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	<title>Terraristik Archive - CARNIFLOR</title>
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		<title>Fettkraut (Pinguicula) im Terrarium halten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Carniflor]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Feb 2025 16:56:46 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Fettkraut (Pinguicula) im Terrarium halten Die Terrarienkultur gehört sicher zu den beliebtesten Kulturformen, wenngleich sie sich für die meisten Karnivoren</p>
<p><a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-terrarium/" class="more-link">Jetzt lesen...<span class="screen-reader-text">Fettkraut (Pinguicula) im Terrarium halten</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-terrarium/">Fettkraut (Pinguicula) im Terrarium halten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.carniflor.de">CARNIFLOR</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Fettkraut (<em>Pinguicula</em>) im Terrarium halten</h3>
<p>Die Terrarienkultur gehört sicher zu den beliebtesten Kulturformen, wenngleich sie sich für die meisten Karnivoren nicht oder nur äußerst bedingt eignet. Lange Zeit hielt sich das Gerücht, dass sich mexikanische <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/">Fettkräuter (<em>Pinguicula</em>)</a> ebenfalls nicht für die Haltung im Terrarium eignen würden. Erfahrungen der letzten Jahre bewiesen jedoch das Gegenteil. In diesem Beitrag möchten wir dir daher einen umfassenden Überblick über die Haltung von <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/">Fettkraut (<em>Pinguicula</em>)</a> im Terrarium verschaffen. Dabei beziehen wir uns auf die Gruppe der mexikanischen Fettkräuter, die sich auf Grund ihrer Temperaturansprüche für die Kultur in der Wohnung eignen. Europäische (temperierte, bzw. winterharte) Fettkrautarten sind nicht für die Haltung im Terrarium geeignet und <a href="https://www.carniflor.de/moorkuebel-mit-fettkraeutern-gestalten/">sollten entsprechend im Freiland kultiviert werden</a>.</p>
<figure id="attachment_2042" aria-describedby="caption-attachment-2042" style="width: 576px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-2042 size-large" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra2-576x1024.jpg" alt="black diamond terra by carnivorous carnival" width="576" height="1024" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra2-576x1024.jpg 576w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra2-169x300.jpg 169w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra2-768x1365.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra2-864x1536.jpg 864w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra2.jpg 1134w" sizes="(max-width: 576px) 100vw, 576px" /><figcaption id="caption-attachment-2042" class="wp-caption-text">Abbildung: Black Diamond Terrarium, bepflanzt mit <em>Pinguicula</em>, Quelle: <a href="https://www.instagram.com/carnivorous_carnival/">carnivorous_carnival (Alex Ohms)</a></figcaption></figure>
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</script></p>
<h4>Gefäß und Belüftung</h4>
<p>Für die Bepflanzung eignen sich verschiedene Typen an Terrarien und Behältnissen. Es kommen sowohl offene Behältnisse, bzw. Aquarien oder Aqua-Scaping-Gefäße, als auch klassische, geschlossene Terrarien in Betracht. Die Auswahl ist hierbei lediglich vom persönlichen Geschmack abhängig. Offene Behältnisse bieten den Vorteil einer deutlich besseren Belüftung, wenn sie entweder recht flach ausgelegt oder entsprechend hoch bepflanzt wurden. Die Nutzung von Aquarien ist zwar möglich, jedoch (auf Grund der Höhe der Wände) nicht besonders optimal. Die Luftbewegung auf Pflanzenhöhe ist hier meist noch recht eingeschränkt. Entscheidet man sich für die Kultur in offenen Behältnissen, ist die Nutzung von etwa 5cm hohen Glasgefäßen, etwa aus dem Aqua-Scaping-Bedarf oder als Direktanfertigung vom Terrarienbauer zu empfehlen.</p>
<p>Auch für die klassische Terrarienkultur steht eine Vielzahl an möglichen Gefäßen zur Verfügung. Vom klassischen Glasterrarium bis hin zum Designermodell werden Kreativität und persönlicher Geschmack hier lediglich durch den Geldbeutel begrenzt. Je nach Bauweise und Größe ist allerdings der Einsatz kleiner Ventilatoren empfehlenswert oder sogar notwendig. Am besten gestaltet sich die Kultur in Terrarien mit Kaminlüftung (oben und unten). Der Kamineffekt sorgt bei diesem Bautyp sowohl für einen ausreichenden Frischlufteintrag durch die untenliegenden Lüftungsgitter, als auch den Abzug anfallender Abwärme im oberen Bereich des Terrariums.</p>
<figure id="attachment_2043" aria-describedby="caption-attachment-2043" style="width: 576px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="wp-image-2043 size-large" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra1-576x1024.jpg" alt="pinguicula terrarium by carnivorous_carnival" width="576" height="1024" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra1-576x1024.jpg 576w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra1-169x300.jpg 169w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra1-768x1365.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra1-864x1536.jpg 864w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra1.jpg 1134w" sizes="(max-width: 576px) 100vw, 576px" /><figcaption id="caption-attachment-2043" class="wp-caption-text">Abbildung: <em>Pinguicula</em> Terrarium, Quelle: <a href="https://www.instagram.com/carnivorous_carnival/">carnivorous_carnival (Alex Ohms)</a></figcaption></figure>
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<h4>Substrat, Drainage, Bewässerung</h4>
<p>Wie bei der Topfkultur stellen mineralische Substrate die erste Wahl für die Kultur von Fettkräutern im Terrarium dar. Die relativ grobporige Struktur dieser Substrate erlaubt einerseits eine gute Substratbelüftung, andererseits auch eine ausreichende Drainage. Vor allem die Drainage stellt einen entscheiden Faktor auf den Erfolg der Terrarienkultur von <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/"><em>Pinguicula</em></a> dar, da die Pflanzen besonders empfindlich auf Überwässerung oder gar Stauwasser reagieren. Aus diesem Grunde ist von einer zusätzlichen Drainageschicht abzuraten! Diese vermittelt lediglich ein falsches Sicherheitsgefühl, da das vorhandene Wasser nach wie vor in dem abgeschlossenen Behältnis staut. Besser ist es, die Substratschicht lediglich ausreichend dünn anzulegen und sehr sparsam zu bewässern. Die Pflanzen sollten zwar gleichmäßig feucht gehalten werden, aber wie bereits erwähnt möglichst niemals in Kontakt mit Staunässe geraten. Wer trotz dieses Rats auf eine Drainageschicht nicht verzichten möchte sollte auf eine dünne Schicht (1-2cm) Blähton zurückgreifen, welche von einem Gaze oder Vlies von der aufliegenden Substratschicht geschützt wird. Es sollte jedoch stets derartig sparsam bewässert werden, dass sich keine Staunässe im Terrarium einstellt.</p>
<p>Die Bewässerung mit einer <a href="https://shop.carniflor.de/collections/substrate/products/ballbrause">Ballbrause</a> funktioniert besonders gut und stellt die empfehlenswerteste Methode der Bewässerung dar. Da mexikanische Fettkräuter äußerst tolerant gegenüber Kalkwasser reagieren, lassen sich die meisten Arten auch unkompliziert mit Leitungswasser bewässern. Auch hinsichtlich der Bewässerung gestaltet sich der Aufwand im Vergleich zu anderen Karnivoren bei Fettkräutern also insgesamt eher gering. Ein Nachteil bei der Bewässerung von Terrarien mit kalkhaltigem Gießwasser besteht in der schnellen Bildung von Kalkflecken auf den Glasscheiben. Je nach Gestaltung des Terrariums sind diese stellenweise oft nur mühselig zu entfernen. Die Bewässerung mit destilliertem Wasser oder Osmosewasser ist daher durchaus ratsam. Insgesamt sollte &#8211; abhängig von der Feuchte des Substrates &#8211; etwa zwei mal wöchentlich gewässert werden.</p>
<figure id="attachment_2046" aria-describedby="caption-attachment-2046" style="width: 576px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-large wp-image-2046" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra5-576x1024.jpg" alt="pinguicula terrarium by carnivorous_carnival" width="576" height="1024" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra5-576x1024.jpg 576w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra5-169x300.jpg 169w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra5-768x1365.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra5-864x1536.jpg 864w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra5.jpg 1134w" sizes="(max-width: 576px) 100vw, 576px" /><figcaption id="caption-attachment-2046" class="wp-caption-text">Grafik: <em>Pinguicula</em> Terrarium, Quelle: <a href="https://www.instagram.com/carnivorous_carnival/">carnivorous_carnival (Alex Ohms)</a></figcaption></figure>
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<h4>Belichtung</h4>
<p>Fettkräuter gelten im Vergleich zu anderen Karnivoren zwar als deutlich weniger lichthungrig, benötigen für eine schöne Ausfärbung allerdings trotzdem ausreichende Lichtmengen. Der Tagesbedarf liegt bei etwa 10-15 Mol pro Tag. Eine Belichtung mit 200-300 µMol PPFD (auf Pflanzenhöhe) bei 13h Belichtungszeit erzielt erfahrungsgemäß gute Ergebnisse bei den meisten <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/"><em>Pinguicula</em></a>. Diese Werte werden in der Wohnung ohne eine Zusatzbelichtung &#8211; wenn überhaupt &#8211; nur an sehr hellen Stellen in den Sommermonaten erreicht. Es ist daher ein Trugschluss anzunehmen, dass <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/"><em>Pinguicula</em></a> &#8211; zumindest wenn man auf eine schöne Ausfärbung abzielt &#8211; langfristig ohne eine Zusatzbelichtung auskommen würden. Dies gilt insbesondere für die Haltung im Terrarium!</p>
<h4>Begleitpflanzen</h4>
<p>Als Begleitbepflanzung empfehlen sich tolerante Pflanzen mit ähnlichen Wuchsbedingungen und geringem Nährstoffbedarf. Erfahrungsgemäß bietet sich die Kombination mit einigen Arten aus der Gruppe der Zwergsonnentau, der terrestrischen Wasserschläuche (<em>Utricularia</em> spec.) und der Schwertfarn (<em>Nephrolepis exaltata</em>) an. Mit etwas Geschick ist es ebenfalls möglich, die Erbsenpflanze (<em>Senecio rowleyianus</em>) anzusiedeln. Auch Tillandsien kommen für die gemeinsame Kultur in Frage. Bezüglich der gemeinsamen Kultur mit Orchideen konnten wir bisher noch keine Erfahrungen sammeln, allerdings wäre dies durchaus denkbar.</p>
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<h4>Dekoration</h4>
<p>Da Fettkräuter mit ihrer Vielzahl an Farben und Formen bereits sehr ausdrucksstark erscheinen, ist bei der Terrarienkultur von Fettkräutern gar kein intensiver Einsatz von Dekorationsmaterialien notwendig. Mit einer schöne Kombination aus verschiedenen Arten und zwei oder drei verschiedenen Begleitpflanzen lassen sich bereits sehr schöne Arrangements gestalten. Besonders schön wirken <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-auf-steinen/">bepflanzte Lava- und Spaghettisteine</a> im Terrarium, da sich die Pflanzen mit ihrer Hilfe auf verschiedenen Ebenen präsentieren lassen. Darüber hinaus bieten sie einen natürlichen Look und werten das Terrarium im Allgemeinen noch einmal deutlich auf. Moorwurzeln oder Fertigdekoration aus dem Terraristikbedarf kann natürlich ebenfalls verwendet werden. Hier sind dem persönlichen Geschmack keine Grenzen gesetzt.<br />
Die Wahl der passenden Rückwand unterliegt ebenfalls dem persönlichem Geschmack. Rückwände aus Kork oder Xaxim sind ebenso geeignet wie Rückwände aus Styropor. Kork und Xaxim bieten allerdings den natürlichsten Look und lassen sich ergänzend zudem mit epiphytischen Pflanzen bestücken.</p>
<figure id="attachment_2044" aria-describedby="caption-attachment-2044" style="width: 576px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2044" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra3-576x1024.jpg" alt="pinguicula terrarium by carnivorous_carnival" width="576" height="1024" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra3-576x1024.jpg 576w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra3-169x300.jpg 169w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra3-768x1365.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra3-864x1536.jpg 864w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra3.jpg 1134w" sizes="auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px" /><figcaption id="caption-attachment-2044" class="wp-caption-text">Grafik: <em>Pinguicula</em> Terrarium, Quelle: <a href="https://www.instagram.com/carnivorous_carnival/">carnivorous_carnival (Alex Ohms)</a></figcaption></figure>
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<h4>Pflege &amp; Problematiken</h4>
<p>Die Pflegemaßnahmen beschränken sich auf die regelmäßige Bewässerung und das jährliche Ausputzen abgestorbener Pflanzenteile nach dem Formenwechsel im Winter. Werden die Pflanzen zu groß oder beginnen sich stark zu teilen, kann eine Entnahme von Einzelpflanzen durchaus sinnvoll sein.<br />
Wie bereits erwähnt stellt die Bewässerung den kritischsten Punkt der Kultur von Fettkräutern dar, da <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/"><em>Pinguicula</em></a> bei Überwässerung sehr schnell mit dem <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-krankheiten-und-schaedlinge/">Ausbruch der sogenannten Herzfäule</a> reagieren. Wurden die Terrarien überwässert, gestaltet es sich äußerst schwierig, das angesammelte Wasser wieder zu entfernen. Im Zweifelsfall muss das gesamte Terrarium von den Pflanzen befreit werden, bis das Substrat wieder abtrocknet. Es sollte daher unbedingt immer zunächst etwas sparsamer gegossen werden.</p>
<h4>Ist ein Tierbesatz möglich?</h4>
<p>Kurz gesagt: Nein. Selbst wenn geeignete Tiere mit identischen Haltungsbedingungen existieren sollten, empfehlen wir von einer gemeinsamen Haltung abzusehen. Schließlich soll der Fokus voll und ganz auf vitalen und prächtig entwickelten Pflanzen liegen. Zudem ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht besonders gut erforscht, wie verschiedene Terrarientiere wie zum Beispiel Frösche auf die Sekrete der Fettkräuter reagieren. Sowohl zum Wohle der Tiere, als auch zum Wohle der Pflanzen sollte man daher von einem Tierbesatz in <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/"><em>Pinguicula</em></a> Terrarien absehen. Springschwänze, Raubmilben und kleine (weiße) Asseln hingegen können problemlos als Bodenpolizei eingesetzt werden.</p>
<figure id="attachment_2045" aria-describedby="caption-attachment-2045" style="width: 576px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2045" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra4-576x1024.jpg" alt="pinguicula terrarium by carnivorous_carnival" width="576" height="1024" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra4-576x1024.jpg 576w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra4-169x300.jpg 169w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra4-768x1365.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra4-864x1536.jpg 864w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2025/02/terra4.jpg 1134w" sizes="auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px" /><figcaption id="caption-attachment-2045" class="wp-caption-text">Grafik: <em>Pinguicula</em> Terrarium, Quelle: <a href="https://www.instagram.com/carnivorous_carnival/">carnivorous_carnival (Alex Ohms)</a></figcaption></figure>
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		<title>Anleitung: Terrarien-Rückwand mit Elastopur bauen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Carniflor]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Nov 2023 21:26:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Anleitung: Terrarien-Rückwand mit Elastopur bauen Wer seinen eigenen Dschungelhintergrund im Terrarium schaffen will, hat sicher schon einmal was von Elastopur</p>
<p><a href="https://www.carniflor.de/anleitung-terrarien-rueckwand-mit-elastopur-bauen/" class="more-link">Jetzt lesen...<span class="screen-reader-text">Anleitung: Terrarien-Rückwand mit Elastopur bauen</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.carniflor.de/anleitung-terrarien-rueckwand-mit-elastopur-bauen/">Anleitung: Terrarien-Rückwand mit Elastopur bauen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.carniflor.de">CARNIFLOR</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Anleitung: Terrarien-Rückwand mit Elastopur bauen</h3>
<p>Wer seinen eigenen Dschungelhintergrund im Terrarium schaffen will, hat sicher schon einmal was von <a href="https://thepetfactory.de/Terrascaping-Deko/ELASTUPOR-2-0-1-kg::2882.html">Elastopur</a> gehört. Hierbei handelt es sich um einen Zweikomponenten-PU-Kleber, der sich perfekt für die Beschichtung von Rückwänden und die anschließende Beflockung mit Substrat eignet. Das Resultat: einzigartige und vor allem sehr naturnahe Hintergründe. Leider gibt es kaum eine umfängliche Anleitung für den richtigen Umgang mit Elastopur und so stehen vor allem viele Anfänger immer wieder vor den Fragen, wie man Elastopur richtig anwendet und welche Materialien dafür letztendlich notwendig sind. Das wollen wir mit diesem Beitrag ändern und dir einen Einblick über die Gestaltung deiner Terrarien-Rückwand mit Elastopur bieten.</p>
<h4>Was ist Elastopur?</h4>
<p>Elastopur ist ein Zwei-Komponenten-PU-Kleber (PU = Polyurethan) für den Terrarienbau. Meist werden zwei getrennte Dosen geliefert. Eine Dose enthält hierbei dann das Harz, die andere Dose enthält einen Härter. Es existieren aber auch Dosen, in denen beide Komponenten in einem Behältnis vorhanden sind und bei denen folglich ein doppelter Boden zur Freigabe des Härters durchstochen werden muss. Werden die beiden Komponenten miteinander vermischt, beginnt letztendlich der Prozess der Aushärtung. Die speziellen Eigenschaften von Elastopur ermöglichen es, der Mischung anschließend spezifische Additive wie Farbpigmente oder Substratanteile mit Moossporen beizugeben. Die Verarbeitungszeit liegt bei Zimmertemperatur (20°C) nach der Vermischung beider Komponenten bei ungefähr 45-60 Minuten.</p>
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<figure id="attachment_1823" aria-describedby="caption-attachment-1823" style="width: 1024px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1823 size-large" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2023/11/WhatsApp-Bild-2023-11-04-um-00.23.08_7a88817f-1024x570.jpg" alt="Grafik: Terrarien-Rückwand mit Elastopur und mit Moossporen geimpftem Torf" width="1024" height="570" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2023/11/WhatsApp-Bild-2023-11-04-um-00.23.08_7a88817f-1024x570.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2023/11/WhatsApp-Bild-2023-11-04-um-00.23.08_7a88817f-300x167.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2023/11/WhatsApp-Bild-2023-11-04-um-00.23.08_7a88817f-768x427.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2023/11/WhatsApp-Bild-2023-11-04-um-00.23.08_7a88817f-1536x854.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2023/11/WhatsApp-Bild-2023-11-04-um-00.23.08_7a88817f.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-1823" class="wp-caption-text">Grafik 1: Terrarien-Rückwand mit Elastopur und mit Moossporen geimpftem Torf</figcaption></figure>
<h4>Was gibt es zu beachten?</h4>
<p>PU-Kleber haftet EXTREM gut an den Händen! Du solltest während des gesamten Umgangs mit Elastopur also auf jeden Fall passende Handschuhe tragen! An den Händen anhaftende Reste lösen sich nach etwa 3-4 Tagen selbstständig auf. Solltest du deine Hände bereits verunreinigt haben und das Elastopur nicht gelöst bekommen, musst du also nicht in Panik verfallen! In diesem Falle hilft lediglich etwas Geduld. Von der Verwendung von Lösungsmitteln wie Nagellackentferner, Aceton oder ähnlichen Mitteln können wir nur ausdrücklich abraten, da du hiermit lediglich deine Haut schädigen wirst!<br />
Es ist wichtig, darauf zu achten, dass du das Elastopur großzügig genug aufträgst. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich spätere Futterinsekten bei Besatz an Schwachstellen in das Trägermaterial fressen. Im schlimmsten Falle können hierbei ganze Gangsysteme in die Rückwand gefressen werden. Das gilt es natürlich unbedingt zu verhindern.<br />
Die Aushärtezeit beträgt etwa 24-48h. Danach können die ersten Pflanzen eingesetzt werden.<br />
Die Ruhe- und Ausdämpfzeit beträgt allerdings 7 Tage. Nach dieser Zeit ist das Elastopur nicht nur vollständig erhärtet, es werden auch keine schädlichen Stoffe mehr abgegeben, die tierische Bewohner schädigen können. Nach der einwöchigen Ruhezeit kann nun also auch ein möglicher Besatz mit Tieren erfolgen.</p>
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<h4>Welche Materialien benötige ich?</h4>
<p>Elastopur haftet nicht direkt an Glas oder Silikon. Du benötigst also einen passenden Träger wie etwa Styropor oder Bauschaum. Diese Materialien lassen sich für einen geringen Preis in jedem Baumarkt besorgen. Styropor eignet sich besonders gut, da es sich zu einem sehr gut für die Gestaltung verwenden lässt und auf der anderen Seite durch seine dämmenden Eigenschaften auch einen positiven Nebeneffekt auf die Temperatur im Inneren des Terrariums auswirkt.<br />
Bauschaum eignet sich ebenfalls hervorragend für die Gestaltung von Strukturen im Terrarium und gehört daher zu den klassischen Werkzeugen der Terrariengestaltung. Im Gegensatz zur Baubranche gilt beim Einsatz hier das Motto &#8222;besser zu viel, als zu wenig&#8220;. Es ist wichtig, dass jegliche Strukturen derartig angelegt werden, dass etwaige &#8222;Fallgruben&#8220; und Lücken gut verschlossen werden. Bauschaum eignet sich darüber hinaus auch sehr gut für die Einbringung späterer Pflanzstellen. Dazu werden an spezifischen Stellen im Arrangement Pflanztöpfe mit &#8222;eingeschäumt&#8220;, in welche später die Pflanzen eingesetzt werden können. Die Drainagelöcher der Töpfe müssen anschließend lediglich mit etwas Aquariensilikon versiegelt werden, um die Dichtheit des gesamten Arrangements zu gewährleisten. Mit dieser Methode lassen sich auch auf unterschiedlichen Ebenen unauffällig und sicher Pflanzen anbringen.</p>
<figure id="attachment_1824" aria-describedby="caption-attachment-1824" style="width: 1024px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-1824" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2023/11/WhatsApp-Bild-2023-11-04-um-00.24.25_db9f1240-1024x453.jpg" alt="Grafik: Modellierte Rückwand vor dem Beschichten mit Elastopur" width="1024" height="453" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2023/11/WhatsApp-Bild-2023-11-04-um-00.24.25_db9f1240-1024x453.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2023/11/WhatsApp-Bild-2023-11-04-um-00.24.25_db9f1240-300x133.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2023/11/WhatsApp-Bild-2023-11-04-um-00.24.25_db9f1240-768x340.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2023/11/WhatsApp-Bild-2023-11-04-um-00.24.25_db9f1240-1536x680.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2023/11/WhatsApp-Bild-2023-11-04-um-00.24.25_db9f1240.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-1824" class="wp-caption-text">Grafik 2: Modellierte Rückwand aus Styropor, Kork und Weinreben vor dem Beschichten mit Elastopur. Sämtliche Lücken wurden zuvor mit Bauschaum verfüllt. Der Bauschaum kann optional auch zur Geländemodellierung den Wänden genutzt werden.</figcaption></figure>
<h4>Benötige ich zwingend eine Schicht aus Fliesenkleber oder Epoxidharz?!</h4>
<p>Eine Schicht aus Fliesenkleber und/oder Epoxidharz, wie sie viele Terrarienbauer verwenden ist bei einfachen Terrarien ohne Wasseranteil oder Wasserfall/Wasserlauf nicht zwingend erforderlich. Das Elastopur kann direkt auf das Styropor aufgetragen werden. Allerdings solltest du dann auf eine ausreichende Schichtdicke und guten Lückenschluss achten, da sich potentielle Futtertiere wie Grillen und Heimchen (vorausgesetzt man plant einen Besatz mit tierischen Bewohnern) an den Schwachstellen gerne in das Rückwandmaterial fressen und dort teilweise auch größere Gangsysteme schaffen können! Eine Schicht aus Fliesenkleber und Epoxidharz ist lediglich bei sehr feuchten Böden, Wasserfällen oder größeren Wasseranteilen zu empfehlen, um die Dichtheit zu gewährleisten.</p>
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<h4>Schritt-für-Schritt-Anleitung</h4>
<p>Zunächst schneidest du die Trägerplatten (in unserem Falle Styropor) auf die entsprechenden Maße des Terrariums zu. Für einen besseren Lückenschluss sollten die Platten vor der Beschichtung mit Elastopur in das Terrarium eingesetzt werden. Dazu werden die Rückseiten einmal entlang an jeder Außenseite und einmal kreuzartig in der Mitte mit Aquarien-Silikon bestrichen und anschließend an die Rück- und Seitenwände des Terrariums geklebt. Die Außenseiten solltest du dann aus optischen Gründen noch mit einer undurchsichtigen Folie bekleben, um die Rückseiten des Styropor mit seinen Klebestellen zu verdecken. Als zweites werden die festen Dekoelemente (zum Beispiel Kork, Äste, Gesteine etc.) eingesetzt und Strukturen aus Styropor und Bauschaum oder auch speziellem Scaping-Foam geformt. Das sogenannte &#8222;Hardscape&#8220; entsteht (Grafik 2). Dabei ist unbedingt darauf zu achten, jegliche Lücken großzügig zu verfüllen, so dass keine undichten Stellen und Fallen für potentielle spätere Bewohner verbleiben. Der Einsatz des Bauschaums darf daher gerne großzügig erfolgen!<br />
Sobald die grobe Gestaltung abgeschlossen und der Bauschaum erhärtet ist, kann das Elastopur angesetzt und großzügig aufgetragen werden. Dazu werden die beiden Komponenten miteinander vermischt und mit Farbpigmenten verrührt. Die Mischung sollte nun großzügig auf das gesamte Hardscape (Styropor und Bauschaum) aufgetragen werden. Abschließend erfolgt noch die Beflockung mit Substrat (Grafik 1). Dieser Schritt ist wichtig, da er nicht nur für Struktur sorgt, sondern bei späterer Beflockung mit Moossporen auch ferner den Effekt hat, dass unsere Rückwand äußerst schön begrünt wird. Moossporen für die Begrünung von Terrarienrückwänden, die man bei gut sortieren Terraristik-Fachhändlern erhält, geben dem Terrarium letztendlich noch einmal einen besonderen Touch. Die Begrünung kann jedoch eine ganze Weile Geduld erfordern.<br />
Nach etwa 24-48 Stunden ist das Elastopur stabil und die ersten Pflanzen können besetzt werden. Nach insgesamt etwa 7 Tagen ist das Elastopur komplett ausgehärtet und es werden keine für Tiere schädlichen Stoffe mehr abgegeben. Der erste Besatz mit Tieren kann nun erfolgen. Das Terrarium ist fertig (Grafik 3).</p>
<figure id="attachment_1853" aria-describedby="caption-attachment-1853" style="width: 1024px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1853 size-large" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2023/11/WhatsApp-Bild-2023-11-15-um-14.27.03_f2df12cc-1024x576.jpg" alt="froschterrarium" width="1024" height="576" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2023/11/WhatsApp-Bild-2023-11-15-um-14.27.03_f2df12cc-1024x576.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2023/11/WhatsApp-Bild-2023-11-15-um-14.27.03_f2df12cc-300x169.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2023/11/WhatsApp-Bild-2023-11-15-um-14.27.03_f2df12cc-768x432.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2023/11/WhatsApp-Bild-2023-11-15-um-14.27.03_f2df12cc-1536x864.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2023/11/WhatsApp-Bild-2023-11-15-um-14.27.03_f2df12cc.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-1853" class="wp-caption-text">Grafik 3: fertig eingerichtetes Terrarium. Rückwandgestaltung mit Elastopur.</figcaption></figure>
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<hr />
<h4>Empfohlener Beitrag:</h4>
<p>Auf der Suche nach dem passenden Besatz für dein Terrarium? Wir empfehlen dir unseren Beitrag zum Thema: <a href="https://www.carniflor.de/froesche-fuer-einsteiger-korallenfinger-laubfrosch-ranoidea-caerulea/">Frösche für Einsteiger &#8211; Korallenfinger-Laubfrosch (Ranoidea caerulea)</a>.</p>
<hr />
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.carniflor.de/anleitung-terrarien-rueckwand-mit-elastopur-bauen/">Anleitung: Terrarien-Rückwand mit Elastopur bauen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.carniflor.de">CARNIFLOR</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Karnivoren Terrarium &#8211; Grundlagen zur Terrarienkultur von Karnivoren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Carniflor]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Feb 2021 23:09:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Grundlagen zur Terrarienkultur von Karnivoren Ein Dschungel in den eigenen vier Wänden ist ein Traum, den sich viele Pflanzenliebhaber nur</p>
<p><a href="https://www.carniflor.de/karnivoren-terrarium/" class="more-link">Jetzt lesen...<span class="screen-reader-text">Karnivoren Terrarium &#8211; Grundlagen zur Terrarienkultur von Karnivoren</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.carniflor.de/karnivoren-terrarium/">Karnivoren Terrarium &#8211; Grundlagen zur Terrarienkultur von Karnivoren</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.carniflor.de">CARNIFLOR</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3><strong>Grundlagen zur Terrarienkultur von Karnivoren<br />
</strong></h3>
<p>Ein Dschungel in den eigenen vier Wänden ist ein Traum, den sich viele Pflanzenliebhaber nur zu gerne verwirklichen wollen. Mit der Einrichtung eines Terrariums (oft auch Vivarium genannt) rückt dieser Traum etwas näher. Da sich jedoch nicht alle Arten an Karnivoren für die Haltung im Terrarium eignen und es bei der Terrarienkultur einiges zu beachten gilt, möchten wir dir in diesem Artikel einen umfassenden Überblick verschaffen, der dir dabei behilflich sein wird, die häufigsten Fehlerquellen von Beginn an zu vermeiden!<br />
Zunächst möchten wir einige grundlegende Dinge zur Haltung von Karnivoren im Terrarium besprechen, bevor wir schließlich auf unterschiedliche Vorteile und Möglichkeiten der einzelnen Gefäßarten, Lüftungs- und Kühlungsmethoden eingehen. Bist du mit der Kultur fleischfressender Pflanzen bereits vertraut, kannst du den ersten Teil dieses Beitrags problemlos <a href="#tiereimterrarium">überspringen</a>.<br />
Ansonsten empfehlen wir an dieser Stelle auch unseren Beitrag zum Thema „<a href="https://www.carniflor.de/karnivoren-scape-gestalten/">Karnivoren Scape gestalten – fleischfressende Pflanzen gestalterisch in Szene setzen</a>&#8222;.</p>
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<h4><strong>Übersicht (Direktlinks)<br />
</strong></h4>
<ul>
<li><a href="#terrariumarten">Welche Arten von Terrarien gibt es (Hochland- oder Tieflandterrarium)?</a></li>
<li><a href="#geeignetearten">Welche Karnivoren eignen sich für das Terrarium?</a></li>
<li><a href="#ungeeignetearten">Welche Karnivoren eignen sich nicht für das Terrarium?</a></li>
<li><a href="#tiereimterrarium">Kann ich Tiere in meinem Terrarium halten?</a></li>
<li><a href="#begleitpflanzen">Welche Begleitpflanzen bieten sich an?</a></li>
<li><a href="#substrat">Welches Substrat benötige ich?</a></li>
<li><a href="#drain">Benötige ich eine Drainageschicht?</a></li>
<li><a href="#glasart">Glas oder Plexiglas?</a></li>
<li><a href="#growboxen">Grow-Boxen</a></li>
<li><a href="#aquascaping">Aqua-Scaping</a></li>
<li><a href="#hermetosphären">Hermetosphären</a></li>
<li><a href="#terrarienkultur">Was bentäitge ich für die Terrarienkultur?</a></li>
<li><a href="#ventilation">Ventilation</a></li>
<li><a href="#kühlung">Kühlungssysteme</a>
<ul>
<li><a href="#umlauf">Umlaufkühler</a></li>
<li><a href="#eis">Eisflaschen</a></li>
<li><a href="#peltier">Peltier-Elemente</a></li>
<li><a href="#matten">Adiabate Kühlung/Mattenkühlung</a></li>
</ul>
</li>
<li><a href="#nebel">Nebelgeräte</a></li>
<li><a href="#messung">Messgeräte</a></li>
</ul>
<h5 id="terrariumarten"><strong>Welche Arten von Terrarien gibt es (Hochland- oder Tieflandterrarium)?</strong></h5>
<p>Bevor man mit der spezifischen Planung des Traum-Terraiums beginnt, sollte man sich bereits darüber im Klaren sein, welche Art von Pflanzen man (zusammen) kultivieren möchte, da die meisten Pflanzen unterschiedliche Ansprüche an die Wuchs- und somit auch die Kulturbedingungen stellen, an denen sich letztlich auch die Auswahl und Gestaltung des Gefäßes orientiert. Die Kannenpflanzen (<em>Nepenthes</em> spec.) beispielsweise, lassen sich grundlegend in zwei Kategorien einteilen, die unterschiedliche Wuchsansprüche darstellen. Zu einem existieren Tieflandarten, welche lediglich bis zu einer Höhe von etwa 1300m über dem Meerespiegel in dauerwarmen und -feuchten Gebieten vorkommen und dementsprechend eine ganzjährig konstant warme Kultur bevorzugen.<br />
Andere Kannenpflanzenarten, die in einer Höhe von über 1300m über dem Meeresspiegel vorkommen und deren Standorte sich durch stärkere Temperaturabsenkungen in der Nacht charakterisieren, welche für das Wachstum dieser Arten auch nahezu unerlässlich sind, zählen zu den sogenannten Hochlandarten. Gerade die Kultur dieser meist aus dichten Nebelwäldern stammenden Hochlandarten erfordert oft aufwendige technische Kühlmaßnahmen und die Bereitschaft zu höheren Betriebskosten. Viele Arten des Sumpfkruges (<em>Heliamphora</em> spec.), welcher aus den Tafelbergen (Tepuis) in Venezuela stammt, erfordern diese Kulturbedingungen ebenfalls.<br />
<em>Nepenthes</em>-Arten, welche sich nicht eindeutig zu den Tiefland- oder Hochlandarten zuordnen lassen, da ihr Verbreitungsgebiet in Bezug auf die Höhe über dem Meeresspiegel variabel ist, werden als intermediäre Arten bezeichnet. Diese Arten zeichnen sich durch eine relativ hohe Toleranz gegenüber den Kulturbedingungen aus und lassen sich sowohl unter Tiefland- als auch unter Hochlandbedingungen kultivieren und eignen sich daher auch besonders für die Terrarienkultur. Neben Karnivoren existieren natürlich auch noch viele weitere Gattungen und Arten mit ähnlichen Ansprüchen an die Temperaturabsenkung, etwa viele Orchideen-Arten.<br />
Möchte man ein Terrarium zusammenstellen, muss bei der Planung neben dem Lichtanspruch also vor allem der Temperaturanspruch der Arten berücksichtigt werden. Grundsätzlich sollte man daher ausschließlich Arten mit einem ähnlichen Kulturanspruch kombinieren. Es ist daher unabdingbar, sich bei der Zusammenstellung der Pflanzen darüber zu informieren, ob diese für das Hochland- oder das Tieflandterrarium geeignet sind und sich für eine entsprechende Bauweise zu entscheiden. Tieflandterrarien stellen hier sicherlich die Variante mit dem geringsten Aufwand dar, da bis auf eine ausreichende Belichtung und gegebenenfalls eine Beregnungsanlage keine weiteren technischen Maßnahmen erforderlich sind. Heizkabel können optional verwendet werden, wenn die Abwärmeproduktion der verwendeten Beleuchtung nicht ausreicht, um die gewünschte Temperatur im Terrarium zu erreichen oder zu halten.</p>
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<figure id="attachment_1101" aria-describedby="caption-attachment-1101" style="width: 1024px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1101 size-large" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/02/DSC_2653-1024x678.jpg" alt="Nepenthes-Terrarium mit Mischbepflanzung" width="1024" height="678" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/02/DSC_2653-1024x678.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/02/DSC_2653-300x199.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/02/DSC_2653-768x509.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/02/DSC_2653-2048x1356.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-1101" class="wp-caption-text">Grafik: Ein Kannenpflanzen-Terrarium mit Mischbepflanzung (© Carniflor)</figcaption></figure>
<h5 id="geeignetearten"><strong>Welche Karnivoren eignen sich für das Terrarium?</strong></h5>
<p>Die beliebtesten Karnivoren für das Terrarium stellen die Kannenpflanze (<em>Nepenthes</em> spec.) und der Sumpfkrug (<em>Heliamphora</em> spec.), aber auch verschiedene Wasserschläuche (<em>Utricularia</em> spec.) und seltener Sonnentau-Arten (<em>Drosera</em> spec.) dar.<br />
Bei der Kultur von <em>Nepenthes</em> entscheidet neben dem Temperaturanspruch vor allem die Größe des Terrariums über die Eignung der jeweiligen Art. Da Kannenpflanzen zu den Rankpflanzen zählen, die neben einer beachtlichen Höhe teils auch stark ausgeprägte Blattspreiten erreichen, sollten für übliche (60x30x40cm oder 80x40x40cm) Terrarien vor allem kleinwüchsige  oder stark schwachwüchsige Arten (wie z.B.: <em>N. glabrata, N. tenuis, N. jamban</em>) verwendet werden.<br />
Sollte eine der Pflanzen mit der Zeit trotz einer sorgfältigen Planung einmal zu groß werden, lässt sich das Triebende meist mühelos abschneiden und für die weitere Vermehrung über Stecklinge in <em>Sphagnum</em> verwenden. Vor allem Kannenpflanzen eignen sich durch die ähnlichen Wuchsansprüche oft hervorragend für die Kombination mit verschiedenen Arten des Sumpfkruges (<em>Heliamphora</em> spec.) und ermöglichen somit die Kreierung spannender Bilder, obwohl diese beiden Gattungen eigentlich an völlig unterschiedlichen Lokalitäten vorkommen und in der Natur niemals zusammen anzutreffen sind.<br />
Durch die Vielzahl an Arten des Sumpfkruges lassen sich jedoch auch spannende <em>Heliamphora</em>-Terrarien einrichten, allerdings ist der Licht- und Kühlungsanspruch vieler Sumpfkrugarten nochmals deutlich höher als bei den meisten Kannenpflanzen, wodurch sich folglich auch etwas höhere Betriebskosten ergeben, die es in Kauf zu nehmen gilt.<br />
Möchte man Sonnentau im Terrarium kultivieren, sollte auf einen ausreichenden Luftaustausch geachtet werden. Besser gestaltet sich hier die Haltung in offenen Becken. Ähnlich wie beim Aqua-Scaping empfiehlt sich für die Kultur verschiedener Arten hierbei die Anlage verschiedener Feuchtezonen, die für die jeweilige Art mit dem entsprechenden Feuchteanspruch (zum Beispiel <em>Utricularia</em> an feuchteren Stellen) oder dem gezielten Einsatz von Begleitpflanzen genutzt werden können.</p>
<h5 id="ungeeignetearten"><strong>Welche Karnivoren eignen sich nicht für das Terrarium?</strong></h5>
<p>Die Vielzahl an Formen und Farben der einzelnen Karnivoren und deren Begleitpflanzen, verlocken gerade Beginner oftmals zu gewagten, wenn nicht gänzlich unpassenden Kombinationen oder gar kompletten Fehleinrichtungen. Alle winterfesten Karnivoren, etwa die <a href="https://www.carniflor.de/venusfliegenfallen-pflegen/">Venusfliegenfalle (<em>Dionaea muscipula</em>)</a>, Schlauchpflanzen (<em>Sarracenia</em> spec.) und Kobralilien (<em>Darlingtonia californica</em>) eignen sich unter keinen Umständen für die Terrarienhaltung und sollten daher stets unter freiem Himmel gehalten und durchgehend kühl überwintert werden. Auch die Regenbogenpflanze (<em>Byblis </em>spec.) oder die Wanzenpflanze (<em>Roridula</em> spec.) sind daher für die Terrarienkultur daher ungeeignet. <a href="https://www.carniflor.de/sonnentau-pflegen/">Winterharte Sonnentauarten</a> wie <em>Drosera rotundifolia, D. anglica</em> oder<em> D. filiformis</em> eignen sich ebenfalls nicht!<br />
Gleiches gilt natürlich für die Kultur der meisten frostfesten Begleitpflanzen. Vor einer Bepflanzung (oder bestenfalls natürlich bereits vor dem Kauf) sollte man sich daher stets ausführlich über die Haltungsparameter der jeweiligen Pflanzen informieren.<br />
Mexikanische <em>Pinguicula</em> stellen hier eine Ausnahme dar, wenn die <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-terrarium/">Bedingungen für Fettkräuter im Terrarium</a> gezielt auf die Pflanzen abgestimmt werden. Generell sollten keine Gattungen und Arten gewählt werden, die eine kühle Überwinterung benötigen. In meinem Beitrag zum Thema <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-terrarium/"><em>Pinguicula-</em>Terrarium</a> gehe ich auf diese Thematik noch einmal genauer ein.<br />
Schwieriger gestaltet sich die Haltung von <a href="https://www.carniflor.de/cephalotus-pflegen/">Zwergkrügen (Cephalotus follicularis)</a> im Terrarium. Für eine erfolgreiche Haltung bedarf es hierbei neben einer ausreichend starken Belichtung vor allem einer großzügig ausgelegten Belüftung mit einer abgestimmten Luftzirkulation und stetiger Versorgung mit Frischluft. Das entsprechende Feuchteniveau der Pflanzen zu halten, gestaltet sich bei Zwergkrügen ebenfalls nicht unbedingt einfach. Sind die entsprechenden Haltungsparameter jedoch konstant gegeben, ist die Kultur mit etwas Geschick aber durchaus möglich.</p>
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<h5 id="tiereimterrarium"><strong>Kann ich Tiere in meinem Karnivoren-Terrarium halten?</strong></h5>
<p>Oftmals erreicht mich auch die Frage, ob man tierische Bewohner in seinem Karnivoren-Terrarium halten kann oder ob Karnivoren eventuell sogar giftig sind. Glücklicherweise sind von keinen der für ein Terrarium in Frage kommenden karnivoren Arten derzeit giftige Wirkungen bekannt. Die Haltung von tierischen Bewohnern im Karnivoren-Terrarium, hängt demnach ganz von der Größe der Pflanzen, bzw. der Größe der Fallenöffnungen, sowie der Art des Fallenmechanismen ab. Natürlich müssen aber auch die Haltungsparameter der Tiere und der Pflanzen übereinstimmen.<br />
Von der gemeinsamen Haltung mit stark wühlenden Tieren oder Tieren mit ausgiebigem Blattfraß kann jedoch abgeraten werden. Auch wenn es für die Tiere unter Umständen verträglich wäre, wäre es dennoch sehr schade um die doch meist eher hochwertigen Pflanzen.<br />
Hast du lediglich Bromelien und Karnivoren mit sehr kleinen Fallen in deinem Terrarium vertreten, könnten sich zum Beispiel <a href="https://www.carniflor.de/froesche-fuer-das-terrarium-rotaugenlaubfrosch-agalychnis-callidryas/">Rotaugenlaubfrösche (<em>Agalychnis callidryas</em>)</a> für die Haltung im Karnivoren-Terrarium eignen.<br />
Da wir uns selbst jedoch hauptsächlich auf die Kultur von Pflanzen spezialisiert haben und uns selbst unter keinen Umständen als Zoologie-Experten bezeichnen würden, können wir an dieser Stelle nur vorsichtige Empfehlungen aussprechen! Im Zweifelsfall sollte die Vereinbarkeit der Pflanzen- und Tierhaltung immer mit eurem Händler oder Tierarzt abgeklärt werden. Sollte dies nicht möglich sein und dir es darüber hinaus nicht gelingen eine Unverträglichkeit auszuschließen, solltest du notfalls zum Wohl der Tiere natürlich stets auf die Pflanzen verzichten. Auch, wenn es schwerfällt!</p>
<figure id="attachment_1129" aria-describedby="caption-attachment-1129" style="width: 1024px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1129 size-large" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/02/poison-frog-921684_1920-1024x683.jpg" alt="pfeilgiftfrosch" width="1024" height="683" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/02/poison-frog-921684_1920-1024x683.jpg 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/02/poison-frog-921684_1920-300x200.jpg 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/02/poison-frog-921684_1920-768x512.jpg 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/02/poison-frog-921684_1920-1536x1024.jpg 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/02/poison-frog-921684_1920.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-1129" class="wp-caption-text">Grafik: Frösche sind beliebte Terrarienbewohner. Die Möglichkeit des Tierbesatzes in Karnivoren-Terrarien, hängt neben der Vereinbarkeit der Kulturbedingungen vor allem mit der Art der Fallen und der größe der Fallenöffnungen der Pflanzen ab.</figcaption></figure>
<h5 id="begleitpflanzen"><strong>Welche Begleitpflanzen bieten sich an?</strong></h5>
<p>Um den gewünschten Dschungel-Look zu kreieren, eignen sich eine Vielzahl an Begleitpflanzen. Allerdings sollten logischerweise auch hier die Kulturbedingungen mit denen der Hauptpflanzen übereinstimmen. Während sich bestimmte Farnarten, wie kleinwüchsige Varianten des Schwertfarn (<em>Nephrolepis exaltata</em>) und Moose wie das Torfmoos (<em>Sphagnum spec.</em>) hervorragend für die Bodenbepflanzung an freien Stellen eignen, lassen sich mit Tillandsien (<em>Tillandsia usneoides</em>), Bromelien (zB. <em>Neoregelia</em> spec., <em>Bromelia reducta</em>&#8230;) und epiphytischen Orchideen-Arten (<em>Mediocalcar</em> spec., <em>Lepanthes</em> spec., <em>Schoenorchis scolopendria</em>, <em>Macodes peltata</em>&#8230;) die Höhe und Tiefe des Terrariums, sowie die Seitenwände optisch gestalten. Dies funktioniert besonder gut, wenn man die Wände mit etwas Bauschaum und Elastopur mit etwas Struktur versieht und den Pflanzen somit besseren Halt bietet. Eine ausführliche Anleitung zur Gestaltung deiner eigenen Terrarien-Rückwand findest du in unserem Beitrag zum Thema <a href="https://www.carniflor.de/anleitung-terrarien-rueckwand-mit-elastopur-bauen/">&#8222;Gestaltung einer Rückwand mit Elastopur&#8220;</a>. Größere Pflanzen sollten hierbei vor allem seitlich angebracht werden, um einen ausreichenden Lichteinfall und eine relativ gleichmäßige Lichtverteilung zu gewährleisten. Kultiviert man jedoch Arten zusammen, deren Lichtanspruch sich relativ stark voneinander unterscheidet, lassen sich mit der gezielten Platzierung der Pflanzen auch unterschiedliche Lichtzonen erzeugen, die sich wiederum für die Platzierung bestimmter anderer Arten perfekt eignen. In direkt bepflanzten Schau-Terrarien helfen Begleitpflanzen mitunter also immens dabei, die passenden Vegetationsbedingungen zu erzeugen. Starke Bepflanzung führt allerdings auch einer deutlich verminderten Luftumwälzung, die es unter Umständen manuell auszugleichen gilt. Am sichersten gestaltet sich die Anlage aufwändigerer Terrarien demnach bei stufenweiser Bestückung über einen längeren Zeitraum. Je nach Größe sogar über einige Monate.</p>
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<h5 id="substrat"><strong>Welches Substrat benötige ich?</strong></h5>
<p>Durchforstet man das deutschsprachige <a href="https://forum.carnivoren.org/">Forum der Gesellschaft für fleischfressende Pflanzen e.V.</a> so wird man feststellen, dass zwar zahlreiche unterschiedliche Meinungen zu Substraten in Topfkultur existieren, bei der Wahl von Substraten für das Terrarium jedoch scheinbar kaum Diskussionsbedarf besteht. Reiner Torf mit einer Bedeckung aus lebendem <a href="https://www.carniflor.de/sphagnum-zuechten/">Torfmoos (<em>Sphagnum</em> spec.)</a> eignet sich ebenso gut wie übliches Standard-Substrat aus <a href="https://amzn.to/35CcS7m">Torf<span style="color: #993300;">*</span></a> und eventuell etwas <a href="https://amzn.to/2TyDJeQ">Perliten<span style="color: #993300;">*</span></a><br />
Die Zusammensetzung des Substrates kann und sollte je nach Artenbesatz angepasst werden. Für offene Drosera-Becken etwa, eignen sich Substrate mit einem erhöhten Sandanteil.<br />
Verwendet man torfhaltige Substrate in Verbindung mit hohen Wasserständen (etwa beim Aqua-Scaping) sollte beachtet werden, dass die Huminsäuren des Torfes das Wasser relativ stark trüben können. Bis auf die Wassertrübung entstehen durch die Huminsäuren jedoch keine Schäden oder Beeinträchtigungen. Ganz im Gegenteil &#8211; Für Pflanzen und Tiere sind sie sogar förderlich und fördern neben dem Wohlbefinden der Lieblinge auch ein artgerechtes Wachstum.<br />
Für detailliertere Informationen zum Thema <a href="https://www.aquasabi.de/aquascaping-wiki_aquarium_huminstoffe-im-aquarium">Huminsäuren im Aqua-Scaping</a> empfehlen wir <a href="https://www.aquasabi.de/aquascaping-wiki">die verschiedenen Artikel aus der Aqua-Scaping-Wiki</a> der Seite Aquasabi.de.<br />
Überraschenderweise konnten wir während unserer Recherche kaum direktbepflanzte Terrarien ermitteln, bei denen die Bepflanzung auf Grundlage von torfreduzierten Substraten erfolgte. Nur selten arbeitet man im Terrarium mit mineralischen Substraten, etwa aus Kanuma, Akadama, Bims und Lavabruch, bzw. <a href="https://amzn.to/3e3b4YO">deren Gemischen</a><span style="color: #993300;">*</span>. Kanuma und Akadama stammen ursprünglich aus Asien, wo sie bereits seit vielen Jahren erfolgreich in der Bonsai-Kultur eingesetzt werden. In jedem Falle weisen diese Zuschläge einen deutlich höheren <a href="https://www.carniflor.de/topfen-wie-die-profis/">Luftanteil im Substrat</a> auf, verringern das Risiko für Staunässe und können somit gerade unter dauerfeuchter Umgebung deutlich positiv auf die Pflanzen wirken.</p>
<h5 id="drain"><strong> Benötige ich eine Drainageschicht?</strong></h5>
<p>Eine Drainageschicht, wie sie meist empfohlen wird, ist nicht zwingend erforderlich, kann jedoch dabei behilflich sein, die Substratsättigung mit Gießwasser besser einschätzen zu können. Gerade bei starkem Moos- oder dichtem Pflanzenbesatz lässt sich diese mitunter nämlich nicht immer unmittelbar über den optischen Eindruck ermitteln.<br />
Drainageschichten erfüllen jedoch nur dann ihren Einsatzzweck (drain = englisch für abtropfen, entwässern), wenn das Gefäß der Flüssigkeit an der unteren Seite ermöglicht, vollständig &#8211; ohne verbleibenden Wasserstand &#8211; abzulaufen!<br />
Bei starker Wässerung in geschlossenen Gefäßen wie Terrarien oder Töpfen kann durch die Anlage einer Drainageschicht im schlimmsten Falle auch das Gegenteil des gewünschten Effektes eintreten, da durch die Drain-Schicht auch das Substratvolumen verkleinert wird und dem Wasser im Gefäßboden folglich mehr Raum geboten wird. Außerdem trocknen die verschiedenen Schichten auch unterschiedlich schnell ab, wodurch sich Restwasserbestände in der Drainageschicht ansammeln können, welche ferner nicht nur Raum für die Vermehrung von Schaderregern bieten, sondern bei längerfristigem oder gar dauerhaftem direkten Wurzelkontakt auch zu unmittelbaren Wuchsschäden und damit dem Absterben der Pflanzen führen können. Entscheidet man sich für die Anlage einer Drainageschicht in Terrarien sollte man aus den bereits genannten Gründen daher weiterhin stets mit Bedacht wässern und die Ansammlung von überschüssigem Wasser im unteren Gefäßbereich vermeiden. Hilfreich für die Bewässerung sind hierbei auch größere <a href="https://amzn.to/379MpiU">Drucksprüher<span style="color: #993300;">*</span></a> oder speziell auf Terrarien angelegte <a href="https://amzn.to/3rPeLa5">Beregnungsanlagen<span style="color: #993300;">*</span></a>.</p>
<h5 id="glasart"><strong>Glas oder Plexiglas?</strong></h5>
<p>Bei der Auswahl des passenden Gefäß-Modells stößt man zwangsweise auf verschiedene Ausgangsstoffe, die mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen einhergehen. Die wohl verbreitetsten Modelle bestehen aus Glas und besitzen neben Schiebetüren im Frontbereich an der Oberseite zumeist ein Gitterblech zur Lüftung (sogenannte Kaminlüftung). Glas weist eine relativ hohe Transmission auf und ist bedingt durch seine glatte Oberfläche sehr pflegeleicht. Eine Vergilbung des Materials findet in der Regel kaum statt. Allerdings kennzeichnet sich Glas auch durch ein relativ hohes Eigengewicht, wodurch der Transport des eingerichteten Terrariums erschwert (Wusstest du eigentlich bereits, dass <a href="https://www.abendblatt.de/ratgeber/wissen/article106526946/Stimmt-es-dass-Glas-eigentlich-eine-Fluessigkeit-ist.html">Glas kein Feststoff, sondern eine Flüssigkeit</a> ist?!).</p>
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<p>Plexiglas-Terrarien hingegen, zeichnen sich zwar durch eine relativ starke Bruchsicherheit aus, weisen je nach Dicke jedoch auch etwas schlechtere Transmissionswerte auf, wodurch sich bei den Pflanzen folglich dann auch eine schlechtere Lichtausbeute ergibt. Vorteilhaft an Plexiglas-Terrarien sind allerdings die vielfältigen Möglichkeiten der Gestaltung, da hier wenige fertige Modelle existieren und sich die Platten relativ einfach ganz nach Wunschmaßen zuschneiden und anschließend kombinieren lassen. Beim Zusammenbau sollte jedoch auf jeden Fall darauf geachtet werden, salz- und schadstofffreies Silikon (etwa Aquarien-Silikon) zu verwenden und ausreichende Maßnahmen für die Belüftung einzuplanen!<br />
Neben der erhöhten Bruchsicherheit, zeichnet sich Plexiglas darüber hinaus durch einen geringeren <a href="https://www.energie-experten.org/bauen-und-sanieren/daemmung/waermedaemmung/waermedurchgangskoeffizient">Wärmedurchgangskoeffizient</a> aus (Plexiglas = 5,3 W/(m²K); Glas = 6,5 W(m²/K)). Der Wärmedurchgangskoeffizient ist ein Maß für die Wärmemenge, die durch ein Bauteil von 1m² Fläche in Abhängigkeit von der Zeit und vom Temperaturunterschied (von der warmen zur kalten Seite) abfließt. Konkret bedeutet ein geringerer Wert hier also, sich die Temperatur im Inneren des Terrariums länger hält, bzw. weniger Wärmeenergie nach außen hin abgegeben wird. Die Isolierwirkung ist also besser. Besonders bei beheizten oder gekühlten Terrarien, lassen sich mit dem gezielten Einsatz von Plexiglas demnach wertvolle Betriebskosten einsparen.</p>
<h5 id="growboxen"><strong>Grow-Boxen</strong></h5>
<p>Eine weitere Kulturmöglichkeit stellen sogenannte &#8222;Grow-Boxen&#8220; dar. Hierbei handelt es sich um zeltartige Boxen, in deren Inneren die Pflanzen (je nach technischer Ausstattung) unter kontrollierten Bedingungen wachsen und gedeihen können. Grow-Boxen eignen sich vor allem, um möglichst viele Pflanzen auf geringem Raum zu kultivieren, da sie bei entsprechender Höhe bei der Verwendung von Regalsystemen meist die Möglichkeit bieten, mehrlagig zu arbeiten. Durch ihren platzsparenden Aufbau und das relativ gering ausfallende Eigengewicht, lassen sich diese Systeme auch mühelos in die Heimeinrichtung (etwa in Schränke) integrieren. Nachteilig ist allerdings, dass Grow-Boxen in vielen Fällen über keine Sichtfenster verfügen und die Pflanzen demnach nur bei manueller Öffnung sichtbar sind. Für das Heim-Dschungel-Feeling eignen sich diese Modelle daher weniger. Die komplette Abschottung vom Tageslicht erfordert darüber hinaus auch deutlich höhere Belichtungswerte. Da im gleichen Zuge jedoch auch kaum Licht nach außen hin abgestrahlt wird, ist die Lichtausbeute der Pflanzen meist auch höher. Vor allem großwüchsige Arten wie einige Kannenpflanzenarten, lassen sich in den Box-Systemen hervorragend kultivieren, die aus diesem Grunde vor allem preislich mitunter eine bemerkenswerte Alternative zur Kultur in größeren Terrarien darstellen.<br />
Da das Volumen dieser Modelle von kleinen 0,6&#215;0,6-Meter-Boxen bis hin zu ganzen Raumgrößen drastisch variiert, lassen sich bei entsprechender Flächenverfügbarkeit auch größere Sammlungen problemlos an einem Ort zusammen kultivieren.</p>
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<blockquote class="reddit-card" data-card-created="1613001578"><p><a href="https://www.reddit.com/r/SavageGarden/comments/fr9dpv/10x10_grow_space/">10&#215;10 grow space</a> from <a href="http://www.reddit.com/r/SavageGarden">r/SavageGarden</a></p></blockquote>
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</div>
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</script></p>
<h5 id="aquascaping"><strong>Aquascaping</strong></h5>
<p>Gerade in den letzten Jahren zeichnet sich unter den Pflanzenfreunden ein regelrechter Trend zu &#8222;grünem Design&#8220; ab, der sich neben der Terraristik-Szene und der Erstellung von Hermethosphären hauptsächlich im Bereich des sogenannten &#8222;Aquascaping&#8220; bemerkbar macht. Hierbei handelt es sich um die aquariumbasierte Gestaltung von Wasserlandschaften und Wasserwelten. Im Gegensatz zu üblichen Pflanzen-Terrarien liegt hier also ein deutlich höheres Feuchteniveau zu Grunde, das je nach Anteil an &#8222;Landmasse&#8220; auch unterschiedliche Feuchtezonen generiert, die sich widerrum hervorragend mit bestimmten Karnivoren bestücken lassen.<br />
Der Wasserschlauch (<em>Utricularia</em> spec.) etwa, eignet sich bestens für dauerfeuchte Uferzonen, die bereits in relativ kurzer Zeit von der Pflanze überwuchert werden und anschließend zahlreiche Blüten zum Vorschein bringen. Besonders schön machen sich hierbei Arten wie <em>Utricularia sandersonii, U. livida oder U. bisquamata</em>. Etwas trockenere, aber dennoch feuchte Stellen können mit tropischen und südafrikanischen <a href="https://www.carniflor.de/sonnentau-pflegen/">Sonnentauarten</a> (<em>Drosera capensis, D. aliciae, D. venusta, D. admirabilid, D. graomogolensis</em>&#8230;) bestückt werden. Von der Innenraum-Kultur von Wasserfallen (<em>Aldrovandra vesiculosa</em>) und aquatischen <em>Utricularia</em>, wird auf Grund der anspruchsvollen Kulturbedingungen jedoch abgeraten.<br />
Da es sich hierbei im Bezug zu Karnivoren um eine andere Form der Kultur handelt, bei der auch wesentlich andere Begleitpflanzen gewählt werden, haben wir uns dazu entschieden, diesem Thema einen eigenen Beitrag zu widmen. An dieser Stelle empfehlen wir daher unsere Anleitung zum Thema &#8222;<a href="https://www.carniflor.de/karnivoren-scape-gestalten/">Karnivoren Scape gestalten &#8211; fleischfressende Pflanzen gestalterisch in Szene setzen</a>&#8222;.</p>
<h5 id="hermetosphären"><strong>Hermethosphären</strong></h5>
<p>Möchte man nur eine geringe Anzahl an kleinwüchsigen Arten wie <a href="https://www.carniflor.de/sonnentau-pflegen/">Sonnentau (<em>Drosera</em> spec.)</a> oder <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/">Fettkräuter (<em>Pinguicula</em> spec.)</a> kultivieren, eignen sich mitunter auch sogenannte <a href="https://studienart.gko.uni-leipzig.de/pflanzenschau/category/hermetologie/">Hermethosphären</a> &#8211; kleine dauerhaft geschlossene Gläser, in denen sich eigenständig ein eigenes System bildet, welches kaum Pflege oder Wartung bedarf. Für die <a href="https://www.carniflor.de/pinguicula-pflegen/">Kultur von Fettkräutern</a> sollte auf Grund des geringen Anspruchs an die Luftfeuchte und die damit einhergehend erhöhte Schimmelgefahr, jedoch lieber auf geöffnete Gefäße (oder für größere Anlagen gar auf Aquarienbecken) zurückgegriffen werden.<br />
Für diese relativ unscheinbaren Klebefallen mit wirklich bezaubernden Blüten, eignen sich jedoch auch größere Tonschalen zur Bepflanzung des Fensterbretts. Durch den geringen Platzbedarf eignen sich Hermethopshären auch besonders gut für die Fensterbankkultur oder die Platzierung an helleren Regalstellen mit direktem Sonnenlicht. Natürlich sollten Hermethosphären jedoch niemals über längere Zeit vollsonnig gehalten werden, da vor allem geschlossene Gefäße schnell zum Überhitzen neigen. Den Standort sollte man dementsprechend besser etwas lichtärmer wählen, als es bei gewöhnlicher Kultur üblich ist. Allerdings kann es je nach Artenzusammenstellung vor allem auch in lichtärmeren Monaten nötig sein, mit Zusatzbelichtung zu arbeiten. <a href="https://amzn.to/2G7zZ0X">Günstige LED-Modelle</a><span style="color: #993300;">*</span> mit relativ geringem <a href="https://www.carniflor.de/grundlagen-zur-belichtung/">Photonenfluss</a> sind hierbei meist völlig ausreichend.</p>
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<blockquote class="instagram-media" style="background: #FFF; border: 0; border-radius: 3px; box-shadow: 0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width: 540px; min-width: 326px; padding: 0; width: calc(100% - 2px);" data-instgrm-captioned="" data-instgrm-permalink="https://www.instagram.com/p/CFFinXKj8W1/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" data-instgrm-version="13">
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</script></p>
<h5 id="terrarienkultur"><strong>Was benötige ich für die Terrarienkultur? </strong></h5>
<p>Ist man sich nun über die Auswahl der Pflanzen, deren Kulturbedingungen und die entsprechende Präsentationsform im Klaren, kann die detaillierte Planung des Terrariums beginnen. Neben der Art des Gefäßes und der zugehörigen Bepflanzung, sollte man auch die technische Ausstattung, etwa die Belichtungsmodule, Luftzirkulation und gegebenenfalls Bewässerungsanlagen, ggf. Temperatur- und Feuchtesensoren und im Falle eines Hochland-Terrariums auch Kühlanlagen bedenken, die sich je nach Kulturmethode und Wunschumfang nochmals recht deutlich in den Investitionskosten niederschlagen.<br />
Die Vielzahl an aktuell auf dem Markt befindlichen Modelle für die Belichtung und der rasche Zuwachs an Geräten erlauben an dieser Stelle keine konkreten Empfehlungen hinsichtlich der Auswahl der Lichtquelle. Bei generellem Interesse für das Thema der Belichtung empfehlen wir jedoch unsere Beiträge zu den <a href="https://www.carniflor.de/grundlagen-zur-belichtung-part-2/">Grundlagen der Belichtung von Pflanzen #2</a> und <a href="https://www.carniflor.de/grundlagen-zur-belichtung/">Grundlagen der Belichtung von Pflanzen #1</a>.</p>
<h5 id="ventilation"><strong>Ventilation</strong></h5>
<p>Sollte das Gefäß nicht über ausreichende Lüftungsmöglichkeiten der freien Lüftung verfügen (Öffnungen, Lüftungsschlitze, Gitterbleche&#8230;), ist der Einsatz eines Ventilators empfehlenswert, um eine bessere Luftumwälzung zu erzeugen, als auch den Luftaustausch anzuregen. Hier bieten sich sowohl ausgediente PC-Ventilatoren, als auch kostengünstige <a href="https://amzn.to/3oRY38p">USB-Ventilatoren<span style="color: #800000;">*</span></a> an. Bei Fertig-Terrarien sind die Belüftungsmöglichkeiten meist ausreichend, sodass oft keine zusätzlichen technischen Erfordernisse vorliegen.</p>
<h5 id="kühlung"><strong>Kühlungssysteme</strong></h5>
<p>Etwas schwieriger gestaltet sich bereits die Planung des Kühlmechanismus, da eine Ventilation allein keine Absenkung der Innentemperatur unterhalb der Außentemperatur ermöglicht. Neben passiven Kühlungsmethoden, die vorwiegend auf der Abkühlung der Umgebungstemperatur beruhen (etwa die Platzierung an einem geöffneten Fenster oder im Keller) und daher stark von relativ unkontrollierbaren Außenbedingungen abhängig sind, existieren zahlreiche aktive Kühlungsmethoden mit variierendem Installations-, Wartungs- und Kostenaufwand. In den folgenden Abschnitten möchten wir daher nun kurz und knapp auf einige grundlegende Kühlungsmöglichkeiten eingehen.</p>
<figure id="attachment_1113" aria-describedby="caption-attachment-1113" style="width: 1024px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1113 size-large" src="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/02/wasserdampfsaettungskurven-Achim-Christoph-1024x716.png" alt="Wasserdampfsättigungskurven" width="1024" height="716" srcset="https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/02/wasserdampfsaettungskurven-Achim-Christoph-1024x716.png 1024w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/02/wasserdampfsaettungskurven-Achim-Christoph-300x210.png 300w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/02/wasserdampfsaettungskurven-Achim-Christoph-768x537.png 768w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/02/wasserdampfsaettungskurven-Achim-Christoph-1536x1073.png 1536w, https://www.carniflor.de/wp-content/uploads/2021/02/wasserdampfsaettungskurven-Achim-Christoph.png 1703w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-1113" class="wp-caption-text">Grafik: Wasserdampfsättigungskurven der Luft (© Achim Christoph)</figcaption></figure>
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</script></p>
<h5 id="umlauf"><strong>Umlaufkühler</strong></h5>
<p>Für die Kultur von Hochland-<em>Nepenthes</em> und anspruchsvollen Sumpfkrügen, stellen Umlaufkühler, die auch im Bereich der Getränkekühlung Verwendung finden, den wohl am häufigsten verwandten Kühlmechanismus dar. Prinzipiell wird bei dieser Methode duch die Vorrichtung gekühltes Wasser aus einem (isolierten) Vorratsbehälter über Rohrverbindungen und einem rostfreies, metallisches und meist schlangenförmig gebogenes Kühlrohr (welches im Terrarium als Wärmetauscher fungiert) im Kreislauf zirkuliert. Die Kühlwirkung beruht hierbei auf thermodynamischen Grundprinzipien. Bei Inbetriebnahme des Umlaufkühlers herrscht im Terrarium zwischen dem gekühlten Wasser (bzw. dem Rohr, welches als Wärmetauscher fungiert) und der warmen Innenraumluft ein Temperaturunterschied, welcher physikalisch ausgeglichen wird, wobei sich der Wärmefluss immer von der Wärmequelle zur Wärmesenke (in dem Falle von der Luft zum Wasser) einstellt (<a href="https://www.uni-ulm.de/fileadmin/website_uni_ulm/nawi.inst.251/Didactics/thermodynamik/INHALT/HS2.HTM">2. Hauptsatz der Thermodynamik</a>). Die Wärmeenergie wird also von der Luft auf das Wasser übertragen, welches in den Kreislauf zurück gerät und vor einer erneuten Einspeisung in die Leitungen erneut gekühlt wird.<br />
Ein großer Nachteil an Umlaufkühlern besteht neben den hohen Investitionskosten und dem relativ hohen Platzbedarf vor allen in den hohen Betriebskosten. Da während der Betriebszeit, die bei der Terrarienkühlung meist in die Nachtzeiten fallen, darüber hinaus auch mit markanter Geräuschentstehung zu rechnen ist, könnte sich eine Platzierung dieser Modelle im Schlafbereich ebenfalls deutlich negativ auf das Wohlbefinden während des Schlafs ausüben. Bei der Planung dieser Art von Terrarien sollte dieser Fakt daher stets beachtet werden, um spätere unangenehme Überraschungen zu vermeiden.</p>
<h5 id="eis"><strong>Eisflaschen</strong></h5>
<p>Eine ähnliche Kühlwirkung, lässt sich durch das abendliche Einhängen von im Froster vorgekühlten Eisflaschen erzielen. Allerdings sollte bei dieser Methode ein ausreichend großer Abstand zu den Pflanzen gewahrt werden, um mögliche Frostschäden zu vermeiden. Bei der Eisflaschenmethode macht man sich den Energieentzug (aus der warmen Luft) zu Nutze, der beim Schmelzen des Eises entsteht. Denn physikalisch betrachtet wechselt Eis beim schmelzen den Aggregatzustand von fest zu flüssig, wozu eine bestimmte Menge Energie benötigt wird. Zum Schmelzen einer Eismenge von 1kg Gewicht und einer Temperatur von etwa 0°C, wird zum Beispiel eine Energiemenge von 334kJ benötigt (0,093 kWh) [1]. Kennt man die benötige Energiemenge (Kühlleistung), lässt sich die notwendige Eismenge ganz einfach rechnerisch ermitteln. Oder man tastet sich experimentell an die gewünschte Temperatur heran.<br />
Neben dem täglichen Wechsel der Flaschen setzt diese Kühlmethode allerdings auch einen ständig freien Platz im Froster voraus und eignet sich durch den relativ aufwändigen Flaschenwechsel eher weniger für längere Abwesenheitszeiten. Vorteilig ist allerdings, dass die Investitionskosten nahezu entfallen und keine zusätzlichen Betriebskosten entstehen, sollte der Platz im Froster zur Verfügung stehen.</p>
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</script></p>
<h5 id="peltier"><strong>Peltier-Elemente</strong></h5>
<p>Neben der Eisflaschen-Methode und der Verwendung von Umlaufkühlern, stehen darüber hinaus auch Peltier-Elemente zur Verfügung, wie sie vor allem auch in Kühlboxen verbaut sind. Hierbei handelt es sich um elektrothermische Wandler, was bedeutet, dass bei Stromdurchfluss eine Temperaturdifferenz an der Oberfläche des Gerätes erzeugt wird. Während an der einen Seite des Geräts Wärmeenergie entzogen wird, wird sie an der anderen Seite des Geräts zugeführt. Peltier-Elemente können also demnach zur Heizung und zur Kühlung verwendet werden, besitzen allerdings auch extrem schlechte Wirkungsgrade. Die Betriebskosten solcher Modelle sind daher sehr hoch.<br />
Da beim Betrieb von Peltier-Elementen in Terrarien jedoch meist fast ausschließlich eine Kühlwirkung erzielt werden soll, ist es notwendig die Geräte derartig zu platzieren, dass die erwärmte Geräteseite außerhalb des Terrariums liegt. Für den Einbau dieser Geräte sind also meist umfängliche Umbau oder Anpassungsmaßnahmen nötig. In einigen Fällen muss eine entsprechende Öffnung in das Material gebohrt, bzw. geschnitten werden, wodurch das Gefäß unwiderruflich verändert/beeinträchtigt wird. Im Anbetracht der umständlichen Montage und der hohen Betriebskosten sind Peltier-Elemente letztendlich eher weniger zu empfehlen, können bei kleineren Terrarien jedoch eine alternative zu anderen Kühlungsmethoden darstellen.</p>
<div style="text-align: center;"><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/IX2NQ1lq4ZM" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></div>
<h5 id="matten"><strong>Adiabate Kühlung/Mattenkühlung</strong></h5>
<p>Für die Kultur im Gewächshaus oder in besonders groß ausgelegten Grow-Box-Modellen steht darüber hinaus die Methode der adiabaten Kühlung zur Verfügung. Auch bei dieser Methode macht man sich den Effekt der Verdunstungskühlung zu nutze. Allerdings erfordern Mattenkühlungen auch einen entsprechenden Platzbedarf und eine einseitig geöffnete Stehwand, die durch das Kühlsystem ersetzt wird. Auf der gegenüberliegenden Seite sollten für einen optimalen Luftstrom darüber hinaus entsprechende Abzugsmöglichkeiten bestehen. Systeme der Mattenkühlung bestehen im Grunde aus einem luftdurchlässigen Rippensystem, welches von einem konstanten Wasserfilm oder Sprühnebel überzogen wird.<br />
Wärmere Außenluft wird anschließend über diese Rippen in das Gewächshaus eingeleitet, wodurch das Wasser die Wärmeenergie der umströmenden Luft aufnimmt, dabei verdunstet und eine Kühlwirkung im Gewächshausinneren erzeugt.<br />
Beim Einsatz adiabater Kühlsysteme sollte man allerdings beachten, dass sich über die Raumlänge sowohl unterschiedliche Temperaturzonen, als auch Zonen mit unterschiedlichem Gehalt an relativer Luftfeuchte einstellen, wobei die Temperatur mit zunehmendem Abstand ansteigt und die rel. Luftfeuchte mit zunehmendem Abstand sinkt. Die Ursache dieses Umstandes liegt ganz einfach in der Tatsache, dass wärmere Luft mehr Wasser aufnehmen kann und demnach langsamer gesättigt wird als kältere Luft. Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch auch, dass es bei warmen Lufttemperaturen mit einer hohen relativen Luftfeuchtigkeit nahezu unmöglich ist, die Temperatur über die Verdunstung von weiterem Wasser abzukühlen, da die kühle Luft nicht in der Lage wäre, die benötigten Wassermengen aufzunehmen. In der Praxis beruft man sich für die Ermittlung der für die Verdunstungskühlung notwendigen Parameter daher zunächst dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mollier-h-x-Diagramm">Mollier-h-x-Diagramm</a>, welches es ermöglicht Zustandsänderungen (wie Erwärmung, Kühlung, Befeuchtung, Entfeuchtung) verschiedener Luftmengen zu beschreiben.</p>
<h5 id="nebel"><strong>Nebel-Geräte (&#8222;Nebler&#8220;)<br />
</strong></h5>
<p>Die Wirkung durch Verdunstungskühlung, die mit der Verwendung von Nebel-Geräten einhergeht, ist leider meist zu gering um eine Kühlwirkung zu erzielen. Auch wenn in einigen Threads verschiedener Foren von geringen Temperaturdifferenzen von wenigen Grad Celsius berichtet wird &#8211; meist sind diese Geräte nicht einmal stark genug um die Luftfeuchtigkeit nachhaltig zu erhöhen! Vor allem Ultraschallvernebler sind für diesen Zweck auf keinen Fall zu empfehlen. Zur Erhöhung der Luftfeuchte sollten <a href="https://amzn.to/3rPeLa5">Beregnungsanlagen</a><span style="color: #993300;">*</span> mit möglichst feinen Düsen verwendet werden. Alternativ lässt sich auch manuell sprühen (etwa mit handelsüblichen Sprühflaschen). Nebler eignen sich daher ausschließlich für dekorative Zwecke. Bei gezieltem Einsatz lassen sich mit Neblern allerdings auch mystische Stimmungen erzeugen, die dem Terrarium den letzten Kick verleihen.</p>
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</script></p>
<h5 id="messung"><strong>Messgeräte</strong></h5>
<p>Da eine sichere Kultur auch die Überwachung verschiedener Haltungsparameter beinhaltet, sollte man bei der Anlage des Terrariums unter Umständen auch den Einbau von Messgeräten beachten. Sensoren zur Überwachung der Luftfeuchtigkeit (Hygrometer) und Temperatur (Thermometer) sowie Kombinationsgeräte beider Messgrößen (Kombimeter) kommen zu diesem Zwecke am häufigsten zum Einsatz. Etwas aufwändigere Schaltungen mit Mini-Computern (wie Raspberry Pi oder Arduino), die unter Umständen gleichzeitig auch die Ansteuerung der elektrischen Systeme (wie Nebler, Beregnungssysteme, Heizungen/Kühlungen, Belichtungen) übernehmen, sind auch möglich.<br />
Durch die hohe Anzahl an Sensorikgeräten unterschiedlicher Preisklassen sind bei der Ausgestaltung der Messtechnik derzeit kaum Grenzen gesetzt. Einfache, auf Terrarien ausgelegte Hygro- und Thermometer eignen sich genau so gut wie Spezialanfertigungen, wie beispielsweise das Kombimeter SensorPush.<br />
Die Entscheidung über die Notwendigkeit und die Auslegung von Messtechnik, bleibt letztendlich jedoch jedem selbst überlassen.</p>
<h5 id="zusammenfassung"><strong>Zusammenfassung</strong></h5>
<p>Auch ein Karnivoren-Terrarium ist kein Hexenwerk und lässt sich mit etwas Vorüberlegung und Recherche je nach technischem Anspruch mit etwas Geschickt optisch anspruchsvoll zusammenstellen. Die Vielzahl an möglichen Kombinationen ermöglicht die Erstellung spannender Thementerrarien, solange die Kulturbedingungen der Pflanzen übereinstimmen und gewährleistet werden können. Für unerfahrene Züchter fleischfressender Pflanzen empfiehlt sich die stückweise Gestaltung des Terrariums, um sich langsam mit den Kulturbedingungen vertraut zu machen.<br />
Sicher wunderst du dich nach aufmerksamen Durchstöbern dieses Artikel über einige im Handel angebotene Fertig-Terrarien, bei denen einige Zusammenstellungen anzufinden sind, von denen wir in diesem Artikel höchstens abraten. Diese Produkte sind meist nur für die kurzzeitige Produktplatzierung im Geschäft oder einen spontanen, emotionalen Kauf ausgelegt und bieten keine langfristige Freude! Warum du deine Pflanzen daher lieber beim Fachhändler bestellen solltest und für eine hohe Qualität besser auf deinen Besuch im Gartencenter oder Baumarkt verzichtest, erklären wir dir in unserem Artikel über die <a href="https://www.carniflor.de/karnivoren-kaufen/">besten Möglichkeiten Karnivoren einzukaufen</a>.</p>
<p><strong>Du benötigst:</strong></p>
<p>Gefäße<br />
Belichtungsmodul/e<br />
Substrat<br />
Bepflanzung inkl. Begleitpflanzen<br />
Dekomaterial<br />
opt. Rückwand<br />
opt. Beregnung<br />
opt. Feuchte-/Temperaturmesser<br />
opt. Kühlmechanismus</p>
<hr />
<p><strong>Literatur, Quellenangaben und Verweise<br />
</strong></p>
<p>1] ANON. (?): Eis – ein ganz besonderer Stoff. European Space Agency, Web-Veröffentlichung.<br />
https://www.esa.int/SPECIALS/Eduspace_Global_DE/SEMKI7WWVUG_0.html [08.02.2021]</p>
<p>AKERET, B. (2018): <span id="hikashop_product_name_main" class="hikashop_product_name_main">Pflanzen im Terrarium &#8211; </span>Anleitung zur Pflege von Terrarienpflanzen, zur Gestaltung naturnaher Terrarien und Auswahl geeigneter Pflanzen. Natur und Tier Verlag, 2. Auflage.</p>
<p>CAROW, T. und FÜRST, R. (1998): Fleischfressende Pflanzen: Artenübersicht &#8211; Kultur &#8211; Vermehrung. Verlag Thomas Carow. 11. Auflage.</p>
<p>HÜBNER, C. (2019): Terrariensteuerung per Smartphone. Das Taublatt &#8211; Die Karnivoren Fachzeitschrift der G.F.P., 2019/2, 86. 12-19.</p>
<p>Reiner, M. (2005): Kühlung: Viele Wege führen nach Rom &#8211; Manche aber auch nicht, Web-Veröffentlichung.<br />
http://www.drosophyllum.com/deutsch/kuehlung.htm [08.02.2021]</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Hinweise zu Affiliate-Links</strong></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.carniflor.de/karnivoren-terrarium/">Karnivoren Terrarium &#8211; Grundlagen zur Terrarienkultur von Karnivoren</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.carniflor.de">CARNIFLOR</a>.</p>
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