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	<title>Cephalotus pflegen Archive - CARNIFLOR</title>
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		<title>Wie und was fressen fleischfressende Pflanzen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Carniflor]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jun 2020 21:19:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wie und was fressen fleischfressende Pflanzen? Da einige Pflanzen ausschließlich auf sehr sauren und stark an Nährstoffen verarmten Böden vorkommen,</p>
<p><a href="https://www.carniflor.de/fangmethoden-von-karnivoren/" class="more-link">Jetzt lesen...<span class="screen-reader-text">Wie und was fressen fleischfressende Pflanzen?</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.carniflor.de/fangmethoden-von-karnivoren/">Wie und was fressen fleischfressende Pflanzen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.carniflor.de">CARNIFLOR</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Wie und was fressen fleischfressende Pflanzen?</h3>
<p>Da einige Pflanzen ausschließlich auf sehr sauren und stark an Nährstoffen verarmten Böden vorkommen, haben sich im Laufe der Evolution einige Gattungen entwickelt, die mit ausgeklügelten Fangmechanismen kleine Insekten, Tiere und Pflanzenteile erbeuten, diese zersetzen und von den im Zersetzungsprozess freigegebenen Nährstoffen profitieren &#8211; Die Karnivoren oder fleischfressenden Pflanzen.<br />
Während bei einigen Fallentypen wie den Klebefallen des Sonnentau <a href="https://www.carniflor.de/sonnentau-pflegen/">(Drosera spec.)</a> oder der Fettkräuter <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/">(Pinguicula spec.)</a> die Beute frei ersichtlich ist, haben andere Gattungen wie die Kannenpflanze (Nepenthes spec.) oder die Schlauchpflanze (Sarracenia spec.) magenähnliche Strukturen &#8211; die Fallgruben &#8211; entwickelt.<br />
In diesem Artikel möchten wir dir daher die fünf Grundlegenden Fallentypen fleischfressender Pflanzen vorstellen sowie einige Möglichkeiten der Fütterung und Düngung erläutern.</p>
<h5>1. Klappfallen</h5>
<p>Die wohl bekannteste fleischfressende Pflanze, die Venusfliegenfalle <a href="https://www.carniflor.de/venusfliegenfallen-pflegen/">(Dionaea muscipula)</a> gehört neben der Wasserfalle (Aldrovanda vesiculosa) zu der Kategorie der Klappfallen.<br />
Bei genauerer Betrachtung der <a href="https://www.carniflor.de/venusfliegenfallen-pflegen/">Fliegenfallen</a> stellt man schnell fest, dass sich neben den borstenartigen Strukturen an den Rändern der Falle im Falleninneren zahlreiche kleine Härchen befinden, welche als Auslöser des Fallenmechanismus dienen. Werden zwei dieser Härchen innerhalb von zwanzig Sekunden berührt schließt die Falle, gibt Verdauungssekret frei und bezieht anschließend die Nährstoffe aus der gefangenen Beute. Vor kurzem haben Forscher jedoch herausgefunden, dass auch ein einziger langsamer Reiz an den Trigger-Haaren zum Auslösen der Falle führen kann [1]! Nach einigen Tagen öffnet sich die Falle wieder und lediglich der Kadaver mit dem unverdaulichen Chitinpanzer bleibt erhalten.<br />
Da der Schließmechanismus bei der <a href="https://www.carniflor.de/venusfliegenfallen-pflegen/">Venusfliegenfalle</a> jedoch pro Falle jeweils nur etwa 4-5 mal ausgelöst werden kann und das gesamte Blatt abschließend abstirbt, sollte man nicht all zu oft mit den Fallen spielen.<br />
Die Fallen der Wasserfalle (Aldrovanda vesiculosa), die in sauberen stehenden, aber nährstoffreichen Gewässern vorkommt, sind vom Aufbau der Venusfliegenfalle sehr ähnlich, allerdings sind sie nur etwa fünf Millimeter groß und die &#8222;Trigger-Härchen&#8220; sind viel zahlreicher vorhanden.</p>
<figure id="attachment_736" aria-describedby="caption-attachment-736" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-736 size-full" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/venus-fly-trap-3684935_1920.jpg" alt="dionaea" width="1920" height="1440" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/venus-fly-trap-3684935_1920.jpg 1920w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/venus-fly-trap-3684935_1920-300x225.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/venus-fly-trap-3684935_1920-1024x768.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/venus-fly-trap-3684935_1920-768x576.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/venus-fly-trap-3684935_1920-1536x1152.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /><figcaption id="caption-attachment-736" class="wp-caption-text">Grafik: Durch ihre beeindruckenden Klappfalle gehört die Venusfliegenfalle zu den bekanntesten fleischfressenden Pflanzen</figcaption></figure>
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<h5>2. Klebefallen</h5>
<p>Gattungen wie der <a href="https://www.carniflor.de/sonnentau-pflegen/">Sonnentau</a> oder die <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/">Fettkräuter</a> sind stark mit Drüsen besetzt, an deren klebrigen Ausscheidungen rastsuchende Insekten haften bleiben, bevor sie schließlich verenden und durch im Sekret befindliche Verdauungsenzyme zersetzt und anschließend von der Pflanze verwertet werden.<br />
Einige Gattungen und Arten zeigen bei Beutefang sogar Bewegungsreaktionen, in dem sich umliegende Drüsen oder sogar ganze Blattteile um die gefangene Beute rollen.<br />
Neben den genannten Arten existieren jedoch auch Pflanzen mit Klebefallen, deren Sekrete keine Verdauungsenzyme enthalten und welche folglich auf die Zersetzung durch einen Symbionten angewiesen sind. Ein gutes Beispiel liefert hier die aus Südafrika stammende Gattung <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wanzenpflanzen">Roridula &#8211; die Wanzenpflanze</a>, die am Naturstandort mit zahlreichen Wanzen (meist der Gattung Pameridea) besetzt ist und nach großflächigen Buschfeuern zahlreich als <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pionierpflanze">Pionierpflanze</a> auftaucht (das Feuer stellt hierbei sogar eine Bedingung dar, damit die Samen keimen, es handelt sich um sogenannte <a href="https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/pyrophyten/55203">Pyrophyten</a>).<br />
Weitere Gattungen mit Klebefallen sind die Regenbogenpflanze (Byblis spec.) und das Taublatt (Drosophyllum lusitanicum).</p>
<h5>3. Fallgruben</h5>
<p>Bei einer weiteren Gruppe an Fallentypen handelt es sich um die Fallgruben, die vor allem von <a href="https://www.carniflor.de/schlauchpflanzen-sarracenia-spec-pflegen/">Schlauch- (Sarracenia spec.)</a> und Kannenpflanzen (Nepenthes spec.) bekannt sind.<br />
Während die trichterartigen Fallen der <a href="https://www.carniflor.de/schlauchpflanzen-sarracenia-spec-pflegen/">Schlauchpflanzen</a> und Kobralilien (Darlingtonia californica) aus mehreren Zonen (Lockzone, Gleitzone, Verdauungszone) bestehen, die ein Entkommen aus der Falle erschweren, bzw. unmöglich machen, wird die gefangene Beute bei Kannenpflanzen und Zwergkrügen (Cephalotus follicularis) durch ein dichtes, zahnartiges Peristom an der Flucht gehindert.<br />
Ähnlich wie der Symbiose bei Roridula existieren neben Fallgruben mit vorhandenem Verdauungssekret auch Gattungen und Arten, die nicht eigenständig Sekret produzieren und auf die Speisung von Regenwasser angewiesen sind, in dem sich zahlreiche Bakterien und Pilze befinden, die den Zersetzungsprozess für die Pflanze übernehmen. Beispielhaft hierfür ist die Gattung der Sumpfkrüge (Heliamphora spec.), die durch ihre offene Form &#8211; wie auch die Kannenpflanzenart Nepenthes ampullaria &#8211; neben tierischer Beute auch herabfallende Pflanzenteile verwertet.<br />
So bilden einige Arten innerhalb ihrer Fallen teils artenreiche Mikrohabitate, sogenannte <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Phytotelma">Phytotelmata</a>.</p>
<p><img decoding="async" class="wp-image-743 size-full" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/sundew-738960_1920.jpg" alt="drosera" width="1920" height="1280" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/sundew-738960_1920.jpg 1920w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/sundew-738960_1920-300x200.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/sundew-738960_1920-1024x683.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/sundew-738960_1920-768x512.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/sundew-738960_1920-1536x1024.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /><br />
Grafik: Der Sonnentau &#8211; ein beliebter Vertreter der Klebefallen &#8211; fängt seine Beute mit Hilfe eines stark klebrigen Sekrets.</p>
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<h5>4. Saugfallen</h5>
<p>Saugfallen kommen ausschließlich bei der Gattung der Wasserschläuche (Utricularia spec.), die jedoch die größte Gattung unter den Karnivoren bilden, vor.<br />
Eine Besonderheit an Utricularien ist, dass sich die Fallen nicht sichtbar unterhalb der Erde oder unter Wasser befinden. Die blasenähnlichen Fallen, die sich von Art zu Art in ihrem Habitus stark unterscheiden, werden ähnlich wie bei der <a href="https://www.carniflor.de/venusfliegenfallen-pflegen/">Venusfliegenfalle</a> durch an der Fallenaußenseite befindliche Triggerhärchen ausgelöst. Durch die Reaktion wird eine darunter befindliche Klappe geöffnet und die Beute durch den entstehenden Druck in die Falle eingesaugt, woraufhin sich die Klappe wieder schließt und der Verdauungsprozess beginnen kann.<br />
Trotz der geringen Größe vieler Fallen, die artspezifisch nur etwa zwischen 0,2 und 6 Millimeter groß sind, ist der gesamte Schließvorgang der Falle laut einigen Quellen in einer 15/1000stel Sekunde beendet [2].</p>
<h5>5. Reusenfallen</h5>
<p>Die Fallen von Reusenfallen der gleichnamigen Gattung Genlisea wachsen (wie bei einigen Utricularia-Arten) unterirdisch. An den Wurzeln befinden sich knollenartige Auswüchse, die in tiefergelegenen Zonen Hohlräume bilden, aus denen dünne Röhren auslaufen, die sich weiter zu zwei korkenzieherförmigen Ästen spalten. Diese sind mit zahlreichen Schlitzen versehen, die die Fallenöffnungen bilden und die Beute bis in den knollenartigen Hohlraum leiten, dessen Verdauungsdrüsen sich am oberen Ende befinden.<br />
Da Reusenfallen ähnlich der Wasserschläuche oberirdisch optisch recht unscheinbare Pflanzen sind, sind sie nur recht selten in Sammlungen zu finden.</p>
<figure id="attachment_13" aria-describedby="caption-attachment-13" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="wp-image-13 size-full" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2019/11/pitcher-plant-170604_1920.jpg" alt="sarracenia" width="1920" height="1332" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2019/11/pitcher-plant-170604_1920.jpg 1920w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2019/11/pitcher-plant-170604_1920-300x208.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2019/11/pitcher-plant-170604_1920-768x533.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2019/11/pitcher-plant-170604_1920-1024x710.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /><figcaption id="caption-attachment-13" class="wp-caption-text">Grafik: Die Fallgruben der Schlauchpflanzen sind in mehrere Zonen unterteilt. An den Deckelunterseiten wird Nektar ausgeschieden, der einige Insekten anlockt, die anschließend an der Falle abrutschen und gefangen werden.</figcaption></figure>
<h3>Was fressen fleischfressende Pflanzen?</h3>
<p>Wer seine Pflanzen nun füttern möchte, um ihnen einen kleinen Nährstoffbonus zu geben und das Wachstum zu fördern, fragt sich nun sicherlich welches Futter für seine Pflanze geeignet wäre.<br />
Von einem Versuch die kostbaren Pflanzen mit Hackfleisch, Käse, Hundefutter oder ähnlichen Lebensmitteln zu füttern, kann allerdings von vornherein abgeraten werden, da die Nahrung in der Form in den meisten Fällen nicht verwertet werden kann und lediglich schimmelt. Um den Fallenmechanismus und die Freisetzung der Verdauungsenzyme vollständig auszulösen bedarf es bei einigen Arten nämlich weitere Bewegungsreize, was der Pflanze als Schutzfunktion dient, um die relativ kraftaufwändigen Schließ-Vorgänge nicht unnötig durchführen zu müssen.<br />
Für die <a href="https://www.carniflor.de/venusfliegenfallen-pflegen/">Venusfliegenfalle</a> empfielt sich aus diesem Grunde auch lediglich kleineres Lebendfutter wie Heimchen oder Mehlwürmer. In der Natur haben sich Karnivoren auf sehr verschiedene Beutetypen angepasst. Während sich Zwergkrüge und die Kannenpflanzenart Nepenthes albomarginata auf kleinere Ameisenarten spezialisiert haben, fangen Gattungen mit Klebefallen vor allem Zweiflügler wie Fliegen, Mücken und Motten aber auch Spinnenarten und andere Kleintiere. Die Beute der <a href="https://www.carniflor.de/venusfliegenfallen-pflegen/">Venusfliegenfallen</a> besteht entgegen ihres Namens zu einen Großteil aus Spinnen. Utricularien und Reusenfallen machen sich andere terrestrische wie aquatische Kleinstlebewesen zur Beute.<br />
Der <a href="https://www.carniflor.de/sonnentau-pflegen/">Sonnentau</a> fängt verschiedene Motten- und Spinnenarten besonders gut. Die Fallgruben der Kannenpflanzen sollten wie einige unbewegliche <a href="https://www.carniflor.de/sonnentau-pflegen/">Sonnentauarten</a> und <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/">Fettkräuter</a> jedoch mit gemahlenem Fischfutter (in Flockenform) versorgt werden.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/WbdZo4qRgeM" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>Video: Zusammen mit Nico von Karnico zeigen wir euch in diesem Video die Fütterung von Venusfliegenfallen!</p>
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<p>Bei gesunden, kräftigen Pflanzen ist es ebenfalls möglich, das Gießwasser mit geringen Mengen Flüssigdünger zu versorgen. Handelsüblicher Flüssigdünger sollte 1%ig, Orchideendünger etwa in halber bis 1/4 der empfohlenen Konzentration angesetzt und etwa alle 3 Wochen versprüht oder vergossen werden. Bei einem starken Besatz mit <a href="https://www.carniflor.de/sphagnum-zuechten/">Torfmoos</a> ist allerdings darauf zu achten, dass dieses einen Großteil der Nährstoffe filtert und für das eigene Wachstum verwertet. Es empfiehlt sich bei stark bemoosten Töpfen daher eine kurzzeitige Anstau-Bewässerung von unten. Mit der Verwendung eines <a href="https://www.carniflor.de/?p=755&amp;preview=true">EC/TDS-Meters</a> gestaltet sich die Anrührung der Düngerlösung jedoch einfacher, da das <a href="https://www.carniflor.de/?p=755&amp;preview=true">benötige Wasservolumen</a> einfach auf von uns empfohlene Werte von 80-100 <span class="ILfuVd"><span class="e24Kjd">µS/cm eingestellt werden kann. Bei Kannenpflanzen wird unter anderem auch von guten Erfahrungen mit Werten bis zu 250 µS/cm berichtet [4].<br />
Die einfachste Lösung seine Pflanzen zu düngen liefern verschiedene Langzeitdünger mit der <a href="https://www.duengerexperte.de/media/ae/Osmocote_Exact_Standard_1.pdf">OSMOCOTE®-Technologie</a>. Hier befinden sich die Nährstoffe in einer Hülle, die gleichzeitig eine semipermeable Membran darstellt. Werden die Kügelchen (im Substrat) der Feuchtigkeit ausgesetzt, diffundieren die verschiedenen Nährstoffe über einen längeren Zeitraum hinweg langsam in das Substrat, wo sie schließlich von den Pflanzen aufgenommen werden können. Je nach Korngröße unterscheidet sich die Länge bis zur vollständigen Freisetzung der im Inneren befindlichen Nährstoffe. Handelsübliche Korngrößen sind hierbei 3M (3 Monate), 6M (6 Monate) und seltener 12M (1 Jahr). Viele Karnivoren-Züchter berichten auch von guten Erfahrungen mit dem algenbasierten Dünger <a href="https://www.aldenlane.com/maxsea">MAXSEA</a> (Link auf englischer Sprache). Als Flüssigdünger eignet sich am besten der <a href="https://amzn.to/31S514y">Universaldünger von Wuxal</a><span style="color: #800000;">*</span>.</span></span><br />
Werden die Pflanzen im Freiland kultiviert, ist eine Fütterung meist nicht notwendig, da die Pflanzen über die Hauptwachstumszeit hinweg meist automatisch mit ausreichend Nahrung versorgt werden.</p>
<hr />
<h5>Literatur</h5>
<p>1] BURRI et. al. (2020): A single touch can provide sufficient mechanical stimulation to trigger Venus flytrap closure. PLOS-BIOLOGY, PDF-Ausgabe.<br />
https://journals.plos.org/plosbiology/article/file?id=10.1371/journal.pbio.3000740&#038;type=printable</p>
<p>2] CAROW, FÜRST (1998): Fleischfressende Pflanzen – Artenübersicht – Kultur – Vermehrung. Verlag Thomas Carow, 11. Auflage.</p>
<p>3] SCHULZ, B. (1965) – Fleischfressende Pflanzen. Ziemsen Verlag.</p>
<p>4] https://forum.carnivoren.org/forums/topic/45058-nepenthes-d%C3%BCnger/</p>
<hr />
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		<title>Grundregeln der Pflege von fleischfressenden Pflanzen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Carniflor]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2020 14:01:29 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Grundregeln der Pflege von fleischfressenden Pflanzen Oftmals stößt man auf das Gerücht, dass fleischfressende Pflanzen als botanische Raritäten zu den</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Grundregeln der Pflege von fleischfressenden Pflanzen</h3>
<p>Oftmals stößt man auf das Gerücht, dass fleischfressende Pflanzen als botanische Raritäten zu den schwer zu pflegenden Pflanzen gehören, was oft mit kläglichen Erinnerungen an etliche zum Scheitern verurteilte Versuche im Kindesalter verbunden ist, verschiedene Venusfliegenfallen am Fensterbrett großzuziehen. So handelt es sich bei vielen Karnivoren bis heute lediglich oft um &#8222;Gag-Geschenke&#8220;, deren Potentiale in der Garten- und Wohnraumgestaltung weit unterschätzt werden. Dabei ist die Haltung vieler Karnivoren im Grunde ganz einfach, denn die grundlegenden Regeln der Pflege lassen sich an einer Hand abzählen &#8211; versprochen!</p>
<figure id="attachment_713" aria-describedby="caption-attachment-713" style="width: 2560px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-713 size-full" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/DSC_0813-scaled-e1586133207125.jpg" alt="zwergkrüge" width="2560" height="979" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/DSC_0813-scaled-e1586133207125.jpg 2560w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/DSC_0813-scaled-e1586133207125-300x115.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/DSC_0813-scaled-e1586133207125-1024x392.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/DSC_0813-scaled-e1586133207125-768x294.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/DSC_0813-scaled-e1586133207125-1536x587.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/DSC_0813-scaled-e1586133207125-2048x783.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /><figcaption id="caption-attachment-713" class="wp-caption-text">Grafik: Der aus Australien stammende Zwergkrug ist mit seinen Fallgruben vor allem auf kleine Ameisen-Arten spezialisiert.</figcaption></figure>
<p><strong>1) kalkfreies, nährstoffarmes Gießwasser</strong></p>
<p>Der ausschlaggebende Grund, warum viele fleischfressende Pflanzen wie die <a href="https://www.carniflor.de/venusfliegenfallen-pflegen/">Venusfliegenfalle</a> (<em>Dionaea muscipula</em>) oder der <a href="https://www.carniflor.de/sonnentau-pflegen/">Sonnentau</a> (<em>Drosera</em> spec.) oft bereits nach kürzester Zeit das Zeitliche segnen, liegt (neben einem zu dunklem Standort) meist im verwendeten Gießwasser. Bis auf einige <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/">Fettkräuter</a> (<em>Pinguicula</em> spec.) vertragen Karnivoren nämlich keinerlei Kalk, der im Leitungswasser vieler Regionen Deutschlands leider sehr stark präsent ist. Besser sollte auf Regenwasser oder destilliertes Wasser zurückgegriffen werden. Dieses ist nicht nur frei von Kalk, sondern enthält auch kaum, bzw. keinerlei Nährstoffe, wie es fleischfressende Pflanzen, die auf saure, nährstoffarme Böden angepasst sind, benötigen. Das Substrat sollte stets feucht gehalten werden, einige Arten vertragen auch einen leichten Daueranstau. Auf eine Düngung der Pflanzen kann und sollte also auf jeden Fall verzichtet werden. Etliche für Düngemittel genutzte, endliche Ausgangstoffe wie Kali-Salze und Phosphate werden somit nicht benötigt. Auch eine Fütterung der Pflanzen ist nicht zwingend erforderlich, kann aber wachstumsfördernd wirken. Für Arten mit unbeweglichen Fallen wie die Kannenpflanze (<em>Nepenthes</em> spec.), der Sumpfkrug (<em>Heliamphora</em> spec.) oder <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/">Fettkräuter</a> kann man auf handelsübliches Fischfutter in Flockenform zurückgreifen. Hierzu werden die Flocken einfach zu feinem Staub zermahlen und in geringen Mengen in die Fallen gegeben. Bei Arten mit beweglichen Fallen wie die <a href="https://www.carniflor.de/venusfliegenfallen-pflegen/">Venusfliegenfalle</a> und einige Sonnentauarten sollte jedoch auf kleineres Lebendfutter zurückgegriffen werden, da die Fallenmechanismen sonst teilweise nur unvollständig ausgelöst werden und die Beute folglich nutzlos verschimmelt.</p>
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<p><strong>2) vollsonniger Standort, Luftfeuchtigkeit<br />
</strong></p>
<p>Ein Großteil aller Karnivoren benötigt einen vollsonnigen Standort für optimale Fallenbildung, Ausfärbung und/oder Betauung. In der Wohnung sollte vorzugsweise ein Südfenster mit starkem Lichteinfall gewählt werden. Lediglich <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/">Fettkräuter</a> können auch an schattigeren Plätzen gehalten werden.<br />
Stehen diese Bedingungen nicht zur Verfügung, könnte für eine langfristige Kultur die Verwendung von speziell auf Pflanzen ausgelegter Zusatzbelichtung nötig sein. Wer sich genauer mit der Thematik der Belichtung beschäftigen will, findet auf unserer Seite auch einen detaillierten Überblick über die <a href="https://www.carniflor.de/grundlagen-zur-belichtung/">Grundlagen der Belichtung von Pflanzen</a>.<br />
Bezüglich der Luftfeuchtigkeit haben nur einige Gattungen derartig erhöhte Ansprüche, dass eine Haltung im Terrarium oder Gewächshaus nötig ist. Venusfliegenfallen, Sonnentau, <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/">Fettkräuter</a>, Schlauchpflanzen (<em>Sarracenia</em> spec.) und Kobralilien (Darlingtonia californica) sind nicht für das Terrarium geeignet. Bleibt bei <a href="https://www.carniflor.de/sonnentau-pflegen/">Sonnentauarten</a> die Taubildung aus, handelt es sich meist um Lichtmangel. <a href="https://www.carniflor.de/venusfliegenfallen-pflegen/">Venusfliegenfallen</a>, Schlauchpflanzen, Kobralilien und einige <a href="https://www.carniflor.de/sonnentau-pflegen/">Sonnentau-</a> sowie <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/">Fettkrautarten</a> gelten als winterhart und sollten bestmöglich außerhalb der Wohnung im Garten oder auf dem Balkon im Moor-Kasten kultiviert werden. Andere Gattungen wie der Zwergkrug (Cephalotus follicularis) oder die Wanzenpflanze (Roridula spec.) benötigen eine frostfreie, jedoch sehr luftige Kultur.<br />
Für eine <a href="https://www.carniflor.de/karnivoren-terrarium/">Terrarienhaltung</a> empfehlen sich vor allem Gattungen wie der Sumpfkrug (<em>Heliamphora</em> spec.), die Kannenpflanze (<em>Nepenthes</em> spec.) oder auch einige Wasserschläuche (<em>Utricularia</em> spec.) mit entsprechender Begleitvegetation und Sphagnum-Torfmoosen als Deko-Element.</p>
<figure id="attachment_64" aria-describedby="caption-attachment-64" style="width: 960px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-64 size-full" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2019/11/venus-flytrap-1531345_1920-e1572904716726.jpg" alt="dionaea_muscipula" width="960" height="720" /><figcaption id="caption-attachment-64" class="wp-caption-text">Grafik: Die Venusfliegenfalle ist voll winterhart und sollte daher ganzjährig im Freien kultiviert werden.</figcaption></figure>
<p><strong>3) saures Substrat</strong></p>
<p>Die Grundlage für jedes Karnivoren-Substrat bietet reiner, ungedüngter Weißtorf (Hochmoortorf) mit dem Zersetzungsgrad H2-H5. Je nach Art und Züchter unterscheiden sich die Substrate leicht voneinander. Oftmals werden jedoch Mischungen aus Torf, Perlite und kalkfreiem Quarz-Sand (im Verhältnis: 2:1:1) verwendet.<br />
Bei der Anmischung und Bepflanzung sollte das Substrat gleichmäßig durchfeuchtet, aber keinesfalls durchnässt sein. Gärtner sprechen hierbei von &#8222;kulturfeuchtem Substrat&#8220; &#8211; Bildet das Substrat beim Vermischen Klumpen ist es bereits zu feucht. Um eine ausreichende Lockerheit zu gewährleisten, werden die Gefäße beim Befüllen auch stets nur leicht angeklopft und die Substratoberfläche niemals angedrückt! Da es sich bei den meisten Arten um Tiefwurzler handelt, schadet es auch nicht recht tiefe Töpfe zu verwenden, allerdings sollte man die Topfgröße verhältnismäßig zur Größe der Pflanze wählen. Übermäßig große Töpfe führen ebenso wie enge Töpfe schnell zu einer ungünstigen und folglich oft kritischen Handhabung der Wasserversorgung.<br />
Um die Substratoberfläche vor der erwärmenden Wirkung der Einstrahlung zu schützen und den Zierwert etwas zu steigern, wird die Topfoberfläche rund um die Pflanzen oftmals mit <a href="https://www.carniflor.de/sphagnum-zuechten/">Torfmoosen (<em>Sphagnum</em> spec.)</a> bepflanzt. Vor allem bei Kannenpflanzen nutzt man Sphagnum auch zur Bewurzelung von Stecklingen, da es die Fähigkeit aufweist, bei relativ hoher Luftdurchlässigkeit ausreichend stark Wasser zu speichern. Auch bei einigen Orchideen-Züchtern ist getrocknetes Sphagnum daher ein beliebtes Medium. Lebende <a href="https://www.carniflor.de/sphagnum-zuechten/">Torfmoose</a> wirken während des Wachstums darüber hinaus versauernd auf ihre Umgebung &#8211; ideal für Karnivoren und viele andere Pflanzen, die saures Milieu bevorzugen!</p>
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<p><strong>4) Temperatur und Winterruhe</strong></p>
<p>Ein weiterer Punkt in der Haltung von Karnivoren stellt die Temperaturführung dar. Während einige tropische Arten, ganzjährig und ganztägig warm kultiviert werden müssen, gehen andere Gattungen und Arten in den Wintermonaten eine Ruhephase ein, in der entweder das Wachstum stark stagniert oder Überdauerungsorgane in Form von Hibernakula gebildet werden, die keine karnivore Funktion erfüllen. Vor allem bei Fettkräutern ist dieser Wandel sehr spannend. Die zahlreichen, quirligen Blüten erscheinen hier, sofern es sich nicht um ganzjährig blühende Arten handelt, meist direkt aus der Winterrosette. Auch Zwergkrüge, die wie Fettkräuter bei etwa 5°C überwintert werden sollten, bilden in den kühleren Monaten nicht karnivore Blätter aus.<br />
Während Schlauchpflanzen in milderen Monaten noch blattähnliche Gebilde, sogenannte Phyllodien bilden, überdauern sie wie Venusfliegenfallen in kälteren Wintermonaten in dicken Rhizomen. Beide Gattungen sind, auch wenn es an dieser Stelle erst einmal überraschen mag, voll winterhart! Betrachtet man das natürliche Verbreitungsgebiet dieser Gattungen im Südosten der USA mit den zugehörigen Klimadiagrammen, erscheint diese Tatsache jedoch gar nicht mehr so abwegig.<br />
Eine Besonderheit stellt die Kultur von Kannenpflanzen dar, die man je nach Vorkommen in Hochland- und Tieflandarten unterscheidet. Während Tieflandarten ganzjährig-ganztägig warm und feucht gehalten werden können, benötigen aus Hochlandregionen stammende Nepenthesarten erzwingenderweise Nachtabsenkungen der Temperatur im Bereich von 10-15°C.<br />
Auch viele Sumpfkrugarten benötigen für eine erfolgreiche Kultur diese täglichen Temperaturschwankungen. Die in vielen Gartencentern und Baumärkten erhältlichen Hybriden sind in dieser Hinsicht jedoch sehr tolerant und können auch ohne diese Temperaturabsenkung erfolgreich kultiviert werden.</p>
<figure id="attachment_704" aria-describedby="caption-attachment-704" style="width: 2500px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-704 size-full" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/gypsicola.jpg" alt="pinguicula-winterruhe" width="2500" height="2500" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/gypsicola.jpg 2500w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/gypsicola-300x300.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/gypsicola-1024x1024.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/gypsicola-150x150.jpg 150w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/gypsicola-768x768.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/gypsicola-1536x1536.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/gypsicola-2048x2048.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 2500px) 100vw, 2500px" /><figcaption id="caption-attachment-704" class="wp-caption-text">Grafik: Pinguicula gypsicla in Winterruhe. Im Sommer entstehen die seitlich noch recht gut sichtbaren länglichen karnivoren Blätter, während sich im Winter zur Überdauerung eine kompakte Rosette bildet.</figcaption></figure>
<p><strong>Zusammenfassung</strong></p>
<p>Wie wir sehen gestaltet sich die Pflege &#8222;fleischfressender&#8220; Pflanzen mit ein wenig Recherche gar nicht so kompliziert. Hauptsächlich sollte darauf geachtet werden, dass Karnivoren an möglichst vollsonnigen Standorten kultiviert werden und die Bewässerung ausschließlich mit kalkfreiem, nährstoffarmen Wasser (wie Regenwasser, destilliertem Wasser oder Osmose-Wasser) erfolgt. Während <a href="https://www.carniflor.de/venusfliegenfallen-pflegen/">Venusfliegenfallen,</a> Kobralilien und Schlauchpflanzen als winterharte Gattungen einen besonderen Hingucker für das Moorbeet bilden, eignen sich Kannenpflanzen, Sumpfkrüge oder Wasserschläuche vor allem für die Terrarienkultur. Speziellere Kannenpflanzen- und Sumpfkrugarten benötigen jedoch eine nächtliche Absenkung der Temperatur von etwa 10°C.<br />
Muss die Pflanze einmal umgetopft werden, eignen sich Mischungen aus ungedüngtem Weißtorf mit Perlite und Sand (im Verhältnis 2:1:1).</p>
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