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	<title>karnivoren kaufen Archive - CARNIFLOR</title>
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		<title>Nostoc Bakterien &#8211; Grüne Schleimkugeln auf dem Substrat</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Mar 2025 15:23:02 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nostoc Bakterien &#8211; Grüne Schleimkugeln auf dem Substrat Hast du grüne Schleimkugeln auf deinem Substrat entdeckt, handelt es sich dabei</p>
<p><a href="https://www.carniflor.de/nostoc-bakterien-substrat/" class="more-link">Jetzt lesen...<span class="screen-reader-text">Nostoc Bakterien &#8211; Grüne Schleimkugeln auf dem Substrat</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.carniflor.de/nostoc-bakterien-substrat/">Nostoc Bakterien &#8211; Grüne Schleimkugeln auf dem Substrat</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.carniflor.de">CARNIFLOR</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Nostoc Bakterien &#8211; Grüne Schleimkugeln auf dem Substrat</h3>
<p>Hast du grüne Schleimkugeln auf deinem Substrat entdeckt, handelt es sich dabei in der Regel um das sogenannte <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nostoc">Nostoc Bakterium</a>. Obwohl es sich hierbei um Bakterienstämme handelt, sind sie für dich und deine Pflanzen vollkommen harmlos. Warum das so ist, erklären wir dir in diesem Beitrag.</p>
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<h4>Was sind Nostoc Bakterien?</h4>
<p>Bereits <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Paracelsus">Paracelsus (1493-1541)</a> beschäftigte sich mit dieser faszinierenden Gattung und verlieh ihr sogar ihren typischen Namen (Nostoch, verm. &#8222;Nasenloch/Nasenschleim&#8220;). Auf Grund ihrer grünlichen Farbe werden Nostoc Bakterien vor allem zu Beginn ihres Wachstums oft zunächst mit Algen verwechselt. Erst wenn sich die kugelartige Struktur des Nostoc Bakteriums vollständig ausgebildet hat, ist in der Regel erkennbar, dass es sich nicht um Algen handelt. Im spezifischen handelt es sich bei den Kugeln um Bakterienkolonien von sogenannten Cyanobakterien. Neben der gärtnerischen Topfkultur von Feuchtpflanzen treten die grünen Schleimkugeln der Nostoc Bakterien hin und wieder auch nach starken Regenfällen auf. Das Hauptvorkommen von Nostoc Bakterien liegt daher meist in Teichen und deren näherem Umfeld. Umgangssprachlich werden die grünen Schleimblasen daher auch als als Teichpflaumen bezeichnet. Vegetationsarme Gesteine können allerdings auch befallen werden.</p>
<figure id="attachment_2073" aria-describedby="caption-attachment-2073" style="width: 1024px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-large wp-image-2073" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC_4555-1024x679.png" alt="Pinguicula und Nostoc Bacterien" width="1024" height="679" /><figcaption id="caption-attachment-2073" class="wp-caption-text">Abbildung: Nostoc Bakterien bei der <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-auf-steinen/">Kultur von Pinguicula auf Spaghettistein (Travertin)</a></figcaption></figure>
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<h4>Entstehung und Funktion</h4>
<p>Unter trockenen Bedingungen weist das Nostoc Bakterium lediglich einen hauchdünnen Film auf. Die typische blasenartige Struktur bildet sich erst bei gleichmäßigem Wasserangebot aus, indem die Bakterien damit beginnen Zellschnüre zu bilden, welche sich mit der Zeit entweder gelatineartig verfestigen oder schleimig verbleiben. Diese dienen vor allem dazu, den Luftstickstoff zu fixieren und Photosynthese zu betreiben. Einige Arten reduzieren den Luftstickstoff zudem weiter zu Ammonium. Dazu nutzen sie das Enzym Nitrogenase, welches nur in Mikroorganismen vorkommt. Im Garten gelten Nostoc Bakterien daher mitunter sogar als durchaus nützlich. Da Nostoc Bakterien also als symbiontisch und nicht als parasitär gelten, ist in der Regel auch keine schädigende Wirkung auf deine Pflanzen zu erwarten. 2014 wurde Nostoc daher sogar mit dem Titel &#8222;Mikrobe des Jahres&#8220; geehrt. Einige Arten wie <em>N. flagelliforme</em> gelten sogar als essbar.</p>
<h4>Bekämpfung</h4>
<p>Da Nostoc Bakterien als äußerst trocken- und frostresistent gelten und mit der Hilfe von Dauerzellen jahrelangen widrigen Bedingungen trotzen können, gestaltet sich die Bekämpfung als sehr schwierig. Bei Trockenheit bilden die Bakterien zunächst einen hauchdünnen Film aus, der bis zur nächsten Bewässerung/Feuchteperiode überdauert. Eine vollständige Entfernung der Bakterien ist nahezu unmöglich. Hin und wieder wird eine Behandlung mit Kalk empfohlen, allerdings trocknet dieser lediglich die kugelartigen Strukturen aus. Bei der nächsten Wassergabe bilden sich diese anschließend wieder neu. Eine dichte Bepflanzung konkurriert mit den Wuchsbedingungen des Bakteriums und bietet somit die beste Chance die Kolonien langfristig zu verdrängen. Da Nostoc Bakterien durch ihre stickstofffixierende Funktion jedoch als äußerst nützlich für die umgebende Pflanzenwelt gelten, ist eine Bekämpfung meist auch gar nicht notwendig.</p>
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<h4>Literatur und Quellenangaben</h4>
<ul>
<li>ANON. (2014): Mikrobe des Jahres 2014 &#8211; Sammelseite.<br />
https://vaam.de/infoportal-mikrobiologie/mikrobe-des-jahres/archiv/2014-nostoc/mikrobe-des-jahres-2014/ [04.03.2025]</li>
<li>BUGGISCH, A. (2025) Nostoc &#8211; Grüner Schleim im Garten.<br />
https://www.mein-schoener-garten.de/gartenpraxis/pflanzenschutz/nostoc-bakterien-gruene-kugeln-oder-schleim-im-rasen-30831 [02.03.2025]</li>
<li>ENGELHARDT, H. (2017): Mikrobe des Jahres 2014 &#8211; Nostoc &#8211; Vom Weichensteller der Evolution zum Genussmittel. In Rundschau für Fleischhygiene und Lebensmittelüberwachung 07/2014. S. 245-248.</li>
<li>Walter K. Dodds, Dolly A. Gudder, <a title="Dieter Mollenhauer" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dieter_Mollenhauer">Dieter Mollenhauer</a> (1995): <i>The Ecology of Nostoc.</i> In: <i>Journal of Phycology.</i> Band 31, Nr. 1, 1995, S. 2–18</li>
</ul>
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		<title>Fettkraut (Pinguicula) im Terrarium halten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Carniflor]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Feb 2025 16:56:46 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Fettkraut (Pinguicula) im Terrarium halten Die Terrarienkultur gehört sicher zu den beliebtesten Kulturformen, wenngleich sie sich für die meisten Karnivoren</p>
<p><a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-terrarium/" class="more-link">Jetzt lesen...<span class="screen-reader-text">Fettkraut (Pinguicula) im Terrarium halten</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Fettkraut (<em>Pinguicula</em>) im Terrarium halten</h3>
<p>Die Terrarienkultur gehört sicher zu den beliebtesten Kulturformen, wenngleich sie sich für die meisten Karnivoren nicht oder nur äußerst bedingt eignet. Lange Zeit hielt sich das Gerücht, dass sich mexikanische <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/">Fettkräuter (<em>Pinguicula</em>)</a> ebenfalls nicht für die Haltung im Terrarium eignen würden. Erfahrungen der letzten Jahre bewiesen jedoch das Gegenteil. In diesem Beitrag möchten wir dir daher einen umfassenden Überblick über die Haltung von <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/">Fettkraut (<em>Pinguicula</em>)</a> im Terrarium verschaffen. Dabei beziehen wir uns auf die Gruppe der mexikanischen Fettkräuter, die sich auf Grund ihrer Temperaturansprüche für die Kultur in der Wohnung eignen. Europäische (temperierte, bzw. winterharte) Fettkrautarten sind nicht für die Haltung im Terrarium geeignet und <a href="https://www.carniflor.de/moorkuebel-mit-fettkraeutern-gestalten/">sollten entsprechend im Freiland kultiviert werden</a>.</p>
<figure id="attachment_2042" aria-describedby="caption-attachment-2042" style="width: 576px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="wp-image-2042 size-large" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra2-576x1024.jpg" alt="black diamond terra by carnivorous carnival" width="576" height="1024" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra2-576x1024.jpg 576w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra2-169x300.jpg 169w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra2-768x1365.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra2-864x1536.jpg 864w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra2.jpg 1134w" sizes="(max-width: 576px) 100vw, 576px" /><figcaption id="caption-attachment-2042" class="wp-caption-text">Abbildung: Black Diamond Terrarium, bepflanzt mit <em>Pinguicula</em>, Quelle: <a href="https://www.instagram.com/carnivorous_carnival/">carnivorous_carnival (Alex Ohms)</a></figcaption></figure>
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<h4>Gefäß und Belüftung</h4>
<p>Für die Bepflanzung eignen sich verschiedene Typen an Terrarien und Behältnissen. Es kommen sowohl offene Behältnisse, bzw. Aquarien oder Aqua-Scaping-Gefäße, als auch klassische, geschlossene Terrarien in Betracht. Die Auswahl ist hierbei lediglich vom persönlichen Geschmack abhängig. Offene Behältnisse bieten den Vorteil einer deutlich besseren Belüftung, wenn sie entweder recht flach ausgelegt oder entsprechend hoch bepflanzt wurden. Die Nutzung von Aquarien ist zwar möglich, jedoch (auf Grund der Höhe der Wände) nicht besonders optimal. Die Luftbewegung auf Pflanzenhöhe ist hier meist noch recht eingeschränkt. Entscheidet man sich für die Kultur in offenen Behältnissen, ist die Nutzung von etwa 5cm hohen Glasgefäßen, etwa aus dem Aqua-Scaping-Bedarf oder als Direktanfertigung vom Terrarienbauer zu empfehlen.</p>
<p>Auch für die klassische Terrarienkultur steht eine Vielzahl an möglichen Gefäßen zur Verfügung. Vom klassischen Glasterrarium bis hin zum Designermodell werden Kreativität und persönlicher Geschmack hier lediglich durch den Geldbeutel begrenzt. Je nach Bauweise und Größe ist allerdings der Einsatz kleiner Ventilatoren empfehlenswert oder sogar notwendig. Am besten gestaltet sich die Kultur in Terrarien mit Kaminlüftung (oben und unten). Der Kamineffekt sorgt bei diesem Bautyp sowohl für einen ausreichenden Frischlufteintrag durch die untenliegenden Lüftungsgitter, als auch den Abzug anfallender Abwärme im oberen Bereich des Terrariums.</p>
<figure id="attachment_2043" aria-describedby="caption-attachment-2043" style="width: 576px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="wp-image-2043 size-large" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra1-576x1024.jpg" alt="pinguicula terrarium by carnivorous_carnival" width="576" height="1024" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra1-576x1024.jpg 576w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra1-169x300.jpg 169w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra1-768x1365.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra1-864x1536.jpg 864w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra1.jpg 1134w" sizes="(max-width: 576px) 100vw, 576px" /><figcaption id="caption-attachment-2043" class="wp-caption-text">Abbildung: <em>Pinguicula</em> Terrarium, Quelle: <a href="https://www.instagram.com/carnivorous_carnival/">carnivorous_carnival (Alex Ohms)</a></figcaption></figure>
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<h4>Substrat, Drainage, Bewässerung</h4>
<p>Wie bei der Topfkultur stellen mineralische Substrate die erste Wahl für die Kultur von Fettkräutern im Terrarium dar. Die relativ grobporige Struktur dieser Substrate erlaubt einerseits eine gute Substratbelüftung, andererseits auch eine ausreichende Drainage. Vor allem die Drainage stellt einen entscheiden Faktor auf den Erfolg der Terrarienkultur von <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/"><em>Pinguicula</em></a> dar, da die Pflanzen besonders empfindlich auf Überwässerung oder gar Stauwasser reagieren. Aus diesem Grunde ist von einer zusätzlichen Drainageschicht abzuraten! Diese vermittelt lediglich ein falsches Sicherheitsgefühl, da das vorhandene Wasser nach wie vor in dem abgeschlossenen Behältnis staut. Besser ist es, die Substratschicht lediglich ausreichend dünn anzulegen und sehr sparsam zu bewässern. Die Pflanzen sollten zwar gleichmäßig feucht gehalten werden, aber wie bereits erwähnt möglichst niemals in Kontakt mit Staunässe geraten. Wer trotz dieses Rats auf eine Drainageschicht nicht verzichten möchte sollte auf eine dünne Schicht (1-2cm) Blähton zurückgreifen, welche von einem Gaze oder Vlies von der aufliegenden Substratschicht geschützt wird. Es sollte jedoch stets derartig sparsam bewässert werden, dass sich keine Staunässe im Terrarium einstellt.</p>
<p>Die Bewässerung mit einer <a href="https://shop.carniflor.de/collections/substrate/products/ballbrause">Ballbrause</a> funktioniert besonders gut und stellt die empfehlenswerteste Methode der Bewässerung dar. Da mexikanische Fettkräuter äußerst tolerant gegenüber Kalkwasser reagieren, lassen sich die meisten Arten auch unkompliziert mit Leitungswasser bewässern. Auch hinsichtlich der Bewässerung gestaltet sich der Aufwand im Vergleich zu anderen Karnivoren bei Fettkräutern also insgesamt eher gering. Ein Nachteil bei der Bewässerung von Terrarien mit kalkhaltigem Gießwasser besteht in der schnellen Bildung von Kalkflecken auf den Glasscheiben. Je nach Gestaltung des Terrariums sind diese stellenweise oft nur mühselig zu entfernen. Die Bewässerung mit destilliertem Wasser oder Osmosewasser ist daher durchaus ratsam. Insgesamt sollte &#8211; abhängig von der Feuchte des Substrates &#8211; etwa zwei mal wöchentlich gewässert werden.</p>
<figure id="attachment_2046" aria-describedby="caption-attachment-2046" style="width: 576px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2046" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra5-576x1024.jpg" alt="pinguicula terrarium by carnivorous_carnival" width="576" height="1024" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra5-576x1024.jpg 576w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra5-169x300.jpg 169w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra5-768x1365.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra5-864x1536.jpg 864w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra5.jpg 1134w" sizes="auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px" /><figcaption id="caption-attachment-2046" class="wp-caption-text">Grafik: <em>Pinguicula</em> Terrarium, Quelle: <a href="https://www.instagram.com/carnivorous_carnival/">carnivorous_carnival (Alex Ohms)</a></figcaption></figure>
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</script></p>
<h4>Belichtung</h4>
<p>Fettkräuter gelten im Vergleich zu anderen Karnivoren zwar als deutlich weniger lichthungrig, benötigen für eine schöne Ausfärbung allerdings trotzdem ausreichende Lichtmengen. Der Tagesbedarf liegt bei etwa 10-15 Mol pro Tag. Eine Belichtung mit 200-300 µMol PPFD (auf Pflanzenhöhe) bei 13h Belichtungszeit erzielt erfahrungsgemäß gute Ergebnisse bei den meisten <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/"><em>Pinguicula</em></a>. Diese Werte werden in der Wohnung ohne eine Zusatzbelichtung &#8211; wenn überhaupt &#8211; nur an sehr hellen Stellen in den Sommermonaten erreicht. Es ist daher ein Trugschluss anzunehmen, dass <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/"><em>Pinguicula</em></a> &#8211; zumindest wenn man auf eine schöne Ausfärbung abzielt &#8211; langfristig ohne eine Zusatzbelichtung auskommen würden. Dies gilt insbesondere für die Haltung im Terrarium!</p>
<h4>Begleitpflanzen</h4>
<p>Als Begleitbepflanzung empfehlen sich tolerante Pflanzen mit ähnlichen Wuchsbedingungen und geringem Nährstoffbedarf. Erfahrungsgemäß bietet sich die Kombination mit einigen Arten aus der Gruppe der Zwergsonnentau, der terrestrischen Wasserschläuche (<em>Utricularia</em> spec.) und der Schwertfarn (<em>Nephrolepis exaltata</em>) an. Mit etwas Geschick ist es ebenfalls möglich, die Erbsenpflanze (<em>Senecio rowleyianus</em>) anzusiedeln. Auch Tillandsien kommen für die gemeinsame Kultur in Frage. Bezüglich der gemeinsamen Kultur mit Orchideen konnten wir bisher noch keine Erfahrungen sammeln, allerdings wäre dies durchaus denkbar.</p>
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</script></p>
<h4>Dekoration</h4>
<p>Da Fettkräuter mit ihrer Vielzahl an Farben und Formen bereits sehr ausdrucksstark erscheinen, ist bei der Terrarienkultur von Fettkräutern gar kein intensiver Einsatz von Dekorationsmaterialien notwendig. Mit einer schöne Kombination aus verschiedenen Arten und zwei oder drei verschiedenen Begleitpflanzen lassen sich bereits sehr schöne Arrangements gestalten. Besonders schön wirken <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-auf-steinen/">bepflanzte Lava- und Spaghettisteine</a> im Terrarium, da sich die Pflanzen mit ihrer Hilfe auf verschiedenen Ebenen präsentieren lassen. Darüber hinaus bieten sie einen natürlichen Look und werten das Terrarium im Allgemeinen noch einmal deutlich auf. Moorwurzeln oder Fertigdekoration aus dem Terraristikbedarf kann natürlich ebenfalls verwendet werden. Hier sind dem persönlichen Geschmack keine Grenzen gesetzt.<br />
Die Wahl der passenden Rückwand unterliegt ebenfalls dem persönlichem Geschmack. Rückwände aus Kork oder Xaxim sind ebenso geeignet wie Rückwände aus Styropor. Kork und Xaxim bieten allerdings den natürlichsten Look und lassen sich ergänzend zudem mit epiphytischen Pflanzen bestücken.</p>
<figure id="attachment_2044" aria-describedby="caption-attachment-2044" style="width: 576px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2044" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra3-576x1024.jpg" alt="pinguicula terrarium by carnivorous_carnival" width="576" height="1024" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra3-576x1024.jpg 576w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra3-169x300.jpg 169w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra3-768x1365.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra3-864x1536.jpg 864w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra3.jpg 1134w" sizes="auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px" /><figcaption id="caption-attachment-2044" class="wp-caption-text">Grafik: <em>Pinguicula</em> Terrarium, Quelle: <a href="https://www.instagram.com/carnivorous_carnival/">carnivorous_carnival (Alex Ohms)</a></figcaption></figure>
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<h4>Pflege &amp; Problematiken</h4>
<p>Die Pflegemaßnahmen beschränken sich auf die regelmäßige Bewässerung und das jährliche Ausputzen abgestorbener Pflanzenteile nach dem Formenwechsel im Winter. Werden die Pflanzen zu groß oder beginnen sich stark zu teilen, kann eine Entnahme von Einzelpflanzen durchaus sinnvoll sein.<br />
Wie bereits erwähnt stellt die Bewässerung den kritischsten Punkt der Kultur von Fettkräutern dar, da <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/"><em>Pinguicula</em></a> bei Überwässerung sehr schnell mit dem <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-krankheiten-und-schaedlinge/">Ausbruch der sogenannten Herzfäule</a> reagieren. Wurden die Terrarien überwässert, gestaltet es sich äußerst schwierig, das angesammelte Wasser wieder zu entfernen. Im Zweifelsfall muss das gesamte Terrarium von den Pflanzen befreit werden, bis das Substrat wieder abtrocknet. Es sollte daher unbedingt immer zunächst etwas sparsamer gegossen werden.</p>
<h4>Ist ein Tierbesatz möglich?</h4>
<p>Kurz gesagt: Nein. Selbst wenn geeignete Tiere mit identischen Haltungsbedingungen existieren sollten, empfehlen wir von einer gemeinsamen Haltung abzusehen. Schließlich soll der Fokus voll und ganz auf vitalen und prächtig entwickelten Pflanzen liegen. Zudem ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht besonders gut erforscht, wie verschiedene Terrarientiere wie zum Beispiel Frösche auf die Sekrete der Fettkräuter reagieren. Sowohl zum Wohle der Tiere, als auch zum Wohle der Pflanzen sollte man daher von einem Tierbesatz in <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/"><em>Pinguicula</em></a> Terrarien absehen. Springschwänze, Raubmilben und kleine (weiße) Asseln hingegen können problemlos als Bodenpolizei eingesetzt werden.</p>
<figure id="attachment_2045" aria-describedby="caption-attachment-2045" style="width: 576px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2045" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra4-576x1024.jpg" alt="pinguicula terrarium by carnivorous_carnival" width="576" height="1024" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra4-576x1024.jpg 576w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra4-169x300.jpg 169w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra4-768x1365.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra4-864x1536.jpg 864w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra4.jpg 1134w" sizes="auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px" /><figcaption id="caption-attachment-2045" class="wp-caption-text">Grafik: <em>Pinguicula</em> Terrarium, Quelle: <a href="https://www.instagram.com/carnivorous_carnival/">carnivorous_carnival (Alex Ohms)</a></figcaption></figure>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-terrarium/">Fettkraut (Pinguicula) im Terrarium halten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.carniflor.de">CARNIFLOR</a>.</p>
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		<title>Karnivoren Scape &#8211; fleischfressende Pflanzen gestalterisch in Szene setzen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Carniflor]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Dec 2021 16:00:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Karnivoren Scape gestalten &#8211; fleischfressende Pflanzen gestalterisch in Szene setzen Gerade in der Wohnung ist die Topfkultur von fleischfressenden</p>
<p><a href="https://www.carniflor.de/karnivoren-scape-gestalten/" class="more-link">Jetzt lesen...<span class="screen-reader-text">Karnivoren Scape &#8211; fleischfressende Pflanzen gestalterisch in Szene setzen</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.carniflor.de/karnivoren-scape-gestalten/">Karnivoren Scape &#8211; fleischfressende Pflanzen gestalterisch in Szene setzen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.carniflor.de">CARNIFLOR</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Ein Karnivoren Scape gestalten &#8211; fleischfressende Pflanzen gestalterisch in Szene setzen</h3>
<p>Gerade in der Wohnung ist die Topfkultur von fleischfressenden Pflanzen meist mit erhöhtem Platzbedarf und notwendigem technischen Aufwand verbunden. Die Präsentation der Pflanzen &#8211; ausgenommen der <a href="https://www.carniflor.de/karnivoren-terrarium/">Terrarienkultur, die wir bereits in einem anderen Beitrag erläutert haben</a> &#8211; rückt dabei oftmals eher in den Hintergrund.<br />
Doch das mit etwas Kreativität auch an relativ kleinen Plätzen in der Wohnung wirkliche Hingucker geschaffen werden können, beweisen auf verschiedenen Social-Media Plattformen bereits zahlreiche <a href="https://www.instagram.com/estebalius_plantedscapes/">Bilder von heimisch angelegten Minimooren</a>, sogenannten &#8222;Karnivoren Scapes&#8220;. Diese Idee, die ihren Ursprung im sogenannten &#8222;<a href="https://www.naqua.de/guide/aquascaping-grundlagen.html">Aqua Scaping</a>&#8220; findet, bietet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten, etwa auf bestimmte Regionen oder Pflanzengruppen bezogene Themenprojekte oder einfachere Mischprojekte.<br />
In diesem Beitrag wollen wir euch anhand südamerikanischer Sonnentauarten, sowie einigen Begleitpflanzen beispielhaft erklären, wie man ein solches Projekt realisieren könnte.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="YouTube video player" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/4HaPTWKUZdY" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h4>Gefäßwahl</h4>
<p>Ein passendes Gefäß bildet die Grundlage für die spätere Gestaltung. Für dieses Projekt fiel die Wahl zunächst auf <a href="https://www.aquasabi.de/aquascaping-aquarien">spezielle Glasbehälter aus dem Aqua-Scaping-Bereich</a>. Diese bestehen meist aus speziellem Weißglas, welches durch einen geringeren Eisenanteil bei der Herstellung nicht den typischen grünstich aufweist und somit vor allem bei hohen Anteilen von Klarwasser eine natürlichere, relativ unverfälschte Sicht bietet. Neben der hochwertigen Verarbeitung, weisen solche Modelle meist auch spezielle Verklebungen mit transparentem Silikon auf. Doch da sich diese Eigenschaften bei vielen Modellen auch deutlich im Preis wiederspiegeln, lohnt es sich unter Umständen, ein spezifisches Gefäß mit ähnlichen bei einem Terrarienbauer aus der Region anfertigen zu lassen. So entschieden wir uns einige Abstriche zuzulassen und für dieses Projekt ein Gefäß mit den Maßen 45x25x15 cm anfertigen zu lassen, welches uns lediglich 25€ kosten sollte.<br />
Nachdem das Terrarium nach der Abholung/Lieferung einmal komplett mit Wasser befüllt und auf Dichtheit überprüft wurde, können die nötigen Materialien organisiert und das Projekt begonnen werden.</p>
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<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1454" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_00_31_02.Standbild003-1024x576.jpg" alt="gefaeß-leer" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_00_31_02.Standbild003-1024x576.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_00_31_02.Standbild003-300x169.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_00_31_02.Standbild003-768x432.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_00_31_02.Standbild003-1536x864.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_00_31_02.Standbild003.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<h4>Substrat &amp; Befüllung</h4>
<p>Wir beginnen mit der Befüllung des Substrates. Für Karnivoren eignet sich, wie auch bei der Topfkultur, reiner, unaufgekalkter und unaufgedüngter Weißtorf (Hochmoortorf). Dieser sollte bei der Befüllung bereits etwas stärker mit Wasser gesättigt sein (als bei der Topfkultur), damit das Substrat später nicht so stark sackt und an potentiellen Uferstellen zum Wasser nicht ausschlämmt. Wie auch bei der Topfkultur sollte jedoch darauf geachtet werden, dass man das Substrat nicht übersättigt und nicht zu stark andrückt, damit genügend Luft für eine gesunde Wurzelentwicklung enthalten bleibt.<br />
Die Formung des Substrates kann nach Belieben vorgenommen werden. Bereits jetzt sollte man jedoch die spätere Sichtachse bedenken.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1455" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_01_06_02.Standbild004-1024x576.jpg" alt="befuellung" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_01_06_02.Standbild004-1024x576.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_01_06_02.Standbild004-300x169.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_01_06_02.Standbild004-768x432.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_01_06_02.Standbild004-1536x864.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_01_06_02.Standbild004.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
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<h4>Erste Gestaltungsmaßnahmen</h4>
<p>Wenn man mit der groben Platzaufteilung vorerst zufrieden ist, sollten nun zunächst die größten <a href="https://www.aquasabi.de/aquascaping-hardscape-dekoration">Gestaltungselemente</a> eingebracht werden. Wir haben uns für einige Moorwurzeln aus dem Aquaristikbedarf entschieden. Neben Moorwurzeln eignen sich auch Rindenstücke, Zweige, Äste, Lavasteine (und ähnliche kalkfreie Gesteine) und ähnliche Naturmaterialien. Künstliche Dekoelemente können natürlich auch verwendet werden, wenn man Gefallen daran findet. Sind diese platziert, kann das restliche Substrat aufgefüllt werden. Somit hat man bei der Substratformung nicht nur einen besseren Eindruck von der späteren Wirkung, sondern verleiht den Dekoelementen zusätzlich stabilisierenden Halt.<br />
Falls man sich für einen Freiwasseranteil im Becken entschieden hat, müssen die Uferbereiche sowie der Muldenboden nun ausreichend stark mit kalkfreiem Quarzsand ausgekleidet werden, um ein späteres Ausschwemmen des Torfes zu verhindern. Dabei sollte man möglichst nicht zu sparsam vorgehen. Allerdings genügt es, zunächst einen Teil des Sandes aufzufüllen und den Rest am Ende der Bepflanzung, bzw. vor der abschließenden Bewässerung nachzufüllen. Um der recht trist wirkenden Sandfläche noch etwas mehr Natürlichkeit zu verleihen, kann die Oberfläche abschließend noch mit verschiedenen Korngrößen von Kies verziert werden. Auch hier sollte allerdings auf die Kalkfreiheit des Materials geachtet werden.<br />
Möchte man Moose zur Dekoration verwenden, sollte man lediglich auf Torfmoose (<em>Sphagnum</em> spec.) zurückgreifen. Andere Moosarten vertragen sich mit Karnivoren meist nicht. Zusätzlich verdichten sie die Substratoberfläche meist auch noch so stark, dass kaum noch ein Luftaustausch möglich ist, weshalb man aus diesem Grunde wirklich darauf verzichten sollte, solche Arten mit fleischfressenden Pflanzen zu kombinieren.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1456" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_01_20_18.Standbild005-1024x576.jpg" alt="moorwurzel" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_01_20_18.Standbild005-1024x576.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_01_20_18.Standbild005-300x169.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_01_20_18.Standbild005-768x432.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_01_20_18.Standbild005-1536x864.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_01_20_18.Standbild005.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1457" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_02_13_17.Standbild006-1024x576.jpg" alt="befuellung-1" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_02_13_17.Standbild006-1024x576.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_02_13_17.Standbild006-300x169.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_02_13_17.Standbild006-768x432.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_02_13_17.Standbild006-1536x864.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_02_13_17.Standbild006.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1458" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_02_55_11.Standbild007-1024x576.jpg" alt="sand-1" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_02_55_11.Standbild007-1024x576.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_02_55_11.Standbild007-300x169.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_02_55_11.Standbild007-768x432.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_02_55_11.Standbild007-1536x864.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_02_55_11.Standbild007.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<h4>Die Beleuchtung</h4>
<p>Bevor wir mit der Bepflanzung beginnen, sollten wir nun die Beleuchtung installieren. Wir haben uns für die <a href="https://amzn.to/3syntNH">Chihiros CII</a><span style="color: #993300;">*</span> entschieden, da diese bei 20 Watt Leistungsaufnahme etwa 1600 Lumen leistet und mit diesen Werten auch bei vielen Sonnentauarten sehr gute Ergebnisse erzielt, wie wir auf einigen Socialmedia-Kanälen verschiedener Aqua-Scaper beobachten konnten. Darüber hinaus verfügt dieses Modell über einen eingebauten Bluetooth-Controller, welcher eine Zeitschalt- und Dimmfunktion enthält und per App gesteuert werden kann. Eine zusätzliche Zeitschaltuhr wird somit obsolet und durch die manuell programmierbare Dimmung, lässt sich die Lichtintensität über den Tagesverlauf genau justieren. Zweiteres ist für eine erfolgreiche Kultur zwar nicht notwendig, für das menschliche Auge vor allem im Wohnbereich jedoch sehr angenehm. Die Installation der <a href="https://amzn.to/3syntNH">Chihiros C2</a><span style="color: #993300;">*</span> erfolgt recht simpel. Die mitgelieferte Halterung wird an einer gewünschten Stelle des Glasgefäßes angesetzt und mit dem mitgelieferten Imbus am Glas justiert. Anschließend schraubt man den Schaft in die Halterung der Lampe, auf welchen der Gummi-Halterungsring aufgeschoben wird. Der Halterungsring dient somit zu einem der Stabilisierung und bietet auf der anderen Seite die Möglichkeit der Höhenverstellung der Leuchte. Abschließend kann man das System an die Steckdose anschließen und optional die App auf dem Mobiltelefon installieren, so fern man die Steuerungsmöglichkeiten nutzen will. Für die Einrichtung wird dann eine stabile Bluetooth-Verbindung benötigt, die nach Ende des Setups wieder unterbrochen werden kann, ohne das die Funktionsfähigkeit der getätigten Einstellungen beeinträchtigt wird.<br />
Je nach Belieben und Projektbudget kann man natürlich auch andere Modelle wählen, die ein für die Pflanzenkultur entsprechendes Spektrum aufweisen und über eine ausreichende Lichtintensität verfügen. Wenn du dich mit der Beleuchtung von Pflanzen noch nicht besonders gut auskennst, empfehlen wir an dieser Stelle unsere Beiträge zu den Grundlagen der Belichtung von Pflanzen <a href="https://www.carniflor.de/grundlagen-zur-belichtung/">Part 1</a> und <a href="https://www.carniflor.de/grundlagen-zur-belichtung-part-2/">Part 2</a>.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1464" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_03_51_19.Standbild009-1024x576.jpg" alt="chihiros-lampe" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_03_51_19.Standbild009-1024x576.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_03_51_19.Standbild009-300x169.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_03_51_19.Standbild009-768x432.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_03_51_19.Standbild009-1536x864.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_03_51_19.Standbild009.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1463" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_03_32_14.Standbild008-1024x576.jpg" alt="chihiros-box" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_03_32_14.Standbild008-1024x576.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_03_32_14.Standbild008-300x169.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_03_32_14.Standbild008-768x432.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_03_32_14.Standbild008-1536x864.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_03_32_14.Standbild008.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
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</script></p>
<h4>Die Bepflanzung</h4>
<p>Für die Bepflanzung werden für dieses Projekt vor allem südamerikanische Sonnentauarten wie <em>Drosera graomogolensis, D. latifolia, D. riparia und D. camporupestris</em> verwendet, da diese eine ganzjährig warme Kultur bevorzugen und somit perfekt für die Haltung in der Wohnung geeignet sind. Auch einige zentralamerikanischen Fettkräuter wie <em>Pinguicula primuliflora</em> oder <em>P. planifolia</em> würden sich für ein solches Projekt eignen, kommen aber diesmal nicht zum Einsatz. Falls du noch recht wenige Berührungspunkte mit den Karnivoren hast und bei der Auswahl der Gattungen und Arten unsicher bist, empfehlen wir unseren Beitrag zum Thema <a href="https://www.carniflor.de/grundregeln-der-pflege-von-fleischfressenden-pflanzen/">Grundlagen der Pflege von fleischfressenden Pflanzen</a>. Hinzu kommen natürlich auch noch einige Begleitpflanzen. Von den Karnivoren sind es lediglich zwei Arten aus der Gattung der Wasserschläuche (<em>Utriculariaceae</em>), nämlich <em>Utricularia pubescens</em> und <em>Utricularia graminifolia</em>, die in unserem Becken einziehen werden. Die restlichen Begleitpflanzen können recht wahllos nach Geschmack ausgewählt werden, wobei bei der Auswahl jedoch darauf geachtet werden sollte, dass die Pflanzen das saure und nährstoffarme Substrat möglichst vertragen. Da die Angaben hierzu nicht immer sehr eindeutig sind, ist es natürlich auch Ratsam einige Inspirationen und Erfahrungen von bestehenden Projekten und Scapern einzuholen. Ein großer Dank gilt an dieser Stelle Stefan (<a href="https://www.instagram.com/estebalius_plantedscapes/">@estebalius_plantedscapes</a>), der bei diesem Projekt in Sachen Wahl der Begleitpflanzen und der Belichtung eine große Hilfe war!<br />
Trotzdem gilt es bei manchen Pflanzen einfach zu experimentieren, zu schauen was sich etabliert und Fehler zu korrigieren. Auch wenn diese Herangehensweise sicher zunächst auch mit einigen Verlusten einhergeht, so trägt sie jedoch ungemein dazu bei, ein Gefühl für die Pflanzen und deren Bedürfnisse zu entwickeln und nicht ausschließlich aus der Theorie zu lernen.<br />
Als weitere Begleitpflanzen dürfen daher zunächst <em>Eleocharis spec. &#8222;mini&#8220;</em>, <em>Lilaeopsis macleviana</em>, <em>Eriocaulum cinereum</em>, und <em>Micranthemum tweediei &#8222;Montecarlo 3&#8220;</em> einziehen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1459" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_04_00_00.Standbild010-1024x576.jpg" alt="pflanzenauswahl" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_04_00_00.Standbild010-1024x576.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_04_00_00.Standbild010-300x169.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_04_00_00.Standbild010-768x432.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_04_00_00.Standbild010-1536x864.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_04_00_00.Standbild010.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1460" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_06_37_09.Standbild011-1024x576.jpg" alt="bepflanzung-2" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_06_37_09.Standbild011-1024x576.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_06_37_09.Standbild011-300x169.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_06_37_09.Standbild011-768x432.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_06_37_09.Standbild011-1536x864.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_06_37_09.Standbild011.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1461" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_08_30_01.Standbild012-1024x576.jpg" alt="bepflanzung-1" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_08_30_01.Standbild012-1024x576.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_08_30_01.Standbild012-300x169.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_08_30_01.Standbild012-768x432.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_08_30_01.Standbild012-1536x864.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_08_30_01.Standbild012.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1462" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_09_15_11.Standbild013-1024x576.jpg" alt="sand-nachschüttung" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_09_15_11.Standbild013-1024x576.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_09_15_11.Standbild013-300x169.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_09_15_11.Standbild013-768x432.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_09_15_11.Standbild013-1536x864.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_09_15_11.Standbild013.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<h4>Bewässerung &amp; Setzungsphase</h4>
<p>Nun ist es auch schon an der Zeit, das Wasser einzulassen. Dieses sollte jedoch vorsichtig und behutsam über verschiedene Stellen auf der Substratoberfläche eingelassen werden. Zu einem hat dies den Vorteil, dass sich das Substrat bereits leicht setzt, zu anderem wird so die Gefahr verringert, den Sand stellenweise auszuspülen, da das Wasser auf natürliche Weise sachte an den Seitenwänden hinaus sickert. Selbstverständlich sollte man wie auch bei der Topfkultur hierbei auf destilliertes Wasser, Regenwasser oder Wasser aus der Umkehrosmoseanlage zurückgreifen (kalkfreies und nährstofffreies Wasser). An dieser Stelle möchten wir auch einmal unseren <a href="https://www.carniflor.de/karnivoren-moeglichkeiten-bei-wasserknappheit/">Beitrag zu den Möglichkeiten zur Bewässerung von Karnivoren bei Wasserknappheit</a> (im Sommer) verweisen.<br />
Über die Wassertrübung braucht man sich (vor allem kurz nach Anlage) nicht zu sorgen. Diese entsteht durch die im Torf enthaltenen Huminstoffe und für das pflanzliche Wachstum absolut unbedenklich. Mit der Zeit wird die Trübung noch abnehmen. Der Besatz mit Wasserpflanzen ober- oder unterhalb der Wasseroberfläche kann der Trübung gegebenenfalls auch entgegenwirken.<br />
Nachdem wir das ganze Arrangement ordentlich angewässert und unseren gewünschten Wasserstand erreicht haben, müssen wir das Ganze erst einmal einige Wochen setzen und einwachsen lassen. In dieser Zeit, in der sich bereits die ersten Erfolge und Misserfolge zeigen, sollte das Gefäß möglichst lediglich gewässert werden. Einige Feinschliffe zum Abschluss des Projektes können nun natürlich noch vorgenommen werden. Auf größere Eingriffe sollte man nun allerdings zunächst verzichten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1465" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_10_11_19.Standbild014-1024x576.jpg" alt="bewaesserung-1" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_10_11_19.Standbild014-1024x576.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_10_11_19.Standbild014-300x169.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_10_11_19.Standbild014-768x432.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_10_11_19.Standbild014-1536x864.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_10_11_19.Standbild014.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1466" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_10_25_04.Standbild015-1024x576.jpg" alt="wasser-trueb" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_10_25_04.Standbild015-1024x576.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_10_25_04.Standbild015-300x169.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_10_25_04.Standbild015-768x432.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_10_25_04.Standbild015-1536x864.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_10_25_04.Standbild015.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1467" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_12_18_17.Standbild018-1024x576.jpg" alt="wasser-klar" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_12_18_17.Standbild018-1024x576.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_12_18_17.Standbild018-300x169.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_12_18_17.Standbild018-768x432.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_12_18_17.Standbild018-1536x864.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_12_18_17.Standbild018.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
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</script></p>
<h4>Feinarbeiten &amp; Abschluss</h4>
<p>Da die vordere Front vor allem im Uferbereich durch den Sand noch sehr karg wirkt, gilt es, an diesen Stellen noch einmal nachzubessern. Dafür haben wir eine weitere Moorwurzel, sowie Rindenstücke und einige Bruchstücke von Lavasteinen besorgt. Neue Pflanzen sollen nun lediglich in der Form von besonders flachen Bodendeckern ergänzt werden. Die Wahl fiel daher erst einmal auf <em>Elatine hydropiper</em> und <em>Hydrocotyle tripartita</em>. Da uns die Vorlieben dieser Arten zum Zeitpunkt der Anlage jedoch noch nicht sonderlich bekannt sind, müssen wir auch bei diesen Pflanzen schauen, wie sie sich in den kommenden Wochen entwickeln und in wie fern sie mit den sauren, nährstoffarmen Bedingungen zurechtkommen. Um den moorigen Charakter zu unterstützen, soll die Wasseroberfläche nun abschließend auch noch von einigen Wasserlinsen (<em>Lemna aff. minor</em>) besiedelt werden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1475" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_14_57_16.Standbild023-1024x576.jpg" alt="final-2" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_14_57_16.Standbild023-1024x576.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_14_57_16.Standbild023-300x169.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_14_57_16.Standbild023-768x432.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_14_57_16.Standbild023-1536x864.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_14_57_16.Standbild023.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1474" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_14_46_17.Standbild022-1024x576.jpg" alt="closeup" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_14_46_17.Standbild022-1024x576.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_14_46_17.Standbild022-300x169.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_14_46_17.Standbild022-768x432.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_14_46_17.Standbild022-1536x864.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_14_46_17.Standbild022.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1471" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_13_07_10.Standbild020-1024x576.jpg" alt="deko-2" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_13_07_10.Standbild020-1024x576.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_13_07_10.Standbild020-300x169.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_13_07_10.Standbild020-768x432.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_13_07_10.Standbild020-1536x864.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/12/DSC_3223.00_13_07_10.Standbild020.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<h4>Einwuchsphase</h4>
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</script></p>
<p>Nun ist unser Projekt auch schon vorerst fertiggestellt. Natürlich kann man mit der Zeit noch einige Pflanzen nach Belieben ergänzen oder gar austauschen, allerdings sollte das ganze Arrangement nun zunächst einige Wochen einwachsen. In dieser Zeit beginnt sich nun auch das Substrat etwas zu setzen und auch die Wasserfärbung wird mit der Zeit etwas abnehmen.<br />
Wenn einige der Begleitpflanzen zunächst teilweise verbräunen, braucht man sich nicht zu sorgen. Da diese aus steriler In Vitro Kultur stammen und dadurch auch lediglich eine höhere Luftfeuchtigkeit gewohnt sind, müssen die Pflanzen sich über die nächste Zeit erst einmal an die neuen Bedingungen gewöhnen. In sofern also genügend Grünmasse verbleibt, sollte man die Pflanzen mit der Zeit normal ausputzen und ihnen auf diesem Wege wieder frischen Glanz verleihen.</p>
<h4>Fertiges Projekt, Zusammenfassung von Materialien und Kosten</h4>
<p>Nun sind wir bereits am Ende des Projektes angelangt. Mit der Zeit wird sich zeigen, wie sich das ganze Projekt entwickelt, welche Pflanzen sich schneller vermehren, welche langsamer und an welchen Stellen man noch mit Feinarbeiten nachjustieren kann. Gerade diese kleinen Experimente mit unbekannteren Pflanzen verleihen dem ganzen Vorhaben nochmal eine ganz eigene Spannung.<br />
Nun bist du an der Reihe! Gestalte dein persönliches Karnivoren Scape und markiere uns auf Instagram! Wir würden uns darüber freuen!<br />
Abschließend haben wir dir noch einmal eine Liste mit den einzelnen Komponenten und den ungefähren Preisen zum Zeitpunkt der Anlage des Projektes zusammengestellt, damit du vor dem Start auch den finanziellen Aspekt noch einmal abschätzen kannst.</p>
<p><strong>Gefäß, Beleuchtung und Deko ~ 200,00€</strong></p>
<p>Aquarium Sonderanfertigung (45x25x15cm) &#8211; 25,00€<br />
Beleuchtung Chihiros CII &#8211; 120,00€<br />
Substrat (Weißtorf) &#8211; 5,00€<br />
Moorwurzeln (gesamt) &#8211; 40,00€<br />
Rinde &#8211; 5,00€<br />
Lavasteine &#8211; 5,00€</p>
<p><strong>Bepflanzung ~ 127,50€</strong></p>
<p><em>Drosera graomogolensis &#8211; 25€</em><br />
<em>Drosera latifolia &#8211; 25€</em><br />
<em>Drosera riparia &#8211; 10€</em><br />
<em>Drosera camporupestris &#8211; 13€</em><br />
<em>Utricularia graminifolia &#8211; 7,00€</em><br />
<em>Utricularia pubescens &#8211; 7,00€</em><br />
<em>Eleocharis spec. &#8222;mini&#8220; &#8211; 5,00€</em><br />
<em>Lilaeopsis macleviana &#8211; 7,00€<br />
</em><em>Eriocaulum cinereum &#8211; 5,00€<br />
</em><em>Micranthemum tweediei &#8222;Montecarlo 3&#8220; &#8211; 7,00€<br />
Elatine hydropiper &#8211; 7,00€<br />
Hydrocotyle tripartita &#8211; 7,00€<br />
Lemna aff. minor &#8211; 2,50€</em></p>
<p><strong>GESAMT ~~ 330€</strong></p>
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<hr />
<h4>Literatur und Quellenverweise</h4>
<p>Carow, T., Fürst, R. (1992): Fleischfressende Pflanzen &#8211; Artenübersicht, Kultur, Vermehrung. 3. Auflage. Verlag Thomas Carow, Nüdlingen.</p>
<p>Hereth, Robert (?): Glasarten. Website-Artikel.<br />
https://glasperfekt.de/wir-liefern/glasarten [26.12.2021]</p>
<p>Instagram-Nutzer @estebalius_plantedscapes<br />
https://www.instagram.com/estebalius_plantedscapes/ [26.12.2021]</p>
<p>Schulz, Bruno (1965): Fleischfressende Pflanzen. A. Ziemsen Verlag, Lutherstadt Wittenberg.</p>
<p>Slack, Adrian (1985): Karnivoren &#8211; Biologie und Kultur der insektenfangenden Pflanzen. Verlag Eugen Ulmer.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Fettkräuter &#8211; Pinguicula auf Steine pflanzen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Carniflor]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Jun 2021 12:34:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Fettkräuter &#8211; Pinguicula auf Steine pflanzen Mexikanische Fettkräuter (Pinguicula spec.) begeistern nicht nur durch ihre Vielzahl an Farben und Formen,</p>
<p><a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-auf-steinen/" class="more-link">Jetzt lesen...<span class="screen-reader-text">Fettkräuter &#8211; Pinguicula auf Steine pflanzen</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-auf-steinen/">Fettkräuter &#8211; Pinguicula auf Steine pflanzen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.carniflor.de">CARNIFLOR</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4>Fettkräuter &#8211; Pinguicula auf Steine pflanzen</h4>
<p>Mexikanische Fettkräuter (Pinguicula spec.) begeistern nicht nur durch ihre Vielzahl an Farben und Formen, sondern bieten auch einige verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten. Neben der einfachen Topfhaltung in torfhaltigen oder torffreien Substraten, lassen sich mexikanische Pinguicula wunderbar auf Steine (z.B. Spaghetti-Steine oder Lava-Steine) pflanzen. Was es dabei zu beachten beachten gibt und welche Steine und Arten sich für ein solches Projekt besonders eignen, erklären wir dir in diesem Beitrag. Alternativ empfehlen wir an dieser Stelle auch gerne unseren spezifischen Beitrag mit detaillierten Einblicken zu unseren Erfahrungen hinsichtlich verschiedener <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-substrate/">Substrate für Fettkräuter</a>.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/tsA6RpDTiVM" width="800" height="600" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"><span style="display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;" data-mce-type="bookmark" class="mce_SELRES_start">﻿</span></iframe></p>
<h5>1. Materialien &#8211; Welcher Stein eignet sich?</h5>
<p>Zunächst einmal benötigt ihr einen passenden Stein für die Bepflanzung. Durch die hohe Kalktoleranz der meisten <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/">mexikanischen Pinguicula</a> eignen sich <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Travertin">Travertin (&#8222;Spaghetti-Stein&#8220;)</a> und andere Kalksteine ebenso gut wie vulkanische Lava-Steine oder eventuell gar Bims. Bei der Auswahl des Steins sollte auf eine möglichst poröse Oberfläche geachtet werden, da es sich bei Fettkräutern um ausgesprochene Flachwurzler handelt, die nur wenige (sehr feine) Wurzeln ausbilden. Die Form des Steins bestimmt nicht nur die grundlegende Optik, sondern hat auch einen direkten Einfluss auf den späteren Anwuchserfolg. Mit zunehmender Höhe des Steins, sinkt die Wirkung von <a href="https://www.chemie.de/lexikon/Kapillarit%C3%A4t.html">Kapillarkräften</a> zur oberen Spitze hin deutlich ab, was sich besonders oft besonders bemerkbar macht, wenn man die Steine in abgeschlossenen Gefäßen &#8211; mitunter sogar mit leichtem Anstau im Sommer &#8211; hält. Oftmals vertrocknen die an der Spitze gesetzten Pflanzen, noch bevor sie überhaupt richtig angewachsen sind oder verkümmern zu Miniaturpflanzen mit nur wenigen Millimetern Durchmesser. Diese scheinen zwar aus eigenen Erfahrungen hinaus überlebensfähig zu sein, entsprechen jedoch oft nicht mehr dem eigentlichen optischem Zweck. Der Stein sollte also ein ausgeglichenes Verhältnis von Höhe zu Breite aufweisen.</p>
<p>Als nächstes sollte ein passendes Gefäß, entsprechend der Größe des Steins, ausgewählt werden. Dieses kann sowohl nach unten hin abgeschlossen sein, um einen Wasseranstau zu vermeiden, als auch geöffnet sein und mit einem passenden Untersetzer kombiniert werden. Wichtig ist nur, dass das Gefäß eine ausreichende Höhe aufweist, um den Stein darin mit etwas Substrat zu stabilisieren. Als Substrat eignen sich normaler Torf, Karnivoren-Standard-Substrat, mineralische Substrate oder gar 1:1 mit Torf vermischte Kakteenerde. Sand und Kies können ergänzend oder in Mischung mit den anderen genannten Substraten genutzt werden. Ebenfalls möglich sind etwas tonhaltigere Substrate.<br />
Zur Bepflanzung eignen sich die meisten mexikanischen Fettkräuter. Vor der Pflanzung sollte allerdings die Art der Winterruhe, bzw. des Hibernakulums recherchiert werden, da dieses sich mitunter teils etwas tiefer in das Substrat zurückziehen möchte. Arten, die ein eher zwiebelartiges Hibernakulum bilden, wären für eine <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lithophyt">lithophytische</a> Bepflanzung eher ungeeignet, da sich die längerfristige Haltung in Kultur eher etwas schwieriger erweist. Durch die ausgesprochene Kalkverträglichkeit der meisten Arten kann die Bewässerung auch gedankenlos mit normalem Leitungswasser erfolgen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1343" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_23_01.Standbild009-1024x576.png" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_23_01.Standbild009-1024x576.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_23_01.Standbild009-300x169.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_23_01.Standbild009-768x432.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_23_01.Standbild009-1536x864.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_23_01.Standbild009.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<h5>2. Vorbereitungen &#8211; Waschen des Steins, Stabilisierung</h5>
<p>Bevor mit der Bepflanzung begonnen werden kann, muss der verwendete Stein zunächst ausgewaschen werden, um die enthaltende Luft zu entfernen, ihn von potentiell anhaftenden Stäuben und Schadstoffen zu befreien und eine ausreichende Wasserbenetzung zu gewährleisten. Der Stein sollte in einem passenden Gefäß vollständig mit Wasser bedeckt sein, einige Male gewendet werden und anschließend so lange unter Wasser verweilen, bis keine Luftblasen mehr zur Oberfläche hin aufsteigen. Das im Gefäß befindliche Wasser kann sich durch diesen Vorgang je nach verwendetem Material und gelieferter Qualität mitunter teils stark verfärben und sollte nach der Entnahme des Steines vorsichtig entsorgt werden, um Verfärbungen und Schlackflecken zu vermeiden!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1344" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_29_04.Standbild010-1024x576.png" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_29_04.Standbild010-1024x576.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_29_04.Standbild010-300x169.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_29_04.Standbild010-768x432.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_29_04.Standbild010-1536x864.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_29_04.Standbild010.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1352" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_37_23.Standbild016-1024x576.png" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_37_23.Standbild016-1024x576.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_37_23.Standbild016-300x169.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_37_23.Standbild016-768x432.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_37_23.Standbild016-1536x864.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_02_37_23.Standbild016.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>Anschließend erfolgt die Platzierung und Stabilisierung im Gefäß. Verwendet man hierfür Substrat, so kann der Stein ruhig einige Zentimeter oder gar bis auf den Gefäßgrund hinab gesetzt werden umd bis zum Gefäßrand mit Substrat befüllt werden. Alternativ kann man auch kleinere Steine oder Bruchstücke verwenden. Substrat weist allerdings den Vorteil einer deutlich besseren Wasserspeicherkapazität auf und sorgt in Folge dessen erfahrungsgemäß für eine ausgeglichenere Bewässerung. Bevor die Bepflanzung beginnt, sollte das Gefäß mitsamt des Steines nun noch einmal gründlich gewässert werden. Die Substratdecke kann im letzten Schritt der Vorbereitungen mit Sand und/oder Kies abgedeckt, oder zur späteren Bepflanzung mit Rest-Pflanzen freigelassen werden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1345" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_04_29_27.Standbild011-1024x576.png" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_04_29_27.Standbild011-1024x576.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_04_29_27.Standbild011-300x169.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_04_29_27.Standbild011-768x432.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_04_29_27.Standbild011-1536x864.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_04_29_27.Standbild011.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<h5>3. Bepflanzung</h5>
<p>Nachdem der Stein in seinem Gefäß platziert und stabilisiert wurde, kann mit der Bepflanzung begonnen werden. Deiner Kreativität sind nun nur wenige Grenzen gesetzt. Pinguicula-Arten wie P. jaumavensis (P. esseriana), P. ehlersiae, P. gypsicola, P. moctezumae, P. cyclosecta, P. agnata und verschiedene Hybriden (beispielsweise P. gypsicola x P. moctezumae) eignen sich hervorragend für die Bepflanzung auf Steinen. Weniger eignen sich P. acuminata, P. heterophylla oder P. medusina und weitere zwiebelbildende Arten. Viele passende Arten findest du auch <a href="http://shop.carniflor.de">bei uns im Shop</a>! Die Kombination von langblättrigen und rosettig wachsenden Arten schafft besonders schöne Akzente. Doch auch über die Farbe lassen sich schöne Bilder erzeugen. Während P. jaumavensis eher grünlich bis silbrig erscheint, kann Pinguicula ehlersiae unter ausreichender Belichtung beispielsweise stark rötlich erscheinen. Beide der genannten Arten sind rosettig wachsend. Als Ergänzung würde sich beispielweise Pinguicula gypsicola mit ihren langen, schmalen Fangblättern anbieten. Im folgenden Verlauf dieses Beitrages haben wir euch noch einmal eine Liste mit verschiedenen bevorzugten Wuchsorten einiger ausgewählter Pinguicula-Arten zusammengestellt, die euch dabei helfen soll, die passende Pflanze für euer Projekt auszuwählen.</p>
<p>Da die Kapillarkräfte &#8211; wie bereits etwas weiter oben besprochen &#8211; zum oberen Ende des Steines abnehmen, sollte mit der Bepflanzung möglichst am unteren Ende begonnen werden. Zunächst wird die Pflanze aus ihren Topf entfernt und anschließend vorsichtig aber bestimmt in einem passenden Hohlraum (leicht) angedrückt. Dies kann sowohl wurzelnackt geschehen, als auch mit kleineren, marginalen (!) Substratresten im Wurzelraum. Eine Pinzette kann hierbei hilfreich sein. Weist der Stein an der gewünschten Stelle keine passenden Hohlräume auf, kann mitunter mit einem Meißel nachgeholfen werden. Hierbei sollte aber unbedingt auf die Beschaffenheit und Porösität des Materials geachtet werden, um möglichen Bruch zu vermeiden. Zu flache Steine sollten aber nicht verwendet werden, da diese meist eine sehr geringe Wasserspeicherfähigkeit aufweisen und sich die Pflanzen auf dieser Oberflächenstruktur nicht etablieren können. Doch auch auf poröseren Steinen sollte mit stets mit einer geringeren Anwuchsrate als bei der Topfkultur gerechnet werden! Daher empfiehlt es sich zu Beginn erst einmal ein paar mehr Pflanzen zu setzen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1346" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_06_05.Standbild012-1024x576.png" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_06_05.Standbild012-1024x576.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_06_05.Standbild012-300x169.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_06_05.Standbild012-768x432.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_06_05.Standbild012-1536x864.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_06_05.Standbild012.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1347" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_20_13.Standbild013-1024x576.png" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_20_13.Standbild013-1024x576.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_20_13.Standbild013-300x169.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_20_13.Standbild013-768x432.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_20_13.Standbild013-1536x864.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_05_20_13.Standbild013.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1348" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_08_05_26.Standbild014-1024x576.png" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_08_05_26.Standbild014-1024x576.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_08_05_26.Standbild014-300x169.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_08_05_26.Standbild014-768x432.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_08_05_26.Standbild014-1536x864.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_08_05_26.Standbild014.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<h5>4. Fertigstellung, Resultat</h5>
<p>Abschließend wird der Stein noch einmal kräftig gewässert, um einen bestmöglichen Substratschluss zu gewährleisten. Bei der ersten Wässerung kann dies noch problemlos (aber vorsichtig!) mit Hilfe einer normalen Gießkanne geschehen. Anschließend wird der Stein an seinen bestimmten Standort verbracht. Für die weitere Kultur eignet sich ein ausreichend heller, aber absonniger Standort ohne direkte Mittags-Hitze. Ab nun sollte der Stein nur noch mit einem Drucksprüher befeuchtet werden. Hierbei ist unbedingt darauf zu achten, dass alle Seiten des Steins ausreichend mit Wasser benetzt werden. Zwischen den Wassergaben sollte der Stein regelmäßig ab-, jedoch nicht völlig austrocknen! Im Winter kann die Bewässerung je nach Temperatur völlig zurückgefahren werden. Wurden Arten gewählt, die eine Winterruhe einlegen und während dieser Periode entsprechend kühlere Temperaturen (5-10°C) benötigen, kann die Wassergabe in den Herbstmonaten langsam zurückgefahren werden und bis hin zum nächsten Frühling nahezu gänzlich eingestellt werden. Die Pflanzen sollten während dieser Zeit jedoch trotzdem regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf eventuell geringfügig gewässert werden. Ein Daueranstau ist lediglich in den Sommermonaten bei ausreichend guter Luftumwälzung (im Gewächshaus oder im Freiland) zu empfehlen.<br />
Manchmal kommt es (vor allem an trockeneren Stellen) vor, dass die Pflanzen es auf Grund der Beschaffenheit des Untergrunds nicht schaffen ihre verdorrten Blätter abzuwerfen. Infolgedessen entwurzeln sich die Pflanzen oft selbst und vertrocknen letztendlich. Alte, vertrocknete Blätter sollten demnach regelmäßig entfernt werden, sobald sie überhand zu nehmen scheinen. Denke jedoch bei der Neuanlage oder Ergänzung stets daran, dass sich nicht immer alle Pflanzen etablieren werden! Weitere Pflegemaßnahmen sind nicht nötig. Mit einem Pinguicula-Stein hast du dir ein pflegeleichtes Pflanzen-Arrangement geschaffen, das auf jeden Fall einen Hingucker bietet und viele Jahre der Freude garantiert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1349" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_10_50_11.Standbild015-1024x576.png" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_10_50_11.Standbild015-1024x576.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_10_50_11.Standbild015-300x169.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_10_50_11.Standbild015-768x432.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_10_50_11.Standbild015-1536x864.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_10_50_11.Standbild015.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1342" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_00_20_10.Standbild005-1024x768.png" alt="" width="1024" height="768" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_00_20_10.Standbild005-1024x768.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_00_20_10.Standbild005-300x225.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_00_20_10.Standbild005-768x576.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_00_20_10.Standbild005-1536x1152.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/06/P1000553.00_00_20_10.Standbild005-2048x1536.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>Wenn du auf organische Substrate für den Untergrund, die Pflanzung und die Stabilisierung verzichtet hast, dann musst du auch nicht mit einem lästigen Befall an Trauermücken rechnen, die jedem Pflanzenliebhabern regelmäßig die Nerven rauben! Wenn du allerdings bereits durch die Topfkultur mit Trauermücken zu kämpfen hast, dann empfehlen wir dir unseren Beitrag zu den Möglichkeiten der <a href="https://www.carniflor.de/trauermuecken-biologisch-bekaempfen/">(biologischen) Bekämpfung von Trauermücken</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-auf-steinen/">Fettkräuter &#8211; Pinguicula auf Steine pflanzen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.carniflor.de">CARNIFLOR</a>.</p>
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		<title>Wie und was fressen fleischfressende Pflanzen?</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Jun 2020 21:19:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wie und was fressen fleischfressende Pflanzen? Da einige Pflanzen ausschließlich auf sehr sauren und stark an Nährstoffen verarmten Böden vorkommen,</p>
<p><a href="https://www.carniflor.de/fangmethoden-von-karnivoren/" class="more-link">Jetzt lesen...<span class="screen-reader-text">Wie und was fressen fleischfressende Pflanzen?</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Wie und was fressen fleischfressende Pflanzen?</h3>
<p>Da einige Pflanzen ausschließlich auf sehr sauren und stark an Nährstoffen verarmten Böden vorkommen, haben sich im Laufe der Evolution einige Gattungen entwickelt, die mit ausgeklügelten Fangmechanismen kleine Insekten, Tiere und Pflanzenteile erbeuten, diese zersetzen und von den im Zersetzungsprozess freigegebenen Nährstoffen profitieren &#8211; Die Karnivoren oder fleischfressenden Pflanzen.<br />
Während bei einigen Fallentypen wie den Klebefallen des Sonnentau <a href="https://www.carniflor.de/sonnentau-pflegen/">(Drosera spec.)</a> oder der Fettkräuter <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/">(Pinguicula spec.)</a> die Beute frei ersichtlich ist, haben andere Gattungen wie die Kannenpflanze (Nepenthes spec.) oder die Schlauchpflanze (Sarracenia spec.) magenähnliche Strukturen &#8211; die Fallgruben &#8211; entwickelt.<br />
In diesem Artikel möchten wir dir daher die fünf Grundlegenden Fallentypen fleischfressender Pflanzen vorstellen sowie einige Möglichkeiten der Fütterung und Düngung erläutern.</p>
<h5>1. Klappfallen</h5>
<p>Die wohl bekannteste fleischfressende Pflanze, die Venusfliegenfalle <a href="https://www.carniflor.de/venusfliegenfallen-pflegen/">(Dionaea muscipula)</a> gehört neben der Wasserfalle (Aldrovanda vesiculosa) zu der Kategorie der Klappfallen.<br />
Bei genauerer Betrachtung der <a href="https://www.carniflor.de/venusfliegenfallen-pflegen/">Fliegenfallen</a> stellt man schnell fest, dass sich neben den borstenartigen Strukturen an den Rändern der Falle im Falleninneren zahlreiche kleine Härchen befinden, welche als Auslöser des Fallenmechanismus dienen. Werden zwei dieser Härchen innerhalb von zwanzig Sekunden berührt schließt die Falle, gibt Verdauungssekret frei und bezieht anschließend die Nährstoffe aus der gefangenen Beute. Vor kurzem haben Forscher jedoch herausgefunden, dass auch ein einziger langsamer Reiz an den Trigger-Haaren zum Auslösen der Falle führen kann [1]! Nach einigen Tagen öffnet sich die Falle wieder und lediglich der Kadaver mit dem unverdaulichen Chitinpanzer bleibt erhalten.<br />
Da der Schließmechanismus bei der <a href="https://www.carniflor.de/venusfliegenfallen-pflegen/">Venusfliegenfalle</a> jedoch pro Falle jeweils nur etwa 4-5 mal ausgelöst werden kann und das gesamte Blatt abschließend abstirbt, sollte man nicht all zu oft mit den Fallen spielen.<br />
Die Fallen der Wasserfalle (Aldrovanda vesiculosa), die in sauberen stehenden, aber nährstoffreichen Gewässern vorkommt, sind vom Aufbau der Venusfliegenfalle sehr ähnlich, allerdings sind sie nur etwa fünf Millimeter groß und die &#8222;Trigger-Härchen&#8220; sind viel zahlreicher vorhanden.</p>
<figure id="attachment_736" aria-describedby="caption-attachment-736" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-736 size-full" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/venus-fly-trap-3684935_1920.jpg" alt="dionaea" width="1920" height="1440" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/venus-fly-trap-3684935_1920.jpg 1920w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/venus-fly-trap-3684935_1920-300x225.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/venus-fly-trap-3684935_1920-1024x768.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/venus-fly-trap-3684935_1920-768x576.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/venus-fly-trap-3684935_1920-1536x1152.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /><figcaption id="caption-attachment-736" class="wp-caption-text">Grafik: Durch ihre beeindruckenden Klappfalle gehört die Venusfliegenfalle zu den bekanntesten fleischfressenden Pflanzen</figcaption></figure>
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<h5>2. Klebefallen</h5>
<p>Gattungen wie der <a href="https://www.carniflor.de/sonnentau-pflegen/">Sonnentau</a> oder die <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/">Fettkräuter</a> sind stark mit Drüsen besetzt, an deren klebrigen Ausscheidungen rastsuchende Insekten haften bleiben, bevor sie schließlich verenden und durch im Sekret befindliche Verdauungsenzyme zersetzt und anschließend von der Pflanze verwertet werden.<br />
Einige Gattungen und Arten zeigen bei Beutefang sogar Bewegungsreaktionen, in dem sich umliegende Drüsen oder sogar ganze Blattteile um die gefangene Beute rollen.<br />
Neben den genannten Arten existieren jedoch auch Pflanzen mit Klebefallen, deren Sekrete keine Verdauungsenzyme enthalten und welche folglich auf die Zersetzung durch einen Symbionten angewiesen sind. Ein gutes Beispiel liefert hier die aus Südafrika stammende Gattung <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wanzenpflanzen">Roridula &#8211; die Wanzenpflanze</a>, die am Naturstandort mit zahlreichen Wanzen (meist der Gattung Pameridea) besetzt ist und nach großflächigen Buschfeuern zahlreich als <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pionierpflanze">Pionierpflanze</a> auftaucht (das Feuer stellt hierbei sogar eine Bedingung dar, damit die Samen keimen, es handelt sich um sogenannte <a href="https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/pyrophyten/55203">Pyrophyten</a>).<br />
Weitere Gattungen mit Klebefallen sind die Regenbogenpflanze (Byblis spec.) und das Taublatt (Drosophyllum lusitanicum).</p>
<h5>3. Fallgruben</h5>
<p>Bei einer weiteren Gruppe an Fallentypen handelt es sich um die Fallgruben, die vor allem von <a href="https://www.carniflor.de/schlauchpflanzen-sarracenia-spec-pflegen/">Schlauch- (Sarracenia spec.)</a> und Kannenpflanzen (Nepenthes spec.) bekannt sind.<br />
Während die trichterartigen Fallen der <a href="https://www.carniflor.de/schlauchpflanzen-sarracenia-spec-pflegen/">Schlauchpflanzen</a> und Kobralilien (Darlingtonia californica) aus mehreren Zonen (Lockzone, Gleitzone, Verdauungszone) bestehen, die ein Entkommen aus der Falle erschweren, bzw. unmöglich machen, wird die gefangene Beute bei Kannenpflanzen und Zwergkrügen (Cephalotus follicularis) durch ein dichtes, zahnartiges Peristom an der Flucht gehindert.<br />
Ähnlich wie der Symbiose bei Roridula existieren neben Fallgruben mit vorhandenem Verdauungssekret auch Gattungen und Arten, die nicht eigenständig Sekret produzieren und auf die Speisung von Regenwasser angewiesen sind, in dem sich zahlreiche Bakterien und Pilze befinden, die den Zersetzungsprozess für die Pflanze übernehmen. Beispielhaft hierfür ist die Gattung der Sumpfkrüge (Heliamphora spec.), die durch ihre offene Form &#8211; wie auch die Kannenpflanzenart Nepenthes ampullaria &#8211; neben tierischer Beute auch herabfallende Pflanzenteile verwertet.<br />
So bilden einige Arten innerhalb ihrer Fallen teils artenreiche Mikrohabitate, sogenannte <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Phytotelma">Phytotelmata</a>.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-743 size-full" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/sundew-738960_1920.jpg" alt="drosera" width="1920" height="1280" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/sundew-738960_1920.jpg 1920w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/sundew-738960_1920-300x200.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/sundew-738960_1920-1024x683.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/sundew-738960_1920-768x512.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2020/04/sundew-738960_1920-1536x1024.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /><br />
Grafik: Der Sonnentau &#8211; ein beliebter Vertreter der Klebefallen &#8211; fängt seine Beute mit Hilfe eines stark klebrigen Sekrets.</p>
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<h5>4. Saugfallen</h5>
<p>Saugfallen kommen ausschließlich bei der Gattung der Wasserschläuche (Utricularia spec.), die jedoch die größte Gattung unter den Karnivoren bilden, vor.<br />
Eine Besonderheit an Utricularien ist, dass sich die Fallen nicht sichtbar unterhalb der Erde oder unter Wasser befinden. Die blasenähnlichen Fallen, die sich von Art zu Art in ihrem Habitus stark unterscheiden, werden ähnlich wie bei der <a href="https://www.carniflor.de/venusfliegenfallen-pflegen/">Venusfliegenfalle</a> durch an der Fallenaußenseite befindliche Triggerhärchen ausgelöst. Durch die Reaktion wird eine darunter befindliche Klappe geöffnet und die Beute durch den entstehenden Druck in die Falle eingesaugt, woraufhin sich die Klappe wieder schließt und der Verdauungsprozess beginnen kann.<br />
Trotz der geringen Größe vieler Fallen, die artspezifisch nur etwa zwischen 0,2 und 6 Millimeter groß sind, ist der gesamte Schließvorgang der Falle laut einigen Quellen in einer 15/1000stel Sekunde beendet [2].</p>
<h5>5. Reusenfallen</h5>
<p>Die Fallen von Reusenfallen der gleichnamigen Gattung Genlisea wachsen (wie bei einigen Utricularia-Arten) unterirdisch. An den Wurzeln befinden sich knollenartige Auswüchse, die in tiefergelegenen Zonen Hohlräume bilden, aus denen dünne Röhren auslaufen, die sich weiter zu zwei korkenzieherförmigen Ästen spalten. Diese sind mit zahlreichen Schlitzen versehen, die die Fallenöffnungen bilden und die Beute bis in den knollenartigen Hohlraum leiten, dessen Verdauungsdrüsen sich am oberen Ende befinden.<br />
Da Reusenfallen ähnlich der Wasserschläuche oberirdisch optisch recht unscheinbare Pflanzen sind, sind sie nur recht selten in Sammlungen zu finden.</p>
<figure id="attachment_13" aria-describedby="caption-attachment-13" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-13 size-full" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2019/11/pitcher-plant-170604_1920.jpg" alt="sarracenia" width="1920" height="1332" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2019/11/pitcher-plant-170604_1920.jpg 1920w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2019/11/pitcher-plant-170604_1920-300x208.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2019/11/pitcher-plant-170604_1920-768x533.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2019/11/pitcher-plant-170604_1920-1024x710.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /><figcaption id="caption-attachment-13" class="wp-caption-text">Grafik: Die Fallgruben der Schlauchpflanzen sind in mehrere Zonen unterteilt. An den Deckelunterseiten wird Nektar ausgeschieden, der einige Insekten anlockt, die anschließend an der Falle abrutschen und gefangen werden.</figcaption></figure>
<h3>Was fressen fleischfressende Pflanzen?</h3>
<p>Wer seine Pflanzen nun füttern möchte, um ihnen einen kleinen Nährstoffbonus zu geben und das Wachstum zu fördern, fragt sich nun sicherlich welches Futter für seine Pflanze geeignet wäre.<br />
Von einem Versuch die kostbaren Pflanzen mit Hackfleisch, Käse, Hundefutter oder ähnlichen Lebensmitteln zu füttern, kann allerdings von vornherein abgeraten werden, da die Nahrung in der Form in den meisten Fällen nicht verwertet werden kann und lediglich schimmelt. Um den Fallenmechanismus und die Freisetzung der Verdauungsenzyme vollständig auszulösen bedarf es bei einigen Arten nämlich weitere Bewegungsreize, was der Pflanze als Schutzfunktion dient, um die relativ kraftaufwändigen Schließ-Vorgänge nicht unnötig durchführen zu müssen.<br />
Für die <a href="https://www.carniflor.de/venusfliegenfallen-pflegen/">Venusfliegenfalle</a> empfielt sich aus diesem Grunde auch lediglich kleineres Lebendfutter wie Heimchen oder Mehlwürmer. In der Natur haben sich Karnivoren auf sehr verschiedene Beutetypen angepasst. Während sich Zwergkrüge und die Kannenpflanzenart Nepenthes albomarginata auf kleinere Ameisenarten spezialisiert haben, fangen Gattungen mit Klebefallen vor allem Zweiflügler wie Fliegen, Mücken und Motten aber auch Spinnenarten und andere Kleintiere. Die Beute der <a href="https://www.carniflor.de/venusfliegenfallen-pflegen/">Venusfliegenfallen</a> besteht entgegen ihres Namens zu einen Großteil aus Spinnen. Utricularien und Reusenfallen machen sich andere terrestrische wie aquatische Kleinstlebewesen zur Beute.<br />
Der <a href="https://www.carniflor.de/sonnentau-pflegen/">Sonnentau</a> fängt verschiedene Motten- und Spinnenarten besonders gut. Die Fallgruben der Kannenpflanzen sollten wie einige unbewegliche <a href="https://www.carniflor.de/sonnentau-pflegen/">Sonnentauarten</a> und <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/">Fettkräuter</a> jedoch mit gemahlenem Fischfutter (in Flockenform) versorgt werden.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/WbdZo4qRgeM" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>Video: Zusammen mit Nico von Karnico zeigen wir euch in diesem Video die Fütterung von Venusfliegenfallen!</p>
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</script></p>
<p>Bei gesunden, kräftigen Pflanzen ist es ebenfalls möglich, das Gießwasser mit geringen Mengen Flüssigdünger zu versorgen. Handelsüblicher Flüssigdünger sollte 1%ig, Orchideendünger etwa in halber bis 1/4 der empfohlenen Konzentration angesetzt und etwa alle 3 Wochen versprüht oder vergossen werden. Bei einem starken Besatz mit <a href="https://www.carniflor.de/sphagnum-zuechten/">Torfmoos</a> ist allerdings darauf zu achten, dass dieses einen Großteil der Nährstoffe filtert und für das eigene Wachstum verwertet. Es empfiehlt sich bei stark bemoosten Töpfen daher eine kurzzeitige Anstau-Bewässerung von unten. Mit der Verwendung eines <a href="https://www.carniflor.de/?p=755&amp;preview=true">EC/TDS-Meters</a> gestaltet sich die Anrührung der Düngerlösung jedoch einfacher, da das <a href="https://www.carniflor.de/?p=755&amp;preview=true">benötige Wasservolumen</a> einfach auf von uns empfohlene Werte von 80-100 <span class="ILfuVd"><span class="e24Kjd">µS/cm eingestellt werden kann. Bei Kannenpflanzen wird unter anderem auch von guten Erfahrungen mit Werten bis zu 250 µS/cm berichtet [4].<br />
Die einfachste Lösung seine Pflanzen zu düngen liefern verschiedene Langzeitdünger mit der <a href="https://www.duengerexperte.de/media/ae/Osmocote_Exact_Standard_1.pdf">OSMOCOTE®-Technologie</a>. Hier befinden sich die Nährstoffe in einer Hülle, die gleichzeitig eine semipermeable Membran darstellt. Werden die Kügelchen (im Substrat) der Feuchtigkeit ausgesetzt, diffundieren die verschiedenen Nährstoffe über einen längeren Zeitraum hinweg langsam in das Substrat, wo sie schließlich von den Pflanzen aufgenommen werden können. Je nach Korngröße unterscheidet sich die Länge bis zur vollständigen Freisetzung der im Inneren befindlichen Nährstoffe. Handelsübliche Korngrößen sind hierbei 3M (3 Monate), 6M (6 Monate) und seltener 12M (1 Jahr). Viele Karnivoren-Züchter berichten auch von guten Erfahrungen mit dem algenbasierten Dünger <a href="https://www.aldenlane.com/maxsea">MAXSEA</a> (Link auf englischer Sprache). Als Flüssigdünger eignet sich am besten der <a href="https://amzn.to/31S514y">Universaldünger von Wuxal</a><span style="color: #800000;">*</span>.</span></span><br />
Werden die Pflanzen im Freiland kultiviert, ist eine Fütterung meist nicht notwendig, da die Pflanzen über die Hauptwachstumszeit hinweg meist automatisch mit ausreichend Nahrung versorgt werden.</p>
<hr />
<h5>Literatur</h5>
<p>1] BURRI et. al. (2020): A single touch can provide sufficient mechanical stimulation to trigger Venus flytrap closure. PLOS-BIOLOGY, PDF-Ausgabe.<br />
https://journals.plos.org/plosbiology/article/file?id=10.1371/journal.pbio.3000740&#038;type=printable</p>
<p>2] CAROW, FÜRST (1998): Fleischfressende Pflanzen – Artenübersicht – Kultur – Vermehrung. Verlag Thomas Carow, 11. Auflage.</p>
<p>3] SCHULZ, B. (1965) – Fleischfressende Pflanzen. Ziemsen Verlag.</p>
<p>4] https://forum.carnivoren.org/forums/topic/45058-nepenthes-d%C3%BCnger/</p>
<hr />
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