über die Farbe lassen sich schöne Bilder erzeugen. Während P. jaumavensis eher grünlich bis silbrig erscheint, kann Pinguicula ehlersiae unter ausreichender Belichtung beispielsweise stark rötlich erscheinen. Beide der genannten Arten sind rosettig wachsend. Als Ergänzung würde sich beispielweise Pinguicula gypsicola mit ihren langen, schmalen Fangblättern anbieten. Im folgenden Verlauf dieses Beitrages haben wir euch noch einmal eine Liste mit verschiedenen bevorzugten Wuchsorten einiger ausgewählter Pinguicula-Arten zusammengestellt, die euch dabei helfen soll, die passende Pflanze für euer Projekt auszuwählen.</p>
<p>Da die Kapillarkräfte &#8211; wie bereits etwas weiter oben besprochen &#8211; zum oberen Ende des Steines abnehmen, sollte mit der Bepflanzung möglichst am unteren Ende begonnen werden. Zunächst wird die Pflanze aus ihren Topf entfernt und anschließend vorsichtig aber bestimmt in einem passenden Hohlraum (leicht) angedrückt. Dies kann sowohl wurzelnackt geschehen, als auch mit kleineren, marginalen (!) Substratresten im Wurzelraum. Eine Pinzette kann hierbei hilfreich sein. Weist der Stein an der gewünschten Stelle keine passenden Hohlräume auf, kann mitunter mit einem Meißel nachgeholfen werden. Hierbei sollte aber unbedingt auf die Beschaffenheit und Porösität des Materials geachtet werden, um möglichen Bruch zu vermeiden. Zu flache Steine sollten aber nicht verwendet werden, da diese meist eine sehr geringe Wasserspeicherfähigkeit aufweisen und sich die Pflanzen auf dieser Oberflächenstruktur nicht etablieren können. Doch auch auf poröseren Steinen sollte mit stets mit einer geringeren Anwuchsrate als bei der Topfkultur gerechnet werden! Daher empfiehlt es sich zu Beginn erst einmal ein paar mehr Pflanzen zu setzen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1346" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_06_05.Standbild012-1024x576.png" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_06_05.Standbild012-1024x576.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_06_05.Standbild012-300x169.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_06_05.Standbild012-768x432.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_06_05.Standbild012-1536x864.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_06_05.Standbild012.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1347" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_20_13.Standbild013-1024x576.png" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_20_13.Standbild013-1024x576.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_20_13.Standbild013-300x169.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_20_13.Standbild013-768x432.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_20_13.Standbild013-1536x864.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_20_13.Standbild013.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<table width="531">
<tbody>
<tr>
<td width="104"><strong>Pinguicula-Art</strong></td>
<td width="119"><strong>Hauptwuchsort</strong></td>
<td width="154"><strong>ebenfalls</strong></td>
<td width="154"><strong>seltener</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="104">moranensis</td>
<td width="119">Kalkstein</td>
<td width="154">Moospolster</td>
<td width="154">Baumstämme</td>
</tr>
<tr>
<td>potosiensis</td>
<td>Kalkstein</td>
<td>Moospolster</td>
<td>Baumstämme</td>
</tr>
<tr>
<td>acuminata</td>
<td>lehmiges Substrat</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>calderoniae</td>
<td>Kalkstein</td>
<td>Moospolster</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>colimensis</td>
<td>Kalkstein (Gips)</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>conzatii</td>
<td>Kalkstein</td>
<td>Moospolster</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>crassifolia</td>
<td>Vulkangestein</td>
<td>Moospolster</td>
<td>dünne Humusschichten</td>
</tr>
<tr>
<td>cyclosecta</td>
<td>Kalkstein</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>debbertiana</td>
<td>Kalkstein (Gips)</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>elizabethiae</td>
<td>Kalkstein</td>
<td>Ton/Silikat</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>ehlersiae</td>
<td>Kalkstein (Gips)</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>esseriana</td>
<td>Kalkstein</td>
<td>Moospolster</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>emarginata</td>
<td>Sandstein</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>gracilis</td>
<td>Kalkstein</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>gypsicola</td>
<td>Kalkstein (Gips)</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>hemiepiphytica</td>
<td>Kalkstein</td>
<td>Baumstämme</td>
<td>Moospolster</td>
</tr>
<tr>
<td>ibbarae</td>
<td>Ton/Silikat</td>
<td>dünne Humusschichten</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>kondoi</td>
<td>Kalkstein</td>
<td>Moospolster</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>heterophylla</td>
<td>Sand/Lehm</td>
<td>dünne Humusschichten</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>agnata</td>
<td>Kalkstein</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>immaculata</td>
<td>Gipsböden</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>kondoi</td>
<td>Kalkfelsen</td>
<td>Moospolster</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>laueana</td>
<td>Kalkfelsen</td>
<td>Moospolster</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>laxifolia</td>
<td>Kalkfelsen</td>
<td>Moospolster</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>macrophylla</td>
<td>Vulkangestein</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>martinezii</td>
<td>Kalkfelsen</td>
<td>Moospolster</td>
<td>kalkhaltiger Humus</td>
</tr>
<tr>
<td>mirandae</td>
<td>Kalkfelsen</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>moctezumae</td>
<td>Kalkfelsen</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>oblongiloba</td>
<td>lehmiges Substrat</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>orchioides</td>
<td>lehmiges Substrat</td>
<td>sandiger Lehm</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>parvifolia</td>
<td>kiesiger Granit</td>
<td>sandiger Lehm</td>
<td>Moospolster</td>
</tr>
<tr>
<td>rectifolia</td>
<td>Kalkstein (Gips)</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>rotundiflora</td>
<td>Kalkstein (Gips)</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>zecheri</td>
<td>Kalkstein</td>
<td>Moospolster</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>albida</td>
<td>sandiger Humus</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>antarctia</td>
<td>Moospolster</td>
<td>Waldboden</td>
<td>Felsen</td>
</tr>
<tr>
<td>caerulea</td>
<td>sandiger Humus</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>australandina</td>
<td>Humus</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>crystallina</td>
<td>Serpentingestein</td>
<td>dünne Humusschichten</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>hirtiflora</td>
<td>Serpentingestein</td>
<td>dünne Humusschichten</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>filifolia</td>
<td>sandiger Humus</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>gigantea</td>
<td>Kalkfelsen</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p style="text-align: right;">Tabelle 1: Bevorzugtes Habitat verschiedener Pinguicula-Arten. Zusammengestellt mit Informationen von<a href="http://www.gluch.info"> www.gluch.info</a></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1348" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_08_05_26.Standbild014-1024x576.png" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_08_05_26.Standbild014-1024x576.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_08_05_26.Standbild014-300x169.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_08_05_26.Standbild014-768x432.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_08_05_26.Standbild014-1536x864.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_08_05_26.Standbild014.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<h3>4.) Fertigstellung, Resultat</h3>
<p>Abschließend wird der Stein noch einmal kräftig gewässert, um einen bestmöglichen Substratschluss zu gewährleisten. Bei der ersten Wässerung kann dies noch problemlos (aber vorsichtig!) mit Hilfe einer normalen Gießkanne geschehen. Anschließend wird der Stein an seinen bestimmten Standort verbracht. Für die weitere Kultur eignet sich ein ausreichend heller, aber absonniger Standort ohne direkte Mittags-Hitze. Ab nun sollte der Stein nur noch mit einem Drucksprüher befeuchtet werden. Hierbei ist unbedingt darauf zu achten, dass alle Seiten des Steins ausreichend mit Wasser benetzt werden. Zwischen den Wassergaben sollte der Stein regelmäßig ab-, jedoch nicht völlig austrocknen! Im Winter kann die Bewässerung je nach Temperatur völlig zurückgefahren werden. Wurden Arten gewählt, die eine Winterruhe einlegen und während dieser Periode entsprechend kühlere Temperaturen (5-10°C) benötigen, kann die Wassergabe in den Herbstmonaten langsam zurückgefahren werden und bis hin zum nächsten Frühling nahezu gänzlich eingestellt werden. Die Pflanzen sollten während dieser Zeit jedoch trotzdem regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf eventuell geringfügig gewässert werden. Ein Daueranstau ist lediglich in den Sommermonaten bei ausreichend guter Luftumwälzung (im Gewächshaus oder im Freiland) zu empfehlen.<br />
Manchmal kommt es (vor allem an trockeneren Stellen) vor, dass die Pflanzen es auf Grund der Beschaffenheit des Untergrunds nicht schaffen ihre verdorrten Blätter abzuwerfen. Infolgedessen entwurzeln sich die Pflanzen oft selbst und vertrocknen letztendlich. Alte, vertrocknete Blätter sollten demnach regelmäßig entfernt werden, sobald sie überhand zu nehmen scheinen. Denke jedoch bei der Neuanlage oder Ergänzung stets daran, dass sich nicht immer alle Pflanzen etablieren werden! Weitere Pflegemaßnahmen sind nicht nötig. Mit einem Pinguicula-Stein hast du dir ein pflegeleichtes Pflanzen-Arrangement geschaffen, das auf jeden Fall einen Hingucker bietet und viele Jahre der Freude garantiert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1349" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_10_50_11.Standbild015-1024x576.png" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_10_50_11.Standbild015-1024x576.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_10_50_11.Standbild015-300x169.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_10_50_11.Standbild015-768x432.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_10_50_11.Standbild015-1536x864.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_10_50_11.Standbild015.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1342" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_00_20_10.Standbild005-1024x768.png" alt="" width="1024" height="768" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_00_20_10.Standbild005-1024x768.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_00_20_10.Standbild005-300x225.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_00_20_10.Standbild005-768x576.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_00_20_10.Standbild005-1536x1152.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_00_20_10.Standbild005-2048x1536.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>Wenn du auf organische Substrate für den Untergrund, die Pflanzung und die Stabilisierung verzichtet hast, dann musst du auch nicht mit einem lästigen Befall an Trauermücken rechnen, die jedem Pflanzenliebhabern regelmäßig die Nerven rauben! Wenn du allerdings bereits durch die Topfkultur mit Trauermücken zu kämpfen hast, dann empfehlen wir dir unseren Beitrag zu den Möglichkeiten der <a href="https://www.carniflor.de/trauermuecken-biologisch-bekaempfen/">(biologischen) Bekämpfung von Trauermücken</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-auf-steinen/">Fettkräuter &#8211; Mexikanische Pinguicula auf Spaghettistein, Lavastein pflanzen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.carniflor.de">CARNIFLOR</a>.</p>
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		<title>Topfen wie die Profis &#8211; Wie topft man (Karnivoren) richtig?!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Carniflor]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Sep 2020 20:40:29 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Topfen wie die Profis – Wie topft man (Karnivoren) richtig?! Neben den entscheidenen klimatischen Kulturfaktoren spielen auch die Handhabung und</p>
<p><a href="https://www.carniflor.de/topfen-wie-die-profis/" class="more-link">Jetzt lesen...<span class="screen-reader-text">Topfen wie die Profis &#8211; Wie topft man (Karnivoren) richtig?!</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.carniflor.de/topfen-wie-die-profis/">Topfen wie die Profis &#8211; Wie topft man (Karnivoren) richtig?!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.carniflor.de">CARNIFLOR</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3><strong>Topfen wie die Profis – Wie topft man (Karnivoren) richtig?!</strong></h3>
<p>Neben den entscheidenen klimatischen Kulturfaktoren spielen auch die Handhabung und die Beschaffenheit des Substrates eine entscheidene Rolle für die Entwicklung der Pflanze/n. Doch oftmals stoßen wir &#8211; vor allem auf <a href="https://www.instagram.com/explore/tags/carnivorousplants/">Instagram</a> &#8211; auf Bilder von Pflanzen, denen beim Topfen nicht die volle Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Neben unvollständig gefüllten Töpfen, ist ein zu klumpig angemischtes Substrat eine häufig begangene Fehlerquelle.<br />
Aus diesem Grunde möchten wir in diesem Beitrag eine detaillierte Anleitung zum professionellen Topfen geben, aber auch auf einige häufig anzutreffende Fehler eingehen. Wie du deine Karnivoren anschließend optimal im Anstau bewässerst und die Haltbarkeit deines Substrates verlängerst, erfährst du in unserem Beitrag zum Thema <a href="https://www.carniflor.de/anstaubewaesserung-bei-karnivoren/">Daueranstau bei Karnivoren</a>.</p>
<div align="center"><iframe loading="lazy" title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/EFTAjicm9gA" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></div>
<p><strong>1. Wahl der Töpfe</strong></p>
<p>Neben der Verwendung eines passenden Substrates, hat die Beschaffenheit des Topfes direkten Einfluss auf den Erfolg der Anzucht. Dies gilt nicht nur für Karnivoren, sondern ist für nahezu alle pflanzlichen Kulturen allgemeingültig. Während Pflanzen im Boden der natürlichen Umgebung verschiedenen, lokal sehr unterschiedlichen Bedingungen ausgesetzt sind und sowohl die Bodenbildung, als auch deren Erhaltung und die jeweiligen Bodenparameter (pH, Nährstoffgehalt, etc.) stark von mikrobiologischen und weiteren biotischen und abiotischen Prozessen abhängen, sind Kulturen in Topfkultur von Beginn an stark auf den Züchter angewiesen. Neben dem passenden pH-Wert, Nährstoffgehalt und der für die jeweilige Kultur entsprechenden Saugfähigkeit, bzw. Wasserhaltekraft des Substrates (wie lange braucht das Substrat um Wasser aufzunehmen und anschließend wieder abzutrocknen), ist unbedingt darauf zu achten die richtige Topfgröße UND die richtige Topfhöhe zu wählen.</p>
<p>Mit der Wahl der richtigen Gefäßhöhe lässt sich der Sauerstoffgehalt im Substrat und folglich auch der Kulturerfolg und die Wachstumsgeschwindigkeit deutlich positiv beeinflussen! Gerade bei Kultur in Daueranstau , wie es für viele Karnivoren üblich ist, sollte aus diesem Grunde (wenn in der jeweiligen Breite verfügbar) unbedingt auf höhere Töpfe zurückgegriffen werden. Hierfür gibt es beispielsweise spezielle Töpfe mit 9 cm Breite und Höhe, statt der üblichen 7 cm Topfhöhe bei standartisierten 9er Rundtöpfen. Besonders bei verschiedenen Sonnentauarten ist das Wuchsbild in diesen Töpfen kräftiger und die Pflanzen erscheinen im Vergleich etwas gesünder und widerstandsfähiger.</p>
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</script></p>
<p>Der Unterschied erscheint zwar marginal, liefert in der Praxis jedoch deutliche Unterschiede in der Kultur. Wie die <a href="http://www.orchidee-donau-iller.de/html/sonstiges/Themen.htm">Donau-Iller Gruppe der deutschen Orchideen-Gesellschaft berichtet</a>, hängen sowohl der Wasser- als auch der Luftgehalt im Substrat direkt von der Topfhöhe ab [1]. Während ein 8 cm hoher Kulturtopf lediglich mit bis zu 7% Luft und bis zu 76% mit Wasser gesättigt sein kann, kann ein 10 cm hoher Topf bereits 13% Luftanteil und nur noch lediglich 70% Wassersättigung aufweisen, obwohl der Unterschied in der Topfhöhe lediglich 2 cm beträgt. Der Luftanteil im Substrat würde sich demnach also ausschließlich mit der Wahl einer gering höheren Topfgröße nahezu verdoppeln! Genau genommen liefert dieser Umstand auch eine der Ursachen für das bessere Wachstum von jungen Sämlingspflanzen, die nach der Saat regelmäßig pikiert werden. Vor allem bei der Aussaat von Venusfliegenfallen ist bei einer fehlenden Vereinzelung oft ein extrem verlangsamtes Wachstum zu beobachten. Möglicherweise kommt es sogar vor, dass einige Pflanzen für mehrere Jahre im Sämlingsstatium verbleiben!</p>
<table style="height: 253px;" width="1307">
<tbody>
<tr>
<td>Topfhöhe (cm)</td>
<td>Luftgehalt (%)</td>
<td>Wassergehalt (%)</td>
</tr>
<tr>
<td>2,5</td>
<td>2,5</td>
<td>82</td>
</tr>
<tr>
<td>8</td>
<td>7</td>
<td>76</td>
</tr>
<tr>
<td>10</td>
<td>13</td>
<td>70</td>
</tr>
<tr>
<td>18</td>
<td>19</td>
<td>64</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p style="text-align: left;">Tabelle 1: Abhängigkeit von Wasser- und Luftgehalt (in %) von der Topfhöhe (in cm). Quelle: Deutsche Orchideen-Gesellschaft (Gruppe Donau-Iller) [1]</p>
<p><strong>2. Rundtöpfe oder Ecktöpfe?</strong></p>
<p>Die Wahl des passenden Topfmodells hängt jedoch nicht nur von der gewählten Höhe ab, auch mit der Bauform (Rund- oder Ecktöpfe) kann man unter Umständen einen entscheidenden Einfluss auf den Kulturerfolg erzielen. Gerade in kleineren Gewächshäusern mag es zunächst sinnvoll erscheinen, den gering verfügbaren Platz zu nutzen und die zur verfügung stehende/n Fläche/n vollständig mit Ecktöpfen zu bestücken. Doch bei der Kultur von Pflanzen mit erhöhter Wurzelempfindlichkeit und/oder erhöhter Anfälligkeit für bodenbürtige Pilzerreger (zB: Fusarium spec. oder Colletotrichum spec.) wie <a href="https://www.carniflor.de/cephalotus-pflegen/">Zwergkrüge (Cephalotus follicularis)</a>, Sumpfkrüge (Heliamphora spec.), Kannenpflanzen (Nepenthes spec.) aber auch <a href="https://www.carniflor.de/venusfliegenfallen-pflegen/">Venusfliegenfallen (Dionaea muscipula)</a>, kann diese Entscheidung in wärmeren und vor allem schwüleren Tagen mitunter fatale Folgen haben!<br />
Durch den hohen Engstand wird ein Luftaustausch zwischen den Töpfen und folglich auch ein wichtiger Kühlungsfaktor verhindert. Bei Kultur in Daueranstau wird darüber hinaus auch die Verdunstung von der Tischoberfläche stark eingeschränkt. Bei wurzelempfindlichen Pflanzen ist es demnach immer besser auf Rundtöpfe zurückzugreifen und die Töpfe einige wenige Zentimeter auseinanderzurücken. Ähnliches gilt für die Kultur am Fensterbank.</p>
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<p><strong>3.Welche Topffarbe ist die richtige Wahl?</strong></p>
<p>Da Materialien mit unterschiedlichen Oberflächenfarben die einwirkende Einstrahlung (vor allem in Form von Wärmestrahlung durch das Sonnen- oder Kunstlicht) unterschiedlich stark absorbieren und somit auch zu einer unterschiedlich starken Erwärmung des Substrates führen, kann man auch mit der Wahl der passenden Topffarbe entscheidenden Einfluss auf den Kulturerfolg nehmen. Schwarze Töpfe absorbieren mehr Wärmestrahlung als Terracottafarbene und eignen sich daher eher für wurzelunempfindliche Kulturen oder Spätsaaten, bzw. Stecklinge in den Herbstmonaten bis zum Pikieren im folgenden Frühjahr. Dieser Effekt lässt sich im Sommer ebenfalls hervorragend beim Tragen von schwarzen T-Shirts beobachten, in denen man merklich schneller schwitzt. (Die Innenräume schwarz lackierter Autos sind im Vergleich zu helleren Lackierungen im Sommer auch meist deutlich wärmer.) Vor allem im Gewächshaus oder bei Verwendung von Zusatzbelichtung mit starker Wärmestrahlung sollte dieser Umstand stets beachtet werden!</p>
<figure id="attachment_996" aria-describedby="caption-attachment-996" style="width: 1600px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-996 size-full" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/09/hurre_veitch_6.jpg" alt="nepenthes-toepfe" width="1600" height="1145" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/09/hurre_veitch_6.jpg 1600w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/09/hurre_veitch_6-300x215.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/09/hurre_veitch_6-1024x733.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/09/hurre_veitch_6-768x550.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/09/hurre_veitch_6-1536x1099.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /><figcaption id="caption-attachment-996" class="wp-caption-text">Grafik: Auch mit der Wahl des passenden Topfmodells lässt sich das Wachstum beeinflussen: Höher gezogene 9er Rundtöpfe eignen sich vor allem für wurzelempfindliche Kulturen; schwarze Töpfe absorbieren mehr Wärmestrahlung und eignen sich daher vor allem für Spätaussaaten und Anzuchten unter LED-Strahlern oder Leuchtstoffröhren.</figcaption></figure>
<p><strong>4. Wahl und Vorbereitung des Substrats</strong></p>
<p>Welches Substrat gewählt wird, hängt im allgemeinen von den Bodenansprüchen der jeweiligen Pflanze/n ab. Karnivoren wachsen allgemein auf nährstoffarmen, kalkfreien und daher sauren Böden, weshalb hier meist auf Substrate aus reinem Weißtorf oder Torfmischungen mit Sand, Kies und Perliten zurückgegriffen wird. Einige Züchter experimentieren auch mit torffreien Alternativen wie Pinienrinde, Vermiculit oder weiteren Ausgangsstoffen. Nur einige <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/">Fettkrautarten (Pinguicula spec.)</a> kommen auch auf kalkhaltigen Böden vor und können deshalb auch hervorragend auf mineralischen Substraten kultiviert und mit Leitungswasser gegossen werden.</p>
<p>Als Ausgangsstoff dient in den meisten Fällen fast ausnahmslos ungedüngter, ungekalkter <a href="https://amzn.to/35CcS7m">Hochmoortorf (Weißtorf)</a><span style="color: #993300;">*</span> mit einem geringen Zersetzungsgrad (H2-H5). Bei stärkeren Zersetzungsgraden sind in der Torfsubstanz bereits zu viele Nährstoffe enthalten, wodurch der Torf für die meisten Karnivoren nicht zu empfehlen ist. Anschließend wird der Torf noch mit etwas kalkfreiem Quarzkies und Quarzsand (etwa 50:50) im Verhältnis 2 Teile Torf zu 1 Teil Sand/Kies aufgelockert. Der Sand- und der Kiesanteil sorgen dafür, dass das Torfsubstrat, welches eine sehr starke Wasserhaltekraft besitzt, etwas aufgelockert wird und die Substratfeuchte etwas besser zu handhaben ist. Fertig ist das Standard-Substrat, welches für nahezu alle karnivoren Kulturen verwendet werden kann. Als weiterer optionaler Zuschlagsstoff dienen oft <a href="https://amzn.to/2TyDJeQ">Perlite</a><span style="color: #993300;">*</span>, ein bei etwa 1000°C aufgeblähtes Lavagestein, das den Luftanteil im Substrat deutlich erhöht. Beim Kauf der Perlite sollte jedoch darauf geachtet werden, dass es sich um gartenbauliche Perlite handelt und nicht etwa um Produkte für den Baubereich (oft verwendet für Dämmungen), die unter Umständen für die Pflanzen schädliche Schadstoffe enthalten könnten.</p>
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</script></p>
<p>Für mexikanische Pinguicula empfiehlt sich eine mineralische Mischung aus Lava, Bims, Zeolith, Blähton, Sand/Kies und etwas Torf zur besseren Bindung und Wasserbindung. Fertige Ausgangsmischungen wie <a href="https://amzn.to/3e3b4YO">Lechuza<span class="st">®-</span>Pon</a><span style="color: #993300;">*</span> und <a href="https://amzn.to/2TBiNUo">Seramis<span class="st">®</span></a><span style="color: #993300;">*</span> (Kakteen und Sukkulenten) eignen sich hierbei hervorragend. Beide Substrate sollten zu gleichen Teilen kombiniert und anschließend mit der Mischung des Basis-Substrates (ohne Perlite) im Verhältnis 3:1 vermischt werden.<br />
Europäische Pinguicula sollten durch die Knospenbildung und der Ausbildung teils dickfleischiger Wurzeln eher in organischen Substraten kultiviert werden. Die oben genannte Basis-Mischung für alle Karnivoren kann auch hier problemlos verwendet werden. Bei kalkliebenden Arten (wie P. vallisneriifolia) sollte die Basis-Mischung noch mit etwa 50% <a href="https://amzn.to/3kDtj9Q">Anzuchterde</a><span style="color: #993300;">*</span> oder Kakteenerde ergänzt werden, vor allem wenn dem Substrat kein Kalk in Form von <a href="https://amzn.to/2Hypl45">Dolomitkalk</a><span style="color: #993300;">*</span> oder gemahlenen Muschelschalen zugegeben wird.</p>
<figure id="attachment_963" aria-describedby="caption-attachment-963" style="width: 1600px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-963 size-full" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/08/substrat_basis.jpg" alt="töpfe" width="1600" height="1537" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/08/substrat_basis.jpg 1600w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/08/substrat_basis-300x288.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/08/substrat_basis-1024x984.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/08/substrat_basis-768x738.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/08/substrat_basis-1536x1476.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /><figcaption id="caption-attachment-963" class="wp-caption-text">Grafik: Gut getopft ist halb gewonnen! Die Töpfe werden stets bis zum oberen Rand befüllt, das Substrat jedoch nie angedrückt, sondern nur angeklopft!</figcaption></figure>
<p><strong>5. Befüllung der Töpfe &amp; Setzen der Pflanzen</strong></p>
<p>Nachdem die Wahl des Substrates und des passenden Topfmodells gefallen ist, kann mit dem eigentlichen Topfen und dem Befüllen der Töpfe begonnen werden. Hierbei sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass das verwendete (kulturfeuchte!) Substrat niemals in die Töpfe gepresst werden darf! (Wir können an dieser Stelle nur nocheinmal betonen, dass ein gut befeuchtetes Substrat zwar zusammenhält, jedoch nicht klebt und keine Ballen oder Klumpen bildet.) Vielmehr wird die Mischung vorsichtig in den Topf gegeben, sodass sich an der Oberfläche ein leichter Haufen bildet, der mit der Handfläche abgestrichen wird. Anschließend werden die Töpfe aus ungefähr 10 cm Höhe etwa 5-10 mal leicht kraftvoll auf den Tisch geklopft, damit sich das Substrat schonend setzen kann. Dieser Vorgang wird anschließend 2-3 mal wiederholt, bis der Topf zum oberen Rand gefüllt ist. Auch hier wird der überschüssige Rest vorsichtig und ohne jeglichen Druck oder pressen des Substrates abgestrichen.</p>
<p>Anschließend kann mit der Bepflanzung begonnen werden. Am besten eignet sich hierfür ein <a href="https://amzn.to/34Do3xs">Pikierstab<span style="color: #993300;">*</span></a> für den Gartenbau oder als Low-Budget-Variante der Stiel eines längeren Rundpinsels aus der Bastelabteilung. Die Finger reichen im Notfall jedoch auch. In der Mitte des Topfes wird mit Hilfe des Pikierstabs ein einige Zentimeter großes Loch im Substrat geschaffen, in dem die Pflanze anschließend eingesetzt wird. Anschließend wird dieses natürlich noch mit Hilfe des Pikierstabs und dem umliegenden Substrat verschlossen. Die Töpfe können nun außen anklebenden Substratresten gereinigt und die geliebte Sammlung verbracht werden. Natürlich sollte man auch niemals vergessen die Pflanzen anschließend ersteinmal gründlich zu wässern!</p>
<p>Bei größeren Pflanzen, bzw. größeren Wurzelballen ist es ratsam den Topf vorerst nur halb oder zu 2/3 zu füllen, anschließend die Pflanze einzusetzen und das restlich benötigte Substrat von oben nachzufüllen. Auch hier sollte jedoch niemals angedrückt, sondern lediglich geklopft werden, damit sich das Substrat schonend setzt!<br />
Um Sternmoosbefall auf der Topfoberfläche vorzubeugen, können die Töpfe (bei der Kultur von Karnivoren) anschließend auch mit etwas lebendem Sphagnum-Torfmoos bestückt werden.</p>
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Grafik: Ein häufiger Fehler bei vielen Kulturen! Oftmals werden Substrate viel zu trocken oder zu nass getopft und nur unvollständig befüllt! Die optimale Kulturfeuchte zum Topfen ist erreicht, wenn das Substrat zwar regelmäßig durchfeuchtet ist, jedoch nicht aneinander klebt und keine Klumpen oder Ballen bildet.</p>
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<p><strong>6. Spezialfälle</strong></p>
<p><strong>a) Saatschalen &amp; Multizellplatten<br />
</strong></p>
<p>Durch ihre geringe Höhe und der großen, relativ unhandlichen Breite vieler Saatschalen-Modelle, ist es schwierig, bzw. praktisch fast unmöglich die Substrate in solchen Modellen wie bei Topfkultur durch Klopfen der Behälter schonend zu setzen. Saatschalen sollten daher stets einige Zeit (etwa 1-2 Wochen) vor der Aussaat oder der Bestückung vorbereitet werden. Hierbei ist unbedingt darauf zu achten, dass die Substrate in den Schalen während dieser Zeit niemals austrocknen dürfen!</p>
<p><strong>b) Tontöpfe, Slack&#8217;sche Methode<br />
</strong></p>
<p>Tontöpfe (unlackiert) verfügen materialbedingt über die Fähigkeit Wasser über die Topfwände zu verdunsten und eignen sich daher vor allem, bzw. eher für Pflanzen mit erhöhter Wurzelempfindlichkeit, denen größere Aufmerksamkeit geschenkt wird. Pflanzen mit erhöhtem Wasserbedarf oder langzeitigem Daueranstau sind eher nicht für Tontöpfe zu empfehlen. Vor allem bei der Kultur von Kobralilien (Darlingtonia californica) erfreuen sich Tontöpfe jedoch großer Beliebtheit. Die Pflanzen werden hier meist nach der sogenannten Slack&#8217;schen Methode gepflanzt, bei der ein Tontopf einige Zentimeter am Boden mit Blähton aufgefüllt wird, bevor ein weiterer Topf (nächstkleinerer Topfgröße) eingesetzt und die seitlichen Hohlräume ebenfalls mit Blähton ausgefüllt werden. Der mittlere Topf wird anschließend mit normalem Karnivoren-Substrat befüllt und bepflanzt. Eine zusätzliche Schicht lebendes Sphagnum sorgt für Schutz der Substratoberfläche. Durch die doppelte Topfung werden Substrat und Wurzeln nicht nur besser von der Einstrahlung geschützt, unter Umständen wird auch eine bessere Verdunstungskühlung erzielt.<br />
Nachteile von Tontöpfen liegen vor allem im hohem Eigengewicht der Gefäße (das bei Outdoor-Kultur auch stark vorteilhaft sein kann), welches es erschwärt das Substratgewicht, bzw. den Substratschwerpunkt und somit die Wassersättigung und den daraus folgenden Wasserbedarf und Gießzeitpunkt zu ermitteln. Zudem kann zu feuchte Substrathaltung oder zu feuchte Umgebungstemperatur zum Schimmelbefall an der Außenseite der Töpfe führen. Die Wahl von Tontöpfen sollte daher stets mit Bedacht erfolgen!</p>
<p><strong>b) Probleme mit Moos-Verdichtungen<br />
</strong></p>
<p>Bei Problemen mit Moospopulationen (vor allem Sternmoos) auf der Substratoberfläche sollte vor allem mit physikalischen Methoden entgegengewirkt werden, um eine Vermoosung vorzubeugen.<br />
Stark befallene Töpfe sollten schnellstmöglich umgetopft werden, da eine starke Vermoosung eine extreme Verdichtung der Substratoberfläche und foglich auch einen stark gestörten Luftaustausch zur Folge hat. Neben der Abdeckung mit Sphagnum als Begleitwuchs, wirken Sand und Pinienrinde recht gut gegen Mooswuchs. Allerdings sollte Sand nur bei wärmeunempfindlichen Kulturen eingesetzt werden, da dieser die Lichtenergie stärker absorbiert und sich dadurch schneller erwärmt. Bei empfindlichen Kulturen wie Cephalotus oder Darlingtonia kann dies an Hitzetagen bereits zu starken Schäden oder zum schnellen Absterben der Pflanzen führen.<br />
Einen weiteren Überblick über die verschiedenen Methoden gegen Moos-Bewuchs findet ihr auch im <a href="https://www.youtube.com/watch?v=pfuWVNYPpdI">Video</a> unseres Kollegen von Green Jaws.</p>
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<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Literatur- und Quellenangaben</strong></p>
<p>1] ANON. (?): Kultur von Orchideen &#8211; 2.Substrate (Thema des Gruppenabend vom 6.April 2012) &#8211; Deutsche Orchideen-Gesellschaft ev. &#8211; Orchideen-Gruppe Donau-Iller. Web-Artikel. (16.08.2020 &#8211; 23:27 Uhr). http://www.orchidee-donau-iller.de/html/sonstiges/Themen.htm</p>
<p>2] HOFFMANN, G. (1991): VDLUFA-Methodenbuch Band I. Die Untersuchung von Böden. VDLUFA-Verlag, Darmstadt, 4. Aufl.</p>
<p>3] CAROW, FÜRST (1998): Fleischfressende Pflanzen &#8211; Artenübersicht &#8211; Kultur &#8211; Vermehrung. Verlag Thomas Carow, 11. Auflage.</p>
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